Jamie Olivers Kürbis à la Hamilton

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum das Gericht so heißt. Ich habe aber das Rezept auf einem Zettel wiedergefunden und mich erinnert, dass ich das so, soo, sooo lecker fand. Also schnell los und einen Butternusskürbis gekauft (den ersten Kürbis einer jeden Sorte kaufe ich ganz gerne, um aus dessen Samen die Kürbisse fürs nächste Jahr wachsen zu lassen. Nimmt man nämlich immer wieder die Kerne aus den Nachzuchten, wird das Fruchtfleisch oft von Jahr zu Jahr weniger ).

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Zutaten für vier Personen/1 Kürbis:

  • 1 kleine Hand voll getrockneter Steinpilze
  • 1 halbierter Butternusskürbis
  • Olivenöl
  • je 1 fein gehackte rote Zwiebel und Knoblauchzehe
  • 1 TL zerstoßener Korianderkörner
  • 1-2 Prisen getrockneter Chili (nach Belieben)
  • 2 fein gehackte Rosmarinzweige ohne Blätter
  • 5 sonnengetrocknete, gehackte Tomaten,
  • Meersalz, Pfeffer
  • 100 g Basmatireis
  • ½ Hand voll leicht gerösteter Pinienkerne

Zubereitung:

Die Steinpilze fünf Minuten in 150 ml kochendem Wasser einweichen. Den Backofen auf 230°C vorheizen.

Mit einem Löffel aus den Kürbishälften einen Teil des Fleisches kratzen. Dieses Fleisch zusammen mit den Kürbiskernen fein hacken und mit einigen Spritzern Öl, den Zwiebelwürfeln, dem Knoblauch, den Korianderkörnern, Chili, Rosmarin und Tomaten in einen Topf geben. Vier Minuten weich dünsten.

Den Kürbis schonmal auf ein großzügig (!) mit Alufolie ausgelegtes Backblech setzen (wir wollen den Kürbis einpacken, nicht an der Folie sparen).

Die Steinpilze und die Hälfte des Einweichwassers zugeben. Weitere zwei Minuten kochen und erst dann mit Salz und Pfeffer würzen. Reis und Pinienkerne einrühren, die Mischung großzügig in die Kürbishälften füllen und ein bisschen reindrücken. Kürbis außen mit etwas Olivenöl einreiben, in Alufolie wickeln und im Ofen etwa 75 Minuten backen.
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Und da dieses Gericht zwei Dinge vereint, die mein Freund nicht mag -Kürbis und Reis-, ist das alles für mich! :) Stillen, Zusatzkalorien und so…ihr wisst Bescheid! :) Nein er hat ganz tapfer mitgegessen!

Genießt den Herbst und was er euch schenkt: Kürbisse, Pflaumen, Sonnenschein, Nebelschwaden,Tee trinken auf der Couch…und und und. Was mögt ihr am Herbst?

Feuchtfroehliche Grüße :)

Träumchen von Pfläumchen

Frau Fröhlich hat sich Gäste eingeladen. Und zwar gleich mehrere an mehreren Tagen! Samstags vier Mädels zum Brunch und Freitags die Patentante ihres wunderbaren Babys zum Baby bestaunen und quatschen und natürlich Kuchen essen und Kaffee klatschen. Was Frau Fröhlich nicht bedachte:

  • freitags um 10.40 stand auch ein Kinderarzttermin auf dem Programm,
  • der Vater des wunderbaren Babys geht nach wie vor ganztags arbeiten und kann sich gar nicht kümmern,
  • so einen Brunch vorbereiten ist ganz schön zeitaufwendig, noch etwas mehr mit Kind im Tragetuch,
  • Hefeteig muss ein Weilchen gehen & Pflaumen haben Steine, die vorm Verzehr zu entfernen sind.

Beinahe also hätte es keine Pflaumen-Streusel-Schneggen gegeben. Und das wäre wirklich verdammt schade gewesen! Aber eben nur Beinahe!

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Dank des beherzten Einsatzes von Oma Fröhlich (also Frau Fröhlichs Mutter) konnte die Geschichte ein gutes Ende nehmen und ich kann Euch wenigstens das Rezept zum Träumchen mit Pfläumchen verraten.

Zutaten für 8-10 Pflaumen-Streusel-Schneggen:

  • 1/8 l Milch
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 300g + 150g + etwas Mehl
  • 75g + 100g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • Salz & Zimt
  • 1 Ei + 2 Eigelb
  • 75g + 80g weiche Butter
  • 1,5 kg Pflaumen, gewaschen, entsteint, halbiert
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Die Milch erwärmen, bis sie lauwarm ist und darin die Hefe auflösen. 300g Mehl, 75 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Prise Salz, das Ei und die 75 g Butter in einer Rührschüssel vermischen. Die Hefemilch dazugeben und mit den Knethaken des Handrührers einen glatten Hefeteig kneten. Diesen dann an einem warmen, kuscheligen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.

Für die Streusel das restliche Mehl, den Zucker und Vanillezucker sowie der übrigen Butter und einem Eigelb mit 1 Tl Zimt verkneten.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal durchkneten und zu einer Rolle formen. 8-10 gleich große Stücke schneiden und mit den Händen etwa gleich große Fladen formen. Diese dann mit etwas Abstand auf den Blechen verteilen und nochmals 20 Minuten gehen lassen.

Jetzt schonmal den Ofen vorheizen: 200°C Ober/Unterhitze oder 175°C Umluft.

Die Teigfladen gleichmäßig mit den Pflaumen belegen. Das übrige Eigelb mit etwas Wasser verquirlen und die Teigränder damit bestreichen. Die Streusel gleichmäßig verteilen und die Streuselschneggen blechweise im vorgeheizten Ofen je ca. 20 Minuten backen.

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Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und vorm Servieren mit Puderzucker bestäuben. Oder mit ein wenig Zimt und dazu dann ein Kleks Sahne…hmmmm! (Stillen braucht ja bekanntlich Zusatzkalorien ;))

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Feuchtfroehliche Grüße und viel Spaß beim backen (von “nachbacken” will ich nicht sprechen, da ich das Rezept ja nur habe backen lassen) und auf jeden Fall ein schönes Wochenende!

2×2 halbe Kuchen = ???

na klar: doppelte Kuchenfreude!!!

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Und damit die auch bei Euch aufkommt, gibt es heute 2 Rezepte in einem Blogpost (ok- das ist v.a. dem Umstand geschuldet, dass das kleine Wunder gerade vom Kindsvater durch Feld und Flur geschoben wird, sicherlich aber in weniger als zwei Stunden schon wieder Hunger anmeldet.)

Also es begab sich, dass der Vater des kleinen Wunders Freunde zum Baby gucken eingeladen hatte und ich ne Freundin zum Kaffeeklatschen. Und da war klar, das sowieso zwei Kuchen zu backen sind. Dass man die dann auch halbieren und aufteilen kann, kam mir erst später. Ist aber ne super Idee wie ich finde, bietet sie doch mehr Kuchenauswahl für alle. Und was ist schon besser als mehr Kuchenauswahl für alle? Genau: ganz wenig!

In diesem Sinne: Aprikosenkuchen und Beeren-Schmand-Kuchen!

Zutaten:

Beide Kuchen haben einen Mürbeteigboden, daher folgende Zutaten mal zwei nehmen und zwei Mürbeteige produzieren, danach erstmal kalt stellen und später planmäßig weiterverabreiten.

  • 250g Mehl
  • 200g kalte Butter
  • 75g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei

Alles erst mit den Knethaken, dann mit den Händen verkneten, bis ein glatter Teig entsteht.

Für den süßen und fruchtigen Aprikosenkuchen braucht ihr außerdem:

  • 600g frische Aprikosen, gewaschen, entsteint und halbiert
  • 1 Ei
  • 100ml Sahne
  • 50g Zucker
  • 50g ungeschälte, grob gehackte Mandeln (oder Stifte oder Plättchen oder was ihr sonst so findet, wenn ihr die Mandeln beim einkaufen vergessen habt ;))

Außerdem: Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Und für den Beeren-Schmand-Kuchen noch:

  • 500g gemischte Beeren, z.B. Brom-, Him-, Blau- oder Johannisbeeren
  • 150g Schmand

Inzwischen ruhig mal den Ofen vorheizen: 175°C Umluft (!) Achtung- wenn hr wie ich beide Kuchen auf einmal backen wollt, müsst ihr natürlich Umluft wählen. Ansonsten 200°C Ober/Unterhitze und nacheinander backen.

Wenn der Mürbeteig relaxt und abgekühlt ist, geht es wie folgt weiter:

Für den Aprikosenkuchen rollt ihr den Teig 3 mm dünn aus und kleidet eine Pie/Tarteform von 30 cm Durchmesser damit aus. Wie Frau Fröhlich das macht, dürfte bekannt sein ;) also nix ausrollen sondern schön mit den Händen in die Form frickeln, drücken, schieben… Backpapier und Hülsenfrüchte drauf und im nunmehr vorgeheizten Ofen 15 Minuten blindbacken.

In der Zwischenzeit Ei, Zucker und Sahne verrühren und die Aprikosen bereit stellen.

Wenn der vorgebackene Teig aus dem Ofen darf, die Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten auf den Boden setzen, schön dicht an dicht zum Kuscheln. Wenn der Boden bedeckt und/oder die Aprikosen alle aufgebraucht sind, den Guss aus Ei-Sahne-Zucker darüber gießen.

Für den Beeren-Schmand-Kuchen eine 26er Tarte/Pieform mit der anderen Hälfte des Teiges auskleiden, wie auch immer ihr das lieber macht: ausrollen oder reinfuscheln! Hauptsache Boden und Rand sind mit Teig bedeckt.

Auf den Teig nun den Schmand verteilen und darauf dann die Beeren.

Beide Kuchen in den Ofen schieben.

Der Beeren-Schmand-Kuchen bleibt für 45 Minuten dort und rührt sich nicht. Anders der Aprikosenkuchen. Den befreit ihr nach 20 Minuten und bewerft ihn mit den Mandelstückchen/stiften/plättchen und verstaut ihn dann nochmal für 10 Minuten im Ofen.

Beide Kuchen zeitgerecht aus dem Ofen retten und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Der Beeren-Schmand-Kuchen geht gerne eine Liaison mit Puderzucker und Sahne ein, der Aprikosenkuchen bleibt am liebsten Single. Und zusammen geben sie eine fruchtige Superkombi ab, die ihr schnell, schnell bevor es richtig Herbst wird nachbacken solltet!

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Feuchtfroehliche Grüße und ein schönes Wochenende

Happy Birthday to me!

Trotz wunderbarem Baby und immensen Windelbergen, tiefen Augenringen und noch tieferen Lachfalten hatte Frau Fröhlich auch in diesem Jahr Geburtstag und wie schon die letzten neun Jahre wurde auch dieses Jahr der 25. Geburtstag gefeiert.

Jaja, das hat schon seine Richtigkeit, steht ja so auch auf dem Geburtstagskuchen:

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Das Rezept zu diesem Schoko-Inferno habe ich bereits hier veröffentlicht, statt Schoko- war es dieses Mal Vanillecreme, statt Kinderriegel Yoghurette. Kalorisch dürfte sich beides nicht viel geben… :)

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Wie ihr seht, gab es auch noch Pavlowa, diesmal mit Erdbeeren und Minze, Schneggenudeln von meiner Mutter (ein mir nicht im Detail bekanntes geheimes Geheimrezept), Muffins (Schoko-Schoko-Schoko & Birne-Zimt, im Grunde immer nach diesem Rezept) und Kirschstreuselkuchen vom Blech. Aber es gab auch noch zwei neue, noch nie gebackene, ultra-empfehlenswerte Kuchen und hier und heute, noch in guter Geburtstagslaune (auch wenn es schon wieder über 14 Tage her ist) verrate ich euch die Rezepte!

Es handelt sich dabei nicht um die Biskuitrolle mit Weinbergpfirsischen, denn mit meinem Biskuit kann man Leute verletzen und gerollt fiele der sicher unters Kriegswaffengesetz (die Biskuitrolle kam also auch von Mama, die hat das einfach drauf). Nein- es geht um den Heidelbeer-Käsekuchen links und die Key-Lime-Pie vorne rechts im Bild.

Beide Rezepte sind aus dem Buch Leon Backen herzhaft & süß und beide Rezepte wurden sehr, sehr gelobt von meinen Gästen (ich kann mich ja schlecht selbst loben, ginge das, würde ich es aber tun).

Nun aber los, bevor es wirklich keine Heidelbeeren mehr gibt…

Key Lime Pie

  • Zutaten für eine 28er Tarteform:
  • 200g Vollkornbutterkekse
  • 85g zerlassene Butter
  • 400ml Kondensmilch
  • 4 Eigelb von großen Eiern (aus den Eiweißen wurden dann 15 Mini-Pavlowas)
  • 1 EL abgeriebene Limettenschale von Bio-Limetten & noch mehr Limettenschale als Deko
  • 120 ml frisch gepresster Limettensaft
  • 350g Creme Double (alternativ tuts auch Mascarpone oder eben Sahne)

Zubereitung (1. Hälfte):

Den Ofen vorheizen auf 180°C Ober/Unterhitze.

Kekskrümmel und Butter vermengen und in eine 26er Springform als Boden drücken, imvorgeheizten Ofen 12-15 Minuten backen, bis er leicht braun ist. Aus dem Ofen holen und vollständig abkühlen lassen. Ich habe jetzt mit dem Heidelbeer-Käsekuchen weitergemacht, der hat diese Wartezeit prima überbrückt: …

 

Heidelbeer-Käsekuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

  • 125g Vollkorn-Butter und 125g Ingwerkekse oder eben 250g Vollkornbutterkekse, wenn man Ingwer nicht verträgt, schön kleingeklopft
  • 90g zerlassene Butter
  • 550 g Frischkäse (ich hab rebellisch wie ich bin 3 Packungen also 600g genommen)
  • 125g Zucker
  • 2 Tl Zitronensaft (ich hatte noch Limettensaft da…)
  • Mark 1 Vanilleschote (im Leon konsequent mit Vanillestande übersetzt)
  • 200g Creme Fraiche oder Schmand
  • 100g griechischer Yoghurt
  • 3 große Eier
  • 250 g Heidelbeeren
  • 2 Tl Speisestärke (Leon schlägt Maisstärke vor, aber was soll ich mit nem Sack davon?)
  • 3 Tl Wasser

Zubereitung:

Ofen vorheizen: 160°C Ober/Unterhitze

Kekskrümmel und Butter vermengen und in eine 26er Springform als Boden drücken, im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten lassen.

Frischkäse, Zucker, Vanille und Eier glatt rühren, dann Creme Fraiche/Schmand und Yoghurt zufügen und weiterrühren. Auf den Keksboden geben und ggfs. glatt streichen. Dann für 45 Minuten im Ofen verschwinden lassen.

Bei mir ging der Kuchen extrem auf, so dass ich zwischenzeitlich mal Bedenken hatte, ob er nicht gleich meinen Ofen vom allerfeinsten einsaut (und wie ich das um Himmels Willen mit Kind im Tragetuch geputzt bekomme). Und nach dem Backen, obwohl er im ausgeschalteten Ofen noch vor sich hindümpelte und ganz sanft auskühlte…ist er relativ flach geworden. Aber das nur am Rande- schmecken tut der Bombe!

Jedenfalls die Zeit, die der Kuchen im Ofen zubringt nutzen und die Heidelbeeren in der Stärke wälzen und mit dem Wasser aufkochen bis die Beeren aufplatzen. Abkühlen lassen und dann auf dem Kuchen verteilen.

Zubereitung Key Lime Pie (2. Hälfte):

Ofentemperatur auf 160°C reduzieren.

Kondensmilch mit Eigelben, Limettenschale und -saft verrühren und auf den ausgekühlten Boden gießen. 15-20 Minuten backen, bis die Füllung gefestigt ist, aber noch wackelt, wenn man an der Form rüttelt. Pie in der Form auskühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen.

Kurz vorm Servieren die Creme/Mascarpone/Sahne schlagen, bis sie weiche Spitzen hat und die Pie damit bestreichen. Mit der Deko-Limettenschale bestreuen.

Ok und jetzt eben doch: Eiegenlob! Ich bin ein großer Käsekuchenfan und war selbst ganz begeistert, von dem Rezept und wer, wie ich, den frischen Geschmack von Limetten mag, wird um die Key Lime Pie nicht drumrum kommen. Alternativ kann man aber auch mal wieder das hier backen…quasi eine Kombi :)

Ihr seht: das wunderbare Baby wird älter und noch toller und die gestresste Chaos-Mutter etwas entspannter. Schon wieder hat die Zeit für einen Blogpost gereicht und zwei der hier angekündigten  Sommerrezepte habe ich euch schon verraten. Während ich das hier tippe (Sonntag Nachmittag- das wunderbare Baby ist mit dem Papa beschäftigt oder umgekehrt) haben wir sogar sommerliches Wetter, Sonnenschein und blauen Himmel! Ich hoffe, das bleibt noch ein Weilchen so und wünsche Euch eine schöne und sonnenreiche Spätsommer-Woche!

Feuchtfroehliche Grüße :)

 

Hallo Herbst: Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen

Alles wird gut: Frau Fröhlich bäckt wieder! Heute wurde sogar gekocht :) richtiges Essen, nicht nur Kaffee. Das tolle kleine Wesen und ich schwingen uns mehr und mehr ein und wenn der Papa ein bisschen mithilft (indem er sich um das kleine Wunder kümmert zum Beispiel), ja dann kann sogar mal ein Kuchen gebacken werden. Und in diesem Fall ein leckerer!

Für unser alljährliches Straßenfest hier uffem Dorf, das nicht nur mein Freund und ich mit unserem Nachwuchs unterstützen, sondern auch noch ein Zwillingspärchen, gerade mal vier Wochen alt und die ganzen anderen Nachbarn habe ich den Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen gebacken. Das sind die guten Neuigkeiten.

Die schlechten Neuigkeiten: Ich hab ja „Schwangerschafts- und Stilldemenz“ für einen Mythos gehalten- bis es mich dann erwischt hat. Keine Ahnung, was meine Hormone mit meinem Hirn gemacht haben- es funktioniert jedenfalls nicht mehr uneingeschränkt.

Das beweist dieser Post: eigentlich hätte ich noch vier (!!!!) andere Rezepte, die chronologisch eher gebacken und verputzt wurden und die ich daher auch gedachte eher zu verbloggen. zum Beispiel zwei Kuchen anlässlich einer Baby-Bestaune-Runde gebacken und zwei Kuchen, die ich für meinen Geburtstag gebacken hatte. Aber wo sind die bereits vom Handy kopierten Bilder hin? Ja das wissen die Götter. (Mit der High-End-Superduper-Kamera mach ich nur noch Babyfotos ;)) Deswegen also der zuletzt gebackene Kuchen zuerst. Schon eine kleine Herbsteinstimmung quasi, bevor auch nur ein Sommerrezept veröffentlicht ist. Na da habt ihr zumindest was, worauf ihr euch freuen könnt. Und eventuell schaffe ich es ja noch vor dem Sommer 2015 ;)

Aber keine ordentliche Stilldemenz, wenn nicht auch dieser Blogbeitrag so ein ganz klein wenig beeinträchtigt wäre: Ich war echt ganz ganz arg davon überzeugt, ein Foto von einem Kuchenstückchen auf einem Tellerchen gemacht zu haben. Mit Puderzuckerstäubchen & Sahnehäubchen. Nö. Hab ich wohl nicht.

Ich hab ein recht hübsches Foto vom glänzenden Karamell-Nuss-Häubchen gemacht, als der Kuchen noch heiß aus dem Ofen geschlüpft ist. Danach habe ich mich wohl auf anderes konzentriert. Zum Beispiel Kuchen essen :) Das hat sich angeboten, den der Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen ist echt saulecker und nachbackenswert!

Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen

Zutaten für eine 26er Springform:

  • 250g Mehl
  • 250g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 6 Eier
  • 175g Butter
  • 1 kg Äpfel
  • Saft einer Zitrone (Limette geht auch)
  • 2 Pck Vanillezucker
  • 300g Schmand
  • 4 EL Calvados
  • 20g Speisestärke
  • 2-3 EL Paniermehl
  • 150g Walnüsse, grob gehackt
  • 50g Schlagsahne

Zubereitung:

Das Mehl, 75g Zucker, Salz, 1 Ei, 1 EL Wasser und 125g Butter zu einem Mürbeteig verkneten und 30 Minuten kalt stellen. Springform fetten und mehlen. Den Teig ausrolleund die Form total schön damit auskleiden. Oder wie Frau Fröhlich es macht: Teig erst platt drücken und dann mit den Händen in die Form quetschen, schieben, drücken bis Boden und Rand beteigt sind. Nochmal 20 Minuten kalt stellen.

Schon mal den Ofen vorheizen: 200°C Ober/Unterhitze oder 175°C Umluft.

Währenddessen die Äpfel waschen (und eigentlich schälen, das mach ich aber nie) und in Stücke schneiden. Mit dem Vanillezucker und dem Zitronensaft vermischen. Limette geht auch, wenn grad keine Zitrone da ist, es hat sich zumindest niemand beschwert.

Den Schmand mit den verbliebenen 5 Eiern, 125 g Zucker, dem Calvados und der Speisestärke verrühren.

Den Teigboden mit dem Paniermehl bestreuen (hab ich übrigens auch vergessen- macht gar nix). Dann die Hälfte der Äpfel darauf verteilen und mit der Hälfte des Schmandgusses begießen, restliche Äpfel drauf, restlicher Guss drauf und ab in den Ofen für 35 Minuten.

Jetzt Sahne, restliche Butter und restlichen Zucker aufkochen und mit den Walnüssen vermengen. Abkühlen lassen und nach 35 Minuten auf dem Kuchen verteilen.

Weitere 20-25 Minuten backen aber nur noch bei 175°C bzw 150°C. In der Form auskühlen lassen und erst zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Viel Freude beim herbstlichen Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen, lasst es euch schmecken!

Feuchtfroehliche Grüße :)

Weniger schlafen anstatt Kochen…

…oder essen. Oder duschen…

Liebe Alle!
Ihr fragt euch sicher, was bei feuchtfroehlich los ist und ob Frau Fröhlich nicht mehr kocht.
Die Antworten lauten: so Einiges und Nein, zur Zeit höchstens mal n Kaffee!

Ich kläre euch mal auf, warum ich seit Monaten zu nix komme, konkret: seit 37+4 Wochen & 5 Wochen und 1 Tag: Ich habe mein Motto “Die Welt ein bisschen süßer machen” etwas zu ernst genommen und bin ungeplant und überraschend schwanger geworden. Das war wohl im September letzten Jahres, seit Ende Oktober wussten wir es dann. Nachdem der erste Schock (Schock ist irgendwie sehr negativ belegt, also eher schockierendüberraschendefreudige Super-Neuigkeit) verdaut war und mir auch die ersten großen Ängste durch ein Ersttrimesterscreening mit guten Resultaten genommen wurden, hab ich angefangen mich zu freuen und jaaa: einzukaufen (schön geschlechtsneutral in weiß und creme).

Ich hatte keine Morgen- oder sonstwann Übelkeit, noch keine Kugel, die im Weg war- kurz: mir ging es rundum gut! Ich habe mir eine Nähmaschine zugelegt und genäht, das Kinderzimmer eingerichtet, tolle und nicht so tolle Schwangerschaftsratgeber und Baby-Anleitungen gelesen. Natürlich gab es ein Bauch-Shooting und einen Gipsabdruck von der Kugel. Das Kochen und Backen kam dabei zu kurz, da ich voll im Babymodus war.

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Anfang März wurde dann alles ziemlich blöd: ich kam mit Blutungen ins Krankenhaus und musste einige Tage bleiben, das ganze Spektakel hat sich dann eine Woche später wiederholt und niemand fand die Ursache. Also wurde ich ans Bett gefesselt: Mir wurde (Bett)Ruhe, viel liegen und Schonung verordnet. Das war exakt zwei Tage angenehm, danach war es anstrengend und langweilig und blöd! Und außerdem auch gar nicht machbar, da sich der Haushalt, der Einkauf, Arztbesuche und vieles mehr einfach sehr schlecht vom Bett aus machen lassen. Der Schongang wurde also wieder ein bisschen öfter rausgenommen. Resultat: vorzeitige Wehen und ein verkürzter Gebärmutterhals verbunden mit dem Hinweis, dass ab jetzt jeder Tag im Bauch ein Gewinn ist und ich mich viel schonen und viel liegen muss! Ja und liegend kocht und bäckt und blogt es sich halt schlecht ;)
Zu allem Überfluss hat sich unsere kleine Dramaqueen dann auch noch quer gestellt bzw gelegt. Mehr als Quer- und Beckenendlage war mit ihr nicht zu machen, weswegen meine natürliche Geburt, für die ich wöchentlich in einen Hechelkurs gewatschelt war, in weite Ferne rückte. Stattdessen vereinbarte ich einen Kaiserschnitttermin und einen -mein letzter Rettungsanker- Termin am 22. Mai zur sog. äußeren Wendung. Wer an Informationen zu diesem Prozedere interessiert ist, darf mir eine Mail schreiben; kurz und knapp: unser Baby ließ sich nicht wenden.

Allerdings scheint ihr das Geschubse beim Wendungsversuch nicht gefallen zu haben, denn ab diesem Zeitpunkt ging es mir nur noch übel (im Wortsinne) und die Wehen wurden auch immer mehr; leider aber nicht regelmäßig genug, als das ich mich damit ins Krankenhaus getraut hätte. Samstags nacht war es dann so mies, dass wir um 6 Uhr morgens dann doch ins Krankenhaus gefahren sind. Wir entschlossen uns, den für 10 Tage später geplanten Kaiserschnitt am selbigen Mittag durchzuführen aber auch das ging meiner Kleinen nicht schnell genug. Also verschwand sie vom CTG! Manmanman war da plötzlich Schwung in der Sache! Die Ärztin, die ich vorher sehr ruhig und gelassen erlebt hatte, wurde ein klein bisschen panisch, ich wurde über den Gang in den Not-OP geschoben, bin sogar selbst auf den OP-Tisch gekrabbelt, da das Team noch nicht vollzählig war und wurde dann mit einer Vollnarkose vom Feinsten weggeschossen. Mein wunderbares Baby war 27 Minuten nach dem verherrenden CTG auf der Welt und lag bei ihrem Papa im Arm, ich lag leider noch auf dem Tisch und wurde zugenäht.
So ist mir das “Wunder der Geburt” entgangen und leider auch die ersten 5 Stunden mit meinem Baby. Ja daran knabbere ich! Aber Hauptsache, mein Schatz ist gesund; das war nämlich tatsächlich mehr als knapp für sie.

Nun bin ich seit 5 Wochen und einem Tag Mama…und frage mich: bin ich schlecht organisiert oder ist es normal, dass Neu-Mamas nur ganz huschhusch duschen, eher nicht frühstücken, selten zur Toilette kommen, definitiv nicht zu Mittag essen, erschöpft mit dem Baby ein Mittagsschläfchen halten, davon aber im Gegensatz zum immer hungrigen Säugling nicht erholt erwachen und bis zum Feierabend des Kindsvaters quasi auf dem Zahnfleisch gehen um dann eventuell etwas zu Abend zu essen und den Haushalt mehr schlecht als recht zu erledigen oder ihn eben liegen zu lassen?

Anfangs dachte ich, wenn wir die -durch den Kaiserschnitt mitverursachten- Stillprobleme überwunden haben, dann wird alles prima: mein wunderbares Baby wird engelsgleich schlafend den Tag verbringen nur unterbrochen von ein paar kurzen, harmonischen Stillpausen.
Bis wir dann tatsächlich die Stillthematik einigermaßen in den Griff bekommen haben -das war übrigens Mitte letzter Woche- war aus dem dauerschlafenden Mini-Baby ein stets neugieriges Baby geworden, dass eine riesige Angst , etwas zu verpassen  und keine Lust zu schlafen hat, bei den circa alle zweieinhalb Stunden anstehenden, einstündigen (!) Stillphasen meistens wild rumzappelt und selbst dann in den seltensten Fällen die tiefblauen Augen zu macht.
Ich komme zu fast nichts, es ist ein bisschen besser, seit ich mir ein Tragetuch angeschafft und das Kind nun regelmäßig an mich drangebunden habe. Kulinarisch ist das höchste der Gefühle zur Zeit, dass ich frisches Obst in Quark schnibble (jaja ich versuche mich gesund zu ernähren, an manchen Tagen gibt es aber dann doch nur n Doppelkeks) und weder über das Eine (Quark) noch das andere (Keks, gekauft) lohnt sich das bloggen.

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Übrigens: das klingt vielleicht alles ganz dramatisch, schlimm und schrecklich aber wenn mich mein Baby anstrahlt und ihre riesigen blauen Augen mich anguggen, dann ist alles egal: Müdigkeit, Hunger, der vernachlässigte Haushalt und die zu kurz kommende Körperpflege Bloggerei ;)

Aber im Ernst: Wie zur Hölle machen andere Mamas das? Bin ich echt so mies organisiert? Erzählt mir, wie ihr euer Leben (und teilweise eure Blogs) trotz Kind auf die Reihe bekommt…ich bin gespannt! Verratet mir bitte euer Geheimrezept, auf dass ich auch hier mal wieder was gebacken und gebloggt bekomme!

Feuchtfroehliche Grüße :)

Feuchtfroehlich macht Pause…

Liebe Alle!

Aus gesundheitlichen Gründen muss mein Blog leider pausieren :( Die Backbuchreise werde ich zumindest im Moment auch nicht weiterbetreiben können.

Ich hoffe, ihr bleibt mir trotzdem treu, lest euch durch meine älteren Beiträge :) und ich verspreche euch, Feuchtfroehlich kommt wieder! Der erste Kuchen 2014 wird nicht der letzte Kuchen 2014 gewesen sein, versprochen!

Bis bald,

feuchtfroehliche Grüße :)