Versprochen ist versprochen: Cherry Cheesecake

Inspiriert von einem Cheesecake-Blogevent blätterte ich am vergangenen Wochenende durch mein Cheesecake-Backbuch und bekam Lust darauf –Überraschung!– einen Cheesecake zu backen. Gott sei Dank kommen ab und zu noch andere Menschen zu mir zum Essen, denen ich zum Dessert dann durchaus mal ein Stück Käsekuchen aufzwingen kann, denn während ich für Cheesecake sterben (oder unter gewissen Umständen vielleicht auch töten) könnte, kann ich meinen männlichen Mitbewohner damit nicht hinterm Ofen hervorholen…oder sonstwoher.

DSC_0069

Und da ich für einen anderen -noch geheimen- Zweck ein größeres Schraubglas brauche und Kirschen ja auch echt ne leckere Sache sind und hübsch aussehen so auf nem Käsekuchen, hatte ich mich für einen Cherry-Cheesecake entschieden. Und dann ist das passiert, was mittlerweile regelmäßig passiert wenn die Frau Fröhlich bäckt: das Rezept hat sich nicht so ganz gegen sie durchgesetzt. 🙂

Unten also das Rezept, wie es hätte sein sollen (in Klammern) und wie es dann gemacht wurde. Das hatte diesmal übrigens nichts mit „ham wa nicht“ und „war aus“ oder „musste weg“ zu tun. Nein: diesmal habe ich extra vorher das Rezept gelesen und dann absichtlich andere Zutaten genommen, einfach weil ich dachte, das ist besser so. Warum habe ich auch jeweils erklärt (und kursiv geschrieben, für die, die sich für das „Warum“ nicht so sehr interessieren, wie für das Rezept an sich).

Zutaten für eine 26er Springform:

  • 150g Knuspermüsli aus dem Discounter mit L, extra crunchy mit minimal Kokos (Vollkornbutterkekse)
  • (25g Zucker, 1 Prise Zimt)
  • 100g Butter
  • 700g Doppelrahmfrischkäse (200 g Doppelrahmfrischkäse, 500 g Mascarpone)
  • 100g (150g) Zucker & 1 EL Vanillezucker (1 Pck. Vanillezucker)
  • 5 Eier
  • 1 gr. Glas Sauerkirschen, 370 g abgetropft
  • 250 ml Sauerkirschsaft, z.B. den aus dem Glas
  • 1 Pck. Tortenguss, klar

DSC_0068

Zubereitung:

Den Backofen vorheizen: 180 °C Ober/Unterhitze, 160°C Umluft. Die Form ggfs. fetten.

Die Butter schmelzen und mit dem Müsli (den kleingebröselten Keksen, Zucker und Zimt) vermengen und auf den Boden einer Springform drücken (mit der Hand oder einem Löffel). Am besten im Kühlschrank zwischenlagern, bis die Füllung fertig ist.

Im industriellen Fertigmüsli ist wirklich genug Zucker, da braucht es keine Extraportion; für Kekse denke ich, gilt das auch bzw. erst recht. Auf Zimt hatte ich einfach keine Lust obwohl sich der natürlich grundsätzlich gut mit Kirschen verträgt. Mit dem Müsli bekommt der Kuchen so einen Fitness-Touch, findet ihr nicht auch? 😉 Und in dem besagten Müsli ist so ein Hauch Kokos, das habe ich mir in Verbindung mit der Käsekuchenmasse und den Kirschen ganz wunderbar vorgestellt. Stimmt!

Frischkäse, (Mascarpone), Eier, Zucker in einer Rührschüssel zu einer homogenen Masse verrühren. Vielleicht liebe ich Käsekuchen deshalb: weil die sooo einfach sind! Masse vorsichtig auf den Boden schütten oder über einen Löffel in die Form laufen lassen und ggfs. glattstreichen.

Auch hier gilt: Mascarpone ist ja nix anderes als Frischkäse. Sie kommt halt ursprünglich aus Italien und hat einen echt enormen Fettgehalt von 80% i. Tr. Ich denke, stinknormaler deutscher Doppelrahmfrischkäse mit immerhin noch 65% Fett i.Tr. erfüllt den (Hüftgold)Zweck ebenso gut! Und erfahrungsgemäß braucht es nie, aber wirklich nie so viel Zucker wie im Rezept angegeben, deswegen reduziere ich das immer so frei Schnauze um 20-30%.

Keine Sorge: nur weil hier jetzt ab und zu mal die Sonne rausblinzelt, hat mich nicht der Diät-Wahn wegen meiner Bikinifigur gepackt: bei feuchtfroehlich bleibt alles wie immer: Sekt & Kuchen für alle macht viel glücklicher als jede Bikinifigur! 🙂 Aber man muss sich eben auch nicht immer extrastreng an Rezepte halten und kann hier und da mal quasi auf gesunde oder zumindest gesündere Alternativen ausweichen. (Ausdrücklich extrastrenges-ans-Rezept-halten empfehle ich bei Soufflés!)

Den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 45 Minuten backen. Danach den Ofen ausschalten und den Kuchen dort abkühlen lassen.

Kuchen in der Form belassen und die abgetropften Kirschen auf dem Kuchen verteilen. Den Tortenguss nach Anleitung (aber ohne den zusätzlichen Zucker)mit dem Kirschsaft zubereiten und darauf verteilen. Kuchen ganz auskühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen. Tipp: am oberen Rand der Form den Guss mit einem Messer lösen.

DSC_0077

Das Rezept ist ein wenig zeitaufwändig(er), jetzt nicht unbedingt rummwirbel-küchenaktiv-zeitaufwändig aber wegen der Zeit, die es dauert, bis der Kuchen ausgekühlt ist und die Kirschen den dann toppen dürfen. Aber es lohnt sich- versprochen! Zum nachbacken am besten das pdf ausdrucken!

Und da es vorm Kuchen „nur“ Pesto & Pasta gab, hatte ich ja genug Zeit. Das Pestorezept verrate ich euch dann in den nächsten Tagen… Jetzt muss ich „noch schnell“ die Zusammenfassung für den Mai in meinem Cake Book of Seasons basteln, die dann hoffentlich morgen hier nachzulesen ist. Gott sei Dank habe ich zur moralischen Unterstützung noch Kuchen:

DSC_0075

soon to come: Cherry-Cheesecake

…und einiges mehr!

Selbstgebeizter Lachs zum Zweiten (die 1. Ration wurde weggefuttert, ohne das davon auch nur ein Foto entstand) soll entstehen, das „Rezept“ & das Resultat des vor einem Monat angesetzten Vanilleextrakts für z.B. Muffins und natürlich die Zusammenfassung des Cake Book of Seasons des Monats Mai.

Wer hier ein bisschen mitliest, weis, ich liebe Käsekuchen: zuletzt gab es Ki-Ba-Cheesecake, gerne und häufig gibt es Zitronen- Mascarpone-Tarte mit Blaubeeren oder auch mal Himbeeren, Himbeercheesecake, Blaubeercheesecake, Lime-Vanilla-Cheesecake, russischer Zupfkuchen undundund.

Und jetzt hat Stephie von Meine Küchenschlacht zu einem Cheesecake-Blogevent aufgerufen. Da bin ich natürlich gerne dabei. Da ich rein zufällig auch im Besitz des zu Grunde liegenden Dr. Oetker Cheesecakes Buches bin, bin ich seit gestern am hin- und herblättern, um meinen Favoriten zu finden. Das hat noch nicht so ganz geklappt, ich schwanke leider noch zwischen circa 5-6 Rezepten. Aber eins weiß ich: am Mittwoch gibt es Cherry-Cheesecake! Oder doch Streusel? Ich glaube, Kirsch…hach ist das schwierig!

Was ich aber immerhin bereits nach der 10 Reiseetappe geschafft habe: ein Icon für die feuchtfroehliche Backbuchreise in meine Sidebar einzubauen (scheller Blick nach links!):

Backbuchreise_wp

Ein Klick führt euch zur Reiseroute, also der Übersicht, wo das Buch schon war, was gebacken wurde, wer noch dran kommt.

Feuchtfroehliche Sonntagsgrüße und einen guten Start in die neue Woche!

 

World Baking Day 2013: Ki-Ba-Cheesecake zum Geburtstag meiner besten Freundin

Der Worldbakingday wurde von Unilever ins Leben gerufen und von lokalen Margarinemarken (bspw. Sanella) in 20 Ländern auf 6 Kontinenten unterstützt. Naja…wenn Margarine so die Leute zum Backen bringt 🙂 soll es mir recht sein! Auf der Homepage kann man sein „Back-Level“ angeben und bekommt dann ein Rezept präsentiert. Hätte ich gestern ein wenig mehr Zeit gehabt, wäre es Level 84 geworden. So wurde es Level 29- ein KiBa-Kuchen für eine passionierte KiBa-Trinkerin 🙂 Jedenfalls lohnt sich ein Blick auf die Seite: 100 tolle Rezepte für jede Gelegenheit und jedes Back-Niveau.

Das Originalrezept von Jeanny ist für eine kleine 20er Springform, da der Kuchen aber für einen Geburtstagskaffeklatsch vom Feinsten gedacht war, habe ich die Zutaten hochgerechnet für eine große 28er Springform (Das sind die Angaben in Klammern). Hier findet ihr eine sehr gute Umrechnungstabelle in alle Richtungen und für alle erdenklichen Springform-Größen! Bei mir hat es jedenfalls gepasst (das war nicht bei jeder Umrechnungstabelle so, die ich bislang ausprobiert habe!).

Zutaten für eine 20er (28er) Springform:

Für den Boden:

  • 200 (450) g Vollkorn-Butterkekse, fein zerbröselt (bei mir gab es schwedische Haferkekse)
  • 100 (225) g Margarine (bei mir gab es Butter! Nur weil Margarinehersteller den worldbakingday erfunden haben, kaufe ich keine Margarine)
  • 2 (4,5) EL Zucker (darauf habe ich verzichtet)

Für die Bananen-Käsekuchenmasse:

  • 450 (1000) g Frischkäse, zimmertemperiert
  • 150 (eigentlich 337, also 340) g Zucker
  • 1,5 (~4) EL Mehl
  • 2 (4,5 also 4 größere oder 5 kleine) Eier
  • 100 (225) g Crème Frâiche
  • 1 (2) große, sehr reife Banane, fein zerdrückt (ich hab sie mit dem Zauberstab püriert)

Für das Kirsch-Topping:

  •  1 (2) große(s) Glas/Gläser Kirschen oder Schattenmorellen, sehr gut abgetropft (den Saft dabei auffangen)
  • 100 (225) g Zucker
  • 4 (9) EL Kirschsaft
  • 1,5 (~4) EL Maisstärke

Zubereitung des Kirsch-Bananen-Cheesecake:

Den Boden einer Springform von 20 (28) cm Durchmesser mit Backpapier versehen. Den Ofen auf 175 °C Ober/Unterhitze vorheizen.

Margarine (Butter) in einem Topf bei mittlerer Temperatur schmelzen lassen. Die fein gebröselten Kekse mit der geschmolzenen Butter (und dem Zucker) gut mischen und auf den Boden der Springform geben. Mit der Rückseite eines Esslöffels fest andrücken und die Form in den Kühlschrank stellen, während die Käsekuchenfüllung vorbereitet wird.

Den Frischkäse mit einem Handrührgerät kurz cremig mixen. Zucker und Mehl mischen, dann zum Frischkäse geben und alles verrühren. Die Eier nach und nach dazu geben, dann erst Schmand und die pürierte Banane.

Die Käsemasse auf den vorbereiteten Boden geben und glatt streichen. Das äußere der Springform gut mit Alufolie umhüllen und diese in einer tiefen, großen Auflaufform im Ofen platzieren. Ich habe drei Lagen Alufolie versetzt zueinander benutzt und die Form dann in die Fettpfanne gestellt. Die Auflaufform bis zur Hälfte der Springformhöhe mit heißem Wasser auffüllen. Das Wasserbad hilft beim gleichmäßigen Backen und verhindert spätere Risse des Käsekuchens. (Stimmt!)

Den Kuchen ca. 45 (70) Minuten lang backen. Er ist dann in der Mitte noch etwas weich, aber die Masse festigt sich mit der Abkühlung des Kuchens. Den Kuchen noch nicht aus dem Ofen holen, sondern bei ausgeschalteter Ofenfunktion eine Stunde lang im Ofen stehen und abkühlen lassen. Dann aus dem Ofen holen und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. (Geht auch prima: morgens backen und nachmittags essen)

Vor dem Servieren nun die Kirschsauce zubereiten. Hierfür alle Zutaten in einem Topf mischen und zum Köcheln bringen. Nach 2 Minuten sollte die Sauce dicklicher sein und darf nach kurzem Abkühlen über den Kuchen gegossen werden.

Fotos gibt es nicht, dazu hatten wir zu viel mit schwätzen und Sektchen trinken zu tun 😉 der Kuchen ist aber wirklich ganz easypeasy zu backen, gelingt garantiert und sieht aus, wie von Jeanny vorgebacken! Und lecker war er auch…also ruhig mal nachmachen! Hier das pdf.

Happy Birthday Schnegge!