Hier wird wieder gebloggt!

Zu aller erst muss ich natürlich kräftigst den Staub wegpusten, den mein kleiner Blog angesetzt hat. Und das ist nicht mal wenig, nach über einem halben Jahr ohne Blogpost- sorry! Umso mehr habe ich mich gefreut, zu sehen, dass trotzdem (hoffentlich nicht gerade deswegen) sage und schreibe so circa 1500 Menschen jeden Monat kucken, was ich so tue- bzw. nicht tue.

Na ab jetzt gibt es wieder was zu kucken; versprochen!

Gestern zum Beispiel haben wir den ersten Geburtstag von unserem tollen nun-nicht-mehr-Baby-sondern-schon-Kleinkind gefeiert!

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Es war schön sonnig und wir konnten uns Kaffee & Kuchen draußen im Hof schmecken lassen. Da wir gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen waren, kamen die meisten Kuchen allerdings nicht aus meinem Ofen.

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Nur den Geburtstagskuchen zu dekorieren hab ich mir nicht nehmen lassen!

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Das ist der Rübli-Kuchen mit Geburtstagsdeko statt Möhrchen 😉

Meine beste Freundin hat einen veganen Streuselkuchen gezaubert und ich hoffe, sie verrät mir das Rezept, damit ich das hier verbloggen kann (wenn mir mal wieder nichts eingefallen ist). Ein Foto gibt es nicht- das vegane Ding war ruckzuck verputzt. Oder wie mein Freund sagt „trotzdem lecker“ 😉 Nein ernsthaft: saulecker!

Von meiner Mutter gab es einen Erdbeerkuchen, leider nicht mit Erdbeeren aus unserem Garten, einen Rhabarberkuchen mit Baiser mit Rhabarber aus ihrem Garten und einen Birnenkuchen, den ich schon seit meiner Kindheit eigentlich immer zum Geburtstag bekomme. Beinahe hätte es von dem auch kein Foto mehr gegeben 😉

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Das wäre ja eine schöne Familientradition, wenn meine Tochter, den auch immer bekäme. Dazu müsste ich den dann auch mal auf akzeptablem Niveau backen. Das Rezept ist mir bekannt, nur isser nie so gut wie der von Oma Fröhlich. Hier jedenfalls das Rezept für euch:

Zutaten für eine 26er Springform:

Eigentlich 1 kg weiche Birnen aber meine Mutter war immer Vollzeit berufstätig und hatte ein Haus und einen 5-Personen Haushalt zu versorgen, daher:

  • 1 Dose Birnen
  • 150 g Butter
  • 120 g Zucker
  • 3 Eier
  • 250 g Weizenmehl
  • 100 g zarte Haferflocken
  • 3 TL Backpulver
  • 125 ml Vollmilch
  • 100 g Vollmilchschokolade, gerieben
  • 1 geh. EL Kakao
  • 1 EL Rum, 1 Msp. Zimt, 1 Prise Muskat

Zubereitung:

Den Ofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen und eine Springform vorbereiten.

Birnen schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen bzw. Dose öffnen und Birnen gut abtropfen lassen. 😉

Butter mit Zucker sowie Eiern verrühren. Mehl, Haferflocken, Backpulver und Milch unterrühren. Schokolade zusammen mit den übrigen Zutaten hinzufügen.

2/3 des Teiges in eine Springform füllen, Birnen darauf verteilen und den restlichen Teig darüber geben. Im vorgeheizten Backofen ca. 60 Minuten backen.

Eigentlich soll da noch Zuckerguss drauf. Das ist aber in meiner Kindheit nie der Fall gewesen und gestern auch nicht. Dabei bleibt es dann wohl.

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Meine kleine große Tochter (der Popo links) hatte viel Spaß (hier z.B. mit ihrer Cousine), ein ganz klein wenig Geburtstagskuchen, tolle Gäste und super Geschenke! Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls ein schönes Pfingstwochenende und einen guten Wochenstart! Vielleicht kann mein generationenübergreifender Geburtstagskuchen den ja ein wenig versüßen!

Feuchtfröhliche Grüße

Zur Abwechslung mal Apfelkuchen- heute mit Karamellguss

Der aufmerksame Leser weiß: Frau Fröhlich hat 3 Kilo Äpfel gekauft und mag dieses Obst nur im Kuchen. Daher blieb mir gar nichts anderes, als auch diese Woche einen Apfelkuchen zu backen. Und zwar dieses Karamell- Goldstück:

Und das geht so:

Zutaten für die 26/28er Springform:

  • 3-4 Äpfel, geschält, entkernt und in Stücke geschnitten
  • 125 g weiche Butter
  • 125 g Zucker
  • geriebene Zitronenschale von 1/2 Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 200 g Weizenmehl, gemischt mit
  • 2 TL Backpulver
  • Zimt
  • je 200 g Mandeln (Stifte oder Plättchen oder beides), Zucker und Sahne & 1 Prise Salz

Zubereitung:

Den Ofen vorheizen auf 180° C Ober/Unterhitze.

Butter und Zucker 5 Minuten hell und cremig rühren. Salz und Zitronenschale zugeben. Dann die Eier nach und nach dazugeben und immer solange rühren, dass keine Eispuren mehr zu sehen sind. Das Mehl-Backpulvergemisch nach und nach  unterrühren.

Den Teig in die gefettete Springform geben und die Apfelstücke darauf verteilen.

Im unteren Drittel 45 Minuten backen. Danach den Kuchen auf ein Kuchengitter setzen und vom Springformrand befreien. Mit ein wenig Zimt bestreuen.

Die Mandeln ohne Fett anrösten, bis sie anfangen zu duften und Farbe nehmen (ein schönes hellbraun ist gut, alles andere zu dunkel und schmeckt bitter). Mandeln aus dem Topf/der Pfanne auf einen Teller schüten.

Im gleichen Topf/der gleichen Pfanne den Zucker und die Prise Salz schmelzen lassen (bei mittlerer Hitze) und dann mit der Sahne ablöschen. Weiter köcheln lassen, bis sich alles gelöst hat und der Karamell beginnt dicklich zu werden. Die Mandeln unterrühren und den Guss auf den (im besten Fall noch warmen) Kuchen geben und bestmöglich flachstreichen.

Mein Schatz ist ein Karamelljunkie und freut sich auf den Kuchen heut Abend!

Es sind übrigens immer noch Äpfel da, so für zwei oder drei Kuchen dürfte es reichen. Wenn also jemand ein ganz hervorragendes Apfelkuchenrezept für mich hat- nur her damit!

Und das Leben ist doch ein Wunschkonzert!

Das Leben ist kein Ponyhof und auch kein Wunschkonzert und tatsächlich sind wir viel zu oft bei „so isses“ statt bei „wünsch dir was“. Aber das muss ja nicht immer so sein! Gerade in der Vorweihnachtszeit kann man ja mal Wünsche wahr werden lassen!

Schatz hat von Mohnkuchen fantasiert, da hätte er Lust drauf. Und ich hab 3 kg Äpfel gekauft, weil ich einen Apfelkuchen backen wollte, was sich dann irgendwie zerschlagen hat. Und Streuselkuchen mögen wir ja beide gerne. Und Käsekuchen.

Was läge da näher, als ein Apfel-Mohn-Käse-Streuselkuchen? Ja genau: nichts!

Das ist jetzt kein quick & yummie-, dafür aber ein yummie, yummie, yummie- Rezept. Wer also ein bisschen Zeit & Muße und eventuell wie ich zuviel Äpfel hat (Äpfel mag keiner von uns- außer im Kuchen), der darf das Rezept gerne mal ausprobieren:

Zutaten für eine 26-28 cm Springform:

  • 170 + 130 = 300 g Mehl
  • 60 + 80 = 140 g Butter
  • 30 + 70 + 100 = 200 g Zucker
  • 1+ 2 = 3 Eier
  • 3- 4 Äpfel je nach Größe, gewaschen, geschält und geviertelt, mit etwas Zitrone bträufelt
  • 2 EL Zitronensaft
  • 500 g Magerquark
  • 200 g Schmand oder saure Sahne
  • 2 EL Speisestärke
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 1 Pck.    Mohn – Back (250g)
  • 2 EL Mandelplättchen, gerne geröstet (hab ich vergessen, schmeckt trotzdem)

Zubereitung:

Aus einem der Eier, 170 g Mehl, 30 g Zucker und 60 g Butter einen Mürbeteig kneten: mit den kühlen Händen, den Knethaken des Handrührers oder der Küchenmaschine, den festen Teig in Klarsichtfolie kuscheln und im Kühlschrank ein Verschnaufpäuschen von dem ganzen Geknete gönnen.

Währenddessen die Mandeln ohne Fett hellbraun anrösten (oder gleich zum nächsten Schritt übergehen).

Aus 130 g Mehl, 70 g Zucker und 80 g Butter Streusel kneten.

Die restlichen beiden Eier trennen. Die Eiweiße steif schlagen und zur Seite stellen. Die Eigelbe und den restlichen Zucker ( 100 g, wenn ihr alles richtig gemacht habt) 5 Minuten hell und cremig rühren. Dann den Quark und den Schmand, der/die/das Mohnback, den Zitronensaft, die abgeriebene Zitronenschale und die Speisestärke dazugeben und flott weiterrühren. Den Eischnee vorsichtig unterheben.

Jetzt den Ofen vorheizen: 175°C Ober/Unterhitze und die Springform fetten.

Den Mürbeteig auf dem Boden der Form ausrollen (oder wie ich, als bekennender Ausrolllegastheniker, mit den Händen halt so bodenförmig hindrücken).

Die (eventuell) gerösteten Mandelplättchen auf den Boden streuen. Die Apfelviertel darauf verteielen. Die Quarkmasse darüber geben. Die Streusel hierüber streuseln und das ganze für 75 Minuten auf der mittleren Schiene backen!

Yummie!

Ach ja und gestern habe ich euch ja neugierig gemacht, und behauptet, dass es hier demnächst was zu entdecken gibt und ich euch heute verrate, was…

Soll ich?

Schon neugierig?

Ok!

Also: Ich bin dem Kindesalter knapp entwachsen aber ich bestehe (!) auf einen Adventskalender! (Geht das noch als dezenter Hinweis an Schatz durch?) Schatz bekommt auch einen. Und ihr sollt auch einen haben! Einen feuchtfroehlichen Adventskalender mit 24 leckeren Türchen…äh Rezepten! Ab 01. Dezember geht’s los (ja ok- DAS war jetzt sicher nicht so überraschend) 😉

Viel Spaß damit und die liebsten, vorweihnachtlichen, feuchtfroehlichen Grüße

Applepie- Icecream

3 Wahrheiten:

  • Herbst schmeckt nach Apfelkuchen
  • Eis geht auch in den kühlen Jahreszeiten Herbst & Winter
  • Das Problem mit Kuchen ist, dass er kein Eis ist; das Problem mit Eis ist, dass es kein Kuchen ist.

Schlussfolgerung: Applepie- Icecream

Zumindest für mich ist die logische Konsequenz aus dem oben gesagten jedenfalls Applepie- Icecream, schön apfelig mit feiner Zimtnote und crunchy Keksstückchen. Eisiger Apfelkuchen also. Und ich finde, das passt sehr gut zu Herbst in meiner Küche, Sarahs aktuelles Blogevent und mein zweiter Beitrag dafür.

Herbst in der Küche

In den Weiten des Internets findet sich so manches Rezept für Applepie- Icecream, irgendwie hat mich keines so ganz überzeugt. Daher habe ich selbst rumexperimentiert. Das ist dabei rausgekommen:

Zutaten (für etwa 1 Liter):

  • 2 Äpfel, geschält, entkernt und in Stücke geschnitten
  • 200 ml Apfelsaft
  • 2 (Bio)Eier
  • 200 ml Sahne
  • ¾ Cup (ca. 170g) + 3 EL brauner Rohrzucker
  • 2-3 TL Zimt
  • 3-4 Haferkekse, in kleine Stücke gehackt

Vorwort: In einigen Rezepten habe ich gelesen, dass man tiefgefrorenen Applepie-Teig mit Zucker-Zimt bestreuen, backen und dann zerbröseln soll. Der Amerikaner kann hierzu in den Supermarkt laufen und „Pie-Crust“ -sozusagen fertige Kuchenrohlinge- kaufen. Unabhängig davon, ob ich das wollen würde, habe ich noch keine „Pie-Crust“ in deutschen Tiefkühltheken gesehen; d.h. ich müsste den Applepie-Teig selbst backen. Erfolgreich erprobt sind dabei die Rezepte von USA kulinarisch in klassisch und süß. Wer also „richtigen Apfelkuchenteig“ in seinem Eis möchte, dem seien diese beiden Rezepte empfohlen.

Ich habe mich für schwedische Haferkekse entschieden, die sind nicht so süß und schön crunchy. Außerdem reichen 3-4 kleingehackte Kekse für die Menge Eis völlig aus.

Zubereitung:

Die Kekse kleinhacken und bis zu ihrem Einsatz tiefkühlen.

Die Äpfel mit Apfelsaft, 1 TL Zimt und 3 EL Rohrzucker aufkochen und dann 15-20 Minuten (je nach Festigkeit der Äpfel) köcheln lassen. Die Apfelsuppe mit dem Stabmixer pürieren und abkühlen lassen.

Die Eier hell und cremig rühren, dann nach und nach den restlichen Zucker zugeben bis alles verrührt ist. Die Sahne zufügen und die Masse etwas anschlagen, dann die abgekühlte Apfelmasse einrühren. Die Masse in der Eismaschine nach Anleitung gefrieren. Kurz bevor das Eis fertig ist die Keksstücke zufügen und einrühren lassen.

Das Eis war noch nicht ganz fest geworden, wurde allerdings zu viel für die Eismaschine, um weiterzurühren. Daher habe ich es noch für einige Stunden tiefgekühlt und später mit Haferkeks-Stückchen serviert! Wer Apfelkuchen & Eis mag, sollte das Rezept mal ausprobieren! Hier das pdf.