Sommersalat: Tabouleh

Ich habe euch dieses Rezept jetzt gut und gerne ein Jahr vorenthalten; dass muss ein Ende haben! Einer meiner Lieblings-Salate zum „zum-Grillen-mitbringen“ oder „einer- Grillmeute-servieren“ ist Tabouleh. Ursprünglich war das Rezept mal aus Oriental Basics von GU, aber mittlerweile mache ich das eher so huschhusch aus dem Handgelenk. Hier mal so in etwas das Originalrezept plus einem Tuningtipp und einem Würzgeheimnis:

Zutaten:

  • 200 g feiner Bulgur (gibt’s im Orientladen) oder Couscous
  • 2-3 Bund Petersilie (Menge je nach Bundgröße, soll aber viel sein)
  • 1/2 Bund Minze (kann man auch durch Petersilie ersetzen)
  • 3 Tomaten
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 grüne Chilischote (kann man auch weglassen)
  • 5 EL Zitronensaft
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer gemahlener Pfeffer
  • 1 Pck. Feta/Schafskäse (frisch aus dem Kühlschrank)

Zubereitung:

Bulgur/Couscous in eine Schüssel schütten. So viel kochendes Wasser darüber gießen, dass die Körner davon großzügig bedeckt sind, also so ca. 1 Zentimeter mehr Wasser als Bulgur. 20 Minuten in Ruhe quellen lassen.

In der Zeit schon mal die Kräuter waschen und trockenschütteln. Blättchen abzupfen und sehr fein hacken.

Die Stielansätze aus den Tomaten rausschneiden. Für die Fleißigen: Kochendes Wasser über die Tomaten gießen, Tomaten kalt abschrecken und häuten, halbieren und die Kerne rausdrücken. Für die Faulen: Tomaten halbieren und die Kerne rausdrücken, Tomatenfleisch in kleine Würfel schneiden.

Von den Frühlingszwiebeln die Wurzelbüschel abschneiden. Die Zwiebeln in sehr feine Ringe  schneiden. Die etwaige Chili waschen und längs aufschlitzen. Kerne und Stiel entfernen, Chili ganz fein hacken.

Den Bulgur/Couscous in einem Sieb abtropfen lassen. Zitronensaft mit Öl, Salz und Pfeffer gründlich verrühren und unter die Körner mischen. Gemüse, Chili und Kräuter dazu und alles gut vermengen. Probieren und vielleicht noch nachwürzen.

Ich schneide einen Feta/Schafskäse in mittelkleine Würfel und menge den auch noch unter (Tuningtipp für heiße Tage). Außerdem würze ich immer noch mit ein bisschen getrockneter Minze, einem Urlaubsmitbringsel aus der Türkei von Schatz (Würzgeheimnis).

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Hier zum Nachmachen das pdf. zum Salat! Schönes Grillen wünsche ich 🙂

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Picknick mit Jamies Brotkranz

Ich habe euch ja schon von meinem Picknick erzählt und den leckeren Peanut-Jelly-Tarteletts die es gab.

Ein ganz wesentlicher Teil des Picknickbuffetts war ein Brotkranz nach Jamie Oliver:

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Da wir nur zwei zarte Picknickerinnen waren, habe ich Jamies Rezept für uns halbiert (und wir haben dann die Hälfte geschafft), hier gibt es aber das Rezept für einen wirklich großen (echt jetzt) Brotkranz, der viele -also sicher so 6-8-10 Leute- satt macht! Dauert aber auch insgesamt so ca. 2 Stunden (nicht aktiv am werkeln aber eben trotzdem 2 Stunden).

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Zutaten für einen (echt) großen Brotkranz:

Fürs Brot:

  • 1kg Mehl, Typ 550
  • 625ml lauwarmes Wasser
  • 30g frische Hefe oder 3 Päckchen (je 7g) Trockenhefe
  • 2 EL Zucker
  • 2 gestrichene EL Meersalz
  • Mehl zum Bestäuben

Für die Füllung:

  • 10 Scheiben Parmaschinken oder Bresaola
  • 8 große Eier, 8 Minuten gekocht und geschält (und m.E. halbiert)
  • 400g Käse (ein Mix aus Cheddar, Fontina, Parmesan oder irgendwelche Reste, die verbraucht werden müssen), gerieben
  • 2 Hand voll frisches Basilikum
  • nach Belieben: getrocknete Tomaten oder Eiertomaten und Oliven, halbiert*
  • Olivenöl
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

*) Ich habe noch + 2 Hand voll Ruccola aus dem Garten dazugegeben und ein wenig Knoblauch durch die Presse gedrückt, ich denke, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

 Zubereitung:

Das Mehl auf die Arbeitsfläche/in eine große Schüssel häufen und in die Mitte eine große Vertiefung drücken. Die Hälfte des Wassers in die Vertiefung gießen, Hefe, Zucker und Salz dazugeben und mit einer Gabel verrühren.

Vorsichtig das Mehl von den Innenseiten der Vertiefung einarbeiten (die »Mehlwände« sollten nicht zerstört werden, da das Wasser sonst in alle Richtungen ausläuft), bis die Mischung eine zähe, breiige Konsistenz hat – dann das restliche Wasser zugießen. Weiterhin vermischen, bis die Masse wieder zäh geworden ist, dann das gesamte Mehl einarbeiten, bis die Mischung nicht mehr klebt.

Die Hände mit Mehl bestäuben und den Teig zusammenschlagen und drücken und vier bis fünf Minuten lang kneten: immer wieder drücken, falten, schlagen, rollen und durchwalken, bis er glänzt und elastisch geworden ist.

Den Teigkloß mit Mehl bestäuben. In eine Schüssel geben, mit einem Handtuch bedecken und etwa 30 Minuten an einem warmen Ort aufgehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Hat der Teig sein Volumen verdoppelt, muss man etwa 30 Sekunden lang die Luft herausschlagen, indem wir den Teig auf die Arbeitsplatte werfen und zusammendrücken. Jetzt den Teig schon mal flach drücken und in etwa in ein Rechteck ziehen/drücken. Danach lassen wir den Teig nochmal 30 Minuten gehen, bis er sein Volumen noch einmal verdoppelt hat. Das ist der wichtigste Teil, beim zweiten Aufgehen erhält der Teig die Luft, die in das Brot eingebacken wird.

Den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Jetzt den Teig mit Mehl bestäuben und bestmöglich rechteckig ausrollen, Jamie schlägt vor 1 Meter auf 20 cm und 1 cm dick. Über die gesamte Länge des Brotteigstreifens in der Mitte Parmaschinken, Eier, Käse, Basilikum, Tomaten etc. verteilen. Mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern.

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Den Teig von beiden Längsseiten über die Füllung klappen. Die Rolle drehen, so dass die „Verschlussnaht“ unten liegt, die beiden Enden zu einem Kranz oder Ring zusammendrücken. Auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech legen und weitere 15 Minuten aufgehen lassen.

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Jetzt 35 Minuten hellgold ausbacken und am besten noch warm genießen! Dazu habe ich eine knoblauchige Kräuterbutter gerührt- yummie!

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Wer’s nachmachen mag, kann hier das pdf ausdrucken! Der Kranz kann aufgewärmt werden, z.B. auf dem Grillrost aber sicher auch im Ofen; er schmeckt frisch aber besser. Wir zwei Picknickerinnen waren beide der Meinung, dass das Halbieren der Eier das Essen einfacher machen würde, dass werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.

Kennt ihr eigentlich…

Udon? Den Klang von Zuckerwatte? Phat Thai (oder Pad Thai)? 1 x umrühren bitte aka kochtopf? Und Sandra from Snuggs Kitchen?

Also: Udon ist eine Nudelsorte der japanischen Küche; mehr Infos wie immer von Tante Wiki. Und wie die gemacht werden erklärt Ylva auf ihrem wunderschönen Blog „Der Klang von Zuckerwatte“. Und weil Ylva eine Superliebe ist, brachte mir der Postbote heute ein Paket mit nicht nur Udon:

Ylvas japanisches Carepaket

Und Phat Thai ist ein traditionelles Nudelgericht der thailändischen Küche, das eigentlich mit Reisbandnudeln zubereitet wird. Heute nicht; heute machen wir das mal mit Udon!

Und zwar für Zorra und Sandra und ihr Blogevent „Ran an den Wok

Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)

Und wie das so ist mit den berühmten Gerichten: es gibt im www und in diversen Kochbüchern geschätzt 1 Million „Original“-Rezepte 😉 daher sehen wir das mit den Udon statt der Reisnudeln nicht so eng und statt Tofu gibt es Garnelen. Denn sonst verlässt mich Schatz 😉

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Zutaten (für 2 Personen):

  • 200 g Glas/Reisnudeln Udon
  • 3-4 El Öl
  • 250 g Tofu mit fester Konsistenz Garnelen
  • 4-5 El Sojasauce
  • 3-4 Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
  • ~ 1-2 Knoblauchzehe in feine Scheiben geschnitten
  • 150 g Sojasprossen
  • Cashewkerne (oder Erdnüsse, nicht gesalzen)
  • 2 Eier, verquirlt
  • 1 Limette

Und für die Phat Thai Sauce:

  • 250 ml Tamarindsauce
  • 250 ml Sojasauce
  • 3-4 El Palm Sugar (oder brauner Zucker)
  • ~1 Tl Chilipulver (je nach persönlicher Leidensfähigkeit)

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Zubereitung:
Als erstes rühren wir die Phat Thai-Sauce: hierzu in einem Topf die Tamarindensauce (ersatzweise nimmt man Limettensaft) und Sojasauce erhitzen, darin den Palmzucker/braunen Zucker schmelzen und mit Chilipulver würzen, bis die gewünschte Schärfe erreicht ist.

Die Nüsse im Wok ohne Öl anrösten, etwas abkühlen lassen und klein hacken. Beiseite stellen.

Die Reisnudeln Udon mit kochendem Wasser übergießen und nach Packungbeschreibung ziehen lassen (Ylva hatte die Nudeln gekocht, daher nur kurz übergießen).

Während die Reisnudeln Udon im warmen Wasser ziehen, das Öl im Wok erhitzen. Gewürfelten Tofu Garnelen, Zwiebeln und in Scheiben geschnittenen Knoblauch darin anbraten. Dann bei starker Hitze die Sojasprossen und die Phat Thai-Sauce (nach und nach, bis die gewünschte Würze/Konsistenz erreicht ist) dazugeben und alles zügig  miteinander vermischen.

Alles im Wok am Rand  hochschieben (so machen das die Wok-Profis) oder aber herausnehmen (so machen das die Wok-Anfänger oder die, die keinen Wok nutzen sondern eine Pfanne ohne hohen Rand zum hochschieben) und das verquirlte Ei auf die freie Fläche im Wok schütten, stocken lassen und dann mit den gehackten Nüssen mischen. Danach die Reisnudeln Udon zufügen und alles vermengen (vorsichtig, sonst gibt es Reisnudel/Udon-Matschepampe.

Auf den Tellern verteilen und jeweils mit einer halben Limette servieren (wie immer vergessen- die schwimmen jetzt im Havana). Nicht vergessen: das Rezept als pdf.

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Noch ein Spätsommermenu: Involtini di melanzane – Kürbisrisotto mit Pecannüsses- Walnussparfait

Schlag auf Schlag geht es weiter mit dem Bekochen lieber Menschen. Heute war meine Katzensitterin und beste Freundin dran und es gab das nächste Spätsommermenu, diesmal recht nussig und mit einem Hauch mehr Herbst, zusammen mit dem ersten Rotwein und mit 100% Gemüse aus dem heimischen Garten von Mama:

Involtini di melanzane, Kürbisrisotto mit Pekannüssen und zum guten Schluss ein Walnussparfait.

Da ich ein neues Handy habe, musste der Blog als Testobjekt hinsichtlich der Kamera dienen. Die nächsten Fotos mach ich aber wieder mit der Nikon!

Involtini di melanzane das sind Auberginen-Röllchen mit Ricottafüllung in einem Tomaten-Sugo und das ist ein einfaches, vegetarisches, (low carb) Gericht für die letzten Sommertage, das sich noch dazu gut vorbereiten lässt.

Zutaten für 4 als Vor- oder 2 als Hauptspeise:

  • 2 Auberginen
  • 250 g Ricotta, 50 g Pecorino, gehobelt – beides miteinander vermischt
  • nochmal 50 g Pecorino, gehobelt
  • Oregano
  • 2 El Pinienkerne
  • frische Basilikumblätter zum garnieren
  • Salz, Pfeffer

Für die Tomatensauce:

  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Schuss Rotwein
  • 1 Dose stückige Tomaten oder 4-5 gute, reife, leckere Tomaten aus Eigenanbau, gewaschen und in Stücke geschnitten
  • 1 Schuss Sahne
  • Thymian, Meersalz, Pfeffer, Olivenöl, Basilikum

Den Ofen auf 200°C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Als erstes die Auberginen putzen und mit einem scharfen Messer der Länger nach in ca. 5 mm dünne Scheiben schneiden (insgesamt sollten 12-16 Scheiben daraus resultieren, je nach Größe der Auberginen und persönlicher Befähigung des Schneiders). Die Scheiben leicht mit Salz bestreuen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Dann die Tomatensauce köcheln. Dazu in einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Die Tomaten dazugeben und alles mit einem Schuss Rotwein (alternativ mit Wasser) ablöschen. Den Thymian dazugeben und alles bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten vor sich hinköcheln lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggfs. noch mit einem Schuss Sahne verfeinern, weil Sahne geht bekanntlich immer 😉 und evt. noch mit frischem Basilikum würzen.

Währenddessen die Involtini basteln: die Auberginenscheiben kurz in Öl wenden bzw. mit Öl bepinseln und in eine heißen Grillpfanne geben. Die Aubergine von beiden Seiten grillen und bei Seite stellen. Die zwei miteinander vermischten Käsesorten mit dem Oregano, Salz und Pfeffer unterrühren und die Auberginen damit bestreichen. Die Auberginenscheiben aufrollen.

Ein paar Löffel der Tomatensoße in eine Auflaufform geben und darauf die Röllchen geben. Die restliche Sauce dazugießen und mit dem übrigen Pecorino bestreuen, die Pininenkerne dazugeben und bei 200° etwa 20-30 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Man kann die Involtini schon am Vortag vorbereiten und im Backofen noch einmal kurz erwärmen, sie schmecken aber auch lauwarm oder sogar kalt. Wenn man sie als Hauptspeise serviert, passen sie gut zu Fleisch, v.a. zu gegrilltem Fleisch. Die Tomatensauce taugt auch sehr gut als schnelle Nudelbegleiterin!

Kürbisrisotto für 4:

  • Öl, Salz, Pfeffer
  • ~ 1 Liter heiße Gemüsebrühe
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • 1 Zwiebel in feinen Würfel
  • 350 g Risottoreis (Arborio ist für mich erste Wahl)
  • 1/2 Hokkaidokürbis oder 1 ganzer, kleiner Kürbis
  • 100 g Pecorino fein gerieben und ein wenig gehobelt zu Dekozwecken
  • 1 Hand voll Pekannüsse ohne Fett geröstet und etwas klein(er) gehackt

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Den Kürbis halbieren und die Kerne entfernen, Hokkaido muss man ja Gott sei Dank nicht schälen. Das Kürbisfleisch (etwa 400 g) in kleine Würfel schneiden, ca. 2 x 2 cm. Zwei Drittel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Öl beträufeln und für 20-25 Minuten im oberen Drittel des vorgeheizten Ofens backen, bis der Kürbis weich ist. Aus dem Ofen nehmen, salzen, pfeffern und auf seine Bestimmung warten lassen.

In einem großen Topf nicht zu wenig Öl (10-12 El) erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Das übrige Drittel Kürbiswürfel dazugeben und kurz anbraten. Dann den Reis zugeben und auch im Öl kurz angehen lassen. Nach 1-2 Minuten mit dem Weißwein ablöschen.

Jetzt 1-2 Schöpfkellen Brühe zugeben und rühren bis die Brühe aufgesogen ist. Vorgang immer nd immer wieder wiederholen und ab und an mal den Reis probieren. Ich kann nicht sagen, wie lange das Rühren dauert und auch nicht wieviel Brühe es braucht, das ist nach wie vor von Risotto zu Risotto verschieden.

Wenn der Reis schon fast gut, im Kern aber noch al dente ist, den Ofenkürbis zugeben. Dadurch, dass er gebacken wurde und ganz weich ist, zerfällt er und färbt das Risotto ein wenig ein- das soll so!

Risotto “trockenrühren“, also keine Brühe mehr zugeben und weiterrühren, bis der Reis den Rest der Brühe aufgesogen hat. Herd ausschalten und den Pecorino einrühren.

Mit den Pekannüssen und dem Pecorino dekorieren & servieren!

Walnussparfait:

Parfaits sind prima für Menschen ohne Eismaschine, da die Masse durch die mit der geschlagenen Sahne eingebrachten Luftblässchen sowie durch die Eigelbe und den hohen Fettanteil (jaja machen wir uns bitte keine Illusionen) beim Gefrieren nicht zu fest wird und sich auch nur kleine Eiskristalle bilden, so dass man auch nicht ständig rühren muss. Das weiß ich, weil ich von der besagten besten Freundin ein total tolles Buch zum Geburtstag bekommen habe 🙂 und aus dem ist auch das Rezept zu diesem Walnussparfait.

Zutaten für 4 Portionen Walnussparfait:

  • 160 g Zucker
  • 120 g Walnusskerne, grob gehackt
  • 1 El Öl
  • 200 ml Milch
  • 1 Vanilleschote, aufgeschlitzt
  • 4 Eigelbe
  • 50 g Honig (keinen zu dominanten Honig nehmen)
  • 300 g Sahne

Zubereitung:

Sahne steif schlagen und kühl stellen. Außerdem die Form, in der das Parfait gefroren werden soll auch kühlen.

In einem kleine Topf 80 g Zucker erhitzen bis er schmilzt. Die Walnusskerne zugeben und unter Rühren goldgelb karamellisieren. Nicht auf die Idee kommen, den Karamell in diesem Zustand zu probieren, er ist ca. 150 – 180 °C heiß und man verbrennt sich alle involvierten Körperteile (ich spreche aus mehrmaliger Erfahrung)! Ein Backblech oder eine Steinplatte leicht ölen und die Krokantmasse darauf verteilen. Ja: das Zeug ist immer noch zu heiß, um es zu probieren! Erkalten lassen und klein hacken. Jetzt kann man gefahrlos probieren.

Während der Krokant abkühlt die Milch mit der Vanilleschote aufkochen, vom Herd nehmen und die Vanille rausfischen. Das Mark auskratzen und in die Milch zurückgeben. (Die Schote trocknen und zum aromatisieren von Zucker oder Salz verwenden!)

Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker und dem Honig über einem heißen Wasserbad cremig rühren. Ich nehme dazu das Handrührgerät auf kleiner bis mittlerer Stufe; per Hand, also mit dem Schneebesen rührt man sich da nämlich schnell einen Tennisarm.

Die warme Vanillemilch schöpflöffelweise zugeben -nicht auf einmal, dann gerinnt das Ganze- und dabei immer weiterrühren, jetzt aber mit einem Rührlöffel, weil sonst zu viel Luft in die Masse kommt. Die Masse wird also gerührt und erhitzt und sollte immer dicker und cremiger werden, wenn man die Masse auf dem Rührlöffel anpustet, entstehen wellenartige Muster, die mit viel Fantasie wie Rosen aussehen, daher nennt man das „zur Rose abziehen“. Das wusste ich übrigens schon vor dem Buch 😉

Jetzt die Schüssel vom Wasserbad nehmen und auf Eis(wasser) kalt rühren, hierzu kann man jetzt wieder das Handrührgerät bei kleiner bis mittlerer Stufe nehmen- das dauert nämlich seine 15 Minuten.

Die steifgeschlagene Sahne unterheben und den Walnusskrokant zufügen, ganz kurz einrühren. Alles in die gekühlte(n) Form(en) geben und für mindestens 6 Stunden tiefgefrieren, am besten aber über Nacht.

Und damit das Parfait im Schüsselchen nicht einsam ist, habe ich aus ein bisschen braunem Zucker Karamell gemacht, dorthinein ca 10 geviertelte Zwetschgen geworfen und mit ordentlich (!) Amaretto abgelöscht. Für’s bessere Gewissen noch ein wenig Wasser dazu und alles schön einrudizieren lassen, bis es ein leckeres Kompott gibt. Mit Zimt würzen und ein paar Mandelstifte dazuwerfen- fertig! Da das alles spontan passierte, gibt es kein Rezept mit Gramm-Angaben; sorry.

Die pdf zum Menu reiche ich nach, heute und am Wochenende wird das aber nix mehr!

Feuchtfroehliche Grüße und ein schönes WE euch allen! 🙂

Spätsommermenu: Gnocchi mit Pfifferlingen und Salbei & Zwetschgentörtchen mit Zimteis

Nach einigen wunderbar sonnigen Sommertagen auf der schönen Insel Malta bin ich wieder in Deutschland gelandet; nach einer Woche All-Inclusive mit richtig Lust zu kochen! Daher habe ich mir diese Woche einige liebe Menschen eingeladen, die ich bekochen darf! Den Anfang macht meine Beinahe-Katzensitterin und Lieblingsjessi und wie ich weiß, mag sie Pasta etc., die in oder mit Salbei rumgeschwurbelt wurde- soll sie haben!

Der Herbst ist im Anmarsch, das lässt sich nach diesem fulminanten Gewiiter heute Nachmittag leider nicht mehr leugnen und da passt dieses Spätsommermenu ganz gut:

Gnocchi mit Pfifferlingen und Salbei & Zwetschgentörtchen mit Zimteis

Das Menu ist gut vorzubereiten und dann schnell gemacht, man kann damit ziemlich einfach Eindruck schinden 😉

Gnocchi für 4:

  • 800 g Gnocchi (diesmal aus dem Kühlregal, die kann man aber auch frisch machen)
  • 400 g Pfifferlinge geputzt
  • Öl, Salz & Pfeffer
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Crème fraîche/Schmand
  • 10-15 Blättchen Salbei, in feine Streifen geschnitten und ein paar kleine Blättchen für die Deko
  • 50 g Parmesan oder Peccorino, gehobelt

Zubereitung:

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und die Gnocchi nach Packungsanweisung garen, abgießen, abtropfen lassen und warm halten.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die gewürfelte Zwiebel darin anbraten, die Pfifferlinge zugeben und 2 Minuten kräftig braten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und alles 2-3 Minuten einkochen lassen. Die Crème fraîche bzw den Schmand dazuzugeben, cremig einkochen lassen und salzen und pfeffern.

Gnocchi und Salbeistreifen in die Sauce geben und gut durchmischen. Ggfs. nochmals würzen. Zum Servieren mit dem Parmesan/Peccorino bestreuen und mit den Minisalbeiblättchen dekorieren.

Gerade mit Fertig-Gnocchi ist dieses Gericht rasant gemacht und landet daher in der Kategorie quick and yummie! Hier das Rezept als pdf.

Für 4-6 kleine Zwetschgentörtchen (je nach Größe der Förmchen):

  • Blätterteig (auch aus dem Kühlregal, den macht kein Mensch frisch ;))
  • 8-12 Zwetschgen, gewaschen und in Spalten geschnitten
  • 4-6 El brauner Zucker & 2-3 Tl Zimt, vermischt
  • 3 Eiweiß (keine Sorge, die Eigelbe werden für’s Eis gebraucht!)
  • 3 El Zucker und eine Prise Salz

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 °C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Kleine Tarteförmchen (oder eine große Tarteform) mit dem Blätterteig auslegen und am Boden einige Male mit einer Gabel einstechen.

Mit den Zwetschgenspalten belegen und diese mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.

Die Eiweiße mit dem Zucker und der Prise Salz steif schlagen und auf den Törtchen verteilen. Diese auf der mittleren Stufe ca. 25 Minuten backen. Sollte der Baiser zu dunkel werden, die Törtchen vorsichtig mit Backpapier abdecken.

Hier das pdf zum Rezept.

Zimteis:

Das Rezept ist super, weil man nicht zwingend eine Eismaschine braucht. Ich habe es vor langer Zeit gefunden, als ich noch keine Eismaschine hatte. Die Eismasse kann „einfach so“ eingefroren werden und muss auch nicht zig mal umgerührt werden und schmeckt trotzdem cremig und lecker. Ich habe das Eis diesmal am Vorabend vorbereitet und trotz meiner Eismaschine „einfach so“ tiefgekühlt.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 3 Eigelb (die vom Baiser für die Törtchen!)
  • 80 g Zucker
  • 2-3 Tl Zimt
  • 1 Becher Sahne
  • ggfs. 2 cl Rum
  • etwas Zimtbasilikum, fein geschnitten und ein paar Blättchen für die Deko (das muss nicht sein aber auf meiner Fensterbank steht noch so viel davon)

Zubereitung:

Die Sahne steif schlagen und kühl stellen.

Die Eigelbe und den Zucker mit dem Handrührer etwa 10 Min. schlagen bis die Masse ganz hell und cremig ist. Den Zimt und wenn gewünscht, den Rum und/oder die Basilikumstreifen unterrühren.

Die Sahne unterheben und die Eismasse in Förmchen füllen, tiefgefrieren.

Mit Zimtbasilikum dekorieren und zusammen mit dem lauwarmen Törtchen servieren!

Dekotipp 😉

Man kann zum Einfrieren eine Kastenform verwenden (mit Folie auskleiden!) und dann zum Servieren Scheiben vom Eis abschneiden. Hier sieht es ganz hübsch aus, wenn man nach einigen Stunden im Gefrierfach dem Eis einen „Boden“ verpasst, z.B. aus dunkler Kuvertüre, die man über dem Wasserbad geschmolzen und ggfs. mit Zimt gewürzt hat. Die Kuvertüre abkühlen lassen und dabei immer mal wieder umrühren, dann auf das Zimteis gießen. Das geht sicher auch mit weißer Kuvertüre oder Vollmilch, ich mag Bitter aber am liebsten.

Man kann auch eine kleine Springform (mit Folie auskleiden!) nehmen und zum Servieren dann Eis-Tortenstücke schneiden. Auch hier bietet es sich an, einen „Boden“ aus Schokolade zu gießen. Außerdem kann man das Tortenstück mit Sahnetupfern und Schokosauce verzieren ect..

Ich habe dieses Mal einfach nur Silikonformen benutzt und den Rest der Eismasse in Eiswürfelformen gegossen um ein für Donnerstag geplantes Dessert zu verzieren! Hier das pdf zum Eis 🙂

Lasst es euch schmecken 🙂

Quick & Yummie & Low Carb: Gemüsepfanne mit Ei und Minz-Joghurt

Zum Geburtstag wurde ich reich beschenkt mit ganz vielen Kochutensilien, Gewürzen, Kochbüchern und anderen nützlichen Utensilien für Frau Fröhlich im Backwahn 😉

Von Schatz gab es Malta- also er hat nicht die Insel gekauft aber uns eine Unterkunft für 6 Tage besorgt; morgen geht’s los. Daher bin ich ein wenig in Eile mit so ziemlich Allem. Wem es ähnlich geht, dem liefere ich hier ein superschnelles Sommergericht, bevor ich mich in den Urlaub verabschiede:

Inklusive Gemüse schnibbeln in 25 Minuten fertig, davon aber nur ca. 10 Minuten aktiv! Super, wenn’s heiß und zeitlich knapp ist!

Zutaten für 2:

  • Öl, Salz, Pfeffer, Zucker, Chilli
  • 1 kleine Aubergine in Würfel geschnitten
  • je 1 rote, gelbe & grüne Paprika in Würfel geschnitten
  • 1 kleine Zucchini in dünne Scheiben geschnitten
  • ggfs. 5 getrocknete Aprikosen oder Feigen in kleine Würfel geschnitten (das gibt dem Ganzen einen „orientalischen“ Touch, muss aber nicht sein)
  • 1 El Tomatenmark
  • 1 große oder 2 kleine Dosen Tomaten in Stücken
  • pro Person 1-2 Eier (nach Gusto)
  • 300 g Joghurt
  • 10 -15 Blätter frische Minze in feine Streifen geschnitten & 1-2 Knoblauchzehe(n), durchgedrückt

Zubereitung:

Eine Pfanne mit dem Öl erhitzen und das Gemüse (Aubergine, Paprika, Zucchini und ggfs. das Trockenobst) anbraten. Nach 5 Minuten das Tomatenmark zugeben, verrühren und dann mit den Tomaten „ablöschen“. Weitere 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Währenddessen den Joghurt mit Minze und Knoblauch verrühren.

Das Gemüse mit Zucker (wegen der Tomaten), Salz, Pfeffer, ggfs. Chili oder Cayenne abschmecken. In das Gemüse mit einer Schöpfkelle pro Ei eine Mulde drücken, die Eier aufschlagen und in die Mulden gleiten lassen. Deckel auflegen und die Eier bei immer noch mittlerer Hitze stocken lassen. Das dauert je nach Größe der Eier und Hitze ca. 5-8 Minuten. Mit dem Joghurt servieren.

Sehr frisches, schnell gemachtes Sommeressen (mit fast keinen Kohlehydraten)! Das Gemüse schmeckt -ob mit oder ohne Ei- auch sehr lecker zu (gegrilltem) Fleisch oder Fisch!

Hier das pdf zum Rezept.

Zitronen-Auberginen-Risotto

So- ich hab es auch getan. Das quasi schon berühmte Zitronen-Auberginen-Risotto von Herrn Ottolenghi gekocht. Arthurs Tochter kocht es. Frau Neudecker kocht es auch. Und jetzt ich! Für die beste Freundin 🙂 Ist auch quasi die Feuerprobe für meinen Ellbogen gewesen und ging gut! Juhu, ich bin wieder einsatzfähig, zumindest am Herd!

Zutaten (Die Mengenangaben reichen für 4 Personen behauptet der Autor, ich sage: 2-3 Personen):

  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 130 ml Olivenöl
  • Grobes Meersalz
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt (bei mir war es eine rote Zwiebel)
  • 2 Koblauchzehen, zerdrückt
  • 200 g Risottoreis
  • 120 ml Weisswein
  • 750-1000 ml Gemüsefond, erhitzt
  • Abgeriebene Schale von einer Zitrone
  • 2 EL Zitronensaft
  • 20 g Butter
  • 50 g Parmesan oder anderer geriebener Hartkäse
  • Schwarzer Pfeffer
  • 10 Basilikumblätter, streifig geschnitten (ich habe Zitronenbasilikum genommen und weil’s farblich so schön passt mit Bordeaux-Basilikum dekoriert)

Zubereitung:

Eine der beiden Aubergine der Länge nach halbieren und mehrfach mit einem scharfen Messer einstechen, dann auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech legen und für eine Stunde unter dem Backofengrill grillen (ich habe die höchste Temperatur gewählt, 275 °C). Die Haut sollte verbrannt und die Auberginenhälfte leicht eingesunken sein. Das Fruchtfleisch dann herausschaben und laut Autor grob hacken; bei mir gab’s da nix mehr zu hacken, das war alles ein Brei.

Die Hälfte des Olivenöl in einen Topf geben und erhitzen. Zwiebel zugeben und kurz anschwitzen, bis sie glasig ist. Knoblauch zugeben und weitere 1-2 Minuten braten. Temperatur erhöhen und den Reis zugeben, unter Rühren 1-2-3 Minuten braten. Mit Weisswein ablöschen und diesen verdampfen lassen.

Nun langsam auf mittlerer Temperatur schöpfkellenweise die heisse Gemüsebrühe zugeben und ständig umrühren, bis der Reis gar und keine Brühe mehr vorhanden ist. Das ist auch hier nicht mit genauen Zeit- oder Mengenangaben (hinsichtlich der Brühe) verbunden, gut ist es, wenn’s gut ist.

Die Hälfte der Zitronenschale, den Zitronensaft, das geröstete Auberginenfruchtfleisch, die Butter, einen Grossteil des Parmesans und einen halben Teelöffel Salz zugeben, gründlich unterrühren und zugedeckt für 5 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die andere Hälfte der Aubergine in 1,5 cm grosse Würfel schneiden. Die andere Hälfte des Olivenöls in einer Pfanne erhitzen, die Auberginenwürfel darin goldgelb und knusprig braten. In ein Sieb füllen und mit Salz bestreuen.

Den Risotto mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Zum Servieren mit den Auberginenwürfeln, dem restlichen Parmesan, der Zitronenschale und dem streifigen Basilikum bestreuen.

Fazit: Die haben allesamt Recht! Alle, alle, die dieses Rezept loben! Das Risotto wird mit jedem Löffel besser und runder. Die beste Freundin hatte zunächst den Eindruck, das ganze sei zu zitronig geraten, hat das dann aber ab Löffel Nummer 3 revidiert. Ich lobe mich selten selbst: aber es war schon extremst lecker! Vielleicht sollte ich das Buch vom guten Herrn Ottolenghi doch kaufen. Oder mir schenken lassen…