So schmeckt der Sommer- Sorbet von weißen Erdbeeren.

Wie schmeckt der Sommer für euch? Für mich schmeckt er vor allem immer sehr beerig: Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren 🙂 und natürlich nach Pfirsichen und Nektarinen und Kirschen!

Wir haben einen klitzekleinen Vorgarten und vor nun schon drei Jahren habe ich dort zwei klitzekleine Erdbeerpflänzchen gepflanzt mit weißen Erdbeeren, sogenannten Ananaserdbeeren. Und ehrlich: der Hype ist berechtigt! Die Erdbeeren schmecken wirklich nach Ananas. Und nach Erdbeere. Super erfrischend, saftig und süß. Und da aus den zwei Pflänzchen inzwischen eine Erdbeerplantage geworden ist und wir dieses Jahr fast mehr weiße als rote Erdbeeren haben, gab es ein Sorbet von weißen Erdbeeren. Ja- so schmeckt Sommer!

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Zutaten für etwa einen Liter Sorbet:

  • 500 g weiße Erdbeeren (das klappt hundertprozentig auch mit roten Erdbeeren)
  • Saft einer Zitrone
  • 125 g Zucker und 1 EL Vanillezucker
  • 200 ml Wasser

Zubereitung:

Die Erdbeeren waschen, putzen, vierteln und mit dem Zitronensaft beträufeln. Währenddessen Läuterzucker herstellen, indem man den Zucker mit dem Wasser erst aufkocht und dann sirupartig einkochen lässt.

Läuterzucker abkühlen lassen und die Erdbeeren pürieren. Den Läuterzucker unterrühren und die Masse entweder in die Eismaschine geben zum Gefrieren oder ins Tiefkühlfach und regelmäßig rühren während des Gefrierens.

Serviert wurde das weiße (naja leicht rosafarbene) Sorbet mit roten Erdbeeren! Schnell nachmachen und dabei singen!

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Erdbeer-Tiramisu ohne Ei

Dieses Jahr ist es passiert: die beste Freundin hat ihren Geburtstag gefeiert 🙂 und da hab ich was mitgebracht. Den leckeren Pfirsich-Kuchen hab ich euch ja schon gezeigt. Und heute gibt es ein quick & yummie Erdbeertiramisu ohne Ei.Tiramisu

Zutaten:

  • Löffelbiskuit (man braucht halt soviele, wie man braucht)
  • 1 kg Mascarpone
  • 1 kg Erdbeeren
  • 50 g Zucker und 2 EL Zucker für die Erdbeeren
  • 1 kleines Glas Sprudel
  • 1 Vanilleschote
  • Vanille-Essenz (das ist Wodka, in dem drei Monate lang Vanilleschoten lagen)
  • Kokosflocken, ohne Fett geröstet

Zubereitung:

Erdbeeren waschen und vierteln, mit 2 EL Zucker vermischen und beiseite stellen.

Mascarpone, Zucker und Vanillemark verrühren und dann das Sprudel nach und nach unter Rühren zugießen, bis die Masse fluffig aber nicht flüssig wird.

Jetzt schichten:
Den kurz in Vanille-Essenz getränkten Biskuit, dann die geschnittenen Erdbeeren, dann Mascarponemasse, dann von vorn.
Je nach Größe der Form zwei bis drei Schichten und obenauf entweder geröstete Kokosflocken oder braunen Zucker (oder gar nix).

Ratz fatz lecker schmecker! Ich wünsche Euch ein schönes langes Wochenende, vielleicht ja mit Erdbeer-Tiramisu 😉

Feuchtfröhliche Grüße

Erdbeer-Buttermilch-Eiscreme

Yeah- endlich Sommer! So richtig mit tagsüber Jalousien runter, damit es im Haus kühl bleibt und 30°C und mehr, strahlend blauem Himmel und natürlich auch den ersten Nörglern, dass es jetzt ja zu warm ist… 🙂

Bevor es sich der Sommer wieder anders überlegt, habe ich die Eismaschine angeworfen! Es gab aber immer noch kein Sesam-Eis für Schatz und das obwohl die Sesam-Knappheit überwunden werden konnte (Mama hat ein Päckchen Sesam bei sich gefunden).

Sondern ein sommerliches, frisches, cremiges Erdbeer-Buttermilch-Eis. Ich mag eigentlich kein Erdbeereis, aber es waren so viele davon im feuchtfroehlichen Haushalt und die „mussten weg“! Und da bislang jedes Rezept aus meinem neuen Lieblings-Eisbuch wunderbar gelungen ist, war Erdbeereis sehr naheliegend.

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Die Alternative wäre eine Bowle gewesen, aber bei so sommerlichen Temperaturen trinke sogar ich lieber Saftschorle und Eistee! Apropos Eistee: da suche ich noch nach dem ultimativen Rezept- was ich zusammengerührt habe, hat immer eigenartig geschmeckt…

Gar nicht eigenartig sondern sehr, sehr lecker schmeckt die Erdbeer-Buttermilch-Eiscreme. Serviert habe ich sie mit dem restlichen Erdbeer-Püree und ein paar frischen Erdbeeren. Ich habe mich sogar fast an das Rezept aus dem viel gelobten Buch „Das beste Eis der Welt“ von Jeni Britton Bauer gehalten (in Klammer seht ihr, was ich anstatt oder in anderer Menge genommen habe).

Zutaten für ca. 1 Liter Erdbeer-Buttermilch-Eiscreme:

  • 350 (450) ml Milch
  • 2 EL Speisestärke
  • 60g Frischkkäse
  • ½ Tl feines Meersalz
  • 300 (200) ml Sahne
  • 150 (100) g Zucker (Vanillezucker)
  • 2 EL Glukosesirup (immer noch: Ahornsirup)
  • 60 (100) ml Buttermilch
  • 300 (350) g Erdbeeren, in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 80 g Zucker (Vanillezucker)
  • 3 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Den Ofen auf 190°C Ober/Unterhitze vorheizen und die Erdbeeren mit den 80 g Zucker in einer ofenfesten Form vermischen, dann etwa 8 Minuten rösten, bis sie gerade weich sind. Mit dem Zitronensaft pürieren und abkühlen lassen.

Den Frischkäse in einer großen Schüssel mit dem Salz glattrühren. Die Speisestärke mit 2 EL Milch in einer kleinen Schüssel glattrühren.

Milch, Sahne, 150 (100) g Zucker und den Glukosesirup (Ahornsirup) in einem größeren Topf verrühren und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Vier Minuten sprudelnd kochen lassen, dann die Speisestärke einrühren und nochmals unter Rühren aufkochen, bis die Masse andickt.

Die heiße Mischung zum Frischkäse rühren. Buttermilch dazugeben sowie 125 ml vom Erdbeerpüree. Ich habe dann noch einige Löffel mehr von dem Erdbeerpüree dazugegeben, bis mir die Eisbasis geschmeckt hat. Die noch nicht gefrorene Masse soll „zu süß“ sein, da sich etwas Süße beim Gefrieren verliert. Derzeit sind Herr Schatz und ich da etwas uneins: ihm ist im Moment vieles zu süß, was für mich genau richtig ist…und umgekehrt!

Je nach Eismaschine die Masse abkühlen lassen und dann gefrieren oder gleich loslegen. Ich habe ein wenig von dem Erdbeerpüree als Swirls in die fertige Erdbeer-Buttermilch-Eiscreme eingearbeitet, bevor ich sie bis zum Abendessen im Tiefkühler versteckt habe!

Nicht versteckt: das Rezept als pdf.

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Als nächstes plane ich ein Kokoseis. Jaja: ich habe bereits mehrfach erwähnt, dass ich eigentlich auch kein Kokos mag. Aber irgendwie bin ich von der Kokoseis-Idee besessen und habe auch schon ein, zwei Kokosausnahmen gemacht (klick und klick). Ich werde euch berichten, ob und wie das Kokoseis geworden ist und ob ich meine Meinung zum Thema Kokos doch noch ändere!

Feuchtfroehliche Grüße, genießt die Sonne!

Cake Book of Seasons: der wunderbare Mai

Juhu- ihr habt mitgemacht! Hier die Beiträge für den Mai mit Erdbeere, Holunderblüten, Waldmeister- teilweise sogar  in Kombi:

Kokosscones mit Erdbeeren und Schokostückchen von Ronja:

scones von ronja

Erdbeermuffins mit Mascarponefüllung von Ramona:

Muffins

Erdbeeren auf Vanillecrème in der Eiserschale von Antje:

Eiserschale

Erdbeerschnecken mit Rhabarberguss von Luna:

Schnecken

Waldmeister-Erdbeer-Cupcakes von Schnin’s Kitchen:

waldmeister-erdbeer-cupcakes

Himbeer-Holunderblüten-Cupcakes mit weißer Schoko-Holunderblüten-Buttercreme von der lieben Luna, die sich erbarmt hat, und das erste Holunderblütenrezept gebacken hat (Danke!):

Holundercupcakes

Erdbeer-Becher-Kuchen von Claudia:

Becherkuchen

Erdbeer-Holunder-Moussetorte von Jessica:

Moussetorte

Holunder-Mohn-Eclairs von Strudelgoesparis:

Eclaires

Erdbeer Vanille Push Up Cakepops von Maja:

Erdbeercakepops

Und außerdem noch eine wunderbare Charlotte von Katja, die ich zu meiner Schande zunächst irgendwie vergessen habe bzw. nicht mehr gefunden und dann am WE wollte mein Internet nicht mit mir zusammenarbeiten und diesen Faux-Pax korrigieren. Ich hoffe, ihr seht mir diesen Fehler nach und ich hoffe, du Katja, bist nicht allzu böse:

Charlotte

Und weil es thematisch passt und die Auswahl an Waldmeisterrezepten…äh gering ist noch mein Vatertagsbeitrag: Erdbeer-Schnittchen mit Waldmeister-Rahm:

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So: jetzt gilt es bis Ende des Monats fleißig abzustimmen, welche Rezepte in unser Cake Book of Seasons für den Wonnemonat Mai hüpfen sollen! Dazu bitte unter diesem Post mittels Kommentar abstimmen. Vielen Dank allen Bäckerinnen! Und natürlich ran an den Ofen für Juni!

Zum Vatertag: Erdbeer-Schnittchen mit Waldmeister-Rahm

Mama hat ne Waldmeisterplantage im Garten:

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Weil Papa Waldmeister so geliebt hat! Laut meiner Mama hat er sich im Mai häufig Waldmeisterbowle gemacht. Ich habe das mit Entsetzen gehört, denn mit mir hat er die nicht geteilt. Dabei haben wir uns ab und an gerne gemeinsam mit ner Flasche Sekt „betrunken“. Oder mit Litschi-Bowle. Würde ich jetzt fast auf meine 2-Do-Liste setzen, aber ob die dann so wird, wie Papa die gemacht hat?!?

Dieses Jahr ist schon der dritte Vatertag ohne Papa- dieses Jahr widme ich ihm hier ein Rezept! Ich denke, er hätte das gemocht.

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Für 6-8 dreistöckige Erdbeer-Schnittchen mit Waldmeister-Rahm:

  • 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 500 g Erdbeeren, gewaschen und geputzt
  • 250 g Mascarpone
  • etwas Puderzucker zum Karamellisieren des Blätterteiges, etwas zum Nachsüßen der Erdbeercreme
  • 200 g Creme Fraiche/Schmand
  • 1 El Zucker
  • 1 Bund Walmeister, gewaschen, trocken geschüttelt und fein gehackt, ein paar Blüten zur Deko sind immer gut (ok Papa hätte gesagt: unnötiger SchnickSchnack ;))
  • 2 El Orangenlikör

Zubereitung:

Ofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen. Den Blätterteig auf ein Backblech geben, noch ein wenig ausrollen und überall mit der Gabel einstechen, damit der nicht so extrem aufgeht. Das ursprüngliche Rezept schlägt vor, den Blätterteig nach dem Backen in Schnittchen zu schneiden. Ich schlage vor, das schon vor dem Backen zu tun. Ich habe 24 Stücke geschnitten.

30 Minuten auf der untersten Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen und den (Backofen!)Grill anwerfen. Den Blätterteig mit Puderzucker bestäuben und nochmal kurz unter den Grill packen, bis der Zucker schön hellgelb karamellisiert ist. Wie immer liegt die Betonung auf hell.  Rausholen und gründlich abkühlen lassen.

Waldmeister mit Orangenlikör mischen und ein wenig ziehen lassen. Creme Fraiche/Schmand mit dem Zucker gut verrühren, Waldmeister und Orangenlikör unterrühren. Das kann man auch am Vortag machen, je länger das Ganze zieht, umso waldmeisterlicher schmeckt es dann!

Die Erdbeeren einteilen in schön und groß (beiseite legen) und den Rest: den Rest mit der Mascarpone pürieren, ggfs. it etwas Puderzucker nachsüßen. Sollte die Creme zu dünnflüsig sein (weil zuviele Erdbeeren in „der Rest“ mitspielen), hilft Sahnesteif! Die Masse sollte cremig und standhaft sein.

Die schönen, großen Erdbeeren in dünne Scheiben schneiden und jetzt hochstapeln:

Auf ein Blätterteigschnittchen zuerst einige Scheiben Erdbeeren (nicht übertreiben, das ist alles eher instabil) und dann Erdbeercreme. Wieder ein Blätterteigschnittchen und -falls noch vorhanden- Erdbeerscheibchen und Erdbeercreme, Deckel drauf.

Mit Waldmeisterrahm und (SchnickSchnack) Deko servieren! Das Rezept als pdf. (klick)!

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Ihr Lieben, die ihr euren Papa noch habt: seit heute besonders und die restlichen Tage im Jahr sowieso nett zu ihm. Falls ihr was zu klären habt: sprecht euch aus! Regelt was zu regeln ist frühzeitig, es ist manchmal echt schnell vorbei! Gilt übrigens auch für Mütter, Geschwister, Freunde und Freundinnen!

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Vergiss-mein-nicht mit Leon

Ich trink‘ n Glas Sekt auf meinen Papa und wünsche euch nen schönen Feiertag mit euren Lieblingsmenschen!

Die Königin der Beeren und warum man vielleicht auf heimische Erdbeeren warten sollte…

Ich mag Erdbeeren geschmacklich und auch als lecker-süße Frühlingsboten. Dieses Jahr lässt sich der Frühling ja ziemlich Zeit. Trotzdem findet man in den Obstabteilungen und auch auf dem Markt längst Erdbeeren; überwiegend aus Spanien und Marokko. Und darüber möchte ich heute mal zwei, drei Zeilen schreiben.
Keine Angst: das wird hier kein Öko-Blog mit Polit-Touch oder umgekehrt. Nur das Erdbeerthema ist mir persönlich wichtig. Grundsätzlich gibt es deswegen hier im feuchtfroehlichen Haushalt einheimische Erdbeeren, am liebsten selbstangebaut, selbst gepflückt oder zumindest vom Bauern um die Ecke. Ok, ok: an Ostern gab es Erdbeeren aus Spanien zur Pavlova- aber mit dem absolut ärgerlichen Zwischenergebnis, dass die halbe Schale schimmelte und die 5 (!!!) brauchbaren Erdbeeren geschmacklich völlig fad waren.
Für den männlichen Mitbewohner kann ich keine Erdbeerverantwortung übernehmen, der ist leider Erdbeer-unverbesserlich…

Also- kurze Einleitung:
Erdbeeren (Fragaria) sind eine Gattung in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie spielen schon seit der Steinzeit eine Rolle in der menschlichen Ernährung, erst mit der Einführung von amerikanischen Arten im 18. Jahrhundert entwickelte sich jedoch die Gartenerdbeere. Entgegen ihrem Namen zählt die Erdbeere aus botanischer Sicht nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Mehr mehr oder minder Wissenswertes zur Erdbeere findet sich bei wikipedia.

Der Ernährungsaspekt:
Erdbeeren sind unheimlich gesund: Ihr Gehalt an Kalium und Magnesium schützt das Herz, ähnliches gilt für die natürliche Salicylsäure der Erdbeeren, die bei Gicht und Rheuma lindernd wirkt. Die ebenfalls enthaltenen Phenolsäuren sollen sogar vor Krebs und Arteriosklerose schützen. Frisch gepflückte Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Orangen. Wegen ihres hohen Folsäure- und Eisengehaltes galten Erdbeeren schon immer als Mittel gegen Blutarmut. Noch dazu sind sie kalorienarm (32 kcal, Fett: 0,4 g, KH: 5,5 g/100g) und sie sind wie bereits erwähnt v.a. lecker und das sollte ja bei Essen auch kein ganz unwesentlicher Aspekt sein!

Jetzt aber- die ausländischen Erdbeeren & ihre Nachteile:
Erdbeeren wachsen bei uns so ungefähr zwischen Mai und August. Allerdings werden sie mittlerweile fast weltweit angebaut und zu uns transportiert, damit wir ganzjährig in den „Genuss“ von Erdbeeren kommen. Die wichtigsten Länder, die uns jährlich mit diesen Früchtchen beliefern sind: Italien, Spanien, Belgien/Luxemburg, Frankreich, Niederlande. Aber auch aus Marokko und Griechenland kommen die Beeren zu uns.
Damit die Erdbeeren den langen Transportweg überstehen, werden sie oftmals viel zu früh und noch grün geerntet. So kann sich das Aroma natürlich nicht richtig entwickeln und sie schmecken eher fade und wässerig- wie meine Oster-Erdbeeren eben.

Auch der lange Transportweg hat noch mal negativen Einfluss auf den Geschmack. Ebenso leidet der Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Um -zumindest- den schönen Schein zu wahren, werden Erdbeeren oft gespritzt, was das Zeug hält. In der kurzen Zeit zwischen Blüte und Ernte verwenden die Bauern dafür häufig Cocktails aus so vielen verschiedenen Mitteln, dass sogar Überschreitungen der Höchstmengen mit mehreren Chemikalien auftreten. Die Erdbeeren werden häufig noch ganz kurz vor der Ernte mit Pilzgiften gespritzt, damit die Früchte auf dem Transport nicht schimmeln. (Dafür dann direkt danach).
So kann man dann jedes Jahr nachlesen, dass unsere Erdbeeren massiv mit Pestiziden belastet sind. Das gilt leider auch für deutsche, aber v.a. für die aus dem Ausland importierten Erdbeeren. Insbesondere Früherdbeeren aus Spanien und Marokko galten in der Vergangenheit als stark belastet. Weitere Infos mit Zahlen aus dem Jahr 2011 findet man hier.
Das kann natürlich nicht sooo gesund sein.

Der Aspekt Wasser:
Damit wir auch im Winter Erdbeeren kaufen können, wird z.B. in Andalusien der Anbau der Früchte das ganze Jahr über betrieben. Doch der Erdbeeranbau verschlingt Unmengen an Wasser. Häufig werden die Erdbeerfelder aus tausenden illegalen Brunnen bewässert. Dabei leidet Südspanien schon lange unter massivem Wassermangel. Das liegt zum Einen am heißen Klima, vor allem aber an der legalen und illegalen Bewässerung von Erdbeerfeldern.
Insgesamt gibt es in Spanien rund eine halbe Million illegal gebohrter Brunnen; sie sind ziemlich gut dokumentiert. Die örtlichen Behörden wissen relativ genau, dass etwa die Hälfte der Bauern nicht für die Bewässerung der Erdbeerfelder bezahlt. Seit Jahren sinkt dadurch der Grundwasserspiegel. Das hat natürlich sehr nachteilige Einflüsse auf die heimische Flora & Fauna. Leider ist dieser Aspekt nicht unbedingt der Hauptaugenmerk der Spanier, da die Bauern rund 400 Millionen Euro jährlich mit Erdbeeren umsetzen.
Dass die Situation in Marokko, Griechenland und Italien nicht viel besser, sondern nur weniger gut dokumentiert ist, kann man hier nachlesen oder hier.

Der Aspekt der Erntehelfer:
Früher waren es v.a. illegale Immigranten, hunderte arbeitsuchende Schwarzafrikaner, die zu Dumpinglöhnen eingestellt wurden. Mittlerweile werden Tausende von legalen osteuropäischen und marokkanischen Feldarbeiterinnen herangekarrt, um mit Tariflöhnen (Achtung- nur weil etwas „Tariflohn“ heißt, ist das noch lange nicht gut oder ausreichend viel Geld) für Europa Erdbeeren zu pflücken. Auch spanische Arbeitslose haben mangels Alternativen neuerdings wieder „Lust“, auf den Feldern zu arbeiten. Und wir reden hier von harter, körperlicher Arbeit: stundenlang bücken und pflücken unter Folientunnels in stickiger Luft. Hierzu und zu den oben angerissenen Umweltaspekten kann man hier mehr lesen.

Wenn man sich ein wenig mit dem Thema befasst, merkt man v.a. Eines sehr schnell: es sind nicht nur Erdbeeren, auch Himbeeren, Blaubeeren, Tomaten, Gurken, Kopfsalat etc. fressen die Ressourcen z.B. Spaniens auf und befördern die Ausbeutung von Erntehelfern.
Und noch etwas: Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Tomaten, Gurken, Kopfsalat- das wächst auch alles hier. Nur eben nicht ganzjährig. Dafür aber ohne illegalen Raubbau am Grundwasser und mit etwas besser regulierten (nein- bei Weitem nicht idealen) Arbeitsbedingungen für die Erntehelfer.

Ich würde mich freuen, wenn ein, zwei Leser meines Blogs, denen Die Thematik bislang vielleicht nicht so bekannt war, hierdurch vielleicht umdenken. Man kann relativ „einfach“ etwas tun, nämlich saisonal und lokal einkaufen. Das ist in den meisten Fällen ja sogar günstiger (ob der Dumpinglöhne in Teilen der Welt leider nicht immer) als Erdbeeren im Februar aus Andalusien zu beziehen.

Vor mir liegt übrigens ein Exemplar „Sweet Dreams“ (ein Sonderheft von Lisa Kochen & Backen) mit ganz vielen superleckeren Erdbeerrezepten. Die werden warten müssen, stattdessen gibt es wohl erstmal was mit Rharbarber- aus Mamas Garten 🙂 Ich habe übrigens Erdbeeren gepflanzt und hoffe auf die ganz große Ernte direkt vor der Haustür. Ansonsten kann man ja auch auf heimischen Erdbeerplantagen selbst ernten gehen- ganz frische Erdbeeren direkt vom Feld in den Mund…äh Korb. Das macht dann im besten Fall sogar noch Spaß 🙂