Alle Jahre wieder: Vanillekipferl

So etwa Ende Oktober fragt mein Freund für gewöhnlich, wann ich anfange, Weihnachtsplätzchen zu backen. Was er meint, ist: wann backst du Vanillekipferl? Die „muss“ ich alljährlich etwa 3-5 mal backen, damit wir ganz knapp bis Weihnachten damit hinkommen. Hier also zum Weihnachtskickoff verrate ich das Rezept:

20151104_122336

Zutaten für etwa 70 Kipferl:

  • 140g weiche Butter
  • 100g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Eigelb
  • 200g Mehl
  • 100g gemahlene Mandeln

Zuckerkruste:

  • 1 El Zucker (ich nehme selbstgemachten Vanillezucker)
  • 2 El Puderzucker

Zubereitung:

Butter mit Zucker hell und cremig rühren, das Mark der Vanilleschote zugeben und die Eigelbe einzeln unterrühren. Mehl und Mandeln unterrühren. Aus dem Teig Rollen mit etwa 2 cm Durchmesser rollen, in Folie einwickeln und mindestens eine Stunde kalt stellen.

Nach dieser Wartezeit den Backofen auf 180°C vorheizen und alle Bleche, die euer Haushalt hergibt mit Backpapier bestücken (ihr braucht 2-3).

Von den Rollen fingerdicke Scheiben abschneiden und Kipferl formen, auf die Bleche legen und jedes Blech für 10-12 Minuten backen. Ich habe das mal mit Umluft probiert, weil ich Zeit sparen und alle Bleche auf einmal backen wollte. Das hat nur so mittelgut geklappt. Also lieber bei Ober/Unterhitze nacheinander backen.

20151104_111839

20151104_114823

Die Kipferl danach kurz abkühlen lassen, aber noch warm in der Zuckermischung wälzen und erst dann komplett auskühlen lassen. Je wärmer, umso besser klebt natürlich der Zucker.

Für Schokoladenkipferl macht ihr den Teig wie oben, zusätzlich noch 100g geriebene Bitterschokolade dazugeben und ansonsten alles, wie gehabt!

20151111_102851

Mandelkuchen…let me be your Valentine

Mein Freund und ich waren vor nun auch schon fast vier Jahren in Barcelona in einem sehr tollen Restaurant essen und zum Nachtisch gab es verschiedenste kleine Süßigkeiten, u.a. einen Kuchen. Und wie er halt so ist, ließ er mich probieren- damit ich ihm das bitte zuhause nachbacken kann. Kommt euch bekannt vor? Ja: Malta- Sesameis!
Nun gut, letztendlich habe ich ein Rezept gefunden, mit dem er zufrieden ist 😉 und an Valentinstag bietet es sich ja an, der oder dem Liebsten auch kulinarisch was Gutes zu tun:
Zutaten für eine kleine 20er Springform:
  • Bio-Zitrone
  • 3 Eier
  • 100 g Zucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Zimt
  • ggfs Puderzucker zum Bestäuben
  • Fett und Mehlfür die Form

Zubereitung:

Den Backofen auf Umluft 150° vorheizen. Die Form einfetten und mit Mehl ausstreuen. Die Zitrone heiß abspülen, trockenreiben, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen.

Die Eier trennen. Eiweiße und 1 El Zitronensaft zu Eischnee schlagen. Eigelbe und Zucker hell und cremig rühren. Zitronenschale, Mandeln und Zimt unterrühren. Die Hälfte des Eischnees unterrühren, die zweite Hälfte behutsam unterheben.

Den Teig in die Form gießen. Im Ofen (Mitte, reduzieren auf 140°) 20-25 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben. Und weil Valentinstag ist: Herzchen ausstechen, Mousse au Chocolat und Tonkabohneneis dazu servieren ❤

IMG_20150214_195936

Bratapfel geht immer…

auch nach Weihnachten und erst recht, wenn es erst jetzt so richtig kalt wird! Und zur Marzipanverwertung 😉

Frohes neues Jahr und euch allen einen guten Start in 2016! Ich bin recht gemütlich reingerutscht, so ist das eben mit Baby. Und ich hatte mir etwas viel vorgenommen in der Vorweihnachtszeit, u.a. Mozartkugeln zu rollen und daher noch ein klein wenig Marzipanrohmasse übrig.

Damit kann man toll Bratäpfel füllen (oder Bratbirnen):

Zutaten für 4 Bratäpfel:

  • 50 g Mandelblättchen
  • eine Hand voll Rosinen
  • 4  rote Äpfel
  • 50 g Butter
  • 3 El Zucker
  • 1/2 Tl gemahlener Zimt
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 150 ml Apfelsaft
  • 1 El Zitronensaft
  • 1 El Zucker

Zubereitung:

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, auf einen Teller geben und abkühlen lassen. Die Äpfel waschen und die Deckel abschneiden. Kerngehäuse aus den Äpfeln großzügig ausstechen. In eine Auflaufform setzen.

Butter, 3 El Zucker und Zimt  verrühren. Die Rosinen und die Mandelblättchen unterrühren. In jede Apfelöffnung 25 g Marzipanrohmasse drücken und die Mandelbutter darauf verteilen.

Den Saft, Zitronensaft und 1 El Zucker aufkochen, über die Äpfel in die Form gießen. Im heißen Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) in der Ofenmitte 35 Min. ohne die Deckel backen. Nach 25 Min. die Deckel daraufsetzen und mitbacken.

Dazu schmeckt natürlich Vanilleeis und Sahne! Oder Krokanteis, Karameleis und Sahne; zwei Eisrezepte, die ich euch auch bald verrate.20141226_142315

 

Die besten Beeren im Kuchenglück: Himbeer-Kuchen

Es war ja soooo heiß! Hundstage. 38°C. Alle Freibäder überlaufen… Und die Nachbarn schenken uns nen Pool. 🙂 Die Enkel sind aus dem Alter raus und sie haben keine Verwendung mehr dafür. Wir aber umso mehr! Unsere Kleine ist nämlich eine Wasserratte und bei weit über 38°C hat auch Frau Fröhlich nix gegen Chillen im Pool statt Schwitzen. Und auch mein Freund fand Feierabend im Pool cool!

Und zum Dank habe ich was gebacken. Ja- bei 38°C. Ging Gott sei Dank total schnell! Und sah so lecker aus, dass der auch für uns selbst nochmal gebacken wird. Vermutlich aber nicht mehr mit Himbeeren, die Ernte lässt dieses Jahr zu wünschen übrig. Geht aber sicher auch mit Johannisbeeren oder Brombeeren.

20150703_132516

Hier für euch zum ruckzuck Nachbacken die Zutaten für eine kleine 20er Springform:

Für den Teig:

  • 100g Mehl
  • 1 Tl Backpulver
  • 50g Magerquark
  • 3 El Milch
  • 3 El neutrales Öl
  • 2 El Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Ggfs. Mehl zum Verarbeiten
  • Fett für die Form

Für den Belag:

  • 300g Himbeeren, gewaschen
  • 2 El Semmelbrösel
  • 1 El Vanillezucker
  • 1 Eiweiß
  • 2 El Zucker

Zubereitung:

Form fetten und Ofen auf 175°C Umluft vorheizen.

Die Teigzutaten mit den Knethaken des Rührers zu einem Teig verkneten und in die Form fummeln, dabei einen kleinen Rand hochziehen. Himbeeren mit Vanillezucker vermischen und auf den Boden geben und den Kuchen auf der mittleren Schiene bei heruntergeschalteten 160°C Umluft 25 Minuten backen.

Während der Kuchen schwitzt, schnell das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen und am Ende der 25 Minuten auf den Kuchen geben, weitere circa 5 Minuten backen, bis sich der Baiser bräunt.

20150703_132528

Also keine Ausreden: für diesen quick & Yummie Himbeer-Kuchen ist es nicht zu heiß! Und dazu? Eiskalter Sekt 🙂

Feuchtfroehliche Grüße und viel Spaß bei der nächsten Hitzewelle; die soll ja heute starten!

So schmeckt der Sommer- Sorbet von weißen Erdbeeren.

Wie schmeckt der Sommer für euch? Für mich schmeckt er vor allem immer sehr beerig: Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren 🙂 und natürlich nach Pfirsichen und Nektarinen und Kirschen!

Wir haben einen klitzekleinen Vorgarten und vor nun schon drei Jahren habe ich dort zwei klitzekleine Erdbeerpflänzchen gepflanzt mit weißen Erdbeeren, sogenannten Ananaserdbeeren. Und ehrlich: der Hype ist berechtigt! Die Erdbeeren schmecken wirklich nach Ananas. Und nach Erdbeere. Super erfrischend, saftig und süß. Und da aus den zwei Pflänzchen inzwischen eine Erdbeerplantage geworden ist und wir dieses Jahr fast mehr weiße als rote Erdbeeren haben, gab es ein Sorbet von weißen Erdbeeren. Ja- so schmeckt Sommer!

20150605_120616

Zutaten für etwa einen Liter Sorbet:

  • 500 g weiße Erdbeeren (das klappt hundertprozentig auch mit roten Erdbeeren)
  • Saft einer Zitrone
  • 125 g Zucker und 1 EL Vanillezucker
  • 200 ml Wasser

Zubereitung:

Die Erdbeeren waschen, putzen, vierteln und mit dem Zitronensaft beträufeln. Währenddessen Läuterzucker herstellen, indem man den Zucker mit dem Wasser erst aufkocht und dann sirupartig einkochen lässt.

Läuterzucker abkühlen lassen und die Erdbeeren pürieren. Den Läuterzucker unterrühren und die Masse entweder in die Eismaschine geben zum Gefrieren oder ins Tiefkühlfach und regelmäßig rühren während des Gefrierens.

Serviert wurde das weiße (naja leicht rosafarbene) Sorbet mit roten Erdbeeren! Schnell nachmachen und dabei singen!

20150605_201545

Wenigstens gibt es Schwarzwälder-Kirsch-Torte oder: Der erste Urlaub mit Baby…

…ist wie Auswandern!

Wir unerfahrenen Neu-Eltern dachten uns, für den ersten Urlaub fahren wir mal nicht so weit und ins Familienhotel und überhaupt mit dem eigenen Auto.

In dieser Überlegung stecken gleich mehrere Fehler! Wir dachten nicht so weit weg = schnell wieder zuhause im Notfall. Aber: für zwei Stunden Fahrt braucht man mit Baby…ganz lässig sechs Stunden. Kein Witz! Kein Stau…nur eben Pausen zum Essen und wickeln. Wir dachten im eigen Auto = Komfort. Klar- vor Ort war das dann komfortabel, einfach hinfahren zu können, wann und wo man wollte. Aber das Gepäck von zwei Erwachsenen und einem Baby in einen Kleinwagen zu quetschen…ist gar nicht mal so einfach! Gut, dass ich immer so viel Tetris gespielt habe! Und obwohl wir nichts erworben haben –nichts!- war es auf der Rückreise noch schwieriger. Und überhaupt: warum ist das eigentlich Frauen- bzw. Muttersache den Koffer und das ganze Baby-Equipment zu packen? Als würde der Vater nicht hier wohnen und wüsste nicht, was unser Baby braucht, hieß es da plötzlich: mach du das mal, dann ist auch alles da. Ja Danke.

Aber der größte Denkfehler ist uns bei der Sache mit dem Familotel unterlaufen. Wir dachten: toll! Viele andere Kinder und Betreuungsangebote, Streichelzoo und Pferde, Schwimmbad und Sporthalle, Abenteuerspielplätze- das Kind wird beschäftigt sein und wir können uns erholen. Unsere Tochter dachte sich: Fremdbetreuung ist doof, da mach ich nicht mit! Am letzten Tag hat sie die Scheu vor anderen Kindern etwas abgelegt, vorher hat sie es bevorzugt schön in unserer Nähe zu bleiben. Erholung sah dann so aus, dass wir in Etappen in die Sauna und zur Massage sind und einmal alleine zu Abend gegessen haben, als unser Baby schon schlummerte. Und für diesen Babyphone-überwachten Ausflug eine Etage tiefer ins Restaurant habe ich mir solche Rabenmutter-Vorwürfe gemacht, dass ich das Essen fast nicht genießen konnte und froh war, wieder auf dem Zimmer zu sein.

Kurzum: Erholung ist anders. Wir haben unser Baby nach dem Urlaub erstmal einen Tag zur Oma und sind zum Entspannen in die örtliche Sauna. Ach und da war ja noch was: das Wetter! Wir hatten Schnee. Und Regen. Und Nebel. Kann passieren im Schwarzwald, namentlich auf dem Feldberg. Auch Mitte Mai. War mir nicht klar- aber man lernt ja nie aus!

Jedenfalls wird der nächste Urlaubsort mit einem Flugzeug erreicht, was dann das Gepäck auf natürliche Weise limitieren wird und es wird warm sein.

Aber es war nicht alles schlecht! Die Landschaft ist wirklich sehr schön:

20150522_105532 20150522_103522 20150520_143852 20150520_150105

Ihr seht, es hat nicht nur geregnet und geschneit!

Und im Schwarzwald backen die eine echt gute Schwarzwälder -Kirsch-Torte! Die sieht dann so aus:

20150521_130718 20150522_162210

Und als kleine Urlaubserinnerung hab ich dann auch eine gebacken. In klein, also in einer 20er Springform und in lecker! Die sieht dann so aus:

20150604_183325

Zutaten für eine kleine Schwarzwälder -Kirsch-Torte (20er Springform)

  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 100g Zucker
  • 75g Mehl
  • 20g Speisestärke
  • 20g Kakao
  • 250g Sauerkirschen und 8 extra hübsche Sauerkirschen, entsteint
  • 2-3 TL Speisestärke
  • 75 ml Kirschsaft
  • 3-4 EL Zucker
  • 400g Sahne
  • 1 Pck. Sahnesteif
  • 3 EL Kirschwasser oder Kirschsaft
  • 20g Bitterschokoladenraspel

Zubereitung:

Backofen auf 175°C vorheizen und die Form vorbereiten, v.a. den Boden mit Backpapier auskleiden.

Eier trennen: Eiweiße mit Salz steif, Eigelbe mit 2 EL warmen Wasser und dem Zucker hell und dickcremig rühren.

Eigelbcreme auf den Eischnee geben und Mehl, Stärke und Kakao darauf sieben. Mit dem Schneebesen vorsichtig unterheben. Die Masse in die Form füllen und im auf 160°C Umluft heruntergeschalteten Ofen etwa 25-30 Minuten backen. Biskuit herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Jetzt die Kirschen (ohne die 8 Hübschen) mit Saft und 2 EL Zucker aufkochen lassen. Stärke mit ein wenig Saft anrühren, zu den Kirschen geben und nochmals aufkochen. Dann abkühlen lassen.

Den Biskuit zwei bis drei Mal horizontal durchschneiden. Das Rezept sagt drei Mal, mein Realitätssinn sagte zwei Mal, sonst bröselt das und du regst dich furchtbar auf. Jeder, wie er es kann.

So oder so: Sahne mit 2 EL Zucker und dem Sahnesteif schlagen, bis sie fest ist.

Den unteren Biskuitboden mit Sahne dünn bestreichen und die restliche Sahne in eine Spritztülle füllen. Drei Sahneringe aufspritzen und die Zwischenräume mit den Kirschen füllen. Den eventuell vorhanden zweiten Biskuitboden auflegen und mit der Hälfte des Kirschwassers oder –safts tränken, wieder drei Sahneringe aufspritzen und die Zwischenräume mit den Kirschen füllen. Den zweiten/dritten Boden auflegen und mit der restlichen Flüssigkeit tränken.

Die Torte rundherum mit der restlichen Sahne bestreichen- am besten geht das mit einer Palette, die vorher ein Weilchen im Kühlschrank lag. Die 8 hübschen Kirschen darauf verteilen und Schokoraspeln darüber streuen.

Torte mindestens zwei Stunden kalt stellen und dann genießen.

20150604_183635

Genießt euer Wochenende, vielleicht ja mit einer kleinen Schwarzwälder -Kirsch-Torte!

Träumchen von Pfläumchen

Frau Fröhlich hat sich Gäste eingeladen. Und zwar gleich mehrere an mehreren Tagen! Samstags vier Mädels zum Brunch und Freitags die Patentante ihres wunderbaren Babys zum Baby bestaunen und quatschen und natürlich Kuchen essen und Kaffee klatschen. Was Frau Fröhlich nicht bedachte:

  • freitags um 10.40 stand auch ein Kinderarzttermin auf dem Programm,
  • der Vater des wunderbaren Babys geht nach wie vor ganztags arbeiten und kann sich gar nicht kümmern,
  • so einen Brunch vorbereiten ist ganz schön zeitaufwendig, noch etwas mehr mit Kind im Tragetuch,
  • Hefeteig muss ein Weilchen gehen & Pflaumen haben Steine, die vorm Verzehr zu entfernen sind.

Beinahe also hätte es keine Pflaumen-Streusel-Schneggen gegeben. Und das wäre wirklich verdammt schade gewesen! Aber eben nur Beinahe!

20140906_201834

Dank des beherzten Einsatzes von Oma Fröhlich (also Frau Fröhlichs Mutter) konnte die Geschichte ein gutes Ende nehmen und ich kann Euch wenigstens das Rezept zum Träumchen mit Pfläumchen verraten.

Zutaten für 8-10 Pflaumen-Streusel-Schneggen:

  • 1/8 l Milch
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 300g + 150g + etwas Mehl
  • 75g + 100g Zucker
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • Salz & Zimt
  • 1 Ei + 2 Eigelb
  • 75g + 80g weiche Butter
  • 1,5 kg Pflaumen, gewaschen, entsteint, halbiert
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Die Milch erwärmen, bis sie lauwarm ist und darin die Hefe auflösen. 300g Mehl, 75 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Prise Salz, das Ei und die 75 g Butter in einer Rührschüssel vermischen. Die Hefemilch dazugeben und mit den Knethaken des Handrührers einen glatten Hefeteig kneten. Diesen dann an einem warmen, kuscheligen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.

Für die Streusel das restliche Mehl, den Zucker und Vanillezucker sowie der übrigen Butter und einem Eigelb mit 1 Tl Zimt verkneten.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal durchkneten und zu einer Rolle formen. 8-10 gleich große Stücke schneiden und mit den Händen etwa gleich große Fladen formen. Diese dann mit etwas Abstand auf den Blechen verteilen und nochmals 20 Minuten gehen lassen.

Jetzt schonmal den Ofen vorheizen: 200°C Ober/Unterhitze oder 175°C Umluft.

Die Teigfladen gleichmäßig mit den Pflaumen belegen. Das übrige Eigelb mit etwas Wasser verquirlen und die Teigränder damit bestreichen. Die Streusel gleichmäßig verteilen und die Streuselschneggen blechweise im vorgeheizten Ofen je ca. 20 Minuten backen.

20140905_130206

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und vorm Servieren mit Puderzucker bestäuben. Oder mit ein wenig Zimt und dazu dann ein Kleks Sahne…hmmmm! (Stillen braucht ja bekanntlich Zusatzkalorien ;))

20140906_201821

Feuchtfroehliche Grüße und viel Spaß beim backen (von „nachbacken“ will ich nicht sprechen, da ich das Rezept ja nur habe backen lassen) und auf jeden Fall ein schönes Wochenende!

2×2 halbe Kuchen = ???

na klar: doppelte Kuchenfreude!!!

20140817_100338

Und damit die auch bei Euch aufkommt, gibt es heute 2 Rezepte in einem Blogpost (ok- das ist v.a. dem Umstand geschuldet, dass das kleine Wunder gerade vom Kindsvater durch Feld und Flur geschoben wird, sicherlich aber in weniger als zwei Stunden schon wieder Hunger anmeldet.)

Also es begab sich, dass der Vater des kleinen Wunders Freunde zum Baby gucken eingeladen hatte und ich ne Freundin zum Kaffeeklatschen. Und da war klar, das sowieso zwei Kuchen zu backen sind. Dass man die dann auch halbieren und aufteilen kann, kam mir erst später. Ist aber ne super Idee wie ich finde, bietet sie doch mehr Kuchenauswahl für alle. Und was ist schon besser als mehr Kuchenauswahl für alle? Genau: ganz wenig!

In diesem Sinne: Aprikosenkuchen und Beeren-Schmand-Kuchen!

Zutaten:

Beide Kuchen haben einen Mürbeteigboden, daher folgende Zutaten mal zwei nehmen und zwei Mürbeteige produzieren, danach erstmal kalt stellen und später planmäßig weiterverabreiten.

  • 250g Mehl
  • 200g kalte Butter
  • 75g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei

Alles erst mit den Knethaken, dann mit den Händen verkneten, bis ein glatter Teig entsteht.

Für den süßen und fruchtigen Aprikosenkuchen braucht ihr außerdem:

  • 600g frische Aprikosen, gewaschen, entsteint und halbiert
  • 1 Ei
  • 100ml Sahne
  • 50g Zucker
  • 50g ungeschälte, grob gehackte Mandeln (oder Stifte oder Plättchen oder was ihr sonst so findet, wenn ihr die Mandeln beim einkaufen vergessen habt ;))

Außerdem: Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Und für den Beeren-Schmand-Kuchen noch:

  • 500g gemischte Beeren, z.B. Brom-, Him-, Blau- oder Johannisbeeren
  • 150g Schmand

Inzwischen ruhig mal den Ofen vorheizen: 175°C Umluft (!) Achtung- wenn hr wie ich beide Kuchen auf einmal backen wollt, müsst ihr natürlich Umluft wählen. Ansonsten 200°C Ober/Unterhitze und nacheinander backen.

Wenn der Mürbeteig relaxt und abgekühlt ist, geht es wie folgt weiter:

Für den Aprikosenkuchen rollt ihr den Teig 3 mm dünn aus und kleidet eine Pie/Tarteform von 30 cm Durchmesser damit aus. Wie Frau Fröhlich das macht, dürfte bekannt sein 😉 also nix ausrollen sondern schön mit den Händen in die Form frickeln, drücken, schieben… Backpapier und Hülsenfrüchte drauf und im nunmehr vorgeheizten Ofen 15 Minuten blindbacken.

In der Zwischenzeit Ei, Zucker und Sahne verrühren und die Aprikosen bereit stellen.

Wenn der vorgebackene Teig aus dem Ofen darf, die Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten auf den Boden setzen, schön dicht an dicht zum Kuscheln. Wenn der Boden bedeckt und/oder die Aprikosen alle aufgebraucht sind, den Guss aus Ei-Sahne-Zucker darüber gießen.

Für den Beeren-Schmand-Kuchen eine 26er Tarte/Pieform mit der anderen Hälfte des Teiges auskleiden, wie auch immer ihr das lieber macht: ausrollen oder reinfuscheln! Hauptsache Boden und Rand sind mit Teig bedeckt.

Auf den Teig nun den Schmand verteilen und darauf dann die Beeren.

Beide Kuchen in den Ofen schieben.

Der Beeren-Schmand-Kuchen bleibt für 45 Minuten dort und rührt sich nicht. Anders der Aprikosenkuchen. Den befreit ihr nach 20 Minuten und bewerft ihn mit den Mandelstückchen/stiften/plättchen und verstaut ihn dann nochmal für 10 Minuten im Ofen.

Beide Kuchen zeitgerecht aus dem Ofen retten und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Der Beeren-Schmand-Kuchen geht gerne eine Liaison mit Puderzucker und Sahne ein, der Aprikosenkuchen bleibt am liebsten Single. Und zusammen geben sie eine fruchtige Superkombi ab, die ihr schnell, schnell bevor es richtig Herbst wird nachbacken solltet!

20140817_100348

Feuchtfroehliche Grüße und ein schönes Wochenende

Happy Birthday to me!

Trotz wunderbarem Baby und immensen Windelbergen, tiefen Augenringen und noch tieferen Lachfalten hatte Frau Fröhlich auch in diesem Jahr Geburtstag und wie schon die letzten neun Jahre wurde auch dieses Jahr der 25. Geburtstag gefeiert.

Jaja, das hat schon seine Richtigkeit, steht ja so auch auf dem Geburtstagskuchen:

20140824_141457

Das Rezept zu diesem Schoko-Inferno habe ich bereits hier veröffentlicht, statt Schoko- war es dieses Mal Vanillecreme, statt Kinderriegel Yoghurette. Kalorisch dürfte sich beides nicht viel geben… 🙂

20140824_134801

Wie ihr seht, gab es auch noch Pavlowa, diesmal mit Erdbeeren und Minze, Schneggenudeln von meiner Mutter (ein mir nicht im Detail bekanntes geheimes Geheimrezept), Muffins (Schoko-Schoko-Schoko & Birne-Zimt, im Grunde immer nach diesem Rezept) und Kirschstreuselkuchen vom Blech. Aber es gab auch noch zwei neue, noch nie gebackene, ultra-empfehlenswerte Kuchen und hier und heute, noch in guter Geburtstagslaune (auch wenn es schon wieder über 14 Tage her ist) verrate ich euch die Rezepte!

Es handelt sich dabei nicht um die Biskuitrolle mit Weinbergpfirsischen, denn mit meinem Biskuit kann man Leute verletzen und gerollt fiele der sicher unters Kriegswaffengesetz (die Biskuitrolle kam also auch von Mama, die hat das einfach drauf). Nein- es geht um den Heidelbeer-Käsekuchen links und die Key-Lime-Pie vorne rechts im Bild.

Beide Rezepte sind aus dem Buch Leon Backen herzhaft & süß und beide Rezepte wurden sehr, sehr gelobt von meinen Gästen (ich kann mich ja schlecht selbst loben, ginge das, würde ich es aber tun).

Nun aber los, bevor es wirklich keine Heidelbeeren mehr gibt…

Key Lime Pie

  • Zutaten für eine 28er Tarteform:
  • 200g Vollkornbutterkekse
  • 85g zerlassene Butter
  • 400ml Kondensmilch
  • 4 Eigelb von großen Eiern (aus den Eiweißen wurden dann 15 Mini-Pavlowas)
  • 1 EL abgeriebene Limettenschale von Bio-Limetten & noch mehr Limettenschale als Deko
  • 120 ml frisch gepresster Limettensaft
  • 350g Creme Double (alternativ tuts auch Mascarpone oder eben Sahne)

Zubereitung (1. Hälfte):

Den Ofen vorheizen auf 180°C Ober/Unterhitze.

Kekskrümmel und Butter vermengen und in eine 26er Springform als Boden drücken, imvorgeheizten Ofen 12-15 Minuten backen, bis er leicht braun ist. Aus dem Ofen holen und vollständig abkühlen lassen. Ich habe jetzt mit dem Heidelbeer-Käsekuchen weitergemacht, der hat diese Wartezeit prima überbrückt: …

 

Heidelbeer-Käsekuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

  • 125g Vollkorn-Butter und 125g Ingwerkekse oder eben 250g Vollkornbutterkekse, wenn man Ingwer nicht verträgt, schön kleingeklopft
  • 90g zerlassene Butter
  • 550 g Frischkäse (ich hab rebellisch wie ich bin 3 Packungen also 600g genommen)
  • 125g Zucker
  • 2 Tl Zitronensaft (ich hatte noch Limettensaft da…)
  • Mark 1 Vanilleschote (im Leon konsequent mit Vanillestande übersetzt)
  • 200g Creme Fraiche oder Schmand
  • 100g griechischer Yoghurt
  • 3 große Eier
  • 250 g Heidelbeeren
  • 2 Tl Speisestärke (Leon schlägt Maisstärke vor, aber was soll ich mit nem Sack davon?)
  • 3 Tl Wasser

Zubereitung:

Ofen vorheizen: 160°C Ober/Unterhitze

Kekskrümmel und Butter vermengen und in eine 26er Springform als Boden drücken, im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten lassen.

Frischkäse, Zucker, Vanille und Eier glatt rühren, dann Creme Fraiche/Schmand und Yoghurt zufügen und weiterrühren. Auf den Keksboden geben und ggfs. glatt streichen. Dann für 45 Minuten im Ofen verschwinden lassen.

Bei mir ging der Kuchen extrem auf, so dass ich zwischenzeitlich mal Bedenken hatte, ob er nicht gleich meinen Ofen vom allerfeinsten einsaut (und wie ich das um Himmels Willen mit Kind im Tragetuch geputzt bekomme). Und nach dem Backen, obwohl er im ausgeschalteten Ofen noch vor sich hindümpelte und ganz sanft auskühlte…ist er relativ flach geworden. Aber das nur am Rande- schmecken tut der Bombe!

Jedenfalls die Zeit, die der Kuchen im Ofen zubringt nutzen und die Heidelbeeren in der Stärke wälzen und mit dem Wasser aufkochen bis die Beeren aufplatzen. Abkühlen lassen und dann auf dem Kuchen verteilen.

Zubereitung Key Lime Pie (2. Hälfte):

Ofentemperatur auf 160°C reduzieren.

Kondensmilch mit Eigelben, Limettenschale und -saft verrühren und auf den ausgekühlten Boden gießen. 15-20 Minuten backen, bis die Füllung gefestigt ist, aber noch wackelt, wenn man an der Form rüttelt. Pie in der Form auskühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen.

Kurz vorm Servieren die Creme/Mascarpone/Sahne schlagen, bis sie weiche Spitzen hat und die Pie damit bestreichen. Mit der Deko-Limettenschale bestreuen.

Ok und jetzt eben doch: Eiegenlob! Ich bin ein großer Käsekuchenfan und war selbst ganz begeistert, von dem Rezept und wer, wie ich, den frischen Geschmack von Limetten mag, wird um die Key Lime Pie nicht drumrum kommen. Alternativ kann man aber auch mal wieder das hier backen…quasi eine Kombi 🙂

Ihr seht: das wunderbare Baby wird älter und noch toller und die gestresste Chaos-Mutter etwas entspannter. Schon wieder hat die Zeit für einen Blogpost gereicht und zwei der hier angekündigten  Sommerrezepte habe ich euch schon verraten. Während ich das hier tippe (Sonntag Nachmittag- das wunderbare Baby ist mit dem Papa beschäftigt oder umgekehrt) haben wir sogar sommerliches Wetter, Sonnenschein und blauen Himmel! Ich hoffe, das bleibt noch ein Weilchen so und wünsche Euch eine schöne und sonnenreiche Spätsommer-Woche!

Feuchtfroehliche Grüße 🙂

 

Hallo Herbst: Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen

Alles wird gut: Frau Fröhlich bäckt wieder! Heute wurde sogar gekocht 🙂 richtiges Essen, nicht nur Kaffee. Das tolle kleine Wesen und ich schwingen uns mehr und mehr ein und wenn der Papa ein bisschen mithilft (indem er sich um das kleine Wunder kümmert zum Beispiel), ja dann kann sogar mal ein Kuchen gebacken werden. Und in diesem Fall ein leckerer!

Für unser alljährliches Straßenfest hier uffem Dorf, das nicht nur mein Freund und ich mit unserem Nachwuchs unterstützen, sondern auch noch ein Zwillingspärchen, gerade mal vier Wochen alt und die ganzen anderen Nachbarn habe ich den Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen gebacken. Das sind die guten Neuigkeiten.

Die schlechten Neuigkeiten: Ich hab ja „Schwangerschafts- und Stilldemenz“ für einen Mythos gehalten- bis es mich dann erwischt hat. Keine Ahnung, was meine Hormone mit meinem Hirn gemacht haben- es funktioniert jedenfalls nicht mehr uneingeschränkt.

Das beweist dieser Post: eigentlich hätte ich noch vier (!!!!) andere Rezepte, die chronologisch eher gebacken und verputzt wurden und die ich daher auch gedachte eher zu verbloggen. zum Beispiel zwei Kuchen anlässlich einer Baby-Bestaune-Runde gebacken und zwei Kuchen, die ich für meinen Geburtstag gebacken hatte. Aber wo sind die bereits vom Handy kopierten Bilder hin? Ja das wissen die Götter. (Mit der High-End-Superduper-Kamera mach ich nur noch Babyfotos ;)) Deswegen also der zuletzt gebackene Kuchen zuerst. Schon eine kleine Herbsteinstimmung quasi, bevor auch nur ein Sommerrezept veröffentlicht ist. Na da habt ihr zumindest was, worauf ihr euch freuen könnt. Und eventuell schaffe ich es ja noch vor dem Sommer 2015 😉

Aber keine ordentliche Stilldemenz, wenn nicht auch dieser Blogbeitrag so ein ganz klein wenig beeinträchtigt wäre: Ich war echt ganz ganz arg davon überzeugt, ein Foto von einem Kuchenstückchen auf einem Tellerchen gemacht zu haben. Mit Puderzuckerstäubchen & Sahnehäubchen. Nö. Hab ich wohl nicht.

Ich hab ein recht hübsches Foto vom glänzenden Karamell-Nuss-Häubchen gemacht, als der Kuchen noch heiß aus dem Ofen geschlüpft ist. Danach habe ich mich wohl auf anderes konzentriert. Zum Beispiel Kuchen essen 🙂 Das hat sich angeboten, den der Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen ist echt saulecker und nachbackenswert!

Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen

Zutaten für eine 26er Springform:

  • 250g Mehl
  • 250g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 6 Eier
  • 175g Butter
  • 1 kg Äpfel
  • Saft einer Zitrone (Limette geht auch)
  • 2 Pck Vanillezucker
  • 300g Schmand
  • 4 EL Calvados
  • 20g Speisestärke
  • 2-3 EL Paniermehl
  • 150g Walnüsse, grob gehackt
  • 50g Schlagsahne

Zubereitung:

Das Mehl, 75g Zucker, Salz, 1 Ei, 1 EL Wasser und 125g Butter zu einem Mürbeteig verkneten und 30 Minuten kalt stellen. Springform fetten und mehlen. Den Teig ausrolleund die Form total schön damit auskleiden. Oder wie Frau Fröhlich es macht: Teig erst platt drücken und dann mit den Händen in die Form quetschen, schieben, drücken bis Boden und Rand beteigt sind. Nochmal 20 Minuten kalt stellen.

Schon mal den Ofen vorheizen: 200°C Ober/Unterhitze oder 175°C Umluft.

Währenddessen die Äpfel waschen (und eigentlich schälen, das mach ich aber nie) und in Stücke schneiden. Mit dem Vanillezucker und dem Zitronensaft vermischen. Limette geht auch, wenn grad keine Zitrone da ist, es hat sich zumindest niemand beschwert.

Den Schmand mit den verbliebenen 5 Eiern, 125 g Zucker, dem Calvados und der Speisestärke verrühren.

Den Teigboden mit dem Paniermehl bestreuen (hab ich übrigens auch vergessen- macht gar nix). Dann die Hälfte der Äpfel darauf verteilen und mit der Hälfte des Schmandgusses begießen, restliche Äpfel drauf, restlicher Guss drauf und ab in den Ofen für 35 Minuten.

Jetzt Sahne, restliche Butter und restlichen Zucker aufkochen und mit den Walnüssen vermengen. Abkühlen lassen und nach 35 Minuten auf dem Kuchen verteilen.

Weitere 20-25 Minuten backen aber nur noch bei 175°C bzw 150°C. In der Form auskühlen lassen und erst zum Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Viel Freude beim herbstlichen Apfelkuchen mit Karamell-Walnüssen, lasst es euch schmecken!

Feuchtfroehliche Grüße 🙂