Picknick mit Jamies Brotkranz

Ich habe euch ja schon von meinem Picknick erzählt und den leckeren Peanut-Jelly-Tarteletts die es gab.

Ein ganz wesentlicher Teil des Picknickbuffetts war ein Brotkranz nach Jamie Oliver:

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Da wir nur zwei zarte Picknickerinnen waren, habe ich Jamies Rezept für uns halbiert (und wir haben dann die Hälfte geschafft), hier gibt es aber das Rezept für einen wirklich großen (echt jetzt) Brotkranz, der viele -also sicher so 6-8-10 Leute- satt macht! Dauert aber auch insgesamt so ca. 2 Stunden (nicht aktiv am werkeln aber eben trotzdem 2 Stunden).

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Zutaten für einen (echt) großen Brotkranz:

Fürs Brot:

  • 1kg Mehl, Typ 550
  • 625ml lauwarmes Wasser
  • 30g frische Hefe oder 3 Päckchen (je 7g) Trockenhefe
  • 2 EL Zucker
  • 2 gestrichene EL Meersalz
  • Mehl zum Bestäuben

Für die Füllung:

  • 10 Scheiben Parmaschinken oder Bresaola
  • 8 große Eier, 8 Minuten gekocht und geschält (und m.E. halbiert)
  • 400g Käse (ein Mix aus Cheddar, Fontina, Parmesan oder irgendwelche Reste, die verbraucht werden müssen), gerieben
  • 2 Hand voll frisches Basilikum
  • nach Belieben: getrocknete Tomaten oder Eiertomaten und Oliven, halbiert*
  • Olivenöl
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

*) Ich habe noch + 2 Hand voll Ruccola aus dem Garten dazugegeben und ein wenig Knoblauch durch die Presse gedrückt, ich denke, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

 Zubereitung:

Das Mehl auf die Arbeitsfläche/in eine große Schüssel häufen und in die Mitte eine große Vertiefung drücken. Die Hälfte des Wassers in die Vertiefung gießen, Hefe, Zucker und Salz dazugeben und mit einer Gabel verrühren.

Vorsichtig das Mehl von den Innenseiten der Vertiefung einarbeiten (die »Mehlwände« sollten nicht zerstört werden, da das Wasser sonst in alle Richtungen ausläuft), bis die Mischung eine zähe, breiige Konsistenz hat – dann das restliche Wasser zugießen. Weiterhin vermischen, bis die Masse wieder zäh geworden ist, dann das gesamte Mehl einarbeiten, bis die Mischung nicht mehr klebt.

Die Hände mit Mehl bestäuben und den Teig zusammenschlagen und drücken und vier bis fünf Minuten lang kneten: immer wieder drücken, falten, schlagen, rollen und durchwalken, bis er glänzt und elastisch geworden ist.

Den Teigkloß mit Mehl bestäuben. In eine Schüssel geben, mit einem Handtuch bedecken und etwa 30 Minuten an einem warmen Ort aufgehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Hat der Teig sein Volumen verdoppelt, muss man etwa 30 Sekunden lang die Luft herausschlagen, indem wir den Teig auf die Arbeitsplatte werfen und zusammendrücken. Jetzt den Teig schon mal flach drücken und in etwa in ein Rechteck ziehen/drücken. Danach lassen wir den Teig nochmal 30 Minuten gehen, bis er sein Volumen noch einmal verdoppelt hat. Das ist der wichtigste Teil, beim zweiten Aufgehen erhält der Teig die Luft, die in das Brot eingebacken wird.

Den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Jetzt den Teig mit Mehl bestäuben und bestmöglich rechteckig ausrollen, Jamie schlägt vor 1 Meter auf 20 cm und 1 cm dick. Über die gesamte Länge des Brotteigstreifens in der Mitte Parmaschinken, Eier, Käse, Basilikum, Tomaten etc. verteilen. Mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern.

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Den Teig von beiden Längsseiten über die Füllung klappen. Die Rolle drehen, so dass die „Verschlussnaht“ unten liegt, die beiden Enden zu einem Kranz oder Ring zusammendrücken. Auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech legen und weitere 15 Minuten aufgehen lassen.

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Jetzt 35 Minuten hellgold ausbacken und am besten noch warm genießen! Dazu habe ich eine knoblauchige Kräuterbutter gerührt- yummie!

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Wer’s nachmachen mag, kann hier das pdf ausdrucken! Der Kranz kann aufgewärmt werden, z.B. auf dem Grillrost aber sicher auch im Ofen; er schmeckt frisch aber besser. Wir zwei Picknickerinnen waren beide der Meinung, dass das Halbieren der Eier das Essen einfacher machen würde, dass werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.

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JOs „einzig wahre“ Pilzsuppe

Ich bin wieder da! Mit größerer Küche (juhu!) und einem riesigen Keller für das ganze Küchenzeug und Vorräte (juhu!) aber noch weit davon entfernt, fertig eingerichtet zu sein. Viele Dinge hatte ich den letzten Tagen gefühlte 12 Mal in der Hand, manche habe ich leider seit dem Umzug nicht wieder gefunden. Zum Beispiel meine Wärmflasche… (buhu!).

Jedenfalls reicht das, was ich ausgepackt, gefunden und gekauft habe, um zu kochen! Juhu! 🙂 Und Suppen sind sowieso toll: sie sind in der Regel einfach und schnell zuzubereiten (was zur Zeit durchaus ein Kriterium ist), sie wärmen schön auf- perfekt für so fies kalte Wintertage wie zur Zeit (habe ich erwähnt, dass unsere Heizung exakt jetzt ausgetauscht werden muss?) und meistens passen sie prima zu Rotwein! Und Rotwein finde ich prima (und ich habe welchen gefunden 😉 ) Und Jamie Oliver finde ich ja mittlerweile auch toll. Hier also ein tolles, einfaches, schnelles JO-Suppenrezept z.B. zu Rotwein.

Zutaten für 6 Personen:

  • 1 kleine Hand voll getrocknete Steinpilze
  • Olivenöl
  • 600g gemischte frische Wildpilze (Pfifferlinge, Herbsttrompete, Shiitake, Austernpilze), geputzt und je nach Art klein geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
  • 1 rote Zwiebel, geschält und fein gehackt
  • 1 EL Butter
  • 1 Hand voll frische Thymianzweige, die Blättchen abgezupft
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1l Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 1 Hand voll frische glatte Petersilie, die Blätter abgezupft und grob gehackt
  • 2 EL Mascarpone
  • 1 Zitrone (nach Belieben)
  • Trüffelöl (nach Belieben)

Zubereitung:

Die getrockneten Steinpilze in einer Schüssel mit kochendem Wasser bedecken und gut 15 Minuten einweichen lassen. Die Pilze ausdrücken und die Hälfte klein hacken, das Pilzwasser durch ein feines Sieb gießen und beides zugedeckt beiseite stellen.

Einen Topf mit schwerem Boden erhitzen, ein paar ordentliche Schuss Olivenöl und die frischen Pilze einfüllen und 1 Minute mit schnellen Bewegungen ständig rühren. Den Knoblauch, die Zwiebel, die Butter, den Thymian sowie etwas Salz und Pfeffer zufügen. Nach etwa 1 Minute geben die Pilze Flüssigkeit ab – das ist genau der Moment, in dem die Steinpilze dazukommen. Das Pilzwasser hineingießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis fast die gesamte Flüssigkeit verdampft ist.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Brühe dazugießen und 20 Minuten halb zugedeckt köcheln lassen.

Meist püriert Jamie dann die Hälfte der Suppe und ich etwas mehr, so circa 2/3, weil ich es cremig mag, dann schütten Jamie und auch ich alles wieder zusammen, rühren die Petersilie und die Mascarpone unter und schmecken noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

Jetzt je eine Prise Salz und Pfeffer mit der abgeriebenen Schale einer ganzen (unbehandelten) Zitrone und dem Saft einer halben Zitrone verrühren und in die Mitte der Suppe löffeln. Erst beim Essen unterrühren! Ggfs. noch ein paar Tropfen Trüffelöl darüberträufeln.

Man kann auch ein paar schöne Pilze extra anbraten und auf der Suppe anrichten. Heute nicht… 😉

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Und sobald ich die Kamera angepackt habe, gibt es auch wieder bessere Fotos. Schon jetzt: das Rezept als pdf.

Wer kocht bei der Hitze 3 Gänge? Wir!

Meine beste Freundin und ich sind im Jamie Oliver-30-Minuten-Menu-Fieber. Gestern gab es Rotes Garnelencurry mit Jasminreis, dazu Gurkensalat und danach Papaya & Bananen mit Minzjoghurt.

Vorausschicken sollte ich, dass von uns beiden ich etwas häufiger koche als meine beste Freundin, wir außerplanmäßig noch „schnell“ vorm kochen zusammen einkaufen waren, nur einer von uns das Rezept gelesen hatte (ich verrate nicht, wer) und wir nicht in meiner -da kenn ich mich aus, da find ich alles- sondern in ihrer Küche gekocht haben. Dafür waren die circa 60 Minuten (klar: wir waren ja zu zweit und 2 mal 30 Minuten sind halt 60) echt ne Meisterleistung 😉 und niemand wurde verletzt- vor allem aber war das Curry extrem lecker, der Salat war nicht so überzeugend aber auch nicht schlecht und der Nachtisch gerade bei den derzeitigen Temperaturen wunderbar erfrischend!

Hier die Zutatenliste und das Rezept (für 4):

Für den Gurkensalat:

  • frischer Ingwer (bin ich allergisch gegen, blieb also weg)
  • Sojasauce
  • Sesamöl
  • Saft von 1 Limette
  • 1 geschälte Bio-Salatgurke
  • 1 kleine Handvoll Koriander
  • 1/3 rote Chilischote (eigentlich 1 Ganze, wir haben aber nur eine gekauft und brauchten noch welche für’s Curry)

Für das rote Thai-Curry:

  • Zitronengras
  • (1 ganze) 2/3 rote Chilischote
  • 2 Knoblauchzehen
  • frischer Ingwer (s.o.)
  • 1 Bund Koriander (der Rest von dem oben, in Summe haben wir nur ein Bund gekauft)
  • 4 Kaffirlimettenblätter (haben wir nicht bekommen und daher ersatzlos gestrichen)
  • 2 in Öl eingelegte Paprikaschoten
  • 1 gehäufter Teelöffel Tomatenmark
  • Fischsauce (haben wir nicht bekommen & daher ebenfalls ersatzlos gestrichen)
  • Sojasauce
  • Sesamöl
  • 2 große ungeschälte, rohe Riesengarnelen pro Person
  • 200g kleine gegarte Garnelen
  • 200 g Zuckerschoten
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)

Für den Reis:

  • Laut JO: eine Jasminblüte oder 2 Beutel Jasmintee- wir haben Jasmin- statt Basmatireis gekauft 🙂
  • 1 Tasse Basmatireis Jasminreis
  • 2 Tassen Wasser

Für den Papaya-Teller:

  • 2 frische und reife Papayas
  • griechischer (Sahne)joghurt
  • Saft & Abrieb von 1/2 Bio-Limette
  • 2 Bananen
  • Minze

Jamie sagt, um alle drei Menupunkte innerhalb einer halben Stunde schaffen zu können, sollte man sich in der Küche Platz schaffen, alle benötigten Zutaten und Küchengeräte bereitstellen, den Ofen vorheizen, den Wasserkocher einschalten etc.. Wenn alles vorbereitet ist, schaffe man das Menu dann tatsächlich in etwa einer halben Stunde.

Nein, das ist völlig unmöglich! Aber egal, Spaß hatten wir trotzdem und am Ende echt leckeres Essen!

Also los, die Zeit läuft (davon):

Ofen vorheizen (200°C Ober/Unterhitze), Wasserkocher mit Wasser einschalten! Küchenmaschine/Stabmixer/unbekanntes Ersatzgerät mit Handbetrieb richten, Töpfe (1 für den Reis), Pfannen (1 für’s Curry), Auflaufformen (1 für’s Curry), Schneidbretter (2) und Messer, Reiben, Teller, Schalen etc. richten.

Oder eben alles nach und nach während des Kochens zusammensuchen, geht auch! 🙂

Für den Salat wird die Gurke zunächst mit einem Sparschäler geschält. Der Rest der Gurke wird dann ebenfalls mit dem Sparschäler in eine Schüssel geschält. Oder völlig ungeschält in Scheiben gehobelt.

In einem separatem Schälchen zunächst den geschälten Ingwer (oder eben keinen Ingwer) fein raspeln und mit 1 TL Sesamöl, 2 EL Sojasauce, etwa 3 EL Olivenöl und dem Saft der Limette vermischen. Die bzw. das Drittel der Chili (in unserem Fall eine große, dünne, rote Thai-Chili) fein hacken, den Koriander waschen, trockenschleudern und die Stiele ebenfalls fein hacken. Die Blätter beiseitelegen (und nicht vergessen, später auf den Salat zu werfen…). Chili und Korianderstiele zu den Gurkenstreifen geben und alles mit dem Dressing vermischen.

Den Reis kochen: Reis in den Topf und mit der doppelten Menge Wasser, welches im Wasserkocher vorher gekocht wurde, um riesig viel Zeit zu sparen, ablöschen. 7 Minuten kochen lassen und weitere 7 Minuten neben dem Herd stehen & ziehen lassen. Feststellen, dass zuviel Wasser „übrig“, der Reis also zu feucht ist und mittels Restwärme fertig garen. Letztlich war der Reis fertig, der Rest noch (lange) nicht. Aber wir hatten Sekt & Spaß und der Reis war am Ende auch nicht „kalt“ geworden- also: alles gut!

Für das Curry erhitzt man eine Pfanne bei starker Hitze. „Zwischenzeitlich“ stellt man die Currypaste her: Zitronengras von den äußeren, harten Blättern befreien, weichklopfen und kleinschneiden und mit der bzw. der restlichen 2/3 Chili, einem Stück Ingwer (s.o.), dem Knoblauch,  dem übrigen abgewaschenen Koriander, den Limettenblättern (falls vorhanden), den Paprika, dem Tomatenmark, 1 Eßlöffel Fischsauce (geht super ohne), 2 EL Sojasauce und 1 Tl Sesamöl in die Küchenmaschine geben und alles in Sekunden zu einer Paste verarbeiten.

Oder man nimmt den Stabmixer und eine große Schüssel, wo man leider gar nix drin pürieren kann, füllt das Ganze in einen Handpürierer um (keine Ahnung wie das Gerät heißt, hat aber wunderbar funktioniert) und…ja also letztlich war es dann mittelfein püriert. Geruchlich war es schon zu diesem Zeitpunkt der Hammer!

Etwas Olivenöl in die Pfanne geben, die Riesengarnelen kurz von beiden Seiten anbraten, so dass sie Farbe bekommen und einen EL der Curry-Paste hinzugeben. Das ganze verrühren und in einer feuerfesten Form in den auf 200°C vorgeheizten Ofen stellen und 8-10 Minuten garen.

Die Pfanne wieder auf den Herd stellen, die geputzten und klein geschnittenen  Zuckerschoten mit einem Schuss Olivenöl hineingeben, kurz anbraten, dann die gegarten Garnelen und die restliche Currypaste hinzugeben und etwa 2 Minuten weiterbraten. Die Kokosmilch hinzufügen, verrühren und das Ganze einige Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Abschmecken, salzen, pfeffern (keine Ahnung, ob das passiert ist, war aber am Ende total lecker)!

„Währenddessen“ 😉 für’s Dessert die Papaya halbieren, die Kerne entfernen und in Stücke schneiden, Bananen schälen und ebenfalls in Stücke schneiden. Beides auf einem Teller anrichten und mit dem Limettensaft beträufeln sowie mit gehackter Minze bestreuen. Den Joghurt ebenfalls mit einem Spritzer Limettensaft und Abrieb verrühren und mit Minze bestreuen. Bei den gestrigen fast 40°C getrost im Kühlschrank lagern bis man mit dem Hauptgang durch ist!

Fazit: 30 Minuten sind meiner Meinung nach für „Nicht-Profis“ selbst bei bester Organisation unmöglich zu schaffen, v.a. eine Person alleine kann nicht so viel multitasken ohne das dabei was schief geht. Aber das Curry ist wirklich ein Geschmackserlebnis, die Aromen super und die Garnelen wirklich lecker gewesen! Der Gurkensalat hat uns alle nicht so überzeugt, er war aber auch keine Katastrophe. Und das Dessert ist einfach und schlicht und erfrischend und fein! Also gerne nachkochen und versuchen, unsere Zeit zu unterbieten 😉 Hier gibt es jetzt schon mal das Rezept als pdf.

Die nächste Runde gibt’s voraussichtlich schon am Montag in meiner Küche. Wieder mit viel Sekt & Spaß und am Ende hoffentlich gutem Essen!

30 Minuten – Menu: Tagliatelle mit Zitronen-Basilikumsoße und Salat & ein Fast-Fertigtörtchen

Ok- ich geb’s ja zu: ich bin Jamie Oliver Fan geworden. Und da das Wetter heute schon wieder schwächelt, wird eben gekocht statt cocktailschlürfend an der Beachbar rumgehangen. Diesmal zu zweit, mit meiner besten Freundin als Küchenhelferin!

Vergangene Woche gab es auf sixx ein 30 Minuten Menu zu bewundern, bestehend aus Salat mit knusprigem Pancetta, Tagliatelle in einer Zitronen-Basilikumsoße und danach Obsttörtchen mit Baiserhaube.

Salat gab es gestern auch allerdings ohne Pancetta und in der 0815-Vinaigrette-Variante aber das Rezept für die Zitronen-Basilikumsoße will ich euch nicht vorenthalten:

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 150 g Parmesan, fein gerieben
  • 2 Eigelb (daher ist es sinnvoll, die Obsttörtchen mit Baiserhaube zu backen)
  • 6 EL Olivenöl
  • Abrieb von einer, Saft von 1-2 Zitronen
  • 1 Bund Basilikum (oder Zitronenbasilikum wer hat)
  • Salz & Pfeffer
  • 300 g (frische) Pasta (Tagliatelle, Spaghetti…)

Zubereitung:

Wasser für die Nudeln zum kochen bringen.

125 g des Parmesans, die 2 Eigelbe, Öl, Salz und Pfeffer sowie Zitronenabrieb und (zunächst) den Saft einer Zitrone in eine Schüssel geben und gut durchrühren. Kleine Basilikumblättchen zu Dekozwecken zur Seite legen, restliches Basilikum mit einer guten Prise Meersalz im Mörser klein und fein reiben. Zur Sauce geben und einrühren. Abschmecken und ggfs. noch mehr Zitronensaft dazugeben; der Zitronengeschmack sollte dominieren. Allerdings auch nicht zu sehr dominieren…am Ende war es uns beiden etwas zu zitronig, ich würde es also bei einer Zitrone belassen.

Man kann laut Herrn Oliver die Saucenschüssel statt des Topfdeckels auf den Nudeltopf stellen, damit die Sauce Temperatur annimmt, man kann das aber auch lassen. Wir haben das natürlich entsprechend der Anweisung gemacht! Daran soll es nicht scheitern!

Die Nudeln al dente kochen und nicht abgießen sondern mit der Nudelzange aus dem Wasser fischen und in die Saucenschüssel überführen, alles gut durchschwenken- fertig & Yummie!

Das Obsttörtchen bestand aus einem Fertigmürbeteigboden (musste in 2 Läden um die zu kaufen, beim nächsten Mal werden die wieder selbst gebacken; Rezept z.B. hier) und einem Klecks Marmelade auf dem Boden (bei mir die Himbeer-Minz-Konfitüre) plus in Scheiben geschnittene Dosenbirnen, getopt von einem Baiserhäubchen aus den oben übrig gebliebenen 2 Eiweiß, die ich mit ein wenig Salz steif- und dann mit ca. 100 g Zucker weitergeschlagen habe. Das ganze dann bei 200 °C Ober/Unterhitze nur so lange backen, bis sich der Baiser bräunt.

Und da wir in unserem jugendlichen Leichtsinn beschlossen haben, jetzt öfter gemeinsam zu kochen wird die 30 Minuten – Menu Reihe vielleicht hier fortgesetzt, zu zweit haben wir’s in 20 Minuten geschafft, nachdem ich schon so ca 20 Minuten Vorbereitungen getroffen hatte.

Hier gibt’s das Rezept für die Pasta als pdf, für das Törtchen braucht es wohl kein Rezept 😉

Jamie hat mich…Sommersalat & gegrilltes Pilzrisotto

Ich fand Jamie Oliver lange Zeit ein bisschen „überschätzt“ und mochte ihn irgendwie nicht. Das ist wie mit Tim Mälzer; der kann bestimmt auch gut kochen- ich mag ihn halt einfach nicht. Naja und da gab es vor kurzem einen blöden, verregneten Julisamstag, den ich auf der Couch verbrachte und einen Fernsehsender kuckte, von dem ich nicht mal wusste, dass es ihn gibt: sixx.

Ja und da kocht Jamie Oliver so vor sich hin, den lieben langen Vormittag. Mittlerweile weiß ich, dass er da jeden Nachmittag kocht und die von sixx das Samstags dann am Stück noch mal wiederholen. Jamie kocht da also seine 30 Minuten Menus. Und ich bin angefixt. Nicht nur, das ich natürlich denke, dass ich das total lässig auch alles in 30 Minuten könnte 😉 nein: ich fand die Rezepte auch alle ganz interessant. Jedenfalls steht das Buch auf der virtuellen Einkaufsliste.

Und da heute auch wieder ein blöder Regenjulitag ist und ich mit einer lieben Freundin nicht an die Beachbar kann wie geplant, habe ich nach Rezepten vom guten Jamie geschaut  um den Regentag zumindest kulinarisch zu erhellen. Das ist, was ich gefunden habe:

„Gemischter Salat mit Mozarella, Schinken und Pfirsisch Melone“

Zutaten für 2 als Beilage

  • gemischter Blattsalat, gewaschen und trocken geschleudert
  • 2 Weinbergpfirsiche (oder Nektarinen oder normale Pfirsiche oder 1/2 Galiamelone, wenn sämtliche Pfirsische im Supermarkt blöd aussehen), geschält und in Scheiben geschnitten (die Melone habe ich in Bällchen gestochen)
  • 1 Büffelmozzarella (oder Mozzarella-Bällchen)
  • 4 Scheiben Parmaschinken oder Rinder- oder Geflügelschinken
  • 2 EL Zitronensaft, 5 EL Olivenöl, 1 TL Honig
  • 1/2 TL Chiliflocken, Salz/Fleur de Sel & schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Salat, Mozarella und das Obst der Wahl mischen.

Zitronensaft mit dem Olivenöl und Honig aufschlagen und mit Chili, Salz & Pfeffer würzen. Über den Salat geben.

Schinken zerrupfen und so dekorativ wie möglich auf dem Salat verteilen.

Und da ich die Zubereitung dieses Risottos gesehen habe und sowohl die besagte Freundin als auch ich Risotto sehr mögen:

„Gegrilltes Pilzrisotto“

Die Mengenangaben sind für 4-6 Personen, ich habe sie dementsprechend halbiert und Zutaten, die es hier auf die Schnelle nicht gab oder die es in meinem Haushalt nicht gibt oder die ich vergessen habe, einzukaufen, ersetzt. Das steht dann in Klammern.

  • 1,5 l heiße Hühnerbrühe (Gemüsebrühe)
  • 1 Hand voll getrocknete Porcini-Pilze (Steinpilze)
  • Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und fein gewürfelt
  • 2 Stangensellerie, geschnitten und fein gewürfelt (ersatzlos gestrichen)
  • 400 g Risotto Reis (Arborio)
  • 150 ml Weißwein
  • Meersalz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • 4 große Hände voll Pilze (am Besten eignen sich Shitake-, Girolle-, Kastanien- oder Austernpilze), gesäubert und geschnitten (Pfifferlinge & braune Champions)
  • ein Paar Zweige frischer Kerbel, Estragon oder Petersilie, Blätter gepflückt und fein geschnitten (Thymian & Petersilie, Salbei wär sicher auch gut)
  • Saft einer Zitrone
  • 25 g Butter
  • 2 Hände voll frisch geriebener Parmesan, zusätzlich etwas zum Servieren
  • mildes Olivenöl

Zubereitung:

Brühe kochen. Die getrocknete Pilze in eine Tasse geben und mit heißem Wasser auffüllen. Nach einigen Minuten herausnehmen und kleinschneiden. Das Einweichwasser aufheben.

Ungefähr 4 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und Knoblauch & Zwiebel (und Sellerie) darin glasig anbraten. Reis hinzufügen und auch kurz anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und den Alkohol verkochen lassen. Nun die eingeweichten, gehackten Pilze dazugeben und  das Einweichwasser mit ins Risotto gießen (nicht komplett & mit Schwung, sondern eher langsam und zurückhaltend, denn oft ist etwas Sand in den Pilzen, das setzt sich dann unten in der Tasse ab und da darf es ja auch bleiben).

Nun langsam auf mittlerer Temperatur schöpfkellenweise die heisse Gemüsebrühe zugeben und ständig umrühren, bis der Reis gar und keine Brühe mehr vorhanden ist. Das ist auch hier nicht mit genauen Zeit- oder Mengenangaben (hinsichtlich der Brühe) verbunden; gut ist es, wenn’s gut ist.

Jetzt kommt der fein geriebene Käse und das Stück Butter dazu: umrühren, vom Herd nehmen und Deckel drauf.

Während das Risotto ruht die Pilze ohne Fett in einer Grillpfanne anbraten. Der Jamie hat die Pilze auseinandergeriessen, dass könne ruhig ganz grob aussehen. Ich habe sie total wild und verrückt kleingeschnitten.

In der Zeit in der die Pilze vor sich hin braten die Kräuter hacken  mit 2 EL Olivenöl und dem Zitronensaft in einer kleinen Schüssel mischen. Wenn die Pilze fertig gebraten sind kommen die zu diesem Dressing, das wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Jetzt zuerst das Risotto auf den Teller, dann die noch warmen Pilze darauf und zum Schluss noch ein bisschen grob geriebenen Käse.

Lecker war’s Jamie!