Das Ostersonntagshuhn und der Ostersonntagkuchen

Die Deutsche Bahn ist Schuld! Ich wollte euch ja schon am Donnerstag das Kokos-Käsekuchenrezept verraten- aber dann fielen Züge aus, die, die fuhren, fuhren langsam und blieben unvermittelt stehen, Anschlüsse wurden verpasst…und als ich es dann endlich nach Hause geschafft hatte, hatte ich wirklich zu nichts mehr Lust. Aber heute!

Und wenn ich schon mal dabei bin, packe ich noch das „Ostersonntagshuhn“ drauf. Dabei handelt es sich um ein abgewandeltes Rezept, dass zunächst mal ein Freund für mich gekocht und mich damit sehr begeistert hat! Die Abwandlung war „okay“, das Original ist besser 🙂 Hier also beide Rezepte:

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Zutaten für 2 Hungrige oder 4 nur-so-mittelhungrige Personen:

  • 12-16 fest kochende Kartoffeln
  • 4 Hähnchenkeulen
  • 2 Bio-Zitrone mit essbarer Schale
  • 1 Bund Thymian
  • Knoblauch
  • Dijon- Senf
  • Öl, Salz, Pfeffer
  • Für die Variante: 250 g Ricotta, ein wenig Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Thymian

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen. Eine Fettpfanne entweder mit Alufolie/Backpapier auskleiden oder kräftiges Schrubben nach dem Essen in Kauf nehmen.

Die Kartoffeln gut abschrubben, waschen und trockenreiben, dann in Achtelscheiben schneiden. Den Thymian ebenfalls waschen und trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und beiseite stellen. Die Schale einer Zitrone abreiben und den Saft auspressen die andere Zitrone in Scheiben schneiden. 2-3 Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Die Hähnchenkeulen abwaschen und trockentupfen. Die Haut vorsichtig mit den Fingern vom Fleisch lösen. Unter die Haut eine Scheibe Zitrone und einige Scheiben Knoblauch schieben.

Aus 8 EL Öl, 2 Tl Senf, Zitronensaft und -schale, ggfs. noch 1-2 durchgepressten Knoblauch, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren. Zuerst die Kartoffeln darin schwenken. Das geht am besten, wenn man die Marinade in einer großen, verschließbaren Schüssel rührt und die Kartoffeln dann in der Schüssel schwenkt. Danach die Hähnchenkeulen mit der Marinade einreiben.

Alles auf dem Backblech verteilen, auch die übrigen Zitronenscheiben. Die Thymianblättchen darüber streuen und alles für 45 Minuten im Ofen backen bis die Hähnchenkeulen schön goldbraun-knusprig sind.

In der Variante 250 g Ricotta, ein wenig Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Thymian vermengen und statt der Zitronen- und Knoblauchscheiben unter die Haut bringen. Das geht am besten mit der Hand: ein wenig Masse unter die Haut geben und dann in die hintersten Ecken der Keule massieren. Den Rest der Ricottamasse habe ich in Muffinförmchen zu kleinen Törtchen ausgebacken.

Das Original ist aromareicher, der Ricotta geht geschmacklich einfach ein bisschen unter. Dazu schmeckt so oder so Salat sehr gut! Und hier das pdf. zum Huhn!

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Danach gab es einen Kokos-Käsekuchen aus der kleinen Springform, der v.a. der Eigelbverwertung diente (da ich am Karfreitag Baiser gemacht hatte, musste das Eigelb am Samstag weg!).

Kokos-Käsekuchen mit Him-Bär

Zutaten für eine kleine Springform:

  • 4 Eigelbe
  • 500 g Magerquark
  • 150 g Zucker
  • 1 EL Speisestärke
  • 2-3 EL Kokosraspeln
  • Fett für die Form
  • 2-3 Hand voll Himbeeren

Zubereitung:

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Form fetten und dann mit den Kokosraspeln ausstreuen. Die Kokosstreuselraspel, die nicht an der Form haften, einfach in die Rührschüssel geben.

Die restlichen Zutaten verrühren und in die Form füllen. Die Himbeeren obenauf verteilen und alles etwa 50 Minuten backen. Fertig! Fantastisch schneller Käsekuchen ohne Boden mit Frühlings-Sommer-Aroma nach Kokos und Himbeeren! Hier das pdf.

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Spargelmousse & gekräuterter Lachs & Pavlova mit Erdbeeren

Spargelmousse mit Forellenkaviar:

  • 500 g weißer Spargel
  • 300 ml   Gemüsebrühe bzw. Spargelfonds
  • 5 Blatt   Gelatine, eingeweicht bzw.1 Beutel Agaragar
  • 200 ml   Sahne, geschlagene
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Butter
  • Forellenkaviar (Deko) und Salat

 Den Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Mit 500 ml Wasser aufkochen und 30 Minuten kochen lassen. 300 ml von dem Spargelfonds auffangen. Alternativ geht natürlich auch Gemüsebrühe, aber aus dem Spargel kann man gerade für die Mousse geschmacklich rausholen, was geht!

 Den Spargel darin kochen und dann pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und ggfs. Butter abschmecken. Die Masse durch ein Sieb passieren.

 Die eingeweichte Gelatine in die Masse einrühren bzw. das Agaragar einrühren und nochmals aufkochen. Etwas abkühlen lassen und dann die geschlagene Sahne unterheben. Kühl stellen für mindestens 4 Stunden.

 Von der Mousse Nocken abstechen und mit dem Forellenkaviar dekorieren. Mit Salat servieren. Hier das pdf.

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Gekräuterter Lachs mit jungem Gemüse und neuen Kartoffeln:

  •  1 unbehandelte Zitrone
  • Salz, Pfeffer, 1/2 Tl Zucker
  • 3 El Olivenöl
  • 1 Bund Pimpinelle
  • 1 Bund Dill
  • 1 Bund Kerbel
  • 4 Stiele Estragon
  • 100 g weiche Butter
  • 1 El körniger Senf
  • 700 g Lachsfilet (ein schönes Mittelstück, ohne Haut und Gräten)
  • Gemüse, z.B. Brokkoli, Mairüben, Karotten und Zuckerschoten…oder Kohlrabi, Blumenkohl, Spargel
  • Kartofeln, neu und klein

 Den Lachs waschen und trockentupfen und in eine feuerfeste, gefettete Form setzen. Den Ofen vorheizen auf 200°C Ober/Unterhitze.

 Von der Zitrone die Schale fein abreiben. 3 El Saft auspressen, mit Salz, Pfeffer, Zucker und Öl verrühren. Je 2/3 von Pimpinelle, Dill, Kerbel und Estragon grob hacken. Dann mit Salz, Pfeffer und Butter mit dem Schneidstab fein pürieren. Senf und 2/3 der abgeriebenen Zitronenschale untermischen.

 Den Lachs mit 2-3-4 El Kräuterbutter bestreichen und mit dem restlichen Zitronenschalenabrieb bestreuen. Den Fisch auf der 2. Schiene von unten 12-15 Minuten garen

 Dazu gab es Kartoffeln (gekocht, in einem Topf für ca. 25 Minuten), Brokkoli, Zuckerschoten, Karotten, Mairüben (ebenfalls gekocht und in dem Rest der Kräuterbutter geschwenkt). Wie man Gemüse kocht, ist hierbei nicht die Schwierigkeit, eher das richtige „Timing“. Ich habe das Gemüse vorher gegart und dann in Kräuterbutter und ein wenig Wasser wieder erwärmt, als das Ende der Lachsgarzeit absehbar war. Hier das pdf.

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Pavlova:

  • 4 Eiweiße (Die Eigelbe sind in den Kokos-Käsekuchen gewandert, keine Sorge!)
  • 1 Tasse Puderzucker (120 g)
  • 1/4 Tasse Zucker (50 g)
  • 1 EL Maismehl (oder Speisestärke)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Tasse Sahne (200 ml)

Den Backofen auf 120 Grad vorheizen. Eine Springform (26-28 cm Ø) oder 3-4 kleine Tarteförmchen mit Backpapier auslegen.

Für das Baiser die Eiweiß mit den Schneebesen des Handrührgeräts aufschlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Löffelweise den Puderzucker dazugeben und weiterschlagen, bis der sich gelöst hat. Den „normalen“ Zucker mit Maismehl/Speisestärke mischen und mit dem Zitronensaft ebenfalls unterschlagen.

Die Baisermasse in die Springform /die Tarteförmchen füllen und im Ofen (Mitte, keine Umluft!) etwa 1 1/4 Stunden backen. Den Backofen ausschalten und den/die Baiser darin abkühlen lassen.

Die Sahne steif schlagen. Die Törtchen mit der Sahne bestreichen (vorsichtig, sonst bricht das Baiser ein) und mit Obst dekorieren!

Achtung: gelegentlich gibt es zwischen Baiser und Sahne noch eine Crememasse, auf die ich diesmal verzichtet habe. Aber ganz grundsätzlich geht das so:

  • 4 Eigelbe (Größe M)
  • 1/4 Tasse Zucker (50 g)
  • Mark 1 Vanilleschote
  • 1 EL Maismehl (oder Speisestärke)
  • 3/4 Tasse Milch (150 ml)
  • 1/2 Tasse Sahne (100 g)

Für die Creme Eigelb mit Zucker, Vanillemark und Maismehl glatt und cremig rühren. In einen Topf geben, dann langsam Milch und Sahne einrühren. Bei mittlerer Hitze weiterrühren, bis die Mischung dicklich wird. Nun aufkochen, die Hitze sofort wieder reduzieren und die Creme etwa 2 Minuten ganz sanft köcheln lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Dann auf die Baisermasse streichen, dann erst die Sahne und das Obst.

Dieses Mal hatte ich Erdbeeren genommen, der Fantasie sind hier aber keine Grenzen gesetzt! Hier das pdf.

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Und wenn es nach mir geht, könnt ihr hier morgen das Rezept für den Käsekuchen nachlesen. Das geht ganz schnell und ist noch leckerer als schnell! 🙂

4 Gänge Herbst

Gestern hatte ich zwei liebe Gäste & Schatz zum Essen und es gab eine erste Kostprobe vom Herbst:

~ Karamellisierte Ziegenkäse-Feigen zum Sekt ~
~ Rieslingsuppe zum Weißwein ~
~ Ossobuco & Pasta zum Rotwein ~
~ Espresso-Cremé-Caramel & Tonkabohneneis zum Dessertwein ~

Nicht nur, dass meine zwei lieben Gäste mir dieses tolle Kochbuch geschnekt haben, GU ist sowieso und nicht ohne Grund der in meinem Regal am häufigsten vertretene Kochbuchverlag. Die GU Bücher sind toll: es gibt die kleinen Themenbücher, die günstig sind und immer eine gute Auswahl an Rezepten bieten, es gibt die Basic-Bücher, mit denen ich kochen gelernt habe (!!!) und dann eben die großen goldenen Sammelwerke mit einem ziemlich cleveren Rezepte-Quickfinder.

Daher stammen auch bis auf das Tonkabohneneisrezept die ursprünglichen Rezepte aus GU-Büchern. Da ich das aber alles schon ein bisschen mehr als einmal gekocht habe, gab es hier und da eine kleine Änderung und da und dort eine kleine Ergänzung.

Von den (finalen) karamellisierten Feigen mit Ziegenkäse gibt es leider keine Fotos, da waren wir mit dem Essen wieder schneller 😉 aber das sollte niemanden davon abhalten, das mal auszuprobieren. Ich freu mich immer wahnsinnig auf die ersten Feigen um dieses schnelle Gericht zu zaubern. Das funktioniert übrigens sowohl als Vor- als auch als Nachspeise!

Zutaten für 4:

  • 4 frische Feigen
  • ca 150 ml trockener Sherry
  • 3-4 EL Zucker
  • 2 TL frische Thymianblätter (Zitronenthymian, wer hat)
  • 80 g milder Ziegenfrischkäse (die VivaVital-Rolle zum Beispiel, der meckert nicht)
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Den Backofen auf 220°C (Ober/Unterhitze) vorheizen. Die Feigen waschen, Stielansatz entfernen und die Früchte kreuzweise so tief einschneiden, dass sie blütenartig auseinanderklappen. Die Feigen in eine flache Auflaufform setzen, mit Sherry beträufeln und 15 Min. im heißen Ofen backen. Nach der H’lfte der Yeit ruhig noch einmal mit etwas Sherry beträufeln. Die Schnapsdroseln unter uns können die Feigen auch schon mehrere Stunden vor ihrem Einsatz im Ofen aufschneiden und mit Sherry beträufeln, das schadet nicht!

Nach circa 10 Min. Backzeit den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und hell karamellisieren lassen. Mit ca. 100 ml Sherry ablöschen (Achtung, das kann spritzen) und den Thymian einrühren. Die Sherrymischung offen 3-5 Min. kochen lassen, bis sie eingedickt ist.

Inzwischen die Feigen aus dem Ofen befreien, etwas Pfeffer darüber mahlen, je 20 g Ziegenfrischkäse in jede Feige setzen und mit dem Karamell übergießen.

Soooo lecker! Nur falls ich es noch nicht deutlich genug gesagt habe…

De Kürbissuppe ist ganz, ganz einfach und schnell gemacht und durch den Riesling nicht ganz so dickflüssig sondern ein bisschen spritziger als die „normale“ Kürbissuppe. Da das einer von 4 Gängen ist, habe ich mich also für leicht und spritzig entschieden!

Riesling- Kürbissuppe:

  • 750 g Kürbis (geputzt gewogen, ich hatte noch einen Butternusskürbis)
  • 100 g Sahne
  • 100 g Schmand
  •  100 ml Riesling (ersatzweise anderer trockener Weißwein)
  •  Salz und Pfeffer
  • ggfs. etwas Milch & Cayennepfeffer

Den Kürbis schälen (entfällt bei Hokkaido), Kerne entfernen (aufheben und bei Mama in den Garten werfen ;)) und mittelklein und halbordentlich würfeln. In einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Aufkochen lassen und in ca. 30 Min. weich kochen, dann im Topf mit dem Stabmixer fein pürieren.

Sahne, Schmand und Wein unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Nach Belieben mit einer Sahnehaube und etwas gehackter Petersilie bestreut servieren. Ich habe Milch mit Cayennepfeffer gewürzt und schaumig geschlagen. Das sah ganz nett aus:

Das Ossobuco ist ein Klassiker! Unheimlich lecker und v.a. ein Schmorgericht, das heißt: ganz wenig Arbeit und riesig viele Komplimente für’s superzarte Fleisch!

Ossobuco mit Gremolata: 

  • 4 Kalbsbeinscheiben (jede ungefähr 200 g schwer)
  • 3 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 Stangen Sellerie
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 EL Butter & 1 EL Olivenöl
  • Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 kleine Dose geschälte und gehackte Tomaten (400 g) und eine halbe Tüte passierte Tomaten (200 g)
  • etwa ¼ l Brühe oder Kalbsfond
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1 großes Bund Petersilie, gewaschen
  • 2 Knoblauchzehen

 Zubereitung:

Die Fleischscheiben unter kaltes Wasser halten, damit alle Knochensplitter weggespült werden. Mit Küchenpapier gut abtupfen.

Die Möhren, die Zwiebeln und den Knoblauch schälen. Den Sellerie waschen und alles ganz fein schneiden. Das macht bei mir bei der Menge dann schon die Küchenmaschine! Die Petersilie waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und auch hacken.

Einen großen Schmortopf heiß werden lassen, Butter und Öl rein und ordentlich erhitzen. Die Fleischscheiben reinlegen und kräftig anbraten, bis sie sich leicht ablösen lassen, dann ist die Kruste braun genug und die Poren haben sich geschlossen. Scheiben umdrehen und ebenfalls  anbraten. Rausnehmen, salzen und pfeffern.

Das kleingeschnittene Gemüse mit der Petersilie in den Schmortopf rühren und kurz andünsten. Die Tomaten mit der Brühe/dem Fond in den Topf schütten. Da ich ein Nudeln & Saucen-Freak bin, nehme ich immer die doppelte Menge Brühe, damit auch genug Sauce da ist. Alles mit Salz und Pfeffer würzen, die Hitze auf mittlere Stufe zurückschalten und die Flüssigkeit 20-30 Minuten leicht einkochen lassen.

Jetzt kommt das Fleisch zurück in den Topf. Über jede Scheibe etwas von der Sauce löffeln. Deckel drauf, Hitze auf schwache Stufe stellen (von 9 nehme ich 2) und das Fleisch ungefähr 1½ Stunden schmoren. Macht aber gar nix, wenn man es 2 Stunden schmoren lässt. Es fällt später einfach vom Knochen und ist superzart!

Zwischenzeitlich schnibbeln wir uns die Gremolata. Die Zitrone unter heißem Wasser gut abbürsten, abtrocknen und die Schale ganz dünn abschneiden oder abhobeln. Den Knoblauch schälen. Das alles zusammen mit der Petersilie auf dem Schneidebrett schön fein zerkleinern und zum Servieren auf’s Fleisch packen! Superfrisch und lecker.

Dazu gab es Pasta. Ganz kurz hatte ich überlegt, Gnocchi zu machen aber da hätte die Geselligkeit schon ein wenig gelitten und da habe ich mich gestern für meine Gäste entschieden. Wir sind ja nicht beim perfekten Dinner 😉

Dessert ist ja das Wichtigste an so einem Menu 😉 daher gab es Espresso-Cremé-Caramel & Tonkabohneneis.

Für das Tonkabohneneis habe ich extrem viele Rezepte im Internet gefunden, die mich aber alle nicht wirklich überzeugt haben. Ich habe daher mein Ben & Jerrys Vanilleeisrezept abgewandelt.

Die Sahne-Milch habe ich mit 3 kleingemahlenen Tonkabohnen aufgekocht und über Nacht ziehen lassen bevor ich sie zu der cremigen Ei-Zucker-Mischung geschüttet habe (durch ein Haarsieb). Dann kam das Ganze in die Eismaschine:

Das Ergebnis hat uns alle überzeugt! Dazu & daneben gab es Espresso-Creme-Caramel

Zutaten:

  • ¼ l Espresso
  • 1 Vanilleschote
  • ¼ l Milch
  • 170 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 2 Eier
  • 4 Eigelbe
  • Sechs hitzefeste Förmchen (für ca. 150 ml Flüssigkeit)

Zubereitung:

Den Backofen auf 150°C vorheizen (Ober/Unterhitze).

Als Erstes den Espresso kochen. Die Vanilleschote aufschlitzen, die beiden Hälften leicht aufklappen und das Mark rausschaben. Das Vanillemark und die Schote, den Espresso und die Milch in einen Topf schütten und zum Kochen bringen. Dann auf der ausgeschalteten Herdplatte kurz ziehen lassen.

Vom Zucker 80 g abmessen und in einen kleinen Topf schütten. Bei mittlerer Hitze so lange im Topf rühren, bis der Zucker flüssig wird und dann goldbraun. Mit 100 ml Wasser ablöschen, kräftig kochen lassen, bis das Ganze dickflüssig wird. Diesen Karamell in die Förmchen verteilen.

Die Eier mit den Eigelben und dem übrigen Zucker in eine Schüssel füllen. Mit dem Handrührgerät so lang durchrühren, bis das Ganze schön schaumig geworden ist. Die Vanilleschote aus der Milch retten (und zum Vanillezucker stecken), die Milchmischung langsam zur Eiercreme fließen lassen und immer schön weiterrühren. Die Mischung kommt jetzt in die Förmchen, langsam reingießen, damit der Karamell am Boden der Förmchen bleibt.

Die Förmchen in eine große feuerfeste Form oder auch ins tiefe Blech vom Backofen stellen. So viel warmes Wasser angießen, dass die Förmchen ungefähr bis zur Hälfte im Wasser stehen. Unten in den Ofen schieben und die Creme etwa 1 Stunde garen – kann auch 10 Minuten länger dauern, die Masse in den Förmchen muss gestockt, also fest sein.

Die Cremes aus dem Wasser heben und in den Förmchen abkühlen lassen. Meine standen über Nacht im Kühlschrank. Mit einem Messer vom Rand ablösen und stürzen.

Noch ein Spätsommermenu: Involtini di melanzane – Kürbisrisotto mit Pecannüsses- Walnussparfait

Schlag auf Schlag geht es weiter mit dem Bekochen lieber Menschen. Heute war meine Katzensitterin und beste Freundin dran und es gab das nächste Spätsommermenu, diesmal recht nussig und mit einem Hauch mehr Herbst, zusammen mit dem ersten Rotwein und mit 100% Gemüse aus dem heimischen Garten von Mama:

Involtini di melanzane, Kürbisrisotto mit Pekannüssen und zum guten Schluss ein Walnussparfait.

Da ich ein neues Handy habe, musste der Blog als Testobjekt hinsichtlich der Kamera dienen. Die nächsten Fotos mach ich aber wieder mit der Nikon!

Involtini di melanzane das sind Auberginen-Röllchen mit Ricottafüllung in einem Tomaten-Sugo und das ist ein einfaches, vegetarisches, (low carb) Gericht für die letzten Sommertage, das sich noch dazu gut vorbereiten lässt.

Zutaten für 4 als Vor- oder 2 als Hauptspeise:

  • 2 Auberginen
  • 250 g Ricotta, 50 g Pecorino, gehobelt – beides miteinander vermischt
  • nochmal 50 g Pecorino, gehobelt
  • Oregano
  • 2 El Pinienkerne
  • frische Basilikumblätter zum garnieren
  • Salz, Pfeffer

Für die Tomatensauce:

  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Schuss Rotwein
  • 1 Dose stückige Tomaten oder 4-5 gute, reife, leckere Tomaten aus Eigenanbau, gewaschen und in Stücke geschnitten
  • 1 Schuss Sahne
  • Thymian, Meersalz, Pfeffer, Olivenöl, Basilikum

Den Ofen auf 200°C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Als erstes die Auberginen putzen und mit einem scharfen Messer der Länger nach in ca. 5 mm dünne Scheiben schneiden (insgesamt sollten 12-16 Scheiben daraus resultieren, je nach Größe der Auberginen und persönlicher Befähigung des Schneiders). Die Scheiben leicht mit Salz bestreuen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Dann die Tomatensauce köcheln. Dazu in einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Die Tomaten dazugeben und alles mit einem Schuss Rotwein (alternativ mit Wasser) ablöschen. Den Thymian dazugeben und alles bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten vor sich hinköcheln lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggfs. noch mit einem Schuss Sahne verfeinern, weil Sahne geht bekanntlich immer 😉 und evt. noch mit frischem Basilikum würzen.

Währenddessen die Involtini basteln: die Auberginenscheiben kurz in Öl wenden bzw. mit Öl bepinseln und in eine heißen Grillpfanne geben. Die Aubergine von beiden Seiten grillen und bei Seite stellen. Die zwei miteinander vermischten Käsesorten mit dem Oregano, Salz und Pfeffer unterrühren und die Auberginen damit bestreichen. Die Auberginenscheiben aufrollen.

Ein paar Löffel der Tomatensoße in eine Auflaufform geben und darauf die Röllchen geben. Die restliche Sauce dazugießen und mit dem übrigen Pecorino bestreuen, die Pininenkerne dazugeben und bei 200° etwa 20-30 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Man kann die Involtini schon am Vortag vorbereiten und im Backofen noch einmal kurz erwärmen, sie schmecken aber auch lauwarm oder sogar kalt. Wenn man sie als Hauptspeise serviert, passen sie gut zu Fleisch, v.a. zu gegrilltem Fleisch. Die Tomatensauce taugt auch sehr gut als schnelle Nudelbegleiterin!

Kürbisrisotto für 4:

  • Öl, Salz, Pfeffer
  • ~ 1 Liter heiße Gemüsebrühe
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • 1 Zwiebel in feinen Würfel
  • 350 g Risottoreis (Arborio ist für mich erste Wahl)
  • 1/2 Hokkaidokürbis oder 1 ganzer, kleiner Kürbis
  • 100 g Pecorino fein gerieben und ein wenig gehobelt zu Dekozwecken
  • 1 Hand voll Pekannüsse ohne Fett geröstet und etwas klein(er) gehackt

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Den Kürbis halbieren und die Kerne entfernen, Hokkaido muss man ja Gott sei Dank nicht schälen. Das Kürbisfleisch (etwa 400 g) in kleine Würfel schneiden, ca. 2 x 2 cm. Zwei Drittel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Öl beträufeln und für 20-25 Minuten im oberen Drittel des vorgeheizten Ofens backen, bis der Kürbis weich ist. Aus dem Ofen nehmen, salzen, pfeffern und auf seine Bestimmung warten lassen.

In einem großen Topf nicht zu wenig Öl (10-12 El) erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Das übrige Drittel Kürbiswürfel dazugeben und kurz anbraten. Dann den Reis zugeben und auch im Öl kurz angehen lassen. Nach 1-2 Minuten mit dem Weißwein ablöschen.

Jetzt 1-2 Schöpfkellen Brühe zugeben und rühren bis die Brühe aufgesogen ist. Vorgang immer nd immer wieder wiederholen und ab und an mal den Reis probieren. Ich kann nicht sagen, wie lange das Rühren dauert und auch nicht wieviel Brühe es braucht, das ist nach wie vor von Risotto zu Risotto verschieden.

Wenn der Reis schon fast gut, im Kern aber noch al dente ist, den Ofenkürbis zugeben. Dadurch, dass er gebacken wurde und ganz weich ist, zerfällt er und färbt das Risotto ein wenig ein- das soll so!

Risotto “trockenrühren“, also keine Brühe mehr zugeben und weiterrühren, bis der Reis den Rest der Brühe aufgesogen hat. Herd ausschalten und den Pecorino einrühren.

Mit den Pekannüssen und dem Pecorino dekorieren & servieren!

Walnussparfait:

Parfaits sind prima für Menschen ohne Eismaschine, da die Masse durch die mit der geschlagenen Sahne eingebrachten Luftblässchen sowie durch die Eigelbe und den hohen Fettanteil (jaja machen wir uns bitte keine Illusionen) beim Gefrieren nicht zu fest wird und sich auch nur kleine Eiskristalle bilden, so dass man auch nicht ständig rühren muss. Das weiß ich, weil ich von der besagten besten Freundin ein total tolles Buch zum Geburtstag bekommen habe 🙂 und aus dem ist auch das Rezept zu diesem Walnussparfait.

Zutaten für 4 Portionen Walnussparfait:

  • 160 g Zucker
  • 120 g Walnusskerne, grob gehackt
  • 1 El Öl
  • 200 ml Milch
  • 1 Vanilleschote, aufgeschlitzt
  • 4 Eigelbe
  • 50 g Honig (keinen zu dominanten Honig nehmen)
  • 300 g Sahne

Zubereitung:

Sahne steif schlagen und kühl stellen. Außerdem die Form, in der das Parfait gefroren werden soll auch kühlen.

In einem kleine Topf 80 g Zucker erhitzen bis er schmilzt. Die Walnusskerne zugeben und unter Rühren goldgelb karamellisieren. Nicht auf die Idee kommen, den Karamell in diesem Zustand zu probieren, er ist ca. 150 – 180 °C heiß und man verbrennt sich alle involvierten Körperteile (ich spreche aus mehrmaliger Erfahrung)! Ein Backblech oder eine Steinplatte leicht ölen und die Krokantmasse darauf verteilen. Ja: das Zeug ist immer noch zu heiß, um es zu probieren! Erkalten lassen und klein hacken. Jetzt kann man gefahrlos probieren.

Während der Krokant abkühlt die Milch mit der Vanilleschote aufkochen, vom Herd nehmen und die Vanille rausfischen. Das Mark auskratzen und in die Milch zurückgeben. (Die Schote trocknen und zum aromatisieren von Zucker oder Salz verwenden!)

Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker und dem Honig über einem heißen Wasserbad cremig rühren. Ich nehme dazu das Handrührgerät auf kleiner bis mittlerer Stufe; per Hand, also mit dem Schneebesen rührt man sich da nämlich schnell einen Tennisarm.

Die warme Vanillemilch schöpflöffelweise zugeben -nicht auf einmal, dann gerinnt das Ganze- und dabei immer weiterrühren, jetzt aber mit einem Rührlöffel, weil sonst zu viel Luft in die Masse kommt. Die Masse wird also gerührt und erhitzt und sollte immer dicker und cremiger werden, wenn man die Masse auf dem Rührlöffel anpustet, entstehen wellenartige Muster, die mit viel Fantasie wie Rosen aussehen, daher nennt man das „zur Rose abziehen“. Das wusste ich übrigens schon vor dem Buch 😉

Jetzt die Schüssel vom Wasserbad nehmen und auf Eis(wasser) kalt rühren, hierzu kann man jetzt wieder das Handrührgerät bei kleiner bis mittlerer Stufe nehmen- das dauert nämlich seine 15 Minuten.

Die steifgeschlagene Sahne unterheben und den Walnusskrokant zufügen, ganz kurz einrühren. Alles in die gekühlte(n) Form(en) geben und für mindestens 6 Stunden tiefgefrieren, am besten aber über Nacht.

Und damit das Parfait im Schüsselchen nicht einsam ist, habe ich aus ein bisschen braunem Zucker Karamell gemacht, dorthinein ca 10 geviertelte Zwetschgen geworfen und mit ordentlich (!) Amaretto abgelöscht. Für’s bessere Gewissen noch ein wenig Wasser dazu und alles schön einrudizieren lassen, bis es ein leckeres Kompott gibt. Mit Zimt würzen und ein paar Mandelstifte dazuwerfen- fertig! Da das alles spontan passierte, gibt es kein Rezept mit Gramm-Angaben; sorry.

Die pdf zum Menu reiche ich nach, heute und am Wochenende wird das aber nix mehr!

Feuchtfroehliche Grüße und ein schönes WE euch allen! 🙂

Spätsommermenu: Gnocchi mit Pfifferlingen und Salbei & Zwetschgentörtchen mit Zimteis

Nach einigen wunderbar sonnigen Sommertagen auf der schönen Insel Malta bin ich wieder in Deutschland gelandet; nach einer Woche All-Inclusive mit richtig Lust zu kochen! Daher habe ich mir diese Woche einige liebe Menschen eingeladen, die ich bekochen darf! Den Anfang macht meine Beinahe-Katzensitterin und Lieblingsjessi und wie ich weiß, mag sie Pasta etc., die in oder mit Salbei rumgeschwurbelt wurde- soll sie haben!

Der Herbst ist im Anmarsch, das lässt sich nach diesem fulminanten Gewiiter heute Nachmittag leider nicht mehr leugnen und da passt dieses Spätsommermenu ganz gut:

Gnocchi mit Pfifferlingen und Salbei & Zwetschgentörtchen mit Zimteis

Das Menu ist gut vorzubereiten und dann schnell gemacht, man kann damit ziemlich einfach Eindruck schinden 😉

Gnocchi für 4:

  • 800 g Gnocchi (diesmal aus dem Kühlregal, die kann man aber auch frisch machen)
  • 400 g Pfifferlinge geputzt
  • Öl, Salz & Pfeffer
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Crème fraîche/Schmand
  • 10-15 Blättchen Salbei, in feine Streifen geschnitten und ein paar kleine Blättchen für die Deko
  • 50 g Parmesan oder Peccorino, gehobelt

Zubereitung:

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und die Gnocchi nach Packungsanweisung garen, abgießen, abtropfen lassen und warm halten.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die gewürfelte Zwiebel darin anbraten, die Pfifferlinge zugeben und 2 Minuten kräftig braten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und alles 2-3 Minuten einkochen lassen. Die Crème fraîche bzw den Schmand dazuzugeben, cremig einkochen lassen und salzen und pfeffern.

Gnocchi und Salbeistreifen in die Sauce geben und gut durchmischen. Ggfs. nochmals würzen. Zum Servieren mit dem Parmesan/Peccorino bestreuen und mit den Minisalbeiblättchen dekorieren.

Gerade mit Fertig-Gnocchi ist dieses Gericht rasant gemacht und landet daher in der Kategorie quick and yummie! Hier das Rezept als pdf.

Für 4-6 kleine Zwetschgentörtchen (je nach Größe der Förmchen):

  • Blätterteig (auch aus dem Kühlregal, den macht kein Mensch frisch ;))
  • 8-12 Zwetschgen, gewaschen und in Spalten geschnitten
  • 4-6 El brauner Zucker & 2-3 Tl Zimt, vermischt
  • 3 Eiweiß (keine Sorge, die Eigelbe werden für’s Eis gebraucht!)
  • 3 El Zucker und eine Prise Salz

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 °C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Kleine Tarteförmchen (oder eine große Tarteform) mit dem Blätterteig auslegen und am Boden einige Male mit einer Gabel einstechen.

Mit den Zwetschgenspalten belegen und diese mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.

Die Eiweiße mit dem Zucker und der Prise Salz steif schlagen und auf den Törtchen verteilen. Diese auf der mittleren Stufe ca. 25 Minuten backen. Sollte der Baiser zu dunkel werden, die Törtchen vorsichtig mit Backpapier abdecken.

Hier das pdf zum Rezept.

Zimteis:

Das Rezept ist super, weil man nicht zwingend eine Eismaschine braucht. Ich habe es vor langer Zeit gefunden, als ich noch keine Eismaschine hatte. Die Eismasse kann „einfach so“ eingefroren werden und muss auch nicht zig mal umgerührt werden und schmeckt trotzdem cremig und lecker. Ich habe das Eis diesmal am Vorabend vorbereitet und trotz meiner Eismaschine „einfach so“ tiefgekühlt.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 3 Eigelb (die vom Baiser für die Törtchen!)
  • 80 g Zucker
  • 2-3 Tl Zimt
  • 1 Becher Sahne
  • ggfs. 2 cl Rum
  • etwas Zimtbasilikum, fein geschnitten und ein paar Blättchen für die Deko (das muss nicht sein aber auf meiner Fensterbank steht noch so viel davon)

Zubereitung:

Die Sahne steif schlagen und kühl stellen.

Die Eigelbe und den Zucker mit dem Handrührer etwa 10 Min. schlagen bis die Masse ganz hell und cremig ist. Den Zimt und wenn gewünscht, den Rum und/oder die Basilikumstreifen unterrühren.

Die Sahne unterheben und die Eismasse in Förmchen füllen, tiefgefrieren.

Mit Zimtbasilikum dekorieren und zusammen mit dem lauwarmen Törtchen servieren!

Dekotipp 😉

Man kann zum Einfrieren eine Kastenform verwenden (mit Folie auskleiden!) und dann zum Servieren Scheiben vom Eis abschneiden. Hier sieht es ganz hübsch aus, wenn man nach einigen Stunden im Gefrierfach dem Eis einen „Boden“ verpasst, z.B. aus dunkler Kuvertüre, die man über dem Wasserbad geschmolzen und ggfs. mit Zimt gewürzt hat. Die Kuvertüre abkühlen lassen und dabei immer mal wieder umrühren, dann auf das Zimteis gießen. Das geht sicher auch mit weißer Kuvertüre oder Vollmilch, ich mag Bitter aber am liebsten.

Man kann auch eine kleine Springform (mit Folie auskleiden!) nehmen und zum Servieren dann Eis-Tortenstücke schneiden. Auch hier bietet es sich an, einen „Boden“ aus Schokolade zu gießen. Außerdem kann man das Tortenstück mit Sahnetupfern und Schokosauce verzieren ect..

Ich habe dieses Mal einfach nur Silikonformen benutzt und den Rest der Eismasse in Eiswürfelformen gegossen um ein für Donnerstag geplantes Dessert zu verzieren! Hier das pdf zum Eis 🙂

Lasst es euch schmecken 🙂

30 Minuten – Menu: Tagliatelle mit Zitronen-Basilikumsoße und Salat & ein Fast-Fertigtörtchen

Ok- ich geb’s ja zu: ich bin Jamie Oliver Fan geworden. Und da das Wetter heute schon wieder schwächelt, wird eben gekocht statt cocktailschlürfend an der Beachbar rumgehangen. Diesmal zu zweit, mit meiner besten Freundin als Küchenhelferin!

Vergangene Woche gab es auf sixx ein 30 Minuten Menu zu bewundern, bestehend aus Salat mit knusprigem Pancetta, Tagliatelle in einer Zitronen-Basilikumsoße und danach Obsttörtchen mit Baiserhaube.

Salat gab es gestern auch allerdings ohne Pancetta und in der 0815-Vinaigrette-Variante aber das Rezept für die Zitronen-Basilikumsoße will ich euch nicht vorenthalten:

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 150 g Parmesan, fein gerieben
  • 2 Eigelb (daher ist es sinnvoll, die Obsttörtchen mit Baiserhaube zu backen)
  • 6 EL Olivenöl
  • Abrieb von einer, Saft von 1-2 Zitronen
  • 1 Bund Basilikum (oder Zitronenbasilikum wer hat)
  • Salz & Pfeffer
  • 300 g (frische) Pasta (Tagliatelle, Spaghetti…)

Zubereitung:

Wasser für die Nudeln zum kochen bringen.

125 g des Parmesans, die 2 Eigelbe, Öl, Salz und Pfeffer sowie Zitronenabrieb und (zunächst) den Saft einer Zitrone in eine Schüssel geben und gut durchrühren. Kleine Basilikumblättchen zu Dekozwecken zur Seite legen, restliches Basilikum mit einer guten Prise Meersalz im Mörser klein und fein reiben. Zur Sauce geben und einrühren. Abschmecken und ggfs. noch mehr Zitronensaft dazugeben; der Zitronengeschmack sollte dominieren. Allerdings auch nicht zu sehr dominieren…am Ende war es uns beiden etwas zu zitronig, ich würde es also bei einer Zitrone belassen.

Man kann laut Herrn Oliver die Saucenschüssel statt des Topfdeckels auf den Nudeltopf stellen, damit die Sauce Temperatur annimmt, man kann das aber auch lassen. Wir haben das natürlich entsprechend der Anweisung gemacht! Daran soll es nicht scheitern!

Die Nudeln al dente kochen und nicht abgießen sondern mit der Nudelzange aus dem Wasser fischen und in die Saucenschüssel überführen, alles gut durchschwenken- fertig & Yummie!

Das Obsttörtchen bestand aus einem Fertigmürbeteigboden (musste in 2 Läden um die zu kaufen, beim nächsten Mal werden die wieder selbst gebacken; Rezept z.B. hier) und einem Klecks Marmelade auf dem Boden (bei mir die Himbeer-Minz-Konfitüre) plus in Scheiben geschnittene Dosenbirnen, getopt von einem Baiserhäubchen aus den oben übrig gebliebenen 2 Eiweiß, die ich mit ein wenig Salz steif- und dann mit ca. 100 g Zucker weitergeschlagen habe. Das ganze dann bei 200 °C Ober/Unterhitze nur so lange backen, bis sich der Baiser bräunt.

Und da wir in unserem jugendlichen Leichtsinn beschlossen haben, jetzt öfter gemeinsam zu kochen wird die 30 Minuten – Menu Reihe vielleicht hier fortgesetzt, zu zweit haben wir’s in 20 Minuten geschafft, nachdem ich schon so ca 20 Minuten Vorbereitungen getroffen hatte.

Hier gibt’s das Rezept für die Pasta als pdf, für das Törtchen braucht es wohl kein Rezept 😉

Jamie hat mich…Sommersalat & gegrilltes Pilzrisotto

Ich fand Jamie Oliver lange Zeit ein bisschen „überschätzt“ und mochte ihn irgendwie nicht. Das ist wie mit Tim Mälzer; der kann bestimmt auch gut kochen- ich mag ihn halt einfach nicht. Naja und da gab es vor kurzem einen blöden, verregneten Julisamstag, den ich auf der Couch verbrachte und einen Fernsehsender kuckte, von dem ich nicht mal wusste, dass es ihn gibt: sixx.

Ja und da kocht Jamie Oliver so vor sich hin, den lieben langen Vormittag. Mittlerweile weiß ich, dass er da jeden Nachmittag kocht und die von sixx das Samstags dann am Stück noch mal wiederholen. Jamie kocht da also seine 30 Minuten Menus. Und ich bin angefixt. Nicht nur, das ich natürlich denke, dass ich das total lässig auch alles in 30 Minuten könnte 😉 nein: ich fand die Rezepte auch alle ganz interessant. Jedenfalls steht das Buch auf der virtuellen Einkaufsliste.

Und da heute auch wieder ein blöder Regenjulitag ist und ich mit einer lieben Freundin nicht an die Beachbar kann wie geplant, habe ich nach Rezepten vom guten Jamie geschaut  um den Regentag zumindest kulinarisch zu erhellen. Das ist, was ich gefunden habe:

„Gemischter Salat mit Mozarella, Schinken und Pfirsisch Melone“

Zutaten für 2 als Beilage

  • gemischter Blattsalat, gewaschen und trocken geschleudert
  • 2 Weinbergpfirsiche (oder Nektarinen oder normale Pfirsiche oder 1/2 Galiamelone, wenn sämtliche Pfirsische im Supermarkt blöd aussehen), geschält und in Scheiben geschnitten (die Melone habe ich in Bällchen gestochen)
  • 1 Büffelmozzarella (oder Mozzarella-Bällchen)
  • 4 Scheiben Parmaschinken oder Rinder- oder Geflügelschinken
  • 2 EL Zitronensaft, 5 EL Olivenöl, 1 TL Honig
  • 1/2 TL Chiliflocken, Salz/Fleur de Sel & schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Salat, Mozarella und das Obst der Wahl mischen.

Zitronensaft mit dem Olivenöl und Honig aufschlagen und mit Chili, Salz & Pfeffer würzen. Über den Salat geben.

Schinken zerrupfen und so dekorativ wie möglich auf dem Salat verteilen.

Und da ich die Zubereitung dieses Risottos gesehen habe und sowohl die besagte Freundin als auch ich Risotto sehr mögen:

„Gegrilltes Pilzrisotto“

Die Mengenangaben sind für 4-6 Personen, ich habe sie dementsprechend halbiert und Zutaten, die es hier auf die Schnelle nicht gab oder die es in meinem Haushalt nicht gibt oder die ich vergessen habe, einzukaufen, ersetzt. Das steht dann in Klammern.

  • 1,5 l heiße Hühnerbrühe (Gemüsebrühe)
  • 1 Hand voll getrocknete Porcini-Pilze (Steinpilze)
  • Olivenöl
  • 1 kleine Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und fein gewürfelt
  • 2 Stangensellerie, geschnitten und fein gewürfelt (ersatzlos gestrichen)
  • 400 g Risotto Reis (Arborio)
  • 150 ml Weißwein
  • Meersalz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
  • 4 große Hände voll Pilze (am Besten eignen sich Shitake-, Girolle-, Kastanien- oder Austernpilze), gesäubert und geschnitten (Pfifferlinge & braune Champions)
  • ein Paar Zweige frischer Kerbel, Estragon oder Petersilie, Blätter gepflückt und fein geschnitten (Thymian & Petersilie, Salbei wär sicher auch gut)
  • Saft einer Zitrone
  • 25 g Butter
  • 2 Hände voll frisch geriebener Parmesan, zusätzlich etwas zum Servieren
  • mildes Olivenöl

Zubereitung:

Brühe kochen. Die getrocknete Pilze in eine Tasse geben und mit heißem Wasser auffüllen. Nach einigen Minuten herausnehmen und kleinschneiden. Das Einweichwasser aufheben.

Ungefähr 4 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und Knoblauch & Zwiebel (und Sellerie) darin glasig anbraten. Reis hinzufügen und auch kurz anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und den Alkohol verkochen lassen. Nun die eingeweichten, gehackten Pilze dazugeben und  das Einweichwasser mit ins Risotto gießen (nicht komplett & mit Schwung, sondern eher langsam und zurückhaltend, denn oft ist etwas Sand in den Pilzen, das setzt sich dann unten in der Tasse ab und da darf es ja auch bleiben).

Nun langsam auf mittlerer Temperatur schöpfkellenweise die heisse Gemüsebrühe zugeben und ständig umrühren, bis der Reis gar und keine Brühe mehr vorhanden ist. Das ist auch hier nicht mit genauen Zeit- oder Mengenangaben (hinsichtlich der Brühe) verbunden; gut ist es, wenn’s gut ist.

Jetzt kommt der fein geriebene Käse und das Stück Butter dazu: umrühren, vom Herd nehmen und Deckel drauf.

Während das Risotto ruht die Pilze ohne Fett in einer Grillpfanne anbraten. Der Jamie hat die Pilze auseinandergeriessen, dass könne ruhig ganz grob aussehen. Ich habe sie total wild und verrückt kleingeschnitten.

In der Zeit in der die Pilze vor sich hin braten die Kräuter hacken  mit 2 EL Olivenöl und dem Zitronensaft in einer kleinen Schüssel mischen. Wenn die Pilze fertig gebraten sind kommen die zu diesem Dressing, das wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Jetzt zuerst das Risotto auf den Teller, dann die noch warmen Pilze darauf und zum Schluss noch ein bisschen grob geriebenen Käse.

Lecker war’s Jamie!