Nektarinen-Pie mit Honigfrischkäse

Für liebe Freunde bastelt man auch mal ein bisschen länger! Jessica (die bei der Backbuchreise diesen Rübliblechkuchen gebacken hat) war zum Nachmittagskaffee bei mir und die Sonne strahlte mit meiner Nektarinen-Pie um die Wette.

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Apropos Backbuchreise: die ist irgendwie im Sommerloch. Erst war die Küchenfee Sabrina erkrankt und obwohl Prinz Leinad richtig Gas gegeben hat und die Verspätung auf 2 Tage minimieren konnte, kam das Buch von Ninja Cookie aus erst am 10.07. bei Schnattchens Welt an, also satte 10 Tage zu spät 😦 und obwohl Anna im Backwahn sich genau wie Schnattchen gerne sehr, sehr beeilen wollen, hat die dann folgende Yvonne Urlaub geplant und kann erst Anfang August backen! Liebe zuckersüßen Lina & Tina: das Buch wird sich also ein wenig verspäten! Seid nicht böse bitte, es ist Sommer, Sonne & Nektarinen-Pie 🙂 und eben Urlaubszeit…

Backt doch in der Zwischenzeit die leckere Mürbeteig-Pie nach und lasst sie euch in Liegestuhl liegend & in die Sonne blinzelnd schmecken! Hier zum ausdrucken das pdf.

Zutaten: für eine 22-24er Pieform:

Für den Mürbeteig:

  • 300 g Weizenmehl
  • 200 g kalte Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung:

  • 750 g reife Nektarinen, gewaschen, entsteint und in Spalten geschnitten
  • abgeriebene Schale einer halben Biozitrone
  • 200 g Doppelfrischkäse
  • 3 Tl flüssiger Honig
  • ggfs. die klein gehackten Blättchen von 2-3 Stielen (Zitronen)Thymian

Und dann noch:

  • Mehl o. Frischhaltefolie zum Ausrollen
  • Butter zum Fetten der Form

Zubereitung:

Aus Mehl, Butter,  Zucker und der Prise Salz (& ggfs. 1-2 EL kaltem Wasser) mit den Knethaken oder kühlen Händen einen Mürbeteig kneten. Diesen ca. eine Stunde kühlen.

Den Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Die Nektarinenspalten mit der Zitronenschale mischen. Den Frischkäse mit dem Honig glattrühren, evt. den Thymian einrühren.

Die Pieform fetten. Die Hälfte des Teigs möglichst dünn (3 mm) und rund ausrollen und die Form damit auskleiden, am Rand festdrücken. Den Boden mehrmals mit der Gabel einstechen und dann erst die Nektarinen darauf verteilen.

Für den Piedeckel den restlichen Teig ebenfalls dünn ausrollen und in 18 Rauten schneiden (à 7 cm Seitenlänge). 14 Rauten aneinander am Rand entlang leicht überlappend auf die Füllung legen. Die restlichen Rauten halbieren (ergibt dann Dreicke) und die aneinander im Kreis auf die Rauten legen, dabei in der Mitte ein Loch lassen, aus dem beim Backen der Dampf entweichen kann!

Auf der unteren Schiene für mindestens 35 Minuten backen (hier kommt es auf die verwendete Forma an, mein Kuchen hätte noch ein paar Minuten vertragen!), auskühlen lassen und mit Schlagsahne oder Creme fraiche servieren!

Ich bin ja Ziegenfrischkäse-Fan (love it or hate it) und werde bei Gelegenheit das Rezept mal damit abwandeln. Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche!

Feuchtfroehliche & supersonnige Grüße!

Summertime: Nektarinen-Beeren-Tarte

Nach 10-15 jähriger Abstinenz und Großstadtluft schnuppern, studieren, feiern (ganz ohne Weinfeste) und arbeiten, bin ich „back in town…äh….Dorf!“

Das Landei Frau Fröhlich ist quasi zurück zu seinen Wurzeln gekullert und lebt jetzt mit Schatz und Katz im Häuschen im Grünen. Ja und hier auf ‚m Dorf gibt es seit nunmehr 14 Jahren ein privates Straßenfest, zu dem alle Straßen-Anwohner für alle anderen Anwohner Salate und Brote, Kuchen und Desserts zubereiten und zur Verfügung stellen. Jeder bringt noch sein eigenes Geschirr, sein Grillfleisch und seine Getränke mit und alle essen und trinken zusammen. Schon schön, oder? 🙂

Für dieses Straßenfest hier in meiner Straße habe ich Tabouleh gemacht (ja: dieses Jahr verrate ich euch dann auch mal das Rezept :)) und eine Nektarinen-Beeren-Tarte gebacken. Die Tarte ist schön süß, sehr lecker und sommerlich-fruchtig & zwei Nachbarinnen wollten auch gleich das Rezept!

Zutaten: für eine 28er Tarteform:

Am besten sind Tarteformen mit Hebeböden, d.h. man kann den Boden nach dem Backen unproblematisch von Unten aus dem Rand herausheben. Ich bevorzuge Hebe-Formen und Springformen mit Glasböden, auf denen kann man dann auch gleich servieren und den Kuchen schneiden.

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Für den süßen Mürbeteig:

  • 250 g Weizenmehl
  • 125 g kalte Butter
  • 75 g brauner Zucker/Rohrohrzucker
  • 1 Ei

Für die Füllmasse: (ich nehme die doppelte Menge)

  • 50 g weiche Butter
  • 90 g brauner Zucker/Rohrohrzucker
  • 1 Ei
  • 1 ½ Tl Backpulver
  • 90 g Weizenmehl

Und dann noch:

  • 200 g Nektarinen, gewaschen, entsteint und in Spalten
  • Je 1 Handvoll Blau-, Him- und Erdbeeren, gewaschen und ggfs. halbiert, gestern gab es Himbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren frisch aus Mamas Garten
  • ggfs. 3 EL Aprikosenkonfitüre zum Glasieren

Zubereitung:

Den Backofen auf 160°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Aus Mehl, Butter, Zucker und Ei (ggfs. 1-2 EL kaltem Wasser) mit den Knethaken oder kühlen Händen einen Mürbeteig kneten. Je nach dessen Weichheit entweder erst kühlen oder gleich 5 mm dünn ausrollen und die Tarteform damit auskleiden.

Für die Füllung die Butter mit Zucker, Ei und Mehl, cremig rühren und in der Form verstreichen. Dann zuerst die Nektarinen, dann die Beeren darauf verteilen und für 40 Minuten backen bis die Früchte eingesunken sind und die Füllung goldgelb ist. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

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Wenn man die Tarte glasieren möchte: die Aprikosenkonfitüre in einem kleinen Topf unter Rühren erhitzen, bis sie dickflüssig ist. Den noch warmen Kuchen sofort mit einem Backpinsel mit der Aprikosenglasur bestreichen und vollständig auskühlen lassen. Ich mag das persönlich nicht, ist mir zu süß und nicht erforderlich.

Das Rezept ist aus dem bei der Themenwoche „Jeden Tag ein Buch“ vorgestellten Backbuch „Backen mit Leidenschaft“ und auch bei diesem Törtchen gilt: ich verdopple die Menge der Füllung, weil ich das gerne mag, das ist aber kein MUSS! So oder so: zum Nachbacken gibt es hier das pdf zum Ausdrucken! Ich hatte trotz 28er Form und wegen der doppelten Füllmenge noch die Chance auf ein kleines Minitörtchen nur für mich 🙂 Life is good 🙂

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Genießt das (Land)Leben,

feuchtfroehliche Grüße fürs supersonnige Wochenende 🙂

Irgendwie Eton Mess

Wikipedia sagt: Eton mess is a traditional English Dessert consisting of a mixture of Strawberries, pieces of Meringue and Cream, which is traditionally served at Eton College’s annual Cricket game against Harrow School.

Ja…und „Mess“ bedeutet Unordnung- also isses nicht so schlimm, wenn man sich nicht ans Rezept hält 😉 Daher gab es statt Erdbeeren Himbeeren aber dafür waren die Baiser selbstgemacht. Das ist dann auch schon das Aufwändigste an dem ganzen Dessert (ergo: mit gekauftem Baiser ist das gar kein Aufwand!).

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Zutaten für der/die/das Baiser:

  • 4 Eiweiß
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • evtl. Himbeersirup (1 EL) und rote Lebensmittelfarbe

und dann noch:

  • ca. 500 g TK-Himbeeren (vom letzten Jahr aus Mamas Garten), an- aber nicht aufgetaut
  • 600 ml Sahne
  • ggfs. Sahnesteif

Zubereitung der/die/das Baiser:

Backofen auf 80°C Umluft vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Die Eiweiße (die übrigens vom Eis-machen übrig waren) steifschlagen, Salz und Zucker sowie Zitronensaft einrieseln/tröpfeln lassen. Die Masse ist weiß, cremig und zieht Spitzen.

Die Baisermasse mit 2 Tl auf Blech Nummer 1 setzen (da die Baiser im Eton Mess verschwinden und dazu teilweise zerbröselt werden, isses nicht so wichtig, dass die hübsch werden- für hübsches Baiser empfiehlt sich eine Spritztüte mit Sterntülle), nach der Hälfte der Masse in den verbliebenen Rest den Himbeersirup und die Lebensmittelfarbe einrühren- zumindest wenn man wie ich nicht nur weiße sondern auch rosa Baisers möchte. Mit der rosa Masse ebenfalls Teelöffelhäufchen auf Blech Nummer 2 setzen bis alles weggelöffelt ist.

Beide Bleche ca. 2 Stunden im Ofen trocknen. Luftdicht verpackt hält sich so ein Baiser ca. 2 Wochen, allerdings werden sie mit der Zeit feucht und knatschelig und gummiartig.

Zubereitung der Eton Mess:

Die Sahne (nicht süßen) steif schlagen, ggfs. mit Sahnesteif nachhelfen. Die angetauten Himbeeren und die grob zerbröselten Baisers unterheben und das Ganze in (eine) hübsche Glasschale(n) verteilen. Dadurch, dass das Obst noch nicht ganz aufgetaut war, bildete sich noch Fruchtsaft und das Dessert hielt sich quasi selbst kalt- man darf faul sein, aber eben nicht blöd (von Papa gelernt!).

Wer es ganz clever machen will, kann hier ein pdf. ausdrucken!

Ein Holunderblüten-Sorbetto und eine Buchempfehlung

Arthurs Tochter hat aufgerufen zu einer Themenwoche! Gott sei Dank nicht sowas wie die indischen Wochen bei MacDoof sondern:

Jeden Tag ein Buch – Die Blogger-Themenwoche vom 8. – 14. Juli 2013

Zitat: „Ferienzeit ist Bücherzeit! Nicht nur am Strand, sondern auch in den Blogs. Daher werden sich im genannten Zeitraum viele Blogger täglich mit Genussbüchern beschäftigen. Genussbuch bedeutet, dass es sich nicht zwingend um ein Kochbuch oder Ähnliches handeln muss.

Bei mir werden es nicht jeden Tag ein, also fünf aber zumindest zwei Bücher werden und es werden -surprise, surprise- Kochbücher sein! Da ich außer juristischer Fachliteratur nur blutigen Schund lese, der nicht im Entferntesten „Genussbuch“ ist 🙂 blieben quasi nur Kochbücher! Das ist aber in Ordnung, denn ich liebe Kochbücher und ich weiß, ihr tut das auch!

Vielleicht machen ja noch einige von Euch mit, bei dieser Themenwoche:

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Daher also erst Mal die Buchempfehlung: The Icecreamist -Exclusive Eiscreme und andere Laster!

IcecreamistDas Buch ist viel zu bunt, viel zu poppig, zu hipstermäßig aufgemacht, es will so unbedingt cool und toll sein, dass es gar nicht klappen kann- kurz: es nervt! Warum ich es trotzalledem empfehle?

Wegen seines Inhaltes. Ich bin auch vielen (bis den meisten) Menschen zu laut, zu sarkastisch, zu direkt- kurz: ich nerve! Aber (tief) innendrinnen bin ich dann doch ne ganz Nette, manch eine(r) kriegt diese Seite zu Gesicht, wenn ihn der erste Eindruck nicht abgeschreckt hat. Jaja – die inneren Werte 😉

Ja und so isses mit dem Buch eben auch: die Eisrezepte sind der Hammer! Es gibt da neue, also mal ehrlich wirklich richtig neue (!) innovative Ideen, leckere Kombinationsvorschläge für Eiskreationen jenseits von Vanilleeis mit heißen Himbeeren, Eis mit Alkohol und Cocktailrezepte mit Eis- ja spätestens da hatte der Autor Matt O’Connor mich 🙂

Ja und was gibt es noch so?

Klassiker wie Vanille & Pistazie. Ganz viel Schoko-Eis: mit weißer Schokolade, mit dunkler Schokolade, mit Milchschokolade & Meersalz (gemacht und für gut befunden), mit dunkler Schokolade plus Orange, Haselnussschokolade und Rocher-Eis…  Ganz viele Sorbettos: brav ohne Alkohol z.B. Zitrone oder Earl-Grey und weniger brav: Gin-Tonic-Sorbetto oder Sorbetto aus schwarzer Johannisbeere und Himbeer-Wodka. Wassermelone- Wodka steht auf der „to freeze-Liste“, die Melone liegt schon in der Küche und wartet darauf, ein Sorbetto zu werden!

Dann noch echt spezielles Eis: Lakritze, Popcorn oder Lavendel…ach ja und Muttermilch-Eis. Vier alkoholfreie Ice-Pops und zwei alkoholhaltige, dazu noch ordentlich Basiswissen und zwei Saucenrezepte. Und noch viel mehr Rezepte für noch viel mehr leckeres Eis!

Abzüge in der B-Note gibt es für das eine oder andere Mal Unschlüssigkeit, also „Fehler“ in den Rezepten: da werden Zutaten in der Zutatenliste aufgezählt, die dann nicht mehr verwendet werden oder eben umgekehrt.

Wenn man sich also von dem extremen Design nicht abschrecken lässt, erfährt man hier allerhand Nützliches und erhält nicht wenige wirklich neue Rezeptideen. Ich glaube, bis auf das Muttermilcheis (das finde ich a) strange und habe b) auch keine Bezugsquelle) friere ich mich nach und nach durch das ganze Buch 🙂

Hier und heute präsentiere ich euch das Holunderblüten-Sorbetto.

Zutaten für viel zu wenig Holunderblüten-Sorbetto (~500 ml)

  • 300 ml Wasser
  • 75 g extrafeiner Zucker
  • 8 EL Holunderblütenlikör (geht sicher auch mit Holunderblütensirup)
  • Saft einer Zitrone

Zubereitung:

Den Zucker läutern, also Wasser mit Zucker erst auf- und dann sirupartig einkochen, das dauert ca. 5 Minuten. Abkühlen lassen und dann Zitronensaft und Holunderblütenlikör zugeben. Die Mischung weiter abkühlen und dann gut durchkühlen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank. Dann in der Eismaschine gefrieren.

Ich habe die Mischung über Nacht gekühlt und währenddessen die ganze Zeit gedacht: uiuiui das is aber echt wenig „Masse“. Am nächsten Tag nachgemessen und dann festgestellt: etwas weniger als 300 ml. Da habe ich kurzerhand mit Sprudel auf einen halben Liter erhöht, damit sich das Anwerfen der Eismaschine überhaupt lohnt 🙂 Geschmacklich ist diese „Abwandlung“ der Hammer! Oberhammer sogar! Ich denke fast, dass die Masse ohne Sprudel deutlich zu süß und intensiv geworden wäre…
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Entschuldigt das fantastische Handyfoto…vielleicht entschädigt euch ja das pdf zum Rezept! Ich plane am Freitag Buch Nummer 2 zu präsentieren- seid gespannt!

Aprikosenkuchen mit Honig und Thymian

Dieser Kuchen ist aus dem Basic Baking Buch von GU (die GU- Basic Bücher lobe ich gerne und oft und auch das Basic Baking ist super und zu empfehlen für alle Kuchenbäcker- vom Nixkönner bis zum Meisterhobby-Kuchenbäcker ;)) und steht schon einige Sommer auf meiner to-bake-list; in meinen Ofen hat er es aber erst jetzt geschafft! Er gab am Samstag das Dessert nach einem feuchtfroehlichen Grillgelage mit lieben Freunden! Die Kombi Aprikosen mit Honig und Thymian ist superlecker. Da ich im Frühjahr eine Kräuterspirale angelegt habe, hatte ich die Wahl zwischen Thymian, Zitronenthymian und Orangenthymian. Ich habe ein wenig von Zitronenthymian und Orangenthymian verwandt.

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Aprikosenkuchen mit Honig und Thymian

Zutaten für eine 28er/30er Tarte- oder Springform:

Für den Teig:

  • 200 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Zucker
  • 1 TL abgerieben Schale von einer Biozitrone
  • 100 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1 EL Joghurt

Für den Belag:

  • 700 g Aprikosen, gewaschen, halbiert und entsteint
  • 6 Zweige frischer Thymian, evtl. mit Blüten, gewaschen und trocken geschüttelt
  • 2 EL Honig
  • 50 g Butter
  • 1 Ei
  • 2 EL Sahne
  • 4 EL gemahlene Mandeln
  • 200 g Creme fraiche
  • 1 EL Zucker

Außerdem:

  • Backpapier und Hülsenfrüchte (oder Centmünzen) zum Blindbacken

Zubereitung:

Das Mehl mit Salz, Zucker, Zitronenschale, Butterstückchen, Ei und Joghurt schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Die Thymianblättchen (gegen die Wuchsrichtung) abstreifen. Den Honig mit Butter und Thymian in einer Pfanne zerlaufen lassen. Die Aprikosen mit der runden Seite nach unten in die Pfanne legen und bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten garen. Wenden und nochmals 3-4 Minuten durchziehen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Teig zwischen Klarsichtfolie so rund wie möglich ausrollen. In eine nicht gefettete Form legen und einen 2 cm hohen Rand formen. Den Teig mit Backpapier und einer Lage Hülsenfrüchte beschweren, auf der mittleren Schiene etwa 15 Minuten blindbacken.

(Ok, ich schreibe es dazu: die Hülsenfrüchte entfernen) Dann das Ei mit Sahne und den Mandeln verrühren und auf dem Teig verstreichen. Den Kuchen erneut 20 Minuten backen, bis der Belag goldgelb ist. Abkühlen lassen.

Die Creme fraiche mit dem Zucker verrühren und auf dem Boden verstreichen. Die Aprikosen mit der runden Seite nach oben darauf verteilen.

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Frisch am besten, im Sommer auch gerne ein bisschen gekühlt! Hier das pdf zum Rezept, vielleicht habe ich euch ja inspiriert, für den Juli im Cake Book of Seasons zu backen- z.B. mit Aprikosen 🙂

Meine beste Freundin tut es jetzt auch…

Sie rührt Desserts. Und zwar sogar ganz ohne mich. Ich lud -an einem regnerischen, doofen Julitag- zum Lasagne-Essen ein und sie fragte: soll ich das Tiramisu mitbringen? Wir waren gerade aus dem örtlichen Freizeitpark gekommen und dort viel Achterbahn gefahren, ich dachte also zunächst, dass sie vielleicht verwirrt ist…aber sie hat das ganz ernst gemeint! Und so begab es sich, dass ich ein wirklich sehr, sehr leckeres Tiramisu mitgebracht bekam! Mein Tiramisu ist gerne mal zu betrunken, dieses war perfekt!

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Leider lässt sich Tiramisu nicht so hübsch ablichten, wenn es aus der großen Form aufs kleine Tellerchen befördert werden muss- aber auch hier zählen die innernen Werte! 🙂

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Zutaten für 6 Portionen:

  • 1/8 l Kaffee
  • 2 + 2 cl Amaretto
  • 3 Eigelb, 3 Eiweiß
  • 75 g Zucker
  • 500 g Mascarpone
  • 200 g Löffelbiskuit
  • 2 EL Kakao

Zubereitung:

Den Kaffee in einen tiefen Teller gießen und 2 cl Amaretto zufügen. Im Teller lassen sich besser darin wenden.

Zunächst die Creme für das Tiramisu zubereiten: Das Eigelb vom Eiweiß trennen., das Eiweiß für später beiseite stellen.

Das Eigelb mit dem Zucker hell und cremig verrühren. Mascarpone und 2 cl Amaretto zufügen und glatt rühren. Das Eiweiß in einen fettfreien Rührbecher geben und mit sauberen Quirlen steif schlagen. Den Eischnee mit einem Schneebesen locker unter die Mascarpone heben.

Die Hälfte der Löffelbiskuits nur kurz im Kaffee wenden, damit innen noch ein trockener Kern bleibt. Die Löffelbiskuits in eine (bestenfalls) rechteckige Auflaufform legen und mit der Hälfte der Mascarpone bestreichen. Die restlichen Löffelbiskuits im Kaffee wenden, auf der Mascarpone verteilen und mit der restlichen Mascarpone bestreichen.

Zum Festwerden das Tiramisu mindestens 2 Stunden (besser über Nacht) in den Kühlschrank stellen. Kurz vor dem Servieren Kakao in ein Teesieb füllen und das Tiramisu damit bestäuben. Dann irgendwie auf ein Tellerchen wuppen, selbst wenn hierbei die Form nicht gewahrt werden konnte, war es sehr, sehr lecker!

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Wer sich von der „Optik“ nicht schrecken lässt 🙂 kann hier ein pdf ausdrucken und es versuchen hübscher zu machen 😀

Schwäbischer Kirschenplotzer

Erinnert ihr euch, dass ich angekündigt habe, meine Mutter würde den Gastbeitrag zum schwäbischen Kirschenplotzer schreiben? Hat sie! Naja…sie hat mir zumindest eine Email mit dem Rezept geschickt und einen halben Kirschenplotzer abgegeben, damit ich auch ein Foto machen kann ;)und weil sie weiß, dass es manche Sachen gibt, die bei/von ihr einfach besser schmecken!

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Schwäbischer Kirschenplotzer (hier heißt das übrigens Kerschebloddzer ), für eine 28er Springform:

Zutaten:

  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 300g Biskuits
  • ca. 150 ml trockener Weißwein
  • 6 cl Kirschwasser
  • 1 kg dunkle Süsskirschen
  • 180 g Butter
  • 180 g Zucker
  • 8 Eier, also 8 Eigelb & 8 Eiweiß
  • 3 Essl. Kakao
  • 1 Teel. Zimt
  • 1 Prise Salz
  • Butter zum Einstreichen & Semmelbrösel zum Ausstreuen

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C vorheizen, mittlere Einschubleiste.

Biskuit grob zerkleinern und mit den Mandeln mischen. Weißwein und Kirschwasser untermischen und alles zugedeckt quellen lassen.

Die  Kirschen waschen, abtrocknen und nach Wunsch entkernen (Nein! Das ist nämlich der halbe Spaß, später beim Essen!). Den austretenden Saft zur Biskuit-Mandelmischung geben.

Butter mit Zucker und Eigelb so lange schaumig schlagen bis der Zucker gelöst und die Masse weißcremig ist. Nun nach und nach die Biskuit-Mandel-Mischung zufügen, zusammen mit Kakao und Zimt sorgfältig untermischen.

Eiweiß mit Salz zu schnittfestem Schnee schlagen, auf den Teig gleiten lassen und locker, aber gründlich unterheben. Erst ganz zum Schluß die Kirschen unterziehen.

Eine Springform (Durchmesser 28 cm) gründlich mit Butter einfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen. Den Teig einfüllen, an der Oberfläche glattstreichen und die Form auf die mittlere Schiene in den auf 200° vorgeheizten Backofen schieben. Nach ca. 60 Minuten mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Kuchens stechen, wenn der Teig noch zu flüssig ist, weitere 10 – 20 Minuten weiterbacken dabei mit Alufolie abdecken. Den Kuchen in der Form kurz ausdampfen lassen und zum endgültigen Auskühlen auf einen Kuchendraht gleiten lassen.

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So und damit ihrs wisst: Das Rezept stammt aus dem Backbuch „Köstlich Backen für alle Gelegenheiten von Burda, Backbuch K 507von 1986“ 🙂 und hier gibt es ein pdf.

Cottage Mango Cheesecake und Mango-Kokos-Icepops

Auf „Meine Küchenschlacht“ gibt es ein Cheesecake-Event und natürlich bin ich dabei! Also das hoffe ich zumindest, denn ich habe zwar gestern noch kurz vor knapp meine Email losgeschickt…aber typisch: ohne Anhang! Die Fotos habe ich dann heute hinterhergeschickt und jetzt hoffe ich auf Stephies Erbarmen 😉

Ausgesucht hat das Rezept aus den gewählten Top 5 mein männlicher Mitbewohner: es wurde daher ein außergewöhnliches Rezept, nämlich der Cottage Mango Cheesecake!

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Das Rezept hat Stephie schon abgetippt- ich musste also fast nur copy&pasten…ach ja: und backen 🙂

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Boden :

  • 60 g Cashewkerne
  • 200 g kernige Haferflockenkekse
  • 120 g Butter

Für die Füllung :

  • 1 reife Mango ( etwas 350 g )
  • 400 g ungesüßte Kokosmilch
  • 1 Pck. Pudding-Pulver Vanille-Geschmack
  • 120 g (100) Zucker
  • 6 EL Milch
  • 500 g Hüttenkäse
  • 4 Eier

Zum Bestreuen :

  • ca. 3 EL Kokosraspeln

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Zubereitung:

Den Backofen vorheizen: Ober-/Unterhitze etwa 180 Grad/Heißluft etwas 160 Grad.

Für den Boden die Cashewkerne fein hacken. Haferflockenkekse in einen Gefrierbeutel geben, den Beutel fets verschließen. Die Kekse mit einer Teigrolle fein zerbröseln und mit den Cashewkernen  in eine Rührschüssel geben. Butter zerlassen, zu den Bröseln geben und gut verrühren. Die Bröselmasse in eine Springform geben und mit einem Löffel fest zu einem Boden andrücken. Den Bröselboden mindestens 10 Minuten in den Kühlschrankstellen.

Für die Füllung die Mango schälen, halbieren und den Stein herauslösen. Eine Mangohälfte in Frischhaltefolie wickeln und zum Garnieren in den Kühlschrank legen. Restliche Mangohälfte in etwa 1 cm große Würfel schneiden.

Die Kokosmilch mit dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Pudding-Pulver mit der Milch glattrühren und unter ständigem Rühren in die kochende Kokosmilch geben. Den Pudding unter Rühren kurz aufkochen lassen. Den Topf von der Kochstelle nehmen.

Den Hüttenkäse und die Eier in einer Rührschüssel mit einem Schneebesen verrühren. Den heißen Kokospudding mit einem Schneebesen unter die Hüttenkäsemasse heben. Die Mangowürfel vorsichtig unter die Mase rühren und diese dann auf dem Bröselboden in der Springform verteilen und glatt streichen.

Die Form auf den Rost in den vorgeheizten Backofen (unteres Drittel) schieben und etwa 55 Minuten backen. Wenn der Cheesecake zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Die Form auf einen Kuchenrost stellen und den Cheesecake vollständig erkalten lassen. Anschließend vorsichtig aus der Form lösen und auf eine Tortenplatte setzen. Cheesecake etwa 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die kalt gelegte Mangohälfte in dünne Spalten schneiden. Den Cheesecake damit garnieren und mit Kokosraspeln bestreuen.

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Hier das Rezept als pdf.

Und weil ich jetzt im Mango & Kokos-Fieber bin, liefere ich euch gleich noch ein Eis-Rezept für Icepops (Zubereitungsdauer insg. 5 Std). Ich produziere ja zur Zeit Eis wie eine Gelateria in Bella Italia im Hochsommer, einfach weil ich mir einige Eis-Bücher zugelegt habe und die Rezepte alle so furchtbar lecker klingen & aussehen. Und auch Ice-Pops mache ich, jetzt, da ich (wieder) Förmchen habe und entsprechende Rezepte.

Zutaten für 6 Mango-Kokos-Icepops (à 50ml):

  • 1 kleine reife Mango (200 g Mangofruchtfleisch in Würfeln)
  • 1 Biolimette, Schale abgerieben und Saft ausgepresst
  • 2 EL Puderzucker
  • 130 g Kokosjoghurt

Zubereitung:

Die Mangowürfel mindestens 4 Stunden tiefgefrieren, bis diese komplett durchgefroren sind. Dann im Mixer mit Puderzucker, Limettensaft und -schale pürieren. Den Kokosjoghurt zugeben und zu einer cremigen Masse rühren. Die Eismasse in Förmchen füllen und gefrieren lassen (ca. 1 Stunde)!

Vom Eis gibt es noch kein Foto, da es noch im Eisfach schlummert 🙂 aber vom Rezept ein pdf.

Sauerrahmeis mit Limetten

Endlich Eiszeit! Die Eismaschine ist im Dauereinsatz, alle Eisbücher wurden gewälzt und Eis en masse produziert! Zuletzt das Mango-Minz-Eis, das es demnächst mal ohne Minze geben soll, dann ein Erdbeer-Buttermilch-Eis und das karibische SchoKokos-Eis. Heute gab es dann Sauerrahmeis mit Limetten! Sehr erfrischend, nicht zu sauer, durch den Sauerrahm nur etwas herb säuerlich- perfekt für 30°C und mehr!

Zutaten für ca. 1 Liter:

  • 100 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 1-2 Bio-Limetten, je nachGröße und Saftigkeit
  • 200 g saure Sahne/Sauerrahm/Schmand
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Vollmilch

Zubereitung:

Zucker und Wasser auf- und dann zu Läuterzucker einkochen: das ganze soll sirupartig, also dicker werden. Das dauert ca. 5 Minuten und kann auch gut auf Vorrat hergestellt werden, denn gerade für Sorbets braucht man da öfter mal was von! Die Mischung etwas abkühlen lassen.

Die Limette heiß waschen, trocken rubbeln und die Schale abreiben, dann den Saft auspressen. Diesen zum Zuckerwasser geben und das ganze weiter abkühlen lassen.

Dann nach und nach Sauerrahm, Sahne und Milch einrühren und den Limettenabrieb nicht vergessen ;), die Mischung dann in der Eismaschine gefrieren lassen! Hier das Rezept als pdf.

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Das (Original)Rezept (das noch eine Vanilleschote unterbringen wollte, die ich nicht so passend fand und statt der Milch mehr Sauerrahm nimmt, den ich nicht hatte) ist aus Eis & Sorbets von Monika Schuster aus dem Hause GU. Dieses Büchlein liefert neben Basis-Eis-Wissen einige echt leckere und neue Eisrezepte! Auf meiner persönlichen „2-freeze-Liste“ stehen noch: Himbeersorbet mit Champagner, Mango-Orangen-Sorbet und eine Eistarte aus Birnen-Eis mit Mandel-Karamell-Kruste (wie passend, dass ich im August Geburtstag habe 🙂 ).

Übrigens: Meine Eismaschine hat sich schon lange amortisiert meiner Meinung nach und ist ein klarer Hauptgewinn in meinem Haushalt (was man nicht über jedes elektrische Küchengerät so eindeutig sagen kann)! Ich kann recht spontan Eis machen, weiß was drin ist und v.a. was nicht drin ist 😉 und kann kreativ werden!

Klar ist die Anschaffung einer „richtigen“ Eismaschine mit Kompressor erstmal teuer. Aber ich hatte zuvor eine Eismaschine, bei der man den Behälter tiefkühlen musste. Das hat folgende Nachteile:

  • spontan Eis machen ist (fast) nicht möglich, ebensowenig mehrmals direkt hintereinander (außer man hat mehrere Kühlbehälter)
  • der Kühlbehälter nimmt Platz weg, wer nur ein 4****Fach sein eigen nennt, hat dann nur noch ein halbes 4****Fach 😦
  • der gekühlte Behälter kühlt ggfs. nicht lange genug, um das Eis tatsächlich zu gefrieren, insbesondere bei der Zugabe von Alkohol kann das passieren aber auch bei der nachträglichen Zugabe von weiteren Zutaten (Schokostückchen, Obst etc)
  • je nach Gerät kann es sein, dass das „Motörchen“ mit der Verrührung der Eismasse Schwierigkeiten hat und „stecken“ bleibt

Allen Eisliebhabern kann ich daher eine „richtige“ Eismaschine nur wärmstens empfehlen. Oder kältestens! 😉 Rezepte gibt es ja dann hier: Feuchtfroehliche Eisrezepte

SchoKokos-Eis, KoSchokos-Eis- Kokos-Eis mit Schoko

Nein ich mag kein Kokoks aber ich mag mein SchoKokos-Eis! Und es ist ganz einfach und ruckzuck fertig (also zumindest mit Eismaschine 😉 )! Quasi ein Eis-Express in die Karibik!

Ihr braucht für ca. 1 Liter SchoKokos-Eis:

  • 1 Dose/400 ml Kokosmilch (ungesüßt, nur Kokos & Wasser)
  • 200 ml Sahne
  • 75 g Zucker
  • 50 g Kokosraspeln
  • 25 g Zartbitterschokolade, geraspelt und tiefgekühlt

Zubereitung:

Kokosmilch, Sahne, Zucker und Kokosraspeln aufkochen, kurz köcheln lassen (ggfs. durch ein Sieb abgießen, wenn man die Kokosraspeln nicht im Eis haben mag) und abkühlen lassen. In der Eismaschine nach deren Anleitung gefrieren und kurz vor Schluss, also kurz bevor das Eis fertig wird die tiefgekühlten Schokoraspeln zugeben. Ja das war’s schon!

Und jetzt zurück lehnen und das Karibikfeeling genießen! 🙂 ok, eventuell vorher noch das Rezept als pdf. sichern.

Nachtrag, 20.06.13: Da ich diesen Artikel gestern eigentlich nur als Entwurf auf meinem Tab tippen und heute mit Bild versehen hochladen wollte, wordpress mir da aber einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Artikelchen gleich hochgeladen hat, gibt es leider immer noch kein Foto. Das liefere ich nach, versprochen!

SchoKokos-Eis & die perfekte Erdbeere (aus eigenem Anbau)

SchoKokos-Eis & die perfekte Erdbeere (aus eigenem Anbau)

Und zwei weitere Eisrezepte sind auch schon produziert und warten auf Verköstigung, Verbloggung und Bebilderung! Freut euch darauf!