Gastbeitrag # 1: Sabines Rhabarber-Baiser-Kuchen

Das Backbuch reist durch Deutschland und war bei Sabine in Straubing und da wurde ein ganz wunderbarer Rhabarber-Baiser-Kuchen gebacken, nach einem ganz neuen (naja jedenfalls für mich) Rezept, das zum Nachbacken einlädt! Und weil Sabine ne ganz Liebe ist, hat sie mir das Rezept in einen Text verpackt und zusammen mit Bildern zugeschickt; hier ihr Gastbeitrag:

Backbuchreise…

…Und ja ich darf einen Gastbeitrag schreiben 😉

Als leidenschaftliche Kuchenbäckerin und Facebook-Nutzerin, verfolge ich ganz fleißig eure tollen Blogs, was sich zu einer wahren Sucht entwickelt hat (sagt zumindest mein Göttergatte 😉

Als ich bei der lieben Rebecca von der Backbuchreise gelesen habe, war ich sofort begeistert und siehe da ich durfte mitmachen, obwohl ich keinen eigenen Blog habe…superfreu!

Ich verfolgte natürlich gleich ganz gespannt die Reise und am 01.Mai hat es Niederbayern erreicht. Ich schwankte zwischen der Beeren Cheesecake und dem Rhabarber-Baiser-Kuchen und mein Mann durfte entscheiden.

So und nun freue ich mich euch den Kuchen vorstellen zu dürfen 🙂

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Rhabarber-Baiser-Kuchen

Das Rezept:

  • 4 zimmerwarme Eier (Größe M)
  • 200 g weiche Butter
  • 300 g Zucker (ich nahm etwas weniger 250g)
  • 175 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Msp. gemahlene Vanille
  • 2 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 75 g Mandelblättchen
  • Backpapier für das Backblech
  • 600 g Rhabarber
  • 1 Pck. Vanille-Puddingpulver zum Kochen
  • 300 ml Apfelsaft
  • 80 g Zucker
  • 250 g Sahne
  • 1 Pck. Sahnefestiger

Zubereitung:

Ich hab als erstes den Rhabarber geschnitten und die Butter und die Eier aus dem Kühlschrank genommen, da diese ja zimmerwarm sein sollten.

Schritt 1:

Backofen auf 160° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Für den Teig die Eier trennen. Butter und 150 g Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts in ca. 5 Min. cremig rühren. Die Eigelbe unterrühren. Mehl, Backpulver, Vanille und Zitronenschale mischen und kurz unterrühren. Den Teig auf das Blech geben und mit dem Teigschaber gleichmäßig verstreichen.

Schritt 2:

Für das Baiser die Eiweiße steif schlagen, dabei übrigen Zucker unter Rühren einrieseln, bis das Baiser dick und glänzend ist. Das Baiser auf den Teig streichen und mit Mandelblättchen bestreuen. Im Backofen (unten, Umluft 140°) ca. 30 Min. backen. Den Kuchen herausnehmen und in ca. 30 Min. auskühlen lassen.

Sahne mit übrigem Zucker und Sahnefestiger steif schlagen. Die Sahne behutsam unter das kalte Rhabarberkompott heben. Die Teigplatte quer halbieren (hat bei mir leider nicht funktioniert, vielleicht war`s die falsche FormL ) . Die Rhabarbercreme auf die untere Hälfte streichen. Die obere Hälfte darauflegen und den Kuchen 2-3 Std. ziehen lassen.

Schritt 3:

Inzwischen für den Belag den Rhabarber putzen, waschen, schälen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden (hab ich schon am Anfang erl edigt). Puddingpulver und 5 EL Apfelsaft verrühren. Übrigen Apfelsaft, 50 g Zucker und Rhabarber aufkochen und ca. 2 Min. kochen lassen. Angerührtes Puddingpulver einrühren und aufkochen lassen, den Topf vom Herd nehmen und das Kompott abkühlen lassen.

Schritt 4:

Sahne mit übrigem Zucker und Sahnefestiger steif schlagen. Die Sahne behutsam unter das kalte Rhabarberkompott heben. Die Teigplatte quer halbieren (hat bei mir leider nicht funktioniert, vielleicht war`s die falsche FormL ) . Die Rhabarbercreme auf die untere Hälfte streichen. Die obere Hälfte darauflegen und den Kuchen 2-3 Std. ziehen lassen.

Fazit: Ein wirklich super leckerer Kuchen, schön süß der Teig, säuerlich-fruchtig die Füllung.

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Nun hab ich das Buch weiter auf die Reise geschickt und ich hoffe es ist gut angekommen J

Für die tolle Aktion möchte ich mich noch ganz herzlich bei Rebecca und auch bei den anderen Teilnehmerinnen bedanken. Ich wünsche euch eine schöne Zeit und viel Spaß beim Backen.

Eure Sabine

Das sieht schon sehr, sehr lecker aus! Ich glaube, dass dieser Kuchen noch unbedingt in dieser Rhabarber-Saison gebacken werden muss! 🙂 Ich bin schon ganz gespannt auf den nächsten Beitrag der Backbuchreise, der bereits für Freitag angekündigt ist!

Ich muss euch alle noch mal loben: super wie das alles klappt! Vielen Dank an alle Mitbäcker und Reiseteilnehmer!

Blog-Geburtstag, Backbuch-Special Teil 2 & Lecker Bakery-Verlosung :-)

Also erstmal: Happy Blog-Geburtstag to me! Am 16. April 2012 hat das hier angefangen, feuchtfroehlich hat den ersten Artikel veröffentlicht. Seither sind noch 169 dazugekommen, was ich für ein Jahr nicht so schlecht finde. Und was wäre ein Blog-Geburtstag ohne Kuchen? Genau: eine ziemlich traurige Veranstaltung. Daher hier ein zitroniges Rezept, weil sauer macht ja bekanntlich lustig:

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Lemon Pie mit Baiserhaube

Zutaten für eine 28er Tarteform

Für den Teig:

  • 200 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 75 g Zucker
  • 125 g Butter

Für Creme und Baiser:

  • 4 Bio-Zitronen (ging auch: 2 Zitronen, 2 Limetten), naggisch gemacht (Schale abgerieben) und 150 ml Saft ausgepresst
  • 100 ml Wasser
  • 100 + 150 g Zucker (oder weniger)
  • 2 EL Speisestärke
  • 85 g Butter in Würfeln
  • 4 Eigelb & 4 Eiweiß (getrennt) und 1 komplettes Ei
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Ofen auf 180° C Ober/Unterhitze vorheizen.

Aus den Teigzutaten zügig und mit kühlen Händen einen Mürbeteig kneten. Man liest immer wieder, dass man den Mürbeteig vor dem Backen nochmal kalt stellen soll. Ich mache das eigentlich nur im Hochsommer, wenn der Teig durch das Geknete weich geworden ist. Wenn die Konsistenz noch fest ist, wird gleich weitergearbeitet! So oder so: Den Teig dann irgendwann zwischen Folie ausrollen und die Tarteform damit auskleiden. Einstechen, Backpapier drauf, Hülsenfrüchte drauf und für 20 Minuten blind backen, danach weitere 5 aber ohne Backpapier und Hülsenfrüchte. Aus dem Ofen holen und ein wenig abkühlen lassen.

Nach ungefähr der Hälfte der Backzeit mit der Creme beginnen: Saft, Wasser, Abrieb, Speisestärke und 100 g Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer (oder für die Ungeduldigen höherer Hitze) unter ständigem Rühren erhitzen. Wenn es blubbert und die Masse andickt den Topf vom Herd nehmen und die gewürfelte Butter einrühren, bis sie geschmolzen ist. Dann die Eigelbe und das komplette Ei zugeben und unterrühren. Das Ganze wieder auf den Herd stellen und weiterrühren bei tatsächlich nur noch milder Hitze (zu warm = Zitrus-Rührei) bis die Creme immer dicker wird und schwer vom Löffel fällt.

Dann die Masse auf den ein wenig abgekühlten Teigboden geben und mit Frischhalefolie abdecken. Warum? Weil die Creme sonst Risse bekommt und eine „Haut“.

Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen und nach und nach 150 g Zucker einrieseln lassen. 100 g hätten es auch getan, ich war rezepthörig, da ich der Zitrone nicht über den Weg getraut habe und befürchtete, dass das eine sehr sauere und weniger lustige Angelegenheit wird!

Folie entfernen und das Baiser auf den Kuchen löffeln. Bei 180°C 10-15 Minuten backen, bis das Baiser leicht gebräunt ist.

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Happy Blog-Geburtstag! Das Rezept ist übrigens aus der „Sweet-Dreams“ (Lisa kochen und backen) und da sind noch einige weitere Eselsohren im Heft, echt ein schön gemachtes Stück Kuchen-Literatur 😉 Dieses Zucker- äh Zitronenstückchen könnt ihr hier als pdf. ausdrucken.

Und wie schon bei der Backbuchreise angekündigt, musste ich mir ja noch eine neue Backbuchaktion ausdenken! Der Andrang auf die leider begrenzten Backbuchreiseplätzchen war riesig, noch jetzt purzeln ab und zu Anmeldungen in mein Postfach. Und da ich ganz viele liebe Bäckerinnen deswegen auf Reservistenplätze verweisen musste 😦  habe ich ja versprochen, mir etwas Neues auszudenken. Das habe ich jetzt und zwar in zwei Versionen:

Idee Nummer 1:

Ich würde gerne ein Blanko-Buch durch die Welt bzw. ob des Portos eher durch Deutschland schicken und jede/r schreibt sein Lieblingsrezept in der Kategortie „süß“ rein und fügt ein Foto ein. Das Buch landet am Ende bei mir und ich freu mich wie verrückt über das wahrscheinlich individuellste Kochbuch der Welt.

Nachteil wäre natürlich, dass davon am Ende nur ich was „hätte“, also das Resultat nur mir zur Verfügung stünde.

Idee Nummer 2:

Ist geklaut. Und zwar von hier: dem wunderbaren Cookbook of Colors. Ich würde gerne ein Cake-book of Seasons (jaja- das ist erstmal nur ein Arbeitstitel) zusammenstellen. Jede/r Teilnehmer schickt mir Rezept & Bild (wenn Blog vorhanden als Blogartikel, sonst eben so) von einem süßen Stück (also Kuchen, Torte, Keks, Muffin im weitesten Sinne), mit der einzigen Rezeptbedingung, dass was Saisonales verbacken wird. Dazu würde ich vorher eine Liste mit Beispielzutaten machen. Ich denke an 5-10 Rezepte pro Monat, die ich natürlich auch auf meinem Blog vorstellen und dann euch abstimmen lassen würde, welche Rezepte es final für das Cakebook of Seasons werden sollen. Am Ende würde ich das ganze jedenfalls als pdf an alle Teilnehmer schicken; ganz, ganz vielleicht fände sich ja auch ein Verlag, der das dann drucken will…

Vorteil wäre, dass davon am Ende alle was hätten 🙂

So und weil Basisdemokratie gut ist, dürft ihr entscheiden, was wir machen! Hinterlasst mir fleißig Kommentare, was wir als nächstes anstellen sollen.

Und weil ich…äh mein Blog Geburtstag haben und ich schon wieder soviel Mitarbeit von Euch verlange, gibt es auch was zu gewinnen! Geschenke! Unter allen Kommentaren, die sich bis zum 30.04.2013 inhaltlich zum Thema Backbuch-Special Teil 2 äußern, verlose ich die drei bereits erschienen Lecker Bakery Specials!

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Happy Blog-Geburtstag to you and me & Danke fürs Lesen, kommentieren undundund. Und jetzt los!

Feuchtfroehliche Grüße 🙂