JOs „einzig wahre“ Pilzsuppe

Ich bin wieder da! Mit größerer Küche (juhu!) und einem riesigen Keller für das ganze Küchenzeug und Vorräte (juhu!) aber noch weit davon entfernt, fertig eingerichtet zu sein. Viele Dinge hatte ich den letzten Tagen gefühlte 12 Mal in der Hand, manche habe ich leider seit dem Umzug nicht wieder gefunden. Zum Beispiel meine Wärmflasche… (buhu!).

Jedenfalls reicht das, was ich ausgepackt, gefunden und gekauft habe, um zu kochen! Juhu! 🙂 Und Suppen sind sowieso toll: sie sind in der Regel einfach und schnell zuzubereiten (was zur Zeit durchaus ein Kriterium ist), sie wärmen schön auf- perfekt für so fies kalte Wintertage wie zur Zeit (habe ich erwähnt, dass unsere Heizung exakt jetzt ausgetauscht werden muss?) und meistens passen sie prima zu Rotwein! Und Rotwein finde ich prima (und ich habe welchen gefunden 😉 ) Und Jamie Oliver finde ich ja mittlerweile auch toll. Hier also ein tolles, einfaches, schnelles JO-Suppenrezept z.B. zu Rotwein.

Zutaten für 6 Personen:

  • 1 kleine Hand voll getrocknete Steinpilze
  • Olivenöl
  • 600g gemischte frische Wildpilze (Pfifferlinge, Herbsttrompete, Shiitake, Austernpilze), geputzt und je nach Art klein geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
  • 1 rote Zwiebel, geschält und fein gehackt
  • 1 EL Butter
  • 1 Hand voll frische Thymianzweige, die Blättchen abgezupft
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1l Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 1 Hand voll frische glatte Petersilie, die Blätter abgezupft und grob gehackt
  • 2 EL Mascarpone
  • 1 Zitrone (nach Belieben)
  • Trüffelöl (nach Belieben)

Zubereitung:

Die getrockneten Steinpilze in einer Schüssel mit kochendem Wasser bedecken und gut 15 Minuten einweichen lassen. Die Pilze ausdrücken und die Hälfte klein hacken, das Pilzwasser durch ein feines Sieb gießen und beides zugedeckt beiseite stellen.

Einen Topf mit schwerem Boden erhitzen, ein paar ordentliche Schuss Olivenöl und die frischen Pilze einfüllen und 1 Minute mit schnellen Bewegungen ständig rühren. Den Knoblauch, die Zwiebel, die Butter, den Thymian sowie etwas Salz und Pfeffer zufügen. Nach etwa 1 Minute geben die Pilze Flüssigkeit ab – das ist genau der Moment, in dem die Steinpilze dazukommen. Das Pilzwasser hineingießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis fast die gesamte Flüssigkeit verdampft ist.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Brühe dazugießen und 20 Minuten halb zugedeckt köcheln lassen.

Meist püriert Jamie dann die Hälfte der Suppe und ich etwas mehr, so circa 2/3, weil ich es cremig mag, dann schütten Jamie und auch ich alles wieder zusammen, rühren die Petersilie und die Mascarpone unter und schmecken noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

Jetzt je eine Prise Salz und Pfeffer mit der abgeriebenen Schale einer ganzen (unbehandelten) Zitrone und dem Saft einer halben Zitrone verrühren und in die Mitte der Suppe löffeln. Erst beim Essen unterrühren! Ggfs. noch ein paar Tropfen Trüffelöl darüberträufeln.

Man kann auch ein paar schöne Pilze extra anbraten und auf der Suppe anrichten. Heute nicht… 😉

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Und sobald ich die Kamera angepackt habe, gibt es auch wieder bessere Fotos. Schon jetzt: das Rezept als pdf.

Spätsommermenu: Gnocchi mit Pfifferlingen und Salbei & Zwetschgentörtchen mit Zimteis

Nach einigen wunderbar sonnigen Sommertagen auf der schönen Insel Malta bin ich wieder in Deutschland gelandet; nach einer Woche All-Inclusive mit richtig Lust zu kochen! Daher habe ich mir diese Woche einige liebe Menschen eingeladen, die ich bekochen darf! Den Anfang macht meine Beinahe-Katzensitterin und Lieblingsjessi und wie ich weiß, mag sie Pasta etc., die in oder mit Salbei rumgeschwurbelt wurde- soll sie haben!

Der Herbst ist im Anmarsch, das lässt sich nach diesem fulminanten Gewiiter heute Nachmittag leider nicht mehr leugnen und da passt dieses Spätsommermenu ganz gut:

Gnocchi mit Pfifferlingen und Salbei & Zwetschgentörtchen mit Zimteis

Das Menu ist gut vorzubereiten und dann schnell gemacht, man kann damit ziemlich einfach Eindruck schinden 😉

Gnocchi für 4:

  • 800 g Gnocchi (diesmal aus dem Kühlregal, die kann man aber auch frisch machen)
  • 400 g Pfifferlinge geputzt
  • Öl, Salz & Pfeffer
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Crème fraîche/Schmand
  • 10-15 Blättchen Salbei, in feine Streifen geschnitten und ein paar kleine Blättchen für die Deko
  • 50 g Parmesan oder Peccorino, gehobelt

Zubereitung:

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und die Gnocchi nach Packungsanweisung garen, abgießen, abtropfen lassen und warm halten.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die gewürfelte Zwiebel darin anbraten, die Pfifferlinge zugeben und 2 Minuten kräftig braten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und alles 2-3 Minuten einkochen lassen. Die Crème fraîche bzw den Schmand dazuzugeben, cremig einkochen lassen und salzen und pfeffern.

Gnocchi und Salbeistreifen in die Sauce geben und gut durchmischen. Ggfs. nochmals würzen. Zum Servieren mit dem Parmesan/Peccorino bestreuen und mit den Minisalbeiblättchen dekorieren.

Gerade mit Fertig-Gnocchi ist dieses Gericht rasant gemacht und landet daher in der Kategorie quick and yummie! Hier das Rezept als pdf.

Für 4-6 kleine Zwetschgentörtchen (je nach Größe der Förmchen):

  • Blätterteig (auch aus dem Kühlregal, den macht kein Mensch frisch ;))
  • 8-12 Zwetschgen, gewaschen und in Spalten geschnitten
  • 4-6 El brauner Zucker & 2-3 Tl Zimt, vermischt
  • 3 Eiweiß (keine Sorge, die Eigelbe werden für’s Eis gebraucht!)
  • 3 El Zucker und eine Prise Salz

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 °C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Kleine Tarteförmchen (oder eine große Tarteform) mit dem Blätterteig auslegen und am Boden einige Male mit einer Gabel einstechen.

Mit den Zwetschgenspalten belegen und diese mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.

Die Eiweiße mit dem Zucker und der Prise Salz steif schlagen und auf den Törtchen verteilen. Diese auf der mittleren Stufe ca. 25 Minuten backen. Sollte der Baiser zu dunkel werden, die Törtchen vorsichtig mit Backpapier abdecken.

Hier das pdf zum Rezept.

Zimteis:

Das Rezept ist super, weil man nicht zwingend eine Eismaschine braucht. Ich habe es vor langer Zeit gefunden, als ich noch keine Eismaschine hatte. Die Eismasse kann „einfach so“ eingefroren werden und muss auch nicht zig mal umgerührt werden und schmeckt trotzdem cremig und lecker. Ich habe das Eis diesmal am Vorabend vorbereitet und trotz meiner Eismaschine „einfach so“ tiefgekühlt.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 3 Eigelb (die vom Baiser für die Törtchen!)
  • 80 g Zucker
  • 2-3 Tl Zimt
  • 1 Becher Sahne
  • ggfs. 2 cl Rum
  • etwas Zimtbasilikum, fein geschnitten und ein paar Blättchen für die Deko (das muss nicht sein aber auf meiner Fensterbank steht noch so viel davon)

Zubereitung:

Die Sahne steif schlagen und kühl stellen.

Die Eigelbe und den Zucker mit dem Handrührer etwa 10 Min. schlagen bis die Masse ganz hell und cremig ist. Den Zimt und wenn gewünscht, den Rum und/oder die Basilikumstreifen unterrühren.

Die Sahne unterheben und die Eismasse in Förmchen füllen, tiefgefrieren.

Mit Zimtbasilikum dekorieren und zusammen mit dem lauwarmen Törtchen servieren!

Dekotipp 😉

Man kann zum Einfrieren eine Kastenform verwenden (mit Folie auskleiden!) und dann zum Servieren Scheiben vom Eis abschneiden. Hier sieht es ganz hübsch aus, wenn man nach einigen Stunden im Gefrierfach dem Eis einen „Boden“ verpasst, z.B. aus dunkler Kuvertüre, die man über dem Wasserbad geschmolzen und ggfs. mit Zimt gewürzt hat. Die Kuvertüre abkühlen lassen und dabei immer mal wieder umrühren, dann auf das Zimteis gießen. Das geht sicher auch mit weißer Kuvertüre oder Vollmilch, ich mag Bitter aber am liebsten.

Man kann auch eine kleine Springform (mit Folie auskleiden!) nehmen und zum Servieren dann Eis-Tortenstücke schneiden. Auch hier bietet es sich an, einen „Boden“ aus Schokolade zu gießen. Außerdem kann man das Tortenstück mit Sahnetupfern und Schokosauce verzieren ect..

Ich habe dieses Mal einfach nur Silikonformen benutzt und den Rest der Eismasse in Eiswürfelformen gegossen um ein für Donnerstag geplantes Dessert zu verzieren! Hier das pdf zum Eis 🙂

Lasst es euch schmecken 🙂