Birne Helene flachgelegt

Birne Helene (französisch: Poire belle Hélène) ist ein klassisches Dessert. Im Originalrezept werden frische, geschälte Birnen in Läuterzucker pochiert, nach dem Auskühlen auf Vanilleeis angerichtet und mit kandierten Veilchen bestreut. Dazu wird eine heiße Schokoladensauce gesondert gereicht. Das Dessert wurde um 1870 von Auguste Escoffier kreiert, als Jacques Offenbachs Operette Die schöne Helena in Paris aufgeführt wurde.

Ich habe die Birne Helene flachgelegt und eine Blechtarte gebacken. Das war Schatzens Geburtstagskuchen Nummer 3. Ist ein bisschen anders als das Original aber auch wirklich lecker!

Zutaten: für ein Backblech

  • 300 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 20 g Kakao
  • 150 g Zucker
  • 2 geh. EL Vanillezucker
  • 200 g weiche Butter
  • 1 Ei (Größe M)
  • 8 pochierte Birnen oder 2 großen Dosen Birnenhälften, in Spalten geschnitten
  • 2 Packungen backfeste Puddingcreme
  • 500 ml Milch
  • 50 g Mandelplättchen
  • 50 g Zartbitterschokolade, geraspelt

Zubereitung:
Wer keine Dosenbirnen mag, muss zunächst 8 Birnen schälen, entkernen und halbieren und dann pochieren, entweder einfach in Wasser oder in Birnensaft oder in Weißwein, etwa 20 Minuten, je nachdem, wie reif die Birnen sind.

Den Ofen auf 180°C (Ober/Unterhitze, Umluft 160°C) vorheizen und die Form vorbereiten: entweder fetten & mehlen oder mit Backpapier auskleiden.

Mehl mit Backpulver und Kakao in einer Rührschüssel mischen. Zucker, Vanillezucker, Butter und Ei hinzufügen und alles mit den Knethaken zunächst auf niedrigster, dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig auf dem Backblech ausrollen.

Beide Päckchen Puddingcreme mit Milch nach Packungsanleitung zubereiten. Puddingcreme gleichmäßig auf den Boden streichen. Birnenspalten dachziegelartig darauf verteilen und alles mit Mandeln bestreuen.

Backblech im unteren Drittel in den Backofen schieben und etwa 35 Minuten backen. Abkühlen lassen und dann mit der geraspelten Schokolade bestreuen.

Hier das pdf zum Nachbacken 🙂 Ich wünsche euch allen ein schönes WE, vielleicht ja mit Kuchen 😉

feuchtfroehliche Grüße

Here I Am – the American Dream: Lime-Vanilla Cheesecake

Wie bereits erwähnt hatte Schatz Geburtstag und ich habe „ein wenig“ gebacken, unter anderem einen amerikanischen Käsekuchen. Aber ohne Schnick-Schnack-Sauce, ganz pur und fruchtig mit Limettensaft und -zesten.

Da der Kuchen genau so, nämlich in der Form ins Büro transportiert wurde und man Männer nicht mit Foodfotos für den Blog beauftragen kann (zumindest meinen nicht), gibt es nur dieses eine, weniger aussagekräftige Foto. Ihr müsst (!) den Kuchen also nachbacken 😉

Zutaten: für die kleine Springform oder etwas flacher für die große Springform

  • 50 g Butter
  • 150 g Kekse
  • 25 g Pecannüsse
  • 1 Prise Salz
  • Schale & Saft von einer Bio-Limette (oder Zitrone)
  • Mark einer Vanilleschote
  • 700 g Frischkäse/Mascarpone (nicht das Light-Zeug)
  • 200 g Zucker
  • 3 große Eier
  • 2 EL Mehl

Zubereitung:

Den Ofen auf 150°C (Ober/Unterhitze) vorheizen und die Springform vorbereiten: entweder fetten & mehlen oder mit Backpapier auskleiden.

Die Butter schmelzen. Kekse und Nüsse klein mahlen, am besten mit der Küchenmaschine; die Mischung soll wirklich fein sein. Jetzt mit dem Salz mischen und dann die geschmolzene Butter zugeben und alles gut vermengen. Diese Mischung jetzt auf dem Boden der Backform verteilen und am Rand etwa 2-3 cm hoch einen Rand formen. Am besten bis zum weiteren Einsatz im Kühlschrank zwischenlagern.

Für die Füllung den Frischkäse mit dem Vanillemark, dem Zucker und Limettenschale und -saft mit dem Handrührgerät gründlich mischen. Nach und nach -im Wortsinne- die Eier und zum Schluss das Mehl einrühren.

Die Füllung in die Springform gießen und die Form mehrmals leicht auf die Arbeitsplatte stoßen, um etwaige Lufteinschlüsse zu beseitigen. Auf der mittleren Schiene 45-50 Minuten backen, dann den Ofen ausschalten, den Kuchen aber lassen, wo er ist und im Ofen für 1 Stunde abkühlen lassen. Dadurch vermeidet man Risse auf dem Kuchen. Jaaa, auf dem Foto hat der Kuchen einen bösen Riss, ich habe mich ja auch nicht an mein Rezept gehalten, weil ich 3 Kuchen backen musste und nicht ganz clever mit dem Cheesecake angefangen habe.

Bei Zimmertemperatur komplett auskühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren bis zur Ratzeputzverputzung. Hier das Rezept als pdf. Das klappt mittlerweile ziemlich gut, oder?

 

 

 

Schokoholic Geburtstagskuchen

Schatz hatte Geburtstag und ich habe mich in den Backwahn gestürzt. Natürlich gab es Kuchen für’s Büro aber v.a. gab es natürlich einen Kuchen für’s Geburtstagskind 🙂

Zutaten: für die kleine Springform (Ø 18-22 cm) ½ Rezept spanischer Vanillekuchen:

  • 50 g Zartbitterschokolade, fein gehackt
  • Mark einer Vanilleschote
  • 2 große oder 3 kleine Eier (als ganzes Rezept sind es 5 Eier)
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Marzipanrohmasse, in kleine Würfelchen geschnitten/geraspelt
  • 75 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 75 g Mehl
  • 25 g gehackte Mandeln

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C (Ober/Unterhitze, Umluft 160°C) vorheizen und die Form vorbereiten: entweder fetten & mehlen oder mit Backpapier auskleiden.

Die Eier trennen. Die Eiweiße mit Salz steif schlagen.

Marzipan mit Butter und Zucker glatt rühren. Vanillemark und Eigelbe dazugeben und zu einer cremigen Masse verrühren. Mehl mit Schokolade und den gehackten Mandeln mischen. Unter die Eigelbcreme ziehen. Den Eischnee darauf gleiten lassen und unterheben.

Den Teig in die Form füllen und 45 Minuten backen. Komplett (!) abkühlen lassen.

Die Paradiescreme mit 250 ml (statt 300 ml) Milch anrühren, ggfs. 2-3 EL Nutella einrühren und den Kuchen damit rund rum bestreichen. Den Rand mit den Schokoriegeln verzieren und mit dem Geschenkband fixieren (das fiel der Katze zum Opfer). Auf den Kuchen die Smarties o.ä. schütten und den Kuchen mit Kerzen
dekorieren.

Wenn gerade kein Geburtstag ansteht, kann man das Rezept verdoppeln und in der großen Springform backen wie angegeben. Statt dem ganzen Schoko-Schnickschnack genügen dann eine Zartbitterkuchenglasur und einige gehackte Pistazien als Topping.

Hier das Rezept als pdf. Viel Spaß beim nachmachen 🙂

Blog-Geburtstags-Event!

Feuchtfroehlich wird bald sechs Monate alt!

Ich blogge seit fast einem halben Jahr hier über meine Leidenschaft zu kochen und zu backen, zu rühren, den Alltag etwas genussreich und die Welt ein bisschen süßer zu machen und v.a. liebe Menschen an meinem Tisch zusammenzubringen!

Mittlerweile habe ich hier einige treue Follower und auch einige Facebookfans, die meinen kleinen feuchtfroehlichen Blog mögen! Das freut mich sehr. Und um etwas von meiner Freude zurückzugeben, wird es ein Blog-Geburtstags-Event geben! Jawohl! Und natürlich soll es um etwas Süßes gehen, nämlich um eure allerliebsten Lieblingsdesserts!

Das erste feuchtfroehliche Blogevent überhaupt und gleich gibt’s was zu gewinnen! Das es etwas zu gewinnen gibt, verdanke ich der GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, die mir für mein Blog-Geburtstags-Event drei ganz tolle neue Bücher zur Verfügung stellt!

Ich habe mir das so gedacht:

  • Ihr schickt mir euer allerliebstes Lieblingsdessert, natürlich mit Rezept & Bild. Und da man die allerliebsten Lieblingsrezepte -wenn man einen Blog hat- bestimmt schon gebloggt hat, dürfen das auch Archivbeiträge sein.
  • Weil es aber um das allerliebste Lieblingsdessertrezept geht, darf jede/r -ob mit oder ohne Blog- nur einmal mitmachen.
  • Eure allerliebstes Lieblingsdessert-Beiträge schickt ihr entweder via Email an feuchtfroehlich@email.de oder hinterlasst sie hier als Link in den Kommentaren.
  • Einsendeschluß ist der 1/2-Jahr Geburtstag von feuchtfroehlich: der 16. Oktober 2012.
  • Mitmachen dürfen alle Schleckermäulchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Danach werde ich drei Gewinner/innen auslosen (auch wenn ich mir noch nicht klar darüber bin, wie) und die bekommen dann einen der folgenden tolle Preise:

Das grüne nicht nur vegetarische KochbuchDas grüne Kochbuch ist das neue Standardwerk für alle, die gern mit frischen, saisonalen Produkten aus der Region kochen. Im Serviceteil erklärt Ernährungsspezialistin Dagmar von Cramm, was beim Einkauf wichtig ist und wie man dabei seine persönliche Öko-Bilanz verbessern kann. Sie stellt unbekanntere Zutaten wie Topinambur, Pastinaken oder Schwarzwurzeln vor und zeigt, wie sie schonend und energiesparend zubereitet werden.
Danach geht es um Genuss pur! Über 250 leckere Rezepte verführen zum Sofort-Loskochen: einfache und schnelle, aber auch mal besondere, um Familie und Gäste zu verwöhnen. Wichtig ist auch, dass möglichst nichts im Abfall landet: So wird aus Radieschenblättern ein feines Süppchen und aus einem gekochten Huhn nicht nur eine leckere Hühnersuppe, sondern am nächsten Tag ein Grünes Frikassee. Viele zusätzliche Tipps zeigen, wie jeder im Alltag seinen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Natur leisten kann. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied ausmachen.

Annabel Langbein ist die beliebteste und erfolgreichste Köchin und Kochbuch-Autorin Neuseelands und international bekannt durch ihre in 79 Ländern ausgestrahlte Fernsehserie „The Free Range Cook“. Ihre geerdete Einstellung zum Kochen ist sowohl praktisch als auch inspirierend. Ihr einfaches und doch so effektvolles Geheimnis ist die geschickte Auswahl der Zutaten. Sie verwendet frische Produkte aus der nächsten Umgebung und in der Saison geerntet. So haben die Zutaten die beste Qualität und jedes Kochergebnis wird ein Erfolg. Annabel Langbeins größte Freude ist es, Menschen den Spaß am Kochen nahe zu bringen und zwar mit leicht zu beherrschenden Rezepten, die jedem gelingen und nicht stressen. Da fällt es ganz leicht die Familie und Freunde zu einem gelungenen Essen um den Esstisch zu versammeln. Ohne Mühe wird im hektischen Alltag das Zuhause zu einem Ort der Entspannung wie ein Besuch in einem guten Restaurant.

Berge, Seen, Kuhglocken, Dirndl, Gamsbart und dann no a Maß Bier und a resche Brezn unterm weiß-blauen Himme – mei is des sche! Urig und ein wenig grantlig sind sie, die Bayern und doch oder gerade deshalb lieben sie alle. Und weil er gerne isst, der Bayer und das am liebsten unter freiem Himmel, gibt es von Wurst- über Radieserlsalat bis hin zur Bratensulz alles, was das Herz im Biergarten begehrt. Alle bayerischen Schmankerl sind nach Anlässen und Orten, an denen der Bayer am liebsten isst, gegliedert. So etwa die Freitagskuchl, bei der beim eingefleischten Bayern ausnahmsweise kein Fleisch auf den Teller kommt. Macht aber gar nix, denn so a Dampfnudel mit Krusterl schmeckt himmlisch. Und auch Traditionelles wie das Maibaumaufstellen, der Almabtrieb, die Kirchweih und so manches Volksfest bieten viele bayerische Schmankerl – optisch und kulinarisch. Bayern ist einfach Kult! Vor allem, wenn heimisches Brauchtum frisch aufgeputzt fast schon al bisserl Exotik ausstrahlt.

Die Texte zu den Büchern stammen vom Verlag! Ich kenne leider keines der Werke persönlich, bin aber neugierig geworden und werde mindestens eines selbst kaufen. Aber zunächst freue ich mich darauf, euch zu beschenken!

  • Ihr dürft mir zusammen mit eurem Lieblingsdessert-Beitrag euer Wunschgewinn- Buch nennen; falls aber bei den ausgelosten Gewinnern dann Doppel-Wünsche dabei sind, werde ich da auch losen. Alle drei Bücher sind sowieso super, da ist es ja fast egal, was man gewinnt 😉
  • Ihr erklärt euch einverstanden, dass ich euer Lieblingsdessert ausprobiere und euer Rezept hier veröffentliche 🙂

Auf los geht’s los! Ich bin gespannt und erwarte gaaaanz viel „Geburtstagspost“ mit ganz vielen süßen Sachen!

Feuchtfroehliche Grüße 🙂

4 Gänge Herbst

Gestern hatte ich zwei liebe Gäste & Schatz zum Essen und es gab eine erste Kostprobe vom Herbst:

~ Karamellisierte Ziegenkäse-Feigen zum Sekt ~
~ Rieslingsuppe zum Weißwein ~
~ Ossobuco & Pasta zum Rotwein ~
~ Espresso-Cremé-Caramel & Tonkabohneneis zum Dessertwein ~

Nicht nur, dass meine zwei lieben Gäste mir dieses tolle Kochbuch geschnekt haben, GU ist sowieso und nicht ohne Grund der in meinem Regal am häufigsten vertretene Kochbuchverlag. Die GU Bücher sind toll: es gibt die kleinen Themenbücher, die günstig sind und immer eine gute Auswahl an Rezepten bieten, es gibt die Basic-Bücher, mit denen ich kochen gelernt habe (!!!) und dann eben die großen goldenen Sammelwerke mit einem ziemlich cleveren Rezepte-Quickfinder.

Daher stammen auch bis auf das Tonkabohneneisrezept die ursprünglichen Rezepte aus GU-Büchern. Da ich das aber alles schon ein bisschen mehr als einmal gekocht habe, gab es hier und da eine kleine Änderung und da und dort eine kleine Ergänzung.

Von den (finalen) karamellisierten Feigen mit Ziegenkäse gibt es leider keine Fotos, da waren wir mit dem Essen wieder schneller 😉 aber das sollte niemanden davon abhalten, das mal auszuprobieren. Ich freu mich immer wahnsinnig auf die ersten Feigen um dieses schnelle Gericht zu zaubern. Das funktioniert übrigens sowohl als Vor- als auch als Nachspeise!

Zutaten für 4:

  • 4 frische Feigen
  • ca 150 ml trockener Sherry
  • 3-4 EL Zucker
  • 2 TL frische Thymianblätter (Zitronenthymian, wer hat)
  • 80 g milder Ziegenfrischkäse (die VivaVital-Rolle zum Beispiel, der meckert nicht)
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Den Backofen auf 220°C (Ober/Unterhitze) vorheizen. Die Feigen waschen, Stielansatz entfernen und die Früchte kreuzweise so tief einschneiden, dass sie blütenartig auseinanderklappen. Die Feigen in eine flache Auflaufform setzen, mit Sherry beträufeln und 15 Min. im heißen Ofen backen. Nach der H’lfte der Yeit ruhig noch einmal mit etwas Sherry beträufeln. Die Schnapsdroseln unter uns können die Feigen auch schon mehrere Stunden vor ihrem Einsatz im Ofen aufschneiden und mit Sherry beträufeln, das schadet nicht!

Nach circa 10 Min. Backzeit den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und hell karamellisieren lassen. Mit ca. 100 ml Sherry ablöschen (Achtung, das kann spritzen) und den Thymian einrühren. Die Sherrymischung offen 3-5 Min. kochen lassen, bis sie eingedickt ist.

Inzwischen die Feigen aus dem Ofen befreien, etwas Pfeffer darüber mahlen, je 20 g Ziegenfrischkäse in jede Feige setzen und mit dem Karamell übergießen.

Soooo lecker! Nur falls ich es noch nicht deutlich genug gesagt habe…

De Kürbissuppe ist ganz, ganz einfach und schnell gemacht und durch den Riesling nicht ganz so dickflüssig sondern ein bisschen spritziger als die „normale“ Kürbissuppe. Da das einer von 4 Gängen ist, habe ich mich also für leicht und spritzig entschieden!

Riesling- Kürbissuppe:

  • 750 g Kürbis (geputzt gewogen, ich hatte noch einen Butternusskürbis)
  • 100 g Sahne
  • 100 g Schmand
  •  100 ml Riesling (ersatzweise anderer trockener Weißwein)
  •  Salz und Pfeffer
  • ggfs. etwas Milch & Cayennepfeffer

Den Kürbis schälen (entfällt bei Hokkaido), Kerne entfernen (aufheben und bei Mama in den Garten werfen ;)) und mittelklein und halbordentlich würfeln. In einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Aufkochen lassen und in ca. 30 Min. weich kochen, dann im Topf mit dem Stabmixer fein pürieren.

Sahne, Schmand und Wein unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Nach Belieben mit einer Sahnehaube und etwas gehackter Petersilie bestreut servieren. Ich habe Milch mit Cayennepfeffer gewürzt und schaumig geschlagen. Das sah ganz nett aus:

Das Ossobuco ist ein Klassiker! Unheimlich lecker und v.a. ein Schmorgericht, das heißt: ganz wenig Arbeit und riesig viele Komplimente für’s superzarte Fleisch!

Ossobuco mit Gremolata: 

  • 4 Kalbsbeinscheiben (jede ungefähr 200 g schwer)
  • 3 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 Stangen Sellerie
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 EL Butter & 1 EL Olivenöl
  • Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 kleine Dose geschälte und gehackte Tomaten (400 g) und eine halbe Tüte passierte Tomaten (200 g)
  • etwa ¼ l Brühe oder Kalbsfond
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1 großes Bund Petersilie, gewaschen
  • 2 Knoblauchzehen

 Zubereitung:

Die Fleischscheiben unter kaltes Wasser halten, damit alle Knochensplitter weggespült werden. Mit Küchenpapier gut abtupfen.

Die Möhren, die Zwiebeln und den Knoblauch schälen. Den Sellerie waschen und alles ganz fein schneiden. Das macht bei mir bei der Menge dann schon die Küchenmaschine! Die Petersilie waschen, trockenschütteln, die Blättchen abzupfen und auch hacken.

Einen großen Schmortopf heiß werden lassen, Butter und Öl rein und ordentlich erhitzen. Die Fleischscheiben reinlegen und kräftig anbraten, bis sie sich leicht ablösen lassen, dann ist die Kruste braun genug und die Poren haben sich geschlossen. Scheiben umdrehen und ebenfalls  anbraten. Rausnehmen, salzen und pfeffern.

Das kleingeschnittene Gemüse mit der Petersilie in den Schmortopf rühren und kurz andünsten. Die Tomaten mit der Brühe/dem Fond in den Topf schütten. Da ich ein Nudeln & Saucen-Freak bin, nehme ich immer die doppelte Menge Brühe, damit auch genug Sauce da ist. Alles mit Salz und Pfeffer würzen, die Hitze auf mittlere Stufe zurückschalten und die Flüssigkeit 20-30 Minuten leicht einkochen lassen.

Jetzt kommt das Fleisch zurück in den Topf. Über jede Scheibe etwas von der Sauce löffeln. Deckel drauf, Hitze auf schwache Stufe stellen (von 9 nehme ich 2) und das Fleisch ungefähr 1½ Stunden schmoren. Macht aber gar nix, wenn man es 2 Stunden schmoren lässt. Es fällt später einfach vom Knochen und ist superzart!

Zwischenzeitlich schnibbeln wir uns die Gremolata. Die Zitrone unter heißem Wasser gut abbürsten, abtrocknen und die Schale ganz dünn abschneiden oder abhobeln. Den Knoblauch schälen. Das alles zusammen mit der Petersilie auf dem Schneidebrett schön fein zerkleinern und zum Servieren auf’s Fleisch packen! Superfrisch und lecker.

Dazu gab es Pasta. Ganz kurz hatte ich überlegt, Gnocchi zu machen aber da hätte die Geselligkeit schon ein wenig gelitten und da habe ich mich gestern für meine Gäste entschieden. Wir sind ja nicht beim perfekten Dinner 😉

Dessert ist ja das Wichtigste an so einem Menu 😉 daher gab es Espresso-Cremé-Caramel & Tonkabohneneis.

Für das Tonkabohneneis habe ich extrem viele Rezepte im Internet gefunden, die mich aber alle nicht wirklich überzeugt haben. Ich habe daher mein Ben & Jerrys Vanilleeisrezept abgewandelt.

Die Sahne-Milch habe ich mit 3 kleingemahlenen Tonkabohnen aufgekocht und über Nacht ziehen lassen bevor ich sie zu der cremigen Ei-Zucker-Mischung geschüttet habe (durch ein Haarsieb). Dann kam das Ganze in die Eismaschine:

Das Ergebnis hat uns alle überzeugt! Dazu & daneben gab es Espresso-Creme-Caramel

Zutaten:

  • ¼ l Espresso
  • 1 Vanilleschote
  • ¼ l Milch
  • 170 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 2 Eier
  • 4 Eigelbe
  • Sechs hitzefeste Förmchen (für ca. 150 ml Flüssigkeit)

Zubereitung:

Den Backofen auf 150°C vorheizen (Ober/Unterhitze).

Als Erstes den Espresso kochen. Die Vanilleschote aufschlitzen, die beiden Hälften leicht aufklappen und das Mark rausschaben. Das Vanillemark und die Schote, den Espresso und die Milch in einen Topf schütten und zum Kochen bringen. Dann auf der ausgeschalteten Herdplatte kurz ziehen lassen.

Vom Zucker 80 g abmessen und in einen kleinen Topf schütten. Bei mittlerer Hitze so lange im Topf rühren, bis der Zucker flüssig wird und dann goldbraun. Mit 100 ml Wasser ablöschen, kräftig kochen lassen, bis das Ganze dickflüssig wird. Diesen Karamell in die Förmchen verteilen.

Die Eier mit den Eigelben und dem übrigen Zucker in eine Schüssel füllen. Mit dem Handrührgerät so lang durchrühren, bis das Ganze schön schaumig geworden ist. Die Vanilleschote aus der Milch retten (und zum Vanillezucker stecken), die Milchmischung langsam zur Eiercreme fließen lassen und immer schön weiterrühren. Die Mischung kommt jetzt in die Förmchen, langsam reingießen, damit der Karamell am Boden der Förmchen bleibt.

Die Förmchen in eine große feuerfeste Form oder auch ins tiefe Blech vom Backofen stellen. So viel warmes Wasser angießen, dass die Förmchen ungefähr bis zur Hälfte im Wasser stehen. Unten in den Ofen schieben und die Creme etwa 1 Stunde garen – kann auch 10 Minuten länger dauern, die Masse in den Förmchen muss gestockt, also fest sein.

Die Cremes aus dem Wasser heben und in den Förmchen abkühlen lassen. Meine standen über Nacht im Kühlschrank. Mit einem Messer vom Rand ablösen und stürzen.

Ein letzter Sommergruß zum feuchtfroehlichen Jubiläum:Himbeer-Kokos-Schokoladen-Traum

Der Sommer geht zu Ende und nach exakt 5 Monaten tippe ich hier meinen hundertsten Artikel. Zu diesem kleinen, feuchtfroehlichen Jubiläum habe ich heute früh einen Sonntagskuchen gebacken, einen letzten Sommergruß mit frischen Himbeeren, weißer Schokolade & Kokos. Ja- ich mag ja gar kein Kokos 😉 na ja mittlerweile „gewöhne“ ich mich an Kokos, manchmal und in kleinen Dosen ist Kokos ja doch lecker. Hier auf jeden Fall:

Blechkuchen mit Himbeeren und weißer Schokolade

Zutaten für eine kleine Fettpfanne/Auflaufform:

  • 125 g Butter plus ein Bisschen Butter zum Einfetten
  • 150 g weiße Schokolade, gehackt
  • 150 g Zucker
  • 125 g Mehl
  • 1 gestrichenen TL Backpulver
  • 90 g Kokosraspel
  • 2 Eier, verquirlt
  • 150 g frische Himbeeren
  • Puderzucker zum Bestäuben

Den Backofen auf 180 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen und eine rechteckige Backform/Fettpfanne (16 × 26 cm) einfetten. Wer -wie ich- kein Einfett-Fan ist, der kann auch Backpapier nehmen; ich habe mir von Jamie Oliver da einen Trick abgeguggt: das Backpapier unter fließendem Wasser nass machen und zusammenknautschen, ausdrücken. Jetzt ist es sehr geschmeidig und kleidet jede erdenkliche Form problemlos aus!

Die Butter mit der weißen Schokolade im Wasserbad bei schwacher Hitze zum Schmelzen bringen. Den Zucker unterrühren. Die Mischung in eine große Schüssel gießen, das Mehl, das Backpulver und die Kokosraspeln untermischen. Die Eier hinzufügen und nur leicht unterrühren. Das Gemisch sieht ganz schlimm krümelig aus, keine Sorge, das soll so und wird im Ofen trotzdem homogen und auf dem Teller lecker! Zuletzt die Himbeeren unterziehen.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und im heißen Ofen 40 Minuten backen, bis der Kuchen fest ist. In der Form auskühlen lassen. In Rechtecke schneiden und mit Puderzucker bestäuben.

Ich hoffe, ihr freut euch genau wie ich auf die nächsten 100 Artikel! 🙂

 

 

 

Weißes Schokoladeneis ohne Ei (und ohne Foto)

Heute Abend sitze ich im Flieger und da galt es gestern, den Kühlschrank leer zu machen. Zum Reste- Essen hab ich mir meine beste Freundin & Katzensitterin eingeladen und es gab Gemüselasagne in der Quick & Yummie Version (wird sicher noch irgendwann gepostet), Jamie Olivers schnelle Brownies (sind Teil eines 30 Minuten Menus, haben dank ungenügender Küchenausstattung aber alleine über 30 Minuten gebraucht und werden im Rahmen des Menus, das es noch zu kochen gilt, gepostet) und ein Weißes Schokoladeneis ohne Ei (alle Eier waren in den Brownies)!

Zutaten für etwas mehr als einen Liter:

  • 200 g weiße Schokolade
  • 200 g Milch
  • 400 g Sahne (kalt)

Zubereitung:

Die Schokolade in Stücke brechen und in der Milch bei leichter Hitze schmelzen, dabei immer wieder rühren. Abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Nach einer Stunde 200 g Sahne unterrühren, nach einer weiteren Stunde die nächsten 200 g Sahne unterrühren. Jetzt könnte man das Eis noch süßen, z.B. mit Zucker oder flüssigem Süßstoff; uns war die Masse aber süß genug. Bei Eis gilt: es muss in flüssigem Zustand etwas zu süß sein, dann ist es gefroren genau richtig!

Die Masse cremig aufschlagen und in die Eismaschine füllen, dort nach Anweisung gefrieren. Zu warmen Brownies echt sehr lecker, uns beiden „pur“ zu süß. Ich denke, zu einem leicht säuerlichen Obst, z.B. Beeren ginge es auch recht gut!

Habt eine gute Zeit & noch ein paar sonnige Tage, bis ganz bald! Hier das pdf zum Rezept!

Feuchtfroehliche Grüße 🙂

Hüftgold in Perfektion: Peanutbutter-Jelly-Icecream

Von diesen zwei Süßen habe ich das Rezept für das verboten gute Peanutbutter-Jelly-Eis gemopst, wir sind nämlich alle drei Peanutbutterjunkies und schämen uns nicht! Meine beste Freundin hab ich nun auch angefixt! 🙂

Ich habe das Rezept ein wenig abgewandelt, v.a. weil mir dir „richtigen“ Zutaten gefehlt haben oder nicht in ausreichender Menge vorhanden waren. Aber sowas erschüttert mich ja schon lange nicht mehr…

Zutaten:

  • statt 170 g cremiger Erdnussbutter habe ich 170 g crunchy Peanutbutter genomen
  • statt 170 g Zucker habe ich nur 150 g genommen (dann war er all, wir sind zur Überzeugung gekommen, dass das auch mit noch weniger Zucker ginge)
  • statt 316 ml (1 1/3 cup) Sahne habe ich nur 200 ml genommen (mehr war nicht da)
  • statt 316 ml (1 1/3 cup) Milch habe ich 316 ml + die fehlenden sahnigen 116 ml, also so ca 1 2/3 Cup Milch genommen
  • 1 Prise Salz (hab ich vergessen ;))
  • 1/8 Tl Vanille-Extrakt (mag ich nicht, ggfs. würde ich statt Zucker selbstgemachten Vanillezucker nehmen oder eben ein wenig Vanille aus der Schote)
  • statt 1 kleinen Glas Konfitüre z.B. „Extra Samt Erdbeere“ (Ohne Stücke) habe ich Mamas Blueberryjelly genommen- mit Berrys

Erdnussbutter, Zucker, Sahne, Milch, (Salz und Vanille-Extrakt) mit einem Mixer/der Küchenmaschine gut verrühren bis eine schöne cremige Masse entstanden ist. Diese  anschließend in die Eismaschine geben und gefrieren lassen.

Lina & Tina schlagen vor, um Swirls zu machen die Konfitüre vorsichtig in die Eiscreme „zu falten“. Auf kurze Nachfrage haben sie mir erklärt, dass sie die Konfitüre auf das Eis gegeben und dieses dann mit einem Teigschaber so lange von aussen nach innen “umgeschlagen” haben, bis sie gut verteilt war. Meine Eismasse war nicht so fest, daher habe ich einfach Eis/Jelly/Eis/Jelly/Eis in eine Form geschichtet und das Ganze dann anschließend ins Tiefkühlfach gepackt um es komplett durchzufrieren.

Wäre das Eis nicht so teuflisch für die Hüften, würde ich es literweise produzieren und statt Peanutbutter-Jelly-Toast essen! Und meine Lieblingsschnegge spielt mit dem Gedanken, jetzt eine Eismaschine zu kaufen. Go for it, Rezept hast du ja jetzt!

Kann denn Gugl Sünde sein? (Nein!)

Solche kleinen Zwergen-Gugl Sünde? Niemals!

Kürzlich war ich in einem großen Buchladen und habe mich mit einem ganzen Stapel Koch/Backbücher und einem noch größeren Chai zum schmökern zurückgezogen.

Unter anderm mit nach Hause genommen habe ich das Gugl Buch inkl. Form von DERGUGL. Ich muss sagen, die Form ist super, die Rezepte sind nur so mitteltoll. Scheinbar stimmen einige Mengenangaben nicht, teilweise werdn die Gugl eher gummiartig, teilweise hat man viel zu viel Teig…

Daher habe ich ein Rezept von dort -die Brombeer-Frischkäse-Gugl- auch abgewandelt und muss sagen: lecker!

Zutaten:

  • Butter & Mehl für die Form
  • 100 g Himbeermarmelade oder Gelee
  • 130 g Frischkäse (ich habe 0,2%igen benutzt)
  • 2 gehäufte Tl Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 20 g Puderzucker
  • 75 g Mehl

Ich gehe stark davon aus, dass dieses Rezept auch mit anderen Marmeladen oder Gelees funktioniert 😉

Zubereitung:

Den Ofen vorheizen (210°C Ober/Unterhitze) und die Guglförmchen buttern und mehlen.

Himbeermarmelade, Frischkäse, Ei, Puderzucker, Salz und Backpulver cremig rühren. Dann das Mehl darauf sieben und unterrühren. Den Teig (am besten mit einem Spritzbeutel) in die Guglförmchen füllen.

Im vorgeheizten Ofen im unteren Drittel 13 Minuten backen. Bei Zimmertemperatur vollständig auskühlen lassen. Ggfs. mit Puderzucker bestäuben.

Hier das Rezept als pdf.

Feuchtfroehliche Grüße (passend zum Wetter) und ein fantastisches Wochenende (trotz dem Wetter)!

was heute geschah: Lemon-Cake-Pops – Happy End trotz Regen

Erinnert ihr euch an den Kuchen, der die Kuvertüre ihrem Nutzen zuführen sollte, nachdem das mit den Eispralinen so schief gegangen war? Nachdem ich heute einfache, gefahrlose Dinge außerhalb der Küche verrichtet habe, kam ich im Laufe des Tages auf die Idee, Cake-Pops daraus zu machen. Hab ich ja schon mal gemacht, is nicht so schwer, klappt bestimmt…

…sonst hätte ich auch echt an mir gezweifelt!

Habt einen schönen Tag, viel Spaß beim Fußball heute Abend 🙂