Versprochen ist versprochen: Cherry Cheesecake

Inspiriert von einem Cheesecake-Blogevent blätterte ich am vergangenen Wochenende durch mein Cheesecake-Backbuch und bekam Lust darauf –Überraschung!– einen Cheesecake zu backen. Gott sei Dank kommen ab und zu noch andere Menschen zu mir zum Essen, denen ich zum Dessert dann durchaus mal ein Stück Käsekuchen aufzwingen kann, denn während ich für Cheesecake sterben (oder unter gewissen Umständen vielleicht auch töten) könnte, kann ich meinen männlichen Mitbewohner damit nicht hinterm Ofen hervorholen…oder sonstwoher.

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Und da ich für einen anderen -noch geheimen- Zweck ein größeres Schraubglas brauche und Kirschen ja auch echt ne leckere Sache sind und hübsch aussehen so auf nem Käsekuchen, hatte ich mich für einen Cherry-Cheesecake entschieden. Und dann ist das passiert, was mittlerweile regelmäßig passiert wenn die Frau Fröhlich bäckt: das Rezept hat sich nicht so ganz gegen sie durchgesetzt. 🙂

Unten also das Rezept, wie es hätte sein sollen (in Klammern) und wie es dann gemacht wurde. Das hatte diesmal übrigens nichts mit „ham wa nicht“ und „war aus“ oder „musste weg“ zu tun. Nein: diesmal habe ich extra vorher das Rezept gelesen und dann absichtlich andere Zutaten genommen, einfach weil ich dachte, das ist besser so. Warum habe ich auch jeweils erklärt (und kursiv geschrieben, für die, die sich für das „Warum“ nicht so sehr interessieren, wie für das Rezept an sich).

Zutaten für eine 26er Springform:

  • 150g Knuspermüsli aus dem Discounter mit L, extra crunchy mit minimal Kokos (Vollkornbutterkekse)
  • (25g Zucker, 1 Prise Zimt)
  • 100g Butter
  • 700g Doppelrahmfrischkäse (200 g Doppelrahmfrischkäse, 500 g Mascarpone)
  • 100g (150g) Zucker & 1 EL Vanillezucker (1 Pck. Vanillezucker)
  • 5 Eier
  • 1 gr. Glas Sauerkirschen, 370 g abgetropft
  • 250 ml Sauerkirschsaft, z.B. den aus dem Glas
  • 1 Pck. Tortenguss, klar

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Zubereitung:

Den Backofen vorheizen: 180 °C Ober/Unterhitze, 160°C Umluft. Die Form ggfs. fetten.

Die Butter schmelzen und mit dem Müsli (den kleingebröselten Keksen, Zucker und Zimt) vermengen und auf den Boden einer Springform drücken (mit der Hand oder einem Löffel). Am besten im Kühlschrank zwischenlagern, bis die Füllung fertig ist.

Im industriellen Fertigmüsli ist wirklich genug Zucker, da braucht es keine Extraportion; für Kekse denke ich, gilt das auch bzw. erst recht. Auf Zimt hatte ich einfach keine Lust obwohl sich der natürlich grundsätzlich gut mit Kirschen verträgt. Mit dem Müsli bekommt der Kuchen so einen Fitness-Touch, findet ihr nicht auch? 😉 Und in dem besagten Müsli ist so ein Hauch Kokos, das habe ich mir in Verbindung mit der Käsekuchenmasse und den Kirschen ganz wunderbar vorgestellt. Stimmt!

Frischkäse, (Mascarpone), Eier, Zucker in einer Rührschüssel zu einer homogenen Masse verrühren. Vielleicht liebe ich Käsekuchen deshalb: weil die sooo einfach sind! Masse vorsichtig auf den Boden schütten oder über einen Löffel in die Form laufen lassen und ggfs. glattstreichen.

Auch hier gilt: Mascarpone ist ja nix anderes als Frischkäse. Sie kommt halt ursprünglich aus Italien und hat einen echt enormen Fettgehalt von 80% i. Tr. Ich denke, stinknormaler deutscher Doppelrahmfrischkäse mit immerhin noch 65% Fett i.Tr. erfüllt den (Hüftgold)Zweck ebenso gut! Und erfahrungsgemäß braucht es nie, aber wirklich nie so viel Zucker wie im Rezept angegeben, deswegen reduziere ich das immer so frei Schnauze um 20-30%.

Keine Sorge: nur weil hier jetzt ab und zu mal die Sonne rausblinzelt, hat mich nicht der Diät-Wahn wegen meiner Bikinifigur gepackt: bei feuchtfroehlich bleibt alles wie immer: Sekt & Kuchen für alle macht viel glücklicher als jede Bikinifigur! 🙂 Aber man muss sich eben auch nicht immer extrastreng an Rezepte halten und kann hier und da mal quasi auf gesunde oder zumindest gesündere Alternativen ausweichen. (Ausdrücklich extrastrenges-ans-Rezept-halten empfehle ich bei Soufflés!)

Den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 45 Minuten backen. Danach den Ofen ausschalten und den Kuchen dort abkühlen lassen.

Kuchen in der Form belassen und die abgetropften Kirschen auf dem Kuchen verteilen. Den Tortenguss nach Anleitung (aber ohne den zusätzlichen Zucker)mit dem Kirschsaft zubereiten und darauf verteilen. Kuchen ganz auskühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen. Tipp: am oberen Rand der Form den Guss mit einem Messer lösen.

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Das Rezept ist ein wenig zeitaufwändig(er), jetzt nicht unbedingt rummwirbel-küchenaktiv-zeitaufwändig aber wegen der Zeit, die es dauert, bis der Kuchen ausgekühlt ist und die Kirschen den dann toppen dürfen. Aber es lohnt sich- versprochen! Zum nachbacken am besten das pdf ausdrucken!

Und da es vorm Kuchen „nur“ Pesto & Pasta gab, hatte ich ja genug Zeit. Das Pestorezept verrate ich euch dann in den nächsten Tagen… Jetzt muss ich „noch schnell“ die Zusammenfassung für den Mai in meinem Cake Book of Seasons basteln, die dann hoffentlich morgen hier nachzulesen ist. Gott sei Dank habe ich zur moralischen Unterstützung noch Kuchen:

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Easy-peasy: Selbstgebackene Cranberry Riegel – leider nicht

Kennt ihr Rikes tollen Foodblog? Da gibt es ein Rezept für selbstgebackene Cranberry Riegel, die wurden auch von ziemlich vielen Very-Berry-Tauscherinnen gemacht und verschickt. Und da ich ein, zwei liebe Menschen im Umfeld habe, die gesunde & leckere Nervennahrung gut brauchen können, dachte ich, ich mach mich mal ans Werk!

Das Rezept ist hier zu finden und ich hab mich auch feste dran gehalten. Ich schiebe das Versagen nun mal auf meinen Arm, der zum Rühren und in der Küche werkeln irgendwie immernoch nicht taugt 😦 und verbuche das Rezept in der Kategorie „Saulecker, optisch fragwürdig“ 😉

Demnächst -wenn das mit dem Arm besser ist- will ich mich noch mal an das Rezept wagen bzw. es abändern und schokolastiger machen.