Weniger schlafen anstatt Kochen…

…oder essen. Oder duschen…

Liebe Alle!
Ihr fragt euch sicher, was bei feuchtfroehlich los ist und ob Frau Fröhlich nicht mehr kocht.
Die Antworten lauten: so Einiges und Nein, zur Zeit höchstens mal n Kaffee!

Ich kläre euch mal auf, warum ich seit Monaten zu nix komme, konkret: seit 37+4 Wochen & 5 Wochen und 1 Tag: Ich habe mein Motto „Die Welt ein bisschen süßer machen“ etwas zu ernst genommen und bin ungeplant und überraschend schwanger geworden. Das war wohl im September letzten Jahres, seit Ende Oktober wussten wir es dann. Nachdem der erste Schock (Schock ist irgendwie sehr negativ belegt, also eher schockierendüberraschendefreudige Super-Neuigkeit) verdaut war und mir auch die ersten großen Ängste durch ein Ersttrimesterscreening mit guten Resultaten genommen wurden, hab ich angefangen mich zu freuen und jaaa: einzukaufen (schön geschlechtsneutral in weiß und creme).

Ich hatte keine Morgen- oder sonstwann Übelkeit, noch keine Kugel, die im Weg war- kurz: mir ging es rundum gut! Ich habe mir eine Nähmaschine zugelegt und genäht, das Kinderzimmer eingerichtet, tolle und nicht so tolle Schwangerschaftsratgeber und Baby-Anleitungen gelesen. Natürlich gab es ein Bauch-Shooting und einen Gipsabdruck von der Kugel. Das Kochen und Backen kam dabei zu kurz, da ich voll im Babymodus war.

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Anfang März wurde dann alles ziemlich blöd: ich kam mit Blutungen ins Krankenhaus und musste einige Tage bleiben, das ganze Spektakel hat sich dann eine Woche später wiederholt und niemand fand die Ursache. Also wurde ich ans Bett gefesselt: Mir wurde (Bett)Ruhe, viel liegen und Schonung verordnet. Das war exakt zwei Tage angenehm, danach war es anstrengend und langweilig und blöd! Und außerdem auch gar nicht machbar, da sich der Haushalt, der Einkauf, Arztbesuche und vieles mehr einfach sehr schlecht vom Bett aus machen lassen. Der Schongang wurde also wieder ein bisschen öfter rausgenommen. Resultat: vorzeitige Wehen und ein verkürzter Gebärmutterhals verbunden mit dem Hinweis, dass ab jetzt jeder Tag im Bauch ein Gewinn ist und ich mich viel schonen und viel liegen muss! Ja und liegend kocht und bäckt und blogt es sich halt schlecht 😉
Zu allem Überfluss hat sich unsere kleine Dramaqueen dann auch noch quer gestellt bzw gelegt. Mehr als Quer- und Beckenendlage war mit ihr nicht zu machen, weswegen meine natürliche Geburt, für die ich wöchentlich in einen Hechelkurs gewatschelt war, in weite Ferne rückte. Stattdessen vereinbarte ich einen Kaiserschnitttermin und einen -mein letzter Rettungsanker- Termin am 22. Mai zur sog. äußeren Wendung. Wer an Informationen zu diesem Prozedere interessiert ist, darf mir eine Mail schreiben; kurz und knapp: unser Baby ließ sich nicht wenden.

Allerdings scheint ihr das Geschubse beim Wendungsversuch nicht gefallen zu haben, denn ab diesem Zeitpunkt ging es mir nur noch übel (im Wortsinne) und die Wehen wurden auch immer mehr; leider aber nicht regelmäßig genug, als das ich mich damit ins Krankenhaus getraut hätte. Samstags nacht war es dann so mies, dass wir um 6 Uhr morgens dann doch ins Krankenhaus gefahren sind. Wir entschlossen uns, den für 10 Tage später geplanten Kaiserschnitt am selbigen Mittag durchzuführen aber auch das ging meiner Kleinen nicht schnell genug. Also verschwand sie vom CTG! Manmanman war da plötzlich Schwung in der Sache! Die Ärztin, die ich vorher sehr ruhig und gelassen erlebt hatte, wurde ein klein bisschen panisch, ich wurde über den Gang in den Not-OP geschoben, bin sogar selbst auf den OP-Tisch gekrabbelt, da das Team noch nicht vollzählig war und wurde dann mit einer Vollnarkose vom Feinsten weggeschossen. Mein wunderbares Baby war 27 Minuten nach dem verherrenden CTG auf der Welt und lag bei ihrem Papa im Arm, ich lag leider noch auf dem Tisch und wurde zugenäht.
So ist mir das „Wunder der Geburt“ entgangen und leider auch die ersten 5 Stunden mit meinem Baby. Ja daran knabbere ich! Aber Hauptsache, mein Schatz ist gesund; das war nämlich tatsächlich mehr als knapp für sie.

Nun bin ich seit 5 Wochen und einem Tag Mama…und frage mich: bin ich schlecht organisiert oder ist es normal, dass Neu-Mamas nur ganz huschhusch duschen, eher nicht frühstücken, selten zur Toilette kommen, definitiv nicht zu Mittag essen, erschöpft mit dem Baby ein Mittagsschläfchen halten, davon aber im Gegensatz zum immer hungrigen Säugling nicht erholt erwachen und bis zum Feierabend des Kindsvaters quasi auf dem Zahnfleisch gehen um dann eventuell etwas zu Abend zu essen und den Haushalt mehr schlecht als recht zu erledigen oder ihn eben liegen zu lassen?

Anfangs dachte ich, wenn wir die -durch den Kaiserschnitt mitverursachten- Stillprobleme überwunden haben, dann wird alles prima: mein wunderbares Baby wird engelsgleich schlafend den Tag verbringen nur unterbrochen von ein paar kurzen, harmonischen Stillpausen.
Bis wir dann tatsächlich die Stillthematik einigermaßen in den Griff bekommen haben -das war übrigens Mitte letzter Woche- war aus dem dauerschlafenden Mini-Baby ein stets neugieriges Baby geworden, dass eine riesige Angst , etwas zu verpassen  und keine Lust zu schlafen hat, bei den circa alle zweieinhalb Stunden anstehenden, einstündigen (!) Stillphasen meistens wild rumzappelt und selbst dann in den seltensten Fällen die tiefblauen Augen zu macht.
Ich komme zu fast nichts, es ist ein bisschen besser, seit ich mir ein Tragetuch angeschafft und das Kind nun regelmäßig an mich drangebunden habe. Kulinarisch ist das höchste der Gefühle zur Zeit, dass ich frisches Obst in Quark schnibble (jaja ich versuche mich gesund zu ernähren, an manchen Tagen gibt es aber dann doch nur n Doppelkeks) und weder über das Eine (Quark) noch das andere (Keks, gekauft) lohnt sich das bloggen.

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Übrigens: das klingt vielleicht alles ganz dramatisch, schlimm und schrecklich aber wenn mich mein Baby anstrahlt und ihre riesigen blauen Augen mich anguggen, dann ist alles egal: Müdigkeit, Hunger, der vernachlässigte Haushalt und die zu kurz kommende Körperpflege Bloggerei 😉

Aber im Ernst: Wie zur Hölle machen andere Mamas das? Bin ich echt so mies organisiert? Erzählt mir, wie ihr euer Leben (und teilweise eure Blogs) trotz Kind auf die Reihe bekommt…ich bin gespannt! Verratet mir bitte euer Geheimrezept, auf dass ich auch hier mal wieder was gebacken und gebloggt bekomme!

Feuchtfroehliche Grüße 🙂