Happy Birthday to me!

Trotz wunderbarem Baby und immensen Windelbergen, tiefen Augenringen und noch tieferen Lachfalten hatte Frau Fröhlich auch in diesem Jahr Geburtstag und wie schon die letzten neun Jahre wurde auch dieses Jahr der 25. Geburtstag gefeiert.

Jaja, das hat schon seine Richtigkeit, steht ja so auch auf dem Geburtstagskuchen:

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Das Rezept zu diesem Schoko-Inferno habe ich bereits hier veröffentlicht, statt Schoko- war es dieses Mal Vanillecreme, statt Kinderriegel Yoghurette. Kalorisch dürfte sich beides nicht viel geben… 🙂

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Wie ihr seht, gab es auch noch Pavlowa, diesmal mit Erdbeeren und Minze, Schneggenudeln von meiner Mutter (ein mir nicht im Detail bekanntes geheimes Geheimrezept), Muffins (Schoko-Schoko-Schoko & Birne-Zimt, im Grunde immer nach diesem Rezept) und Kirschstreuselkuchen vom Blech. Aber es gab auch noch zwei neue, noch nie gebackene, ultra-empfehlenswerte Kuchen und hier und heute, noch in guter Geburtstagslaune (auch wenn es schon wieder über 14 Tage her ist) verrate ich euch die Rezepte!

Es handelt sich dabei nicht um die Biskuitrolle mit Weinbergpfirsischen, denn mit meinem Biskuit kann man Leute verletzen und gerollt fiele der sicher unters Kriegswaffengesetz (die Biskuitrolle kam also auch von Mama, die hat das einfach drauf). Nein- es geht um den Heidelbeer-Käsekuchen links und die Key-Lime-Pie vorne rechts im Bild.

Beide Rezepte sind aus dem Buch Leon Backen herzhaft & süß und beide Rezepte wurden sehr, sehr gelobt von meinen Gästen (ich kann mich ja schlecht selbst loben, ginge das, würde ich es aber tun).

Nun aber los, bevor es wirklich keine Heidelbeeren mehr gibt…

Key Lime Pie

  • Zutaten für eine 28er Tarteform:
  • 200g Vollkornbutterkekse
  • 85g zerlassene Butter
  • 400ml Kondensmilch
  • 4 Eigelb von großen Eiern (aus den Eiweißen wurden dann 15 Mini-Pavlowas)
  • 1 EL abgeriebene Limettenschale von Bio-Limetten & noch mehr Limettenschale als Deko
  • 120 ml frisch gepresster Limettensaft
  • 350g Creme Double (alternativ tuts auch Mascarpone oder eben Sahne)

Zubereitung (1. Hälfte):

Den Ofen vorheizen auf 180°C Ober/Unterhitze.

Kekskrümmel und Butter vermengen und in eine 26er Springform als Boden drücken, imvorgeheizten Ofen 12-15 Minuten backen, bis er leicht braun ist. Aus dem Ofen holen und vollständig abkühlen lassen. Ich habe jetzt mit dem Heidelbeer-Käsekuchen weitergemacht, der hat diese Wartezeit prima überbrückt: …

 

Heidelbeer-Käsekuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

  • 125g Vollkorn-Butter und 125g Ingwerkekse oder eben 250g Vollkornbutterkekse, wenn man Ingwer nicht verträgt, schön kleingeklopft
  • 90g zerlassene Butter
  • 550 g Frischkäse (ich hab rebellisch wie ich bin 3 Packungen also 600g genommen)
  • 125g Zucker
  • 2 Tl Zitronensaft (ich hatte noch Limettensaft da…)
  • Mark 1 Vanilleschote (im Leon konsequent mit Vanillestande übersetzt)
  • 200g Creme Fraiche oder Schmand
  • 100g griechischer Yoghurt
  • 3 große Eier
  • 250 g Heidelbeeren
  • 2 Tl Speisestärke (Leon schlägt Maisstärke vor, aber was soll ich mit nem Sack davon?)
  • 3 Tl Wasser

Zubereitung:

Ofen vorheizen: 160°C Ober/Unterhitze

Kekskrümmel und Butter vermengen und in eine 26er Springform als Boden drücken, im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten lassen.

Frischkäse, Zucker, Vanille und Eier glatt rühren, dann Creme Fraiche/Schmand und Yoghurt zufügen und weiterrühren. Auf den Keksboden geben und ggfs. glatt streichen. Dann für 45 Minuten im Ofen verschwinden lassen.

Bei mir ging der Kuchen extrem auf, so dass ich zwischenzeitlich mal Bedenken hatte, ob er nicht gleich meinen Ofen vom allerfeinsten einsaut (und wie ich das um Himmels Willen mit Kind im Tragetuch geputzt bekomme). Und nach dem Backen, obwohl er im ausgeschalteten Ofen noch vor sich hindümpelte und ganz sanft auskühlte…ist er relativ flach geworden. Aber das nur am Rande- schmecken tut der Bombe!

Jedenfalls die Zeit, die der Kuchen im Ofen zubringt nutzen und die Heidelbeeren in der Stärke wälzen und mit dem Wasser aufkochen bis die Beeren aufplatzen. Abkühlen lassen und dann auf dem Kuchen verteilen.

Zubereitung Key Lime Pie (2. Hälfte):

Ofentemperatur auf 160°C reduzieren.

Kondensmilch mit Eigelben, Limettenschale und -saft verrühren und auf den ausgekühlten Boden gießen. 15-20 Minuten backen, bis die Füllung gefestigt ist, aber noch wackelt, wenn man an der Form rüttelt. Pie in der Form auskühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen.

Kurz vorm Servieren die Creme/Mascarpone/Sahne schlagen, bis sie weiche Spitzen hat und die Pie damit bestreichen. Mit der Deko-Limettenschale bestreuen.

Ok und jetzt eben doch: Eiegenlob! Ich bin ein großer Käsekuchenfan und war selbst ganz begeistert, von dem Rezept und wer, wie ich, den frischen Geschmack von Limetten mag, wird um die Key Lime Pie nicht drumrum kommen. Alternativ kann man aber auch mal wieder das hier backen…quasi eine Kombi 🙂

Ihr seht: das wunderbare Baby wird älter und noch toller und die gestresste Chaos-Mutter etwas entspannter. Schon wieder hat die Zeit für einen Blogpost gereicht und zwei der hier angekündigten  Sommerrezepte habe ich euch schon verraten. Während ich das hier tippe (Sonntag Nachmittag- das wunderbare Baby ist mit dem Papa beschäftigt oder umgekehrt) haben wir sogar sommerliches Wetter, Sonnenschein und blauen Himmel! Ich hoffe, das bleibt noch ein Weilchen so und wünsche Euch eine schöne und sonnenreiche Spätsommer-Woche!

Feuchtfroehliche Grüße 🙂

 

Sauerrahmeis mit Limetten

Endlich Eiszeit! Die Eismaschine ist im Dauereinsatz, alle Eisbücher wurden gewälzt und Eis en masse produziert! Zuletzt das Mango-Minz-Eis, das es demnächst mal ohne Minze geben soll, dann ein Erdbeer-Buttermilch-Eis und das karibische SchoKokos-Eis. Heute gab es dann Sauerrahmeis mit Limetten! Sehr erfrischend, nicht zu sauer, durch den Sauerrahm nur etwas herb säuerlich- perfekt für 30°C und mehr!

Zutaten für ca. 1 Liter:

  • 100 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 1-2 Bio-Limetten, je nachGröße und Saftigkeit
  • 200 g saure Sahne/Sauerrahm/Schmand
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Vollmilch

Zubereitung:

Zucker und Wasser auf- und dann zu Läuterzucker einkochen: das ganze soll sirupartig, also dicker werden. Das dauert ca. 5 Minuten und kann auch gut auf Vorrat hergestellt werden, denn gerade für Sorbets braucht man da öfter mal was von! Die Mischung etwas abkühlen lassen.

Die Limette heiß waschen, trocken rubbeln und die Schale abreiben, dann den Saft auspressen. Diesen zum Zuckerwasser geben und das ganze weiter abkühlen lassen.

Dann nach und nach Sauerrahm, Sahne und Milch einrühren und den Limettenabrieb nicht vergessen ;), die Mischung dann in der Eismaschine gefrieren lassen! Hier das Rezept als pdf.

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Das (Original)Rezept (das noch eine Vanilleschote unterbringen wollte, die ich nicht so passend fand und statt der Milch mehr Sauerrahm nimmt, den ich nicht hatte) ist aus Eis & Sorbets von Monika Schuster aus dem Hause GU. Dieses Büchlein liefert neben Basis-Eis-Wissen einige echt leckere und neue Eisrezepte! Auf meiner persönlichen „2-freeze-Liste“ stehen noch: Himbeersorbet mit Champagner, Mango-Orangen-Sorbet und eine Eistarte aus Birnen-Eis mit Mandel-Karamell-Kruste (wie passend, dass ich im August Geburtstag habe 🙂 ).

Übrigens: Meine Eismaschine hat sich schon lange amortisiert meiner Meinung nach und ist ein klarer Hauptgewinn in meinem Haushalt (was man nicht über jedes elektrische Küchengerät so eindeutig sagen kann)! Ich kann recht spontan Eis machen, weiß was drin ist und v.a. was nicht drin ist 😉 und kann kreativ werden!

Klar ist die Anschaffung einer „richtigen“ Eismaschine mit Kompressor erstmal teuer. Aber ich hatte zuvor eine Eismaschine, bei der man den Behälter tiefkühlen musste. Das hat folgende Nachteile:

  • spontan Eis machen ist (fast) nicht möglich, ebensowenig mehrmals direkt hintereinander (außer man hat mehrere Kühlbehälter)
  • der Kühlbehälter nimmt Platz weg, wer nur ein 4****Fach sein eigen nennt, hat dann nur noch ein halbes 4****Fach 😦
  • der gekühlte Behälter kühlt ggfs. nicht lange genug, um das Eis tatsächlich zu gefrieren, insbesondere bei der Zugabe von Alkohol kann das passieren aber auch bei der nachträglichen Zugabe von weiteren Zutaten (Schokostückchen, Obst etc)
  • je nach Gerät kann es sein, dass das „Motörchen“ mit der Verrührung der Eismasse Schwierigkeiten hat und „stecken“ bleibt

Allen Eisliebhabern kann ich daher eine „richtige“ Eismaschine nur wärmstens empfehlen. Oder kältestens! 😉 Rezepte gibt es ja dann hier: Feuchtfroehliche Eisrezepte