Ein Holunderblüten-Sorbetto und eine Buchempfehlung

Arthurs Tochter hat aufgerufen zu einer Themenwoche! Gott sei Dank nicht sowas wie die indischen Wochen bei MacDoof sondern:

Jeden Tag ein Buch – Die Blogger-Themenwoche vom 8. – 14. Juli 2013

Zitat: „Ferienzeit ist Bücherzeit! Nicht nur am Strand, sondern auch in den Blogs. Daher werden sich im genannten Zeitraum viele Blogger täglich mit Genussbüchern beschäftigen. Genussbuch bedeutet, dass es sich nicht zwingend um ein Kochbuch oder Ähnliches handeln muss.

Bei mir werden es nicht jeden Tag ein, also fünf aber zumindest zwei Bücher werden und es werden -surprise, surprise- Kochbücher sein! Da ich außer juristischer Fachliteratur nur blutigen Schund lese, der nicht im Entferntesten „Genussbuch“ ist 🙂 blieben quasi nur Kochbücher! Das ist aber in Ordnung, denn ich liebe Kochbücher und ich weiß, ihr tut das auch!

Vielleicht machen ja noch einige von Euch mit, bei dieser Themenwoche:

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Daher also erst Mal die Buchempfehlung: The Icecreamist -Exclusive Eiscreme und andere Laster!

IcecreamistDas Buch ist viel zu bunt, viel zu poppig, zu hipstermäßig aufgemacht, es will so unbedingt cool und toll sein, dass es gar nicht klappen kann- kurz: es nervt! Warum ich es trotzalledem empfehle?

Wegen seines Inhaltes. Ich bin auch vielen (bis den meisten) Menschen zu laut, zu sarkastisch, zu direkt- kurz: ich nerve! Aber (tief) innendrinnen bin ich dann doch ne ganz Nette, manch eine(r) kriegt diese Seite zu Gesicht, wenn ihn der erste Eindruck nicht abgeschreckt hat. Jaja – die inneren Werte 😉

Ja und so isses mit dem Buch eben auch: die Eisrezepte sind der Hammer! Es gibt da neue, also mal ehrlich wirklich richtig neue (!) innovative Ideen, leckere Kombinationsvorschläge für Eiskreationen jenseits von Vanilleeis mit heißen Himbeeren, Eis mit Alkohol und Cocktailrezepte mit Eis- ja spätestens da hatte der Autor Matt O’Connor mich 🙂

Ja und was gibt es noch so?

Klassiker wie Vanille & Pistazie. Ganz viel Schoko-Eis: mit weißer Schokolade, mit dunkler Schokolade, mit Milchschokolade & Meersalz (gemacht und für gut befunden), mit dunkler Schokolade plus Orange, Haselnussschokolade und Rocher-Eis…  Ganz viele Sorbettos: brav ohne Alkohol z.B. Zitrone oder Earl-Grey und weniger brav: Gin-Tonic-Sorbetto oder Sorbetto aus schwarzer Johannisbeere und Himbeer-Wodka. Wassermelone- Wodka steht auf der „to freeze-Liste“, die Melone liegt schon in der Küche und wartet darauf, ein Sorbetto zu werden!

Dann noch echt spezielles Eis: Lakritze, Popcorn oder Lavendel…ach ja und Muttermilch-Eis. Vier alkoholfreie Ice-Pops und zwei alkoholhaltige, dazu noch ordentlich Basiswissen und zwei Saucenrezepte. Und noch viel mehr Rezepte für noch viel mehr leckeres Eis!

Abzüge in der B-Note gibt es für das eine oder andere Mal Unschlüssigkeit, also „Fehler“ in den Rezepten: da werden Zutaten in der Zutatenliste aufgezählt, die dann nicht mehr verwendet werden oder eben umgekehrt.

Wenn man sich also von dem extremen Design nicht abschrecken lässt, erfährt man hier allerhand Nützliches und erhält nicht wenige wirklich neue Rezeptideen. Ich glaube, bis auf das Muttermilcheis (das finde ich a) strange und habe b) auch keine Bezugsquelle) friere ich mich nach und nach durch das ganze Buch 🙂

Hier und heute präsentiere ich euch das Holunderblüten-Sorbetto.

Zutaten für viel zu wenig Holunderblüten-Sorbetto (~500 ml)

  • 300 ml Wasser
  • 75 g extrafeiner Zucker
  • 8 EL Holunderblütenlikör (geht sicher auch mit Holunderblütensirup)
  • Saft einer Zitrone

Zubereitung:

Den Zucker läutern, also Wasser mit Zucker erst auf- und dann sirupartig einkochen, das dauert ca. 5 Minuten. Abkühlen lassen und dann Zitronensaft und Holunderblütenlikör zugeben. Die Mischung weiter abkühlen und dann gut durchkühlen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank. Dann in der Eismaschine gefrieren.

Ich habe die Mischung über Nacht gekühlt und währenddessen die ganze Zeit gedacht: uiuiui das is aber echt wenig „Masse“. Am nächsten Tag nachgemessen und dann festgestellt: etwas weniger als 300 ml. Da habe ich kurzerhand mit Sprudel auf einen halben Liter erhöht, damit sich das Anwerfen der Eismaschine überhaupt lohnt 🙂 Geschmacklich ist diese „Abwandlung“ der Hammer! Oberhammer sogar! Ich denke fast, dass die Masse ohne Sprudel deutlich zu süß und intensiv geworden wäre…
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Entschuldigt das fantastische Handyfoto…vielleicht entschädigt euch ja das pdf zum Rezept! Ich plane am Freitag Buch Nummer 2 zu präsentieren- seid gespannt!

Cottage Mango Cheesecake und Mango-Kokos-Icepops

Auf „Meine Küchenschlacht“ gibt es ein Cheesecake-Event und natürlich bin ich dabei! Also das hoffe ich zumindest, denn ich habe zwar gestern noch kurz vor knapp meine Email losgeschickt…aber typisch: ohne Anhang! Die Fotos habe ich dann heute hinterhergeschickt und jetzt hoffe ich auf Stephies Erbarmen 😉

Ausgesucht hat das Rezept aus den gewählten Top 5 mein männlicher Mitbewohner: es wurde daher ein außergewöhnliches Rezept, nämlich der Cottage Mango Cheesecake!

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Das Rezept hat Stephie schon abgetippt- ich musste also fast nur copy&pasten…ach ja: und backen 🙂

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Boden :

  • 60 g Cashewkerne
  • 200 g kernige Haferflockenkekse
  • 120 g Butter

Für die Füllung :

  • 1 reife Mango ( etwas 350 g )
  • 400 g ungesüßte Kokosmilch
  • 1 Pck. Pudding-Pulver Vanille-Geschmack
  • 120 g (100) Zucker
  • 6 EL Milch
  • 500 g Hüttenkäse
  • 4 Eier

Zum Bestreuen :

  • ca. 3 EL Kokosraspeln

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Zubereitung:

Den Backofen vorheizen: Ober-/Unterhitze etwa 180 Grad/Heißluft etwas 160 Grad.

Für den Boden die Cashewkerne fein hacken. Haferflockenkekse in einen Gefrierbeutel geben, den Beutel fets verschließen. Die Kekse mit einer Teigrolle fein zerbröseln und mit den Cashewkernen  in eine Rührschüssel geben. Butter zerlassen, zu den Bröseln geben und gut verrühren. Die Bröselmasse in eine Springform geben und mit einem Löffel fest zu einem Boden andrücken. Den Bröselboden mindestens 10 Minuten in den Kühlschrankstellen.

Für die Füllung die Mango schälen, halbieren und den Stein herauslösen. Eine Mangohälfte in Frischhaltefolie wickeln und zum Garnieren in den Kühlschrank legen. Restliche Mangohälfte in etwa 1 cm große Würfel schneiden.

Die Kokosmilch mit dem Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Pudding-Pulver mit der Milch glattrühren und unter ständigem Rühren in die kochende Kokosmilch geben. Den Pudding unter Rühren kurz aufkochen lassen. Den Topf von der Kochstelle nehmen.

Den Hüttenkäse und die Eier in einer Rührschüssel mit einem Schneebesen verrühren. Den heißen Kokospudding mit einem Schneebesen unter die Hüttenkäsemasse heben. Die Mangowürfel vorsichtig unter die Mase rühren und diese dann auf dem Bröselboden in der Springform verteilen und glatt streichen.

Die Form auf den Rost in den vorgeheizten Backofen (unteres Drittel) schieben und etwa 55 Minuten backen. Wenn der Cheesecake zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Die Form auf einen Kuchenrost stellen und den Cheesecake vollständig erkalten lassen. Anschließend vorsichtig aus der Form lösen und auf eine Tortenplatte setzen. Cheesecake etwa 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die kalt gelegte Mangohälfte in dünne Spalten schneiden. Den Cheesecake damit garnieren und mit Kokosraspeln bestreuen.

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Hier das Rezept als pdf.

Und weil ich jetzt im Mango & Kokos-Fieber bin, liefere ich euch gleich noch ein Eis-Rezept für Icepops (Zubereitungsdauer insg. 5 Std). Ich produziere ja zur Zeit Eis wie eine Gelateria in Bella Italia im Hochsommer, einfach weil ich mir einige Eis-Bücher zugelegt habe und die Rezepte alle so furchtbar lecker klingen & aussehen. Und auch Ice-Pops mache ich, jetzt, da ich (wieder) Förmchen habe und entsprechende Rezepte.

Zutaten für 6 Mango-Kokos-Icepops (à 50ml):

  • 1 kleine reife Mango (200 g Mangofruchtfleisch in Würfeln)
  • 1 Biolimette, Schale abgerieben und Saft ausgepresst
  • 2 EL Puderzucker
  • 130 g Kokosjoghurt

Zubereitung:

Die Mangowürfel mindestens 4 Stunden tiefgefrieren, bis diese komplett durchgefroren sind. Dann im Mixer mit Puderzucker, Limettensaft und -schale pürieren. Den Kokosjoghurt zugeben und zu einer cremigen Masse rühren. Die Eismasse in Förmchen füllen und gefrieren lassen (ca. 1 Stunde)!

Vom Eis gibt es noch kein Foto, da es noch im Eisfach schlummert 🙂 aber vom Rezept ein pdf.

Sauerrahmeis mit Limetten

Endlich Eiszeit! Die Eismaschine ist im Dauereinsatz, alle Eisbücher wurden gewälzt und Eis en masse produziert! Zuletzt das Mango-Minz-Eis, das es demnächst mal ohne Minze geben soll, dann ein Erdbeer-Buttermilch-Eis und das karibische SchoKokos-Eis. Heute gab es dann Sauerrahmeis mit Limetten! Sehr erfrischend, nicht zu sauer, durch den Sauerrahm nur etwas herb säuerlich- perfekt für 30°C und mehr!

Zutaten für ca. 1 Liter:

  • 100 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 1-2 Bio-Limetten, je nachGröße und Saftigkeit
  • 200 g saure Sahne/Sauerrahm/Schmand
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Vollmilch

Zubereitung:

Zucker und Wasser auf- und dann zu Läuterzucker einkochen: das ganze soll sirupartig, also dicker werden. Das dauert ca. 5 Minuten und kann auch gut auf Vorrat hergestellt werden, denn gerade für Sorbets braucht man da öfter mal was von! Die Mischung etwas abkühlen lassen.

Die Limette heiß waschen, trocken rubbeln und die Schale abreiben, dann den Saft auspressen. Diesen zum Zuckerwasser geben und das ganze weiter abkühlen lassen.

Dann nach und nach Sauerrahm, Sahne und Milch einrühren und den Limettenabrieb nicht vergessen ;), die Mischung dann in der Eismaschine gefrieren lassen! Hier das Rezept als pdf.

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Das (Original)Rezept (das noch eine Vanilleschote unterbringen wollte, die ich nicht so passend fand und statt der Milch mehr Sauerrahm nimmt, den ich nicht hatte) ist aus Eis & Sorbets von Monika Schuster aus dem Hause GU. Dieses Büchlein liefert neben Basis-Eis-Wissen einige echt leckere und neue Eisrezepte! Auf meiner persönlichen „2-freeze-Liste“ stehen noch: Himbeersorbet mit Champagner, Mango-Orangen-Sorbet und eine Eistarte aus Birnen-Eis mit Mandel-Karamell-Kruste (wie passend, dass ich im August Geburtstag habe 🙂 ).

Übrigens: Meine Eismaschine hat sich schon lange amortisiert meiner Meinung nach und ist ein klarer Hauptgewinn in meinem Haushalt (was man nicht über jedes elektrische Küchengerät so eindeutig sagen kann)! Ich kann recht spontan Eis machen, weiß was drin ist und v.a. was nicht drin ist 😉 und kann kreativ werden!

Klar ist die Anschaffung einer „richtigen“ Eismaschine mit Kompressor erstmal teuer. Aber ich hatte zuvor eine Eismaschine, bei der man den Behälter tiefkühlen musste. Das hat folgende Nachteile:

  • spontan Eis machen ist (fast) nicht möglich, ebensowenig mehrmals direkt hintereinander (außer man hat mehrere Kühlbehälter)
  • der Kühlbehälter nimmt Platz weg, wer nur ein 4****Fach sein eigen nennt, hat dann nur noch ein halbes 4****Fach 😦
  • der gekühlte Behälter kühlt ggfs. nicht lange genug, um das Eis tatsächlich zu gefrieren, insbesondere bei der Zugabe von Alkohol kann das passieren aber auch bei der nachträglichen Zugabe von weiteren Zutaten (Schokostückchen, Obst etc)
  • je nach Gerät kann es sein, dass das „Motörchen“ mit der Verrührung der Eismasse Schwierigkeiten hat und „stecken“ bleibt

Allen Eisliebhabern kann ich daher eine „richtige“ Eismaschine nur wärmstens empfehlen. Oder kältestens! 😉 Rezepte gibt es ja dann hier: Feuchtfroehliche Eisrezepte

SchoKokos-Eis, KoSchokos-Eis- Kokos-Eis mit Schoko

Nein ich mag kein Kokoks aber ich mag mein SchoKokos-Eis! Und es ist ganz einfach und ruckzuck fertig (also zumindest mit Eismaschine 😉 )! Quasi ein Eis-Express in die Karibik!

Ihr braucht für ca. 1 Liter SchoKokos-Eis:

  • 1 Dose/400 ml Kokosmilch (ungesüßt, nur Kokos & Wasser)
  • 200 ml Sahne
  • 75 g Zucker
  • 50 g Kokosraspeln
  • 25 g Zartbitterschokolade, geraspelt und tiefgekühlt

Zubereitung:

Kokosmilch, Sahne, Zucker und Kokosraspeln aufkochen, kurz köcheln lassen (ggfs. durch ein Sieb abgießen, wenn man die Kokosraspeln nicht im Eis haben mag) und abkühlen lassen. In der Eismaschine nach deren Anleitung gefrieren und kurz vor Schluss, also kurz bevor das Eis fertig wird die tiefgekühlten Schokoraspeln zugeben. Ja das war’s schon!

Und jetzt zurück lehnen und das Karibikfeeling genießen! 🙂 ok, eventuell vorher noch das Rezept als pdf. sichern.

Nachtrag, 20.06.13: Da ich diesen Artikel gestern eigentlich nur als Entwurf auf meinem Tab tippen und heute mit Bild versehen hochladen wollte, wordpress mir da aber einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Artikelchen gleich hochgeladen hat, gibt es leider immer noch kein Foto. Das liefere ich nach, versprochen!

SchoKokos-Eis & die perfekte Erdbeere (aus eigenem Anbau)

SchoKokos-Eis & die perfekte Erdbeere (aus eigenem Anbau)

Und zwei weitere Eisrezepte sind auch schon produziert und warten auf Verköstigung, Verbloggung und Bebilderung! Freut euch darauf!

Erdbeer-Buttermilch-Eiscreme

Yeah- endlich Sommer! So richtig mit tagsüber Jalousien runter, damit es im Haus kühl bleibt und 30°C und mehr, strahlend blauem Himmel und natürlich auch den ersten Nörglern, dass es jetzt ja zu warm ist… 🙂

Bevor es sich der Sommer wieder anders überlegt, habe ich die Eismaschine angeworfen! Es gab aber immer noch kein Sesam-Eis für Schatz und das obwohl die Sesam-Knappheit überwunden werden konnte (Mama hat ein Päckchen Sesam bei sich gefunden).

Sondern ein sommerliches, frisches, cremiges Erdbeer-Buttermilch-Eis. Ich mag eigentlich kein Erdbeereis, aber es waren so viele davon im feuchtfroehlichen Haushalt und die „mussten weg“! Und da bislang jedes Rezept aus meinem neuen Lieblings-Eisbuch wunderbar gelungen ist, war Erdbeereis sehr naheliegend.

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Die Alternative wäre eine Bowle gewesen, aber bei so sommerlichen Temperaturen trinke sogar ich lieber Saftschorle und Eistee! Apropos Eistee: da suche ich noch nach dem ultimativen Rezept- was ich zusammengerührt habe, hat immer eigenartig geschmeckt…

Gar nicht eigenartig sondern sehr, sehr lecker schmeckt die Erdbeer-Buttermilch-Eiscreme. Serviert habe ich sie mit dem restlichen Erdbeer-Püree und ein paar frischen Erdbeeren. Ich habe mich sogar fast an das Rezept aus dem viel gelobten Buch „Das beste Eis der Welt“ von Jeni Britton Bauer gehalten (in Klammer seht ihr, was ich anstatt oder in anderer Menge genommen habe).

Zutaten für ca. 1 Liter Erdbeer-Buttermilch-Eiscreme:

  • 350 (450) ml Milch
  • 2 EL Speisestärke
  • 60g Frischkkäse
  • ½ Tl feines Meersalz
  • 300 (200) ml Sahne
  • 150 (100) g Zucker (Vanillezucker)
  • 2 EL Glukosesirup (immer noch: Ahornsirup)
  • 60 (100) ml Buttermilch
  • 300 (350) g Erdbeeren, in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 80 g Zucker (Vanillezucker)
  • 3 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Den Ofen auf 190°C Ober/Unterhitze vorheizen und die Erdbeeren mit den 80 g Zucker in einer ofenfesten Form vermischen, dann etwa 8 Minuten rösten, bis sie gerade weich sind. Mit dem Zitronensaft pürieren und abkühlen lassen.

Den Frischkäse in einer großen Schüssel mit dem Salz glattrühren. Die Speisestärke mit 2 EL Milch in einer kleinen Schüssel glattrühren.

Milch, Sahne, 150 (100) g Zucker und den Glukosesirup (Ahornsirup) in einem größeren Topf verrühren und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Vier Minuten sprudelnd kochen lassen, dann die Speisestärke einrühren und nochmals unter Rühren aufkochen, bis die Masse andickt.

Die heiße Mischung zum Frischkäse rühren. Buttermilch dazugeben sowie 125 ml vom Erdbeerpüree. Ich habe dann noch einige Löffel mehr von dem Erdbeerpüree dazugegeben, bis mir die Eisbasis geschmeckt hat. Die noch nicht gefrorene Masse soll „zu süß“ sein, da sich etwas Süße beim Gefrieren verliert. Derzeit sind Herr Schatz und ich da etwas uneins: ihm ist im Moment vieles zu süß, was für mich genau richtig ist…und umgekehrt!

Je nach Eismaschine die Masse abkühlen lassen und dann gefrieren oder gleich loslegen. Ich habe ein wenig von dem Erdbeerpüree als Swirls in die fertige Erdbeer-Buttermilch-Eiscreme eingearbeitet, bevor ich sie bis zum Abendessen im Tiefkühler versteckt habe!

Nicht versteckt: das Rezept als pdf.

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Als nächstes plane ich ein Kokoseis. Jaja: ich habe bereits mehrfach erwähnt, dass ich eigentlich auch kein Kokos mag. Aber irgendwie bin ich von der Kokoseis-Idee besessen und habe auch schon ein, zwei Kokosausnahmen gemacht (klick und klick). Ich werde euch berichten, ob und wie das Kokoseis geworden ist und ob ich meine Meinung zum Thema Kokos doch noch ändere!

Feuchtfroehliche Grüße, genießt die Sonne!

Karamell-Overkill: Karamell-Eis mit Rolo-Crunch

Die Sonne blinzelt jetzt ab und zu mal raus und dann könnte man meinen, es wird doch noch was mit dem Sommer 2013. Zumindest wenn nicht gerade wieder ein Wolkenbruch oder ein Unwetter oder ein Unwetter mit sintflutartigem Wolkenbruch-Regen dazwischenkommt. Aber wir sind ja im Haushalt Feuchtfroehlich stets durchundurch optimistisch…und werfen daher auch bei bedecktem Himmel die Eismaschine an.

Als es Samstags warm war und Dienstags dann auch noch, fing Schatz an von einem letztjährigen Post-Malta-Experiment, dem Sesam-Eis zu fantasieren. Und weil ich eine wirklich gute Freundin bin, habe ich gleich die Zutaten zusammengesucht. Und dann festgestellt, dass Sesam nicht in ausreichender Menge vorhanden ist. Und am nächsten Tag in einem riesigen Supermarkt festgestellt, dass die auch keinen haben. Auch im Discounter meines Vertrauens oder in der Öko-Ecke vom Drogeriemarkt meines Vertrauens: Fehlanzeige. Jetzt rätsel ich gerade wirklich, wo ich denn den verda**ten Sesam sonst gekauft habe (im Asia-Shop vielleicht)…und rühre in der Zwischenzeit ein Karamell-Eis mit Rolo-Crunch! Schatz war damit einverstanden als Surrogat, bis die Sesam-Knappheit behoben ist im Hause Fröhlich.

Ich hatte schon mal aus meinem Ben & Jerrys Eisbuch (einem völlig uneigennützigen Geschenk von dem bereits erwähnten Schatz) ein Rolo-Eis gemacht: Basis war dieses Vanille-Eis, reingeworfen wurden gefrostete Rolos. War schon ziemlich lecker!DSC_0049

Heute gab es als Basis das Karamelleis aus dem Buch „Das beste Eis der Welt“, das ich schon hier über den grünen Klee gelobt habe (woran ich festhalte); allerdings nicht in der salzigen Variante, das wäre zuviel Experiment für den Eistraditionalisten-Schatz:

Zutaten für etwa 1 Liter:

  • 2 Stangen (~100g) Rolos, im Tiefkühler frosten
  • 450 ml Vollmilch
  • 1 1/2 EL Speisestärke
  • 40 g Frischkäse (Raumtemperatur)
  • 1 Prise (statt 1/2 TL) feines Meersalz
  • 300 g Sahne
  • 2 EL Glukosesirup Ahornsirup (der war da und muss auch mal weg)
  • 150 g Zucker
  • 2 Tl Vanilleextrakt

Zubereitung:

2 El der Milch mit der Speisestärke glatt rühren. Frischkäse mit Sahne in einer großen Rührschüssel (da kommt am Ende die ganze Eiscremebasis rein) glatt rühren. Die Sahne mit dem Glukosesirup verrühren.

Den Zucker in einen großen Topf geben (darin befindet sich die gesamte Eiscremebasis zwischenzeitlich und soll sprudelnd kochen, also ruhig großzügig bei der Topfauswahl sein) und karamellisieren. Wenn der Zucker bernsteinfarben und flüssig wird, vom Herd nehmen und die Sahne-Sirup-Mischung langsam und unter Rühren zugießen- Achtung:: das kann spritzen! Je länger man den Zucker karamellisiert, umso „bitterer“ wird der Karamell!

Ach ja: NIE (!) heißen, flüssigen Karamell probieren wollen! NIE! Nachdem ich mir unzählige Male Finger und/oder Zunge übelst verbrannt habe, habe sogar ich es gelernt- euch will ich Kummer ersparen, wenn ich das immer Mal wieder schreibe!

Wenn die Sahne eingerührt ist den Topf zurück auf den Herd stellen. Milch ebenfalls dazugießen und bei mittlerer Hitze aufkochen, dann 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Immer schön rühren und nicht ablenken lassen, sonst kocht das doch recht flott über!

Wieder vom Herd nehmen um die Stärkemischung einzurühren, dann zurück auf den Herd und nochmals unter Rühren aufkochen bis die Masse andickt. Man soll/kann die Masse jetzt durch ein Sieb gießen, um etwaige Karamellstückchen zu eliminieren. Da wir da später Rolo-Stücke reinwerfen, habe ich mir diesen Schritt gespart. 🙂

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Jetzt je nach Eismaschine entweder die Masse nur kurz abkühlen lassen und dann gefrieren (Kompressor) oder komplett erkalten lassen und dann gefrieren (kein Kompressor/mit Kühlakku). So oder so: kurz vor Schluß die Rolos aus dem Tiefkühler holen, grob hacken und zur Masse geben. Je nach Eismaschine kann man das Resultat gleich verspeisen oder muss noch ein wenig nachfrieren.

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Mir persönlich, ist es too much Karamell, also wie der Titel schon sagt: Karamell-Overkill. Aber mein Karamell-Junkie-Schatz ist glücklich! Naja selbst er schafft „nur“ 2 Kugeln 🙂 Soll der noch einmal behaupten, ich würde Essen nur für den Blog produzieren…dann gibt’s nur noch Käsekuchen! 😉 Wenn ihr ausprobieren wollt, wieviel Karamell ihr abkönnt, findet ihr hier das Rezept als pdf.

Was diese Woche geschah…

Seit meinem Bloggeburtstag ist viel passiert, so viel, dass es nur für einen Schnelldurchgang…äh…Wochenrückblick reicht: Joghurt-Rhabarber-Eis, Rhabarber-Muffins mit Anis-Streuseln, Blaubeer-Zitronen-Mascarpone-Tarte fürs Fernsehen, Tomaten-Gorgonzola-Tarte und Schoko-Schoko-After-Eight-Cupcakes. Außerdem noch ne Foto-Story aus meinem Garten!

Samstag: Joghurt-Rhabarber-Eis aus meinem neuen Sommer-Lieblings-Eisbuch von Jeni Britton Bauer. Die liebe Jeni nutzt eine Eismaschine mit passiver Kühlung, ich eine mit Kompressor- dadurch ändern sich ein, zwei Steps in den Rezepten. Hätte ich ihr Buch schon früher gehabt, vielleicht hätte ich gar keine Eismaschine mit Kompressor gekauft. Ehrlich: das Buch ist eine echte Empfehlung für diejenigen, die „nur so eine kleine Eismaschine“ haben, deren Kühleinheit im TK vorgekühlt werden muss!

Zutaten:

  • 1 kg fettarmer Naturjoghurt, über Nacht abgetropft*
  • 350 ml Vollmilch
  • 2 EL Speisestärke
  • 60 g Frischkäse, Raumtemperatur
  • 120 g Sahne
  • 150 g Zucker
  • 60 ml Glukosesirup (ich wollte keinen kochen, hab keinen kaufen können und dann Ahornsirup genommen)
  • 250 g frischer Rhabarber, in 2cm lange Stücke geschnitten**
  • 70 g Zucker

*) letztlich braucht man davon nur 400g, weswegen ich beim nächsten Mal -und es wird sicher ein nächstes Mal geben- wohl einfach griechischen Joghurt nehme…

**) Davon braucht man dann nur 150g; aus einem Kilo Rhabarber und 250 g Zucker Kompott machen lohnt viel mehr und das was übrig ist, kann man toll in Muffins einbacken und zsätzlich ins Eis schichten 🙂

By the way: Rhabarbermuffins mit Anis-Streuseln– alles außer 0815

0815-Muffins mit ein bisschen Rhabarberkompott und dann: die Förmchen nur zur Hälfte füllen, dann ein Löffelchen Rhabarber-Kompott, dann den restlichen Teig und obenauf die 0815-Streusel aus Butter, Zucker, Mehl und frisch geröstetem und gemörsertem Anis:

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Aber zurück zum Eis

Schon am Freitag:
Ein Sieb über eine Schüssel stellen und mit einem Musselintuch (oder einem weißen Küchenhandtuch) auslegen. Den Joghurt hineingeben und abgedeckt 6-8 Std. im Kühlschrank abtropfen lassen. Die Flüssigkeit wegschütten, 400 g des Joghurts abmessen und beiseitestellen.

Am Samstag dann:

Den Ofen auf 150 °C Ober/Unterhitze vorheizen. Rhabarber und Zucker in einer  Auflaufform mischen und ca 45 Minuten lang backen, dabei alle 10 Minuten umrühren, bis der Rhabarber zerfällt, aber noch rosa ist. Ja- das geht auch in einem Topf.Von dem Kompott 150 g abwiegen und abkühlen lassen.

Für die Eiscremebasis etwa 2 EL der Milch mit der Stärke zu einer glatten Paste verrühren. Frischkäse in einer mittleren Schüssel glatt rühren.

Die restliche Milch mit Sahne, Zucker und GlukoseAhornsirup in einem kleinen Topf bei mittlerer eher starker Hitze, sonst ist das wie Warten auf Godot- aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen und langsam die Stärkemischung einrühren. Die Mischung wieder zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 1 Minute kochen, bis sie leicht andickt, dann vom Herd nehmen.

Die heiße Mischung nach und nach mit dem Frischkäse glatt rühren. Abgetropften Joghurt und Rhabarberkompott unterrühren.

Laut Rezept: Die Eiscremebasis in einen großen, wiederverschließbaren Gefrierbeutel füllen und in das Eisbad legen. Etwa 30 Minuten kühlen, dabei wenn nötig Eis nachfüllen. Ich so: in das Eismaschinengefäß und los geht’s! 🙂

Die Eiscreme in eine Aufbewahrungsbox füllen (ggfs. bzw. eigentlich unbedingt den restlichen Kompott einschichten), ein Stück Pergamentpapier auf die Oberfläche drücken (das sollte ich mal ausprobieren) und mit einem luftdichten Deckel verschließen. Im Eisfach mindestens 4 Stunden fest werden lassen.

Sehr, sehr lecker- das sagt auch Herr Schatz, der weder Joghurteis wollte, noch Rhabarber mag! Hier das Rezept als pdf.

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Übrigens ist dieses leckere Eis Beitrag Nummer 1 für dieses nette Event, für das ich mir ganz arg die Daumen drücke:

Sonntag: Kaffeeklatsch mit einer lieben Freundin, deren und meinem Schatz! Da hatte das Wetter noch keine Ahnung, dass jetzt Sommer wird! Nur ich hab es schon gewusst und deswegen den Sommerhit vom letzten Jahr gebacken: Blaubeer-Zitrone-Mascarpone-Tarte, zusätzlich mit ein paar Himbeeren! Schmeckt auch 2013 🙂 und dieses Jahr gibt es das Rezept sogar als pdf!

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Das war aber eigentlich nur zu Übungszwecken für den Dienstag. Da war VOX da und hat mich und meine Blaubeer-Zitrone-Mascarpone-Tarte gecastet. Da wird es nämlich bald eine neue Backsendung geben und vielleicht macht Frau Fröhlich da dann mit. Das war ganz schön anstrengend, zwei Stunden lang über Kuchen reden und Fragen übers backen beantworten und den Kuchen ins rechte Licht rücken:

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Im Hintergrund übrigens der Kameramann. Sehr nett, aber auch sehr enttäuschend: ich dachte so an riesige Monsterkamera…und der kam mit so nem High-End-Mini-Hand-Kamera-Ding… Und er hat die hübschere Seite des Kuchens gedreht 😉

Danach gab es dann eine Stärkung in Form einer Tomatentarte mit Gorgonzolacreme, für das Team, Schatz und mich:

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Zutaten für eine 26/28er Tarteform:

  • 200 g Dinkelmehl Mehl
  • Salz
  • 100 g Butter, in Würfeln
  • 1 Ei (Größe M)
  • 200 g Gorgonzola-Käse
  • 200 g Doppelrahm-Frischkäse- oder 125 g Mascarpone & ca 75 g Frischkäse
  • schwarzer Pfeffer
  • 750 g, also so 5-6 Tomaten in Scheiben
  • Basilikumpesto, Sonnenblumenkerne…

Zubereitung:

Den Ofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen (meiner war am Dienstag im Dauerbetrieb: Tarte-Brot-Tarte :))

Aus Mehl, Salz, Butter und dem Ei einen Mürbeteig kneten. Wenn es sich nicht ordentlich verrühren lässt, einfach 1-2-3 EL eiskaltes Wasser hinzugeben! Den Mürbeteig entweder kühlen und dann ausrollen und die Form auskleiden oder gleich ausrollen und in die Form fummeln.

Aus Gorgonzola, Mascarpone und Frischkäse eine Creme rühren, mit Pfeffer würzen. Ich mag Gorgonzola, Schatz auch. Für alle, die es nicht so heftig mögen, sei der milde Gorgonzola (dolce) wärmstens empfohlen. Die Creme auf dem Boden verstreichen.

Die Tomatenscheiben dekorativ auf dem Tarte-Cremebett verteilen und die Tarte dann auf der untersten Schiene 35-40 Minuten backen. Aus dem Ofen holen und nochmal pfeffern, ggfs. mit Basilikumpesto und gerösteten Sonnenblumenkernen garnieren.

Wer es nachmachen mag, kann hier das Rezept als pdf. runterladen.

Mittwoch kam dann meine erste -und ganz sicher letzte- Brandnooz Box. Ich habe Schatz nen ziemlich coolen Grill gekauft zu unserem Jahrestag und dachte irgendwie, dass die BBQ-Box ne witzige und sinnige Idee wäre. Vielleicht ist sie das für andere Menschen. Schatz hat es auf den Punkt gebracht: lauter Dinge, die du (also ich) nie im Leben kaufen würdest. Genau:

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Auch am Mittwoch und immernoch am Donnerstag und auch am Freitag habe ich mich um die Gartenbegrünung gekümmert und mir nen Bomben-Sonnenbrand geholt. Ich sehe aus wie ein Lobster-Streifenhörnchen, aber das ist irgendwie jedes Jahr so, wenn das erste Mal die Sonne rauskommt… Zurück zu meinem Gartenprojekt: Ich mach das jetzt so richtig mit spießigen Geranien 😉 aber auch mit einer Kräuterspirale, damit ich künftig alle möglichen und unmöglichen Kräuter zur Hand habe:

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Der Schwerpunkt liegt z.Z. irgendwie auf Minze: Pfefferminze, Marokkanische Minze, Englische Minze, Russische Minze, Orangenminze, Erdbeerminze, Schokoladenminze. Im Anbau: Mexikanische Minze. Und auf dem Wunschzettel: Ananasminze. Die hatte ich letztes Jahr u.a. in Ananaseis eingerührt- yummie!

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Aber auch Salbei, Rosmarin (stehend und hängend), 0815-Thymian, Feld-, Orangen- und Zitronenthymian, Oregano, Zitronenmelisse und Zitronenverbene. Im Anbau: Basilikum, Dill, Petersilie (glatt und mit Locken), Schnittlauch, Bohnenkraut, Majoran, Kamille und Ysop, einige essbare Blüten und Monatserdbeeren. Mama wurde (ob des wesentlich grüneren Daumens und des größeren Gartens) schon mit dem Gemüseanbau beauftragt und zieht Tomaten, Zucchini und Kürbis & Co vor. Auf dem Saatgut- Wunschzettel: trotzdem noch so vieles!

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Und dann -die logische Konsequenz aus meinem Artikel hier– unsere kleine Erdbeerplantage:

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Hätte ich gewusst, dass der Sommer pünktlich zum Wochenende Pause macht, hätte ich natürlich gestern im strahlenden Sonnenschein Fotos gemacht!

Am heutigen  Freitag gab es dann für meine beste Freundin eine verregnete Gartenführung vom Haus aus und diese Schoko-Schoko-After-Eight-Cupcakes (ich schreib jetzt nicht Schoko-Minz-Täfelchen); da hatte dann die (natürlisch: englische) Minze ihren ersten Einsatz! Ok- Schokominze wäre auch ne Option gewesen!

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Zutaten für die Cupcakes:

  • 2 große oder 3 kleine Eier
  • 150g Zucker oder Puderzucker (dann aber ca. 50 g weniger nehmen)
  • 175g Butter, weich-flüssig (alternativ: 200 ml neutrales Öl)
  • 225g Mehl
  • 2 El Backpulver
  • 1 Tl Natron
  • 2 EL Kakao
  • 1/2 Pck. Schokotröpfchen

Für das Frosting:

  • 250 g Mascarpone
  • 75 g Puderzucker
  • 1-2-3 EL Minzsirup z.B. von Monin (da muss jeder seine eigene Minz-Verträglichkeit austesten)
  • grüne Lebensmittelfarbe (kann, muss nicht)

Alles gründlich verrühren und bis zum Einsatz ebenso gründlich kühlen!

Für die Deko:

  • After Eight Tafeln
  • Minzblättchen, in english please 😉

Zubereitung:

Ofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen und das Muffinblech mit Papier- oder Silikonförmchen bestücken.

Die Eier mit dem Zucker verrühren, so lange, bis es ganz hell und cremig ist. Dann die Butter zugeben und weiterrühren. Mehl, Backpulver & Natron und Kakao miteinander vermischen und dann löffelweise in die Butter-Zucker-Eimasse einrühren. Wenn man denkt, man ist fertig: noch n Minütchen witerrühren. Dann noch flink die Schokotröpchen unterrühren.

Den Teig in die Förmchen füllen und dann in der Backofenmitte 20-25 Minuten backen. Auskühlen lassen und zwar gründlich.

Eigentlich sticht man aus Cupcakes jetzt ein Stück von oben aus (mit speziellem Cup-Cake-Werkzeug oder so einem Kugelausstecherding), um ein wenig von dem Frosting auch in den Cupcake zu quetschen. Mir persönlich ist das too much: too much Arbeit in the Morning und too much Frosting in the Cupcake! Ich froste also meine Cupcakes nur von oben, nicht auch von innen, aber das ist ja jedem selbst überlassen. Letztlich muss da dann noch Deko drauf und fertig & yummie!

Wer mag, kann auch dieses Rezept als pdf. haben.

So- das war dann der feuchtfroehliche Wochenrückblick 🙂 Ihr könnt noch bis Ende des Monats über meine neue Backbuchidee abstimmen, ich würde mich freuen, wenn ihr da mitmacht! Ein schönes Wochenende euch allen!

Feuchtfroehliche Grüße 🙂

Der feuchtfroehliche Adventskalender: Türchen Nummer 8

Heute serviere ich euch einen Klassiker!

Birne Helene (französisch: Poire belle Hélène) ist ein klassisches Dessert. Im Originalrezept werden frische, geschälte Birnen in Läuterzucker pochiert, nach dem Auskühlen auf Vanilleeis angerichtet und mit kandierten Veilchen bestreut. Dazu wird eine heiße Schokoladensauce gesondert gereicht.

Das Dessert wurde um 1870 von Auguste Escoffier kreiert, als Jacques Offenbachs Operette Die schöne Helena in Paris aufgeführt wurde. Im Film „Pappa ante Portas“ sorgte die Birne Helene mehrfach für Streit zwischen Heinrich Lohse (Loriot) und anderen Protagonisten hinsichtlich des korrekten Rezepts. Wir wollen nicht streiten, machen es wie es uns beliebt und heute eben mal so:

Eine feuchtfroehliche, weihnachtliche Birne Helene

Zutaten für 4 Portionen:

  • 150 ml trockener Weißwein
  • 2 El Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 2 Nelken
  • 2 Birnen, geschält, entkernt & geviertelt
  • 100 ml Schlagsahne
  • 100 g Zartbitterschokolade, gehackt
  • 4 Kugeln Schokoladeneis

Zubereitung:

Den Weißwein, Zucker und die Gewürze in einem kleinen Topf aufkochen. Die Birnenviertel zum Wein geben und zugedeckt bei milder Hitze 20-30 Min. köcheln.

Die Sahne in einem Topf erhitzen aber nicht kochen, vom Herd nehmen und 2/3 der Schokolade darin unter Rühren schmelzen.

Die Birnen aus dem Sud nehmen. Auf 4 Desserttellern mit je 1 Kugel Schokoladeneis anrichten. Etwas Schokoladensauce darüber gießen und mit der restlichen gehackten Schokolade bestreut servieren.

Applepie- Icecream

3 Wahrheiten:

  • Herbst schmeckt nach Apfelkuchen
  • Eis geht auch in den kühlen Jahreszeiten Herbst & Winter
  • Das Problem mit Kuchen ist, dass er kein Eis ist; das Problem mit Eis ist, dass es kein Kuchen ist.

Schlussfolgerung: Applepie- Icecream

Zumindest für mich ist die logische Konsequenz aus dem oben gesagten jedenfalls Applepie- Icecream, schön apfelig mit feiner Zimtnote und crunchy Keksstückchen. Eisiger Apfelkuchen also. Und ich finde, das passt sehr gut zu Herbst in meiner Küche, Sarahs aktuelles Blogevent und mein zweiter Beitrag dafür.

Herbst in der Küche

In den Weiten des Internets findet sich so manches Rezept für Applepie- Icecream, irgendwie hat mich keines so ganz überzeugt. Daher habe ich selbst rumexperimentiert. Das ist dabei rausgekommen:

Zutaten (für etwa 1 Liter):

  • 2 Äpfel, geschält, entkernt und in Stücke geschnitten
  • 200 ml Apfelsaft
  • 2 (Bio)Eier
  • 200 ml Sahne
  • ¾ Cup (ca. 170g) + 3 EL brauner Rohrzucker
  • 2-3 TL Zimt
  • 3-4 Haferkekse, in kleine Stücke gehackt

Vorwort: In einigen Rezepten habe ich gelesen, dass man tiefgefrorenen Applepie-Teig mit Zucker-Zimt bestreuen, backen und dann zerbröseln soll. Der Amerikaner kann hierzu in den Supermarkt laufen und „Pie-Crust“ -sozusagen fertige Kuchenrohlinge- kaufen. Unabhängig davon, ob ich das wollen würde, habe ich noch keine „Pie-Crust“ in deutschen Tiefkühltheken gesehen; d.h. ich müsste den Applepie-Teig selbst backen. Erfolgreich erprobt sind dabei die Rezepte von USA kulinarisch in klassisch und süß. Wer also „richtigen Apfelkuchenteig“ in seinem Eis möchte, dem seien diese beiden Rezepte empfohlen.

Ich habe mich für schwedische Haferkekse entschieden, die sind nicht so süß und schön crunchy. Außerdem reichen 3-4 kleingehackte Kekse für die Menge Eis völlig aus.

Zubereitung:

Die Kekse kleinhacken und bis zu ihrem Einsatz tiefkühlen.

Die Äpfel mit Apfelsaft, 1 TL Zimt und 3 EL Rohrzucker aufkochen und dann 15-20 Minuten (je nach Festigkeit der Äpfel) köcheln lassen. Die Apfelsuppe mit dem Stabmixer pürieren und abkühlen lassen.

Die Eier hell und cremig rühren, dann nach und nach den restlichen Zucker zugeben bis alles verrührt ist. Die Sahne zufügen und die Masse etwas anschlagen, dann die abgekühlte Apfelmasse einrühren. Die Masse in der Eismaschine nach Anleitung gefrieren. Kurz bevor das Eis fertig ist die Keksstücke zufügen und einrühren lassen.

Das Eis war noch nicht ganz fest geworden, wurde allerdings zu viel für die Eismaschine, um weiterzurühren. Daher habe ich es noch für einige Stunden tiefgekühlt und später mit Haferkeks-Stückchen serviert! Wer Apfelkuchen & Eis mag, sollte das Rezept mal ausprobieren! Hier das pdf.

Noch ein Spätsommermenu: Involtini di melanzane – Kürbisrisotto mit Pecannüsses- Walnussparfait

Schlag auf Schlag geht es weiter mit dem Bekochen lieber Menschen. Heute war meine Katzensitterin und beste Freundin dran und es gab das nächste Spätsommermenu, diesmal recht nussig und mit einem Hauch mehr Herbst, zusammen mit dem ersten Rotwein und mit 100% Gemüse aus dem heimischen Garten von Mama:

Involtini di melanzane, Kürbisrisotto mit Pekannüssen und zum guten Schluss ein Walnussparfait.

Da ich ein neues Handy habe, musste der Blog als Testobjekt hinsichtlich der Kamera dienen. Die nächsten Fotos mach ich aber wieder mit der Nikon!

Involtini di melanzane das sind Auberginen-Röllchen mit Ricottafüllung in einem Tomaten-Sugo und das ist ein einfaches, vegetarisches, (low carb) Gericht für die letzten Sommertage, das sich noch dazu gut vorbereiten lässt.

Zutaten für 4 als Vor- oder 2 als Hauptspeise:

  • 2 Auberginen
  • 250 g Ricotta, 50 g Pecorino, gehobelt – beides miteinander vermischt
  • nochmal 50 g Pecorino, gehobelt
  • Oregano
  • 2 El Pinienkerne
  • frische Basilikumblätter zum garnieren
  • Salz, Pfeffer

Für die Tomatensauce:

  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Schuss Rotwein
  • 1 Dose stückige Tomaten oder 4-5 gute, reife, leckere Tomaten aus Eigenanbau, gewaschen und in Stücke geschnitten
  • 1 Schuss Sahne
  • Thymian, Meersalz, Pfeffer, Olivenöl, Basilikum

Den Ofen auf 200°C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Als erstes die Auberginen putzen und mit einem scharfen Messer der Länger nach in ca. 5 mm dünne Scheiben schneiden (insgesamt sollten 12-16 Scheiben daraus resultieren, je nach Größe der Auberginen und persönlicher Befähigung des Schneiders). Die Scheiben leicht mit Salz bestreuen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Dann die Tomatensauce köcheln. Dazu in einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Die Tomaten dazugeben und alles mit einem Schuss Rotwein (alternativ mit Wasser) ablöschen. Den Thymian dazugeben und alles bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten vor sich hinköcheln lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggfs. noch mit einem Schuss Sahne verfeinern, weil Sahne geht bekanntlich immer 😉 und evt. noch mit frischem Basilikum würzen.

Währenddessen die Involtini basteln: die Auberginenscheiben kurz in Öl wenden bzw. mit Öl bepinseln und in eine heißen Grillpfanne geben. Die Aubergine von beiden Seiten grillen und bei Seite stellen. Die zwei miteinander vermischten Käsesorten mit dem Oregano, Salz und Pfeffer unterrühren und die Auberginen damit bestreichen. Die Auberginenscheiben aufrollen.

Ein paar Löffel der Tomatensoße in eine Auflaufform geben und darauf die Röllchen geben. Die restliche Sauce dazugießen und mit dem übrigen Pecorino bestreuen, die Pininenkerne dazugeben und bei 200° etwa 20-30 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Man kann die Involtini schon am Vortag vorbereiten und im Backofen noch einmal kurz erwärmen, sie schmecken aber auch lauwarm oder sogar kalt. Wenn man sie als Hauptspeise serviert, passen sie gut zu Fleisch, v.a. zu gegrilltem Fleisch. Die Tomatensauce taugt auch sehr gut als schnelle Nudelbegleiterin!

Kürbisrisotto für 4:

  • Öl, Salz, Pfeffer
  • ~ 1 Liter heiße Gemüsebrühe
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • 1 Zwiebel in feinen Würfel
  • 350 g Risottoreis (Arborio ist für mich erste Wahl)
  • 1/2 Hokkaidokürbis oder 1 ganzer, kleiner Kürbis
  • 100 g Pecorino fein gerieben und ein wenig gehobelt zu Dekozwecken
  • 1 Hand voll Pekannüsse ohne Fett geröstet und etwas klein(er) gehackt

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Den Kürbis halbieren und die Kerne entfernen, Hokkaido muss man ja Gott sei Dank nicht schälen. Das Kürbisfleisch (etwa 400 g) in kleine Würfel schneiden, ca. 2 x 2 cm. Zwei Drittel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Öl beträufeln und für 20-25 Minuten im oberen Drittel des vorgeheizten Ofens backen, bis der Kürbis weich ist. Aus dem Ofen nehmen, salzen, pfeffern und auf seine Bestimmung warten lassen.

In einem großen Topf nicht zu wenig Öl (10-12 El) erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Das übrige Drittel Kürbiswürfel dazugeben und kurz anbraten. Dann den Reis zugeben und auch im Öl kurz angehen lassen. Nach 1-2 Minuten mit dem Weißwein ablöschen.

Jetzt 1-2 Schöpfkellen Brühe zugeben und rühren bis die Brühe aufgesogen ist. Vorgang immer nd immer wieder wiederholen und ab und an mal den Reis probieren. Ich kann nicht sagen, wie lange das Rühren dauert und auch nicht wieviel Brühe es braucht, das ist nach wie vor von Risotto zu Risotto verschieden.

Wenn der Reis schon fast gut, im Kern aber noch al dente ist, den Ofenkürbis zugeben. Dadurch, dass er gebacken wurde und ganz weich ist, zerfällt er und färbt das Risotto ein wenig ein- das soll so!

Risotto “trockenrühren“, also keine Brühe mehr zugeben und weiterrühren, bis der Reis den Rest der Brühe aufgesogen hat. Herd ausschalten und den Pecorino einrühren.

Mit den Pekannüssen und dem Pecorino dekorieren & servieren!

Walnussparfait:

Parfaits sind prima für Menschen ohne Eismaschine, da die Masse durch die mit der geschlagenen Sahne eingebrachten Luftblässchen sowie durch die Eigelbe und den hohen Fettanteil (jaja machen wir uns bitte keine Illusionen) beim Gefrieren nicht zu fest wird und sich auch nur kleine Eiskristalle bilden, so dass man auch nicht ständig rühren muss. Das weiß ich, weil ich von der besagten besten Freundin ein total tolles Buch zum Geburtstag bekommen habe 🙂 und aus dem ist auch das Rezept zu diesem Walnussparfait.

Zutaten für 4 Portionen Walnussparfait:

  • 160 g Zucker
  • 120 g Walnusskerne, grob gehackt
  • 1 El Öl
  • 200 ml Milch
  • 1 Vanilleschote, aufgeschlitzt
  • 4 Eigelbe
  • 50 g Honig (keinen zu dominanten Honig nehmen)
  • 300 g Sahne

Zubereitung:

Sahne steif schlagen und kühl stellen. Außerdem die Form, in der das Parfait gefroren werden soll auch kühlen.

In einem kleine Topf 80 g Zucker erhitzen bis er schmilzt. Die Walnusskerne zugeben und unter Rühren goldgelb karamellisieren. Nicht auf die Idee kommen, den Karamell in diesem Zustand zu probieren, er ist ca. 150 – 180 °C heiß und man verbrennt sich alle involvierten Körperteile (ich spreche aus mehrmaliger Erfahrung)! Ein Backblech oder eine Steinplatte leicht ölen und die Krokantmasse darauf verteilen. Ja: das Zeug ist immer noch zu heiß, um es zu probieren! Erkalten lassen und klein hacken. Jetzt kann man gefahrlos probieren.

Während der Krokant abkühlt die Milch mit der Vanilleschote aufkochen, vom Herd nehmen und die Vanille rausfischen. Das Mark auskratzen und in die Milch zurückgeben. (Die Schote trocknen und zum aromatisieren von Zucker oder Salz verwenden!)

Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker und dem Honig über einem heißen Wasserbad cremig rühren. Ich nehme dazu das Handrührgerät auf kleiner bis mittlerer Stufe; per Hand, also mit dem Schneebesen rührt man sich da nämlich schnell einen Tennisarm.

Die warme Vanillemilch schöpflöffelweise zugeben -nicht auf einmal, dann gerinnt das Ganze- und dabei immer weiterrühren, jetzt aber mit einem Rührlöffel, weil sonst zu viel Luft in die Masse kommt. Die Masse wird also gerührt und erhitzt und sollte immer dicker und cremiger werden, wenn man die Masse auf dem Rührlöffel anpustet, entstehen wellenartige Muster, die mit viel Fantasie wie Rosen aussehen, daher nennt man das „zur Rose abziehen“. Das wusste ich übrigens schon vor dem Buch 😉

Jetzt die Schüssel vom Wasserbad nehmen und auf Eis(wasser) kalt rühren, hierzu kann man jetzt wieder das Handrührgerät bei kleiner bis mittlerer Stufe nehmen- das dauert nämlich seine 15 Minuten.

Die steifgeschlagene Sahne unterheben und den Walnusskrokant zufügen, ganz kurz einrühren. Alles in die gekühlte(n) Form(en) geben und für mindestens 6 Stunden tiefgefrieren, am besten aber über Nacht.

Und damit das Parfait im Schüsselchen nicht einsam ist, habe ich aus ein bisschen braunem Zucker Karamell gemacht, dorthinein ca 10 geviertelte Zwetschgen geworfen und mit ordentlich (!) Amaretto abgelöscht. Für’s bessere Gewissen noch ein wenig Wasser dazu und alles schön einrudizieren lassen, bis es ein leckeres Kompott gibt. Mit Zimt würzen und ein paar Mandelstifte dazuwerfen- fertig! Da das alles spontan passierte, gibt es kein Rezept mit Gramm-Angaben; sorry.

Die pdf zum Menu reiche ich nach, heute und am Wochenende wird das aber nix mehr!

Feuchtfroehliche Grüße und ein schönes WE euch allen! 🙂