Feuchtfroehlich macht Pause…

Liebe Alle!

Aus gesundheitlichen Gründen muss mein Blog leider pausieren 😦 Die Backbuchreise werde ich zumindest im Moment auch nicht weiterbetreiben können.

Ich hoffe, ihr bleibt mir trotzdem treu, lest euch durch meine älteren Beiträge 🙂 und ich verspreche euch, Feuchtfroehlich kommt wieder! Der erste Kuchen 2014 wird nicht der letzte Kuchen 2014 gewesen sein, versprochen!

Bis bald,

feuchtfroehliche Grüße 🙂

Der erste Kuchen in 2014: Apfel-Blaubeer-Knusperkuchen

Ja, ich habe noch keinen Kuchen gebacken dieses Jahr. Nur einmal Zimtschneggen und ein paar Mal Brot.

Ich hatte einfach noch keine Lust dazu, vielleicht sind das noch die Nachwehen von zu viel Weihnachtssüß?! Aber jetzt! Also eigentlich ist es auch schon wieder einen kleinen Moment her, dass ich gebacken habe aber jetzt, ja jetzt gibt es das Rezept auch für Euch! Es ist aus der Lecker Bakery No 1/2014 (die mich übrigens nicht so sehr begeistern  konnte, wie ihre Vorgänger) und ist wirklich knusperlecker:

Apfel-Blaubeer-Knusperkuchen

Apfel-Blaubeer-Knusper

Zutaten für 1 Springform (26er):

Für den Boden und den Knusper:

125g weiche  + 100g geschmolzene Butter

50g Zucker

1 Ei

60g gemahlene Mandeln ohne Haut

200g + 50g Mehl

60g kernige Haferflocken

50 g brauner Zucker

40g Mandelplättchen

Für die Füllung:

150g Blaubeeren (in meinem Fall die vom letzten Sommer aus der TK)

1 kg Äpfel, gewaschen und in kleine (~1cm)  Stücke geschnitten

2 EL Zitronensaft

75g Zucker

Zubereitung:

125g Butter mit dem Zucker und dem Ei hell und cremig rühren. Die gemahlenen Mandeln und das Mehl hinzugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Den in Frischhaltefolie für eine Stunde im Kühlschrank parken.

Die Äpfel mit dem Zitronensaft und dem Zucker in einem Topf mischen und bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel 3 Minuten, im Anschluss mit geöffnetem Deckel und bei großer Hitze unter rühren 2 Minuten köcheln lassen.  Auskühlen lassen und dann erst die Blaubeeren untermischen.

Den Backofen vorheizen: 200°C Ober/Unterhitze oder 175°C Umluft.

Eine gefettete Springform mit dem Teig auskleiden und dabei einen etwa 3 cm hohen Rand formen. Das kann man sicher hübsch ausrollen usw. oder aber wie ich mit den Händen in die Form drücken. Nicht so hübsch aber in Anbetracht der Füllung, die da drauf kommt egal.

Den Boden zunächst blind backen, also zuerst ein Backpapier auf den Boden, darauf dann Hülsenfrüchte und den Boden ca. 15 Minuten backen. Laut Rezept dann noch weitere 10 Minuten ohne Hülsenfrüchte und Backpapier; ich plädiere für lediglich 5 Minuten, da der Boden sonst zu trocken und fest wird.

Für den Knusperdeckel aus den 100g Butter, den 50 g Mehl, den Haferflocken und dem braunen Zucker einen Teig rühren, zum Schluss die Mandelplättchen unterheben.

Auf den vorgebackenen Boden erst die Füllung geben und einigermaßen gleichmäßig verteilen, dann die Knuspertoppingmasse.

Nochmal für 35 Minuten in den Ofen schieben. Dann befreien, auskühlen, in Stücke schneiden und mit Sahne genießen!

Die Kuchenpremiere 2014 ist gelungen, also ruhig nachbacken, sich ne Freundin einladen und bei ein, zwei Stückchen Knusperkuchen einen schönen Mädelsnachmittag verbringen (so hab ich das zumindest gemacht).

Ich würde mich übrigens freuen, wenn ihr hier mal vorbeisurft… Habt einen guten Start in die nächste Woche 🙂

Feuchtfroehliche Grüße

Oh Du Fröhliche #1 Zimtbällchen

Schatz liebt Mürbeteig, deswegen gibt es dieses Jahr wohl nur Mürbeteigplätzchen. Es gibt -wie jedes Jahr- Vanillekipferl; ich glaube, die als 10-Kilogramm-Lieferung würden ihm reichen. Aber mir -und euch wohl auch- wäre das zu eintönig!

Das Rezept für Vanillekipferl (und einiges mehr) findet ihr hier (am Ende des Beitrags gibt es den ganzen Adventskalender 2012 als pdf).
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Heute gibt es Zimtbällchen!
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Zutaten für ca. 45 Zimtbällchen:

Für den Teig:

  • 100 Gramm kalte Butter
  • 150 Gramm Mehl
  • 75 Gramm Zucker
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz

Zum Wälzen:

  • 30 Gramm feiner brauner Zucker (oder weißer)
  • 1 TL gemahlener Zimt

Zubereitung:

Die Butter in kleine Stücke schneiden. Butter, Mehl, Zucker, Eigelb und Salz zunächst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einem flachen Fladen formen und für etwa 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen. Den Teig in 45 Stücke teilen und jede Teigportion mit den Händen zu einer Kugel rollen. Die Kugeln mit etwas Abstand nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen etwa 8 bis 10 Minuten backen. Ich gebe zu: die Kugeln sind nach dem backen nicht mehr ganz kugelrund, eher etwas flach.

(Braunen) Zucker und Zimt mischen und die Kugeln darin wälzen.
Die Plätzchen vorsichtig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. In einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.

Drückt mir die Daumen für das kommende Wochenende, da verkaufe ich hoffentlich viele Adventskränze! 🙂

Eine Backbuchreise nach Bensheim oder Rotwein-Schoko-Kuchen von Betty

Bei der Backbuchreise geht es rund! Nicht nur das Backbuch ist auf Reise durch die Republik, auch die Bäcker und Bäckerinnen reisen! Betty, eine Schulfreundin von mir z.B. auf der AIDA! Aber noch vorm Koffer backen packen, hat sie es geschafft für mich, uns und ihre Kollegen einen Rotwein-Schoko-Kuchen zu backen! Der Blogbeitrag kommt dank toller Vorarbeit ganz fix von mir. 🙂

Viel Spaß Betty auf’m Schiff und Euch trotz Regensonntag viel Spaß mit dem Rezept für

1 ganzes Blech voll Rotwein-Schoko-Kuchen

Zutaten:

  • 250 gr. Weiche Butter
  • 250 gr. Brauner Zucker
  • 5 Eier (Größe M)
  • 300 gr. Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 2 gehäufte EL Kakaopulver
  • 1 TL Zimt
  • 200 ml Rotwein (in Bettinas Fall war es mexikanischer Rotwein)
  • 200 gr. Zartbitterschokolade
  • 1 Schnapsglas Schokosirup
  • Backpapier fürs Backblech

Die Schokolade fein hacken. Die Eier trennen und das Eiweiß mit 50 gr. Zucker steif schlagen. Danach kühl stellen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Butter und 200 gr. Zucker cremig schlagen. Die Eigelbe unter die Butterzuckermasse rühren. Mehl, Backpulver, Kakao u. Zimt mischen. Diese Mischung dazufügen und unterrühren. Den Rotwein portionsweise unterrühren. Die Schokolade hinzufügen und unterrühren. Zum Abschluß noch 1 Schnapsglas Schokosirup hinzufügen.

Das Eiweiß? Ja…das hat Betty nicht verraten 😉 ich würde es -wenn wir es schon steif geschlagen haben- jetzt unterheben! 🙂
Das Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig hineinfüllen. In der Backofenmitte, bei Umluft 160° ca 35 – 40 Min backen. Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestäuben.

Rotwein-Schoko-Kuchen

Guten Kuchenhunger und trotz Regen einen schönen Sonntag,

Feuchtfroehliche Grüße 🙂

 

DIY: Freitags gibts Fisch oder Graved Lachs nur noch selbstgemacht!

Und die Honig-Senf-Sauce auch nur noch selbstgemacht. So gehts:

Zutaten:

  • 1 kg frischer Lachs Mittelstück
  • 1 EL Pfefferkörner, schwarz
  • 6 EL grobes Meersalz
  • 4 EL Zucker
  • Dill (gefriergetrocknet) oder 2-3 Bund frischen Dill

Zubereitung:

Beim Fischhändler des Vertrauens ein schönes Mittelstück vom Lachs kaufen, am besten Biolachs. Der erste Versuch war Bio, der zweite nicht und jetzt ratet, welcher besser war. Genau! 😉 Die Mittelgräte und andere Gräten entfernen lassen, den Fisch schuppen, die Haut aber dranlassen lassen.

Die Pfefferkörner mit dem Mörser zerstoßen (oder für Menschen ohne Mörser mit einer Messerklinge zerdrücken). Zucker und Salz hinzumischen. Die Lachsstücke mit 1/3 der Beizmischung rundum gut einreiben.

So: wie bei allen „guten, traditionellen Rezepten“ gibt es beim Dill (mindestens) zwei Meinungen: entweder frischen Dill nehmen oder eben getrockneten. Dem frischen Dill sagt man nach, dass er zum leichteren Schimmeln führen könne. Da das nicht erstrebenswert ist, war die Debatte an diesem Punkt für mich beendet und ich habe mich für getrockneten Dill entschieden. Wer das anders sieht muss 2-3 Bund Dill fein hacken, ansonsten den getrockneten Dill nicht zu sparsam mit der restlichen Beizmischung auf der Innenseite der Lachsstücke verteilen.

Nun die Lachsstücke mit den Fleischinnenseiten aufeinander legen. Den Fisch in einen großen Gefrierbeutel legen unter lautem fluchen mit fischglitschigen Händen irgendwie reinpfriemeln. Den Lachs in eine Auflaufform legen (da wird nämlich so oder so Beize austreten, die ist sehr klebrig und geruchsintensiv! Woher ich das weiß? …grummel) und auf die geschichteten Fischstücke etwas Schweres stellen oder legen, um den Lachs zusammen zupressen. In den Kühlschrank legen und 2 – 3 Tage marinieren, dabei alle 12 Stunden einmal wenden (Handyalarm!)

Nach der Beizzeit den Sud abgießen, die Kräuter abkratzen und den Lachs in hauchdünne Scheiben schneiden. Dickere Scheiben Graved Lachs kann man auch grillen. Tiefgekühlt hält sich der Lachs mehrere Monate, gekühlt etwa eine Woche. Dazu schmeckt gut ein Honig-Senf-Dill-Sößchen, dass in den Zuständigkeitsbereich von meinem männlichen Mitbewohner fällt aber sicher auch von euch nachgemacht werden kann:

Zutaten:

  • Senf (wir nehmen Honig-Senf)
  • (Blüten)Honig
  • Dill (getrocknet)

Zubereitung:

Senf und Honig verrühren, kosten. Zu scharf? Mehr Honig. Zu süß? Mehr Senf. Das Verhältnis 1:1 funktioniert für uns gut. Dill hinzugeben (je nach Dill-Liebe) und verrühren. Fertig.

Probiert das unbedingt mal aus! Kostet (wie immer abgesehen von unserer Lebenszeit) nicht mehr, als fix und fertig aus’m Laden, schmeckt aber natürlich um Welten besser!

Feuchtfroehliche, fischglitschige Grüße 🙂

Sorbetto mit Wassermelone und Wodka

Das knallt! Erinnert ihr euch, wie wir früher Wassermelonen angebohrt , eine Wodkaflasche „reingeschüttet“ (Wassermelonenfleisch ist sehr aufnahmefähig!), die Melone gekühlt und uns später vitaminreich betrunken haben 😉 oder haben das nur meine Freunde & ich gemacht?

Jedenfalls bin (sogar) ich dafür mittlerweile zu alt, heute gibt es die Variante für „vernünftige Erwachsene“ also die gemäßigte, wodkaärmere Sorbetto-Version aus meinem neuen Lieblings-Eisbuch, das ich bei „Jeden Tag ein Buch“ vorgestellt habe. Allerdings dann doch nicht so wodka-arm wie laut Buch gedacht: statt 50 gab es 250 ml. Kommentare der Verköstigten: man schmeckt den Wodka gar net- jaja Willkommen in der Pfalz!

DSC_0116Zutaten für das Sorbetto mit Wassermelone und Wodka:

  • 125 ml Wasser
  • 125 g Zucker
  • 750 g Wassermelonenfleisch ohne Kerne, in Würfel geschnitten
  • 50 ml (250 ml) guter, kalter Wodka; in diesem Fall Absolut Citron
  • 1 EL Limettensaft
  • 1 EL Limettenschale (& ein bissi zum Dekorieren)

Zubereitung:

Aus Wasser und Zucker Sirup köcheln (so wie hier) und diesen abkühlen lassen, dann für mindestens 6 Stunden kalt stellen.

Wassermelone mit Wodka, Limettensaft, -schale und dem Läuterzucker pürieren und ab in die Eismaschine. Ggfs. nochmal nachfrieren lassen. Mit Limettenschale dekorieren…oder auch nicht und ggfs. mit (noch mehr) eiskaltem Wodka übergießen!

Hier für alle Vernünftigen das pdf. Übrigens: die ganz Vernünftigen können statt Wodka auch Sprudel nehmen…

Noch eine feuchtfroehliche Kochbuchrezension: Backen mit Leidenschaft

Teil 2 der von Astrid ausgerufenen Themenwoche! Dieses Blogevent ist super: selten habe ich soviele lesenswerte Bücher entdeckt; stundenlanges im Buchladen rumlungern bringt nicht halb so viele Anregungen wie das hier:

Jeden Tag ein Buch – Die Blogger-Themenwoche vom 8. – 14. Juli 2013

Zitat: “Ferienzeit ist Bücherzeit! Nicht nur am Strand, sondern auch in den Blogs. Daher werden sich im genannten Zeitraum viele Blogger täglich mit Genussbüchern beschäftigen. Genussbuch bedeutet, dass es sich nicht zwingend um ein Kochbuch oder Ähnliches handeln muss.

Wie bereits erwähnt eingestanden, lese ich in meiner Freizeit leider nur blutigen Schund oder unblutigen aber langweiligen Jura-Kram. Daher musste ich euch zwei Kochbücher vorstellen! Kochbücher sind ja auch super: kochen und essen- beides ist für mich Genuss!

PopinaAm Montag habe ich passend zum Sommer „The Icecreamist“ vorgestellt, heute gibt es ein Backbuch für Euch! Eigentlich „DAS“ Backbuch. Isidora Popovic, die Gründerin von Popina, einer kleinen Backwarenmanufaktur in London, verrät in diesem Buch ihre besten Rezepte für Kekse, Tartes, Brownies, Muffins undundund… Dem Buch merkt man an, dass hier wirklich mit Leidenschaft gebacken wird: die liebevollen Fotos verraten das genauso, wie die schlüssigen Rezepte!

Ich habe folgende Rezepte ausprobiert:

Die sommerliche Nektarinen-Beeren-Tarte (das Titelfoto also) und

die Mandeltorteletts mit Feige und Traube sowie

die Spinat-Muffins & Tomaten-Feta Muffins und

die Kürbis-Parmesan-Tarte.

Ihr seht, ich habe dieses Buch schon ein bisschen länger im Regal stehen und daher auch schon ein wenig „durchgebacken“. Daher kann ich zunächst mal sagen: keine Fehler gefunden! Ich hasse Kochbücher, die huschhusch produziert werden mit toll food-designten Superhochglanzfotos und dann leider Rezepte enthalten, die hinten und vorne nicht stimmen(können), einfach weil sie nie ausprobiert wurden. Hier erkennt man, dass Frau Popovic ein Buch verfasst hat, dass ihr wirklich am Heren liegt! Nix huschhusch sondern mit viel Liebe fürs Detail.

Das Buch „Backen mit Leidenschaft“ ist im Bassermann Inspiration Verlag erschienen und wurde mir von diesem auch zur Verfügung gestellt. Die 144 Seiten gliedern sich in Vorwort & Einleitung, gefolgt von Plätzchen, Cookies und Biscotti, süße Tartes, Kuchen, Muffins & Brownies und Pikant & würzig: Knabbergebäck sowie herzhafte Tartes.

In den beiden Tarte-Kapiteln werden Grundrezepte vorangestellt, auf die dann immer wieder rekuriert wird. Die Rezepte sind leicht verständlich und schlüssig geschrieben und verlangen auch keine Küchen-Zaubereien, alles ist sehr bodenständig und auch für weniger versierte Bäcker/innen realisierbar. Denn was nützt das tollste Backbuch, dass von seinem Leser unfassbare Küchentricks abverlangt oder wilde Küchenutensilien oder krude Zutaten? Genau! Hier bekommt man nicht nur dank der leckeren Fotos Lust zu backen, und darum geht es ja!

Hier für die Nachbackwilligen das Rezept der Mandeltorteletts mit Feige und Traube für den nächsten Herbst!

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Zutaten: für 6 Torteletts (~10cm):

Für den süßen Mürbeteig:

  • 250 g Weizenmehl
  • 125 g kalte Butter
  • 75 g brauner Zucker/Rohrohrzucker
  • 1 Ei

Für die Füllmasse:

  • 50 g weiche Butter
  • 90 g brauner Zucker/Rohrohrzucker
  • 1 Ei
  • 1 ½ Tl Backpulver
  • 50 g Weizenmehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 4 Tropfen Bittermandelaroma

 Und dann noch:

  • 6 Feigen, gewaschen und halbiert
  • 24 rote oder schwarze (Muskateller)Trauben, gewaschen

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Zubereitung:

Den Backofen auf 160°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Aus Mehl, Butter, Zucker und Ei (ggfs. 1-2 EL kaltem Wasser) mit den Knethaken oder kühlen Händen einen Mürbeteig kneten. Je nach dessen Weichheit entweder erst kühlen oder gleich 5 mm dünn ausrollen und die Tortelett-Förmchen damit auskleiden.

Für die Füllung die Butter mit Zucker, Ei, Mehl, Mandeln und Mandelaroma cremig rühren und auf die Förmchen verteilen.

Je zwei Feigenhälften und 4 Trauben in die Füllung drücken und in 20-25 Minuten backen, bis die Mandelcreme goldgelb ist. Abkühlen lassen und mit einem Kleks Sahne (vielleicht mit einem Hauch Zimt) servieren.

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Ich persönlich nehme mittlerweile die doppelte Menge an Füllung- einfach weil ich sie sehr lecker finde und es so lieber mag. Aber auch das Original schmeckt sehr, sehr gut! Hier das pdf. Heute backe ich die sommerliche Nektarinen-Beeren-Tarte für ein Straßenfest und morgen einen very-berry-Butterkuchen, die Rezepte folgen ganz bald!

Habt ein schönes Wochenende,

feuchtfroehliche Grüße 🙂

Ein Holunderblüten-Sorbetto und eine Buchempfehlung

Arthurs Tochter hat aufgerufen zu einer Themenwoche! Gott sei Dank nicht sowas wie die indischen Wochen bei MacDoof sondern:

Jeden Tag ein Buch – Die Blogger-Themenwoche vom 8. – 14. Juli 2013

Zitat: „Ferienzeit ist Bücherzeit! Nicht nur am Strand, sondern auch in den Blogs. Daher werden sich im genannten Zeitraum viele Blogger täglich mit Genussbüchern beschäftigen. Genussbuch bedeutet, dass es sich nicht zwingend um ein Kochbuch oder Ähnliches handeln muss.

Bei mir werden es nicht jeden Tag ein, also fünf aber zumindest zwei Bücher werden und es werden -surprise, surprise- Kochbücher sein! Da ich außer juristischer Fachliteratur nur blutigen Schund lese, der nicht im Entferntesten „Genussbuch“ ist 🙂 blieben quasi nur Kochbücher! Das ist aber in Ordnung, denn ich liebe Kochbücher und ich weiß, ihr tut das auch!

Vielleicht machen ja noch einige von Euch mit, bei dieser Themenwoche:

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Daher also erst Mal die Buchempfehlung: The Icecreamist -Exclusive Eiscreme und andere Laster!

IcecreamistDas Buch ist viel zu bunt, viel zu poppig, zu hipstermäßig aufgemacht, es will so unbedingt cool und toll sein, dass es gar nicht klappen kann- kurz: es nervt! Warum ich es trotzalledem empfehle?

Wegen seines Inhaltes. Ich bin auch vielen (bis den meisten) Menschen zu laut, zu sarkastisch, zu direkt- kurz: ich nerve! Aber (tief) innendrinnen bin ich dann doch ne ganz Nette, manch eine(r) kriegt diese Seite zu Gesicht, wenn ihn der erste Eindruck nicht abgeschreckt hat. Jaja – die inneren Werte 😉

Ja und so isses mit dem Buch eben auch: die Eisrezepte sind der Hammer! Es gibt da neue, also mal ehrlich wirklich richtig neue (!) innovative Ideen, leckere Kombinationsvorschläge für Eiskreationen jenseits von Vanilleeis mit heißen Himbeeren, Eis mit Alkohol und Cocktailrezepte mit Eis- ja spätestens da hatte der Autor Matt O’Connor mich 🙂

Ja und was gibt es noch so?

Klassiker wie Vanille & Pistazie. Ganz viel Schoko-Eis: mit weißer Schokolade, mit dunkler Schokolade, mit Milchschokolade & Meersalz (gemacht und für gut befunden), mit dunkler Schokolade plus Orange, Haselnussschokolade und Rocher-Eis…  Ganz viele Sorbettos: brav ohne Alkohol z.B. Zitrone oder Earl-Grey und weniger brav: Gin-Tonic-Sorbetto oder Sorbetto aus schwarzer Johannisbeere und Himbeer-Wodka. Wassermelone- Wodka steht auf der „to freeze-Liste“, die Melone liegt schon in der Küche und wartet darauf, ein Sorbetto zu werden!

Dann noch echt spezielles Eis: Lakritze, Popcorn oder Lavendel…ach ja und Muttermilch-Eis. Vier alkoholfreie Ice-Pops und zwei alkoholhaltige, dazu noch ordentlich Basiswissen und zwei Saucenrezepte. Und noch viel mehr Rezepte für noch viel mehr leckeres Eis!

Abzüge in der B-Note gibt es für das eine oder andere Mal Unschlüssigkeit, also „Fehler“ in den Rezepten: da werden Zutaten in der Zutatenliste aufgezählt, die dann nicht mehr verwendet werden oder eben umgekehrt.

Wenn man sich also von dem extremen Design nicht abschrecken lässt, erfährt man hier allerhand Nützliches und erhält nicht wenige wirklich neue Rezeptideen. Ich glaube, bis auf das Muttermilcheis (das finde ich a) strange und habe b) auch keine Bezugsquelle) friere ich mich nach und nach durch das ganze Buch 🙂

Hier und heute präsentiere ich euch das Holunderblüten-Sorbetto.

Zutaten für viel zu wenig Holunderblüten-Sorbetto (~500 ml)

  • 300 ml Wasser
  • 75 g extrafeiner Zucker
  • 8 EL Holunderblütenlikör (geht sicher auch mit Holunderblütensirup)
  • Saft einer Zitrone

Zubereitung:

Den Zucker läutern, also Wasser mit Zucker erst auf- und dann sirupartig einkochen, das dauert ca. 5 Minuten. Abkühlen lassen und dann Zitronensaft und Holunderblütenlikör zugeben. Die Mischung weiter abkühlen und dann gut durchkühlen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank. Dann in der Eismaschine gefrieren.

Ich habe die Mischung über Nacht gekühlt und währenddessen die ganze Zeit gedacht: uiuiui das is aber echt wenig „Masse“. Am nächsten Tag nachgemessen und dann festgestellt: etwas weniger als 300 ml. Da habe ich kurzerhand mit Sprudel auf einen halben Liter erhöht, damit sich das Anwerfen der Eismaschine überhaupt lohnt 🙂 Geschmacklich ist diese „Abwandlung“ der Hammer! Oberhammer sogar! Ich denke fast, dass die Masse ohne Sprudel deutlich zu süß und intensiv geworden wäre…
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Entschuldigt das fantastische Handyfoto…vielleicht entschädigt euch ja das pdf zum Rezept! Ich plane am Freitag Buch Nummer 2 zu präsentieren- seid gespannt!

Honiggeröstete Cashewkerne, Pekannüsse…

…Mandeln, Erdnüsse…

Kennt ihr diese fiesen honiggerösteten Cashewkerne? Dieser echt gemeine, hinterhältige Mix aus superleckeren Cashews, süßem Honig und salzigem Salz? Ein großes Nuss-Unternehmen macht die und mittlerweile gibt es die auch in den Discountern (mit A*** und L***).

Eigentlich sollte man um solche Sachen einen großen Bogen machen, aber bei diesem Sommer pfeifen wir auf die Bikinifigur -für den Bikini ist es zwar ausreichend nass aber nicht hinreichend warm- und machen das sündhafte Nuss-Zeug selbst! Wer es schafft, nicht alles im Laufe des Abends wegzufuttern, kann die honiggerösteten Nüsse luftdicht verpacken, dann halten die sich 2 Wochen (haha).

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Zutaten:
  • 1 EL Butter
  • 25 g brauner (Roh-Rohr)zucker
  • 1 EL Honig
  • ½ TL Cayennepfeffer
  • ½-1 TL feines Meersalz
  • 200 g Nüsse: Cashews, Pekannüsse, Erdnüsse, Mandeln… (jedenfalls ungesalzen)

Zubereitung:

Den Backofen auf 175 °C (Umluft 160 °C) vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Butter und Zucker in einem kleinen Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der größte Teil des Zuckers aufgelöst hat. Vom Herd nehmen, Honig,  Cayennepfeffer und Salz unterrühren. Zum Schluss die Nüsse sorgfältig untermischen.

Die Nüsse auf dem Backblech verteilen und im Ofen etwa 15 Minuten rösten, dabei einmal zur Halbzeit durchmischen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Zu allem Übel geht das Ganze auch noch einfach und schnell, ein hüftgoldenes quick & yummie! Hier das pdf. zum Honig-Nuss-Inferno!