Sonntagsfrühstückszopf

Ein frisch gebackener Hefezopf passt nicht nur zum Nachmittagskaffee sondern auch zum Sonntagsfrühstück mit etwas Butter und selbst gemachter (roter) Marmelade. Genauso ist die Kindheitserinnerung dazu. Die Marmelade muss (!) rot sein. Ok: Aprikose geht auch.

Die letzten Tage hatte ich quasi mehrmals täglich Visionen von einem Hefezopf so wie früher von Mama. Mit Rosinen. Ja- das muss auch so sein! Wer Rosinen nicht mag -das ist glaube ich auch so eine love it or hate it Zutat- kann Mandelsplitter nehmen.

Leider bin ich Hefeteig gegenüber nach wie vor und wahrscheinlich für immer skeptisch: Hefeteig ist ein launiges Mistvieh, dass manchmal einfach nicht so will, wie es soll: da liegt es dann flach und schleimig in der Schüssel und eignet sich für…äh…gar nichts. Eine Weile hatte ich Ursachenforschung betrieben und der frischen Hefe (nicht frisch genug), dem warmen Ort zum Gehen lassen (nicht warm genug und/oder zu zugig) oder der „Geh-Zeit“ (zu kurz/zu lang) die Schuld gegeben. Und irgendwann hat es dann einfach geklappt (hier) und vielleicht hat dieses Erfolgserlebnis den Bann gebrochen oder es ist purer Zufall aber seither funzt das mit dem Hefeteig (relativ zuverlässig) wie es soll.

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Also hab ich einen Zopf geflochten:

Zutaten (für einen Zopf, der quer liegend das ganze Backblech ausfüllt):

  • 125 ml Milch
  • 30 g 1 Würfel frische Hefe (was soll ich mit den restlichen 12 g Hefe?)
  • 150 g weiche Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei, 3 Eigelb
  • 500 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 50g Mandelsplitter Rosinen (über Nacht in 2-3 EL Rum eingelegt)
  • 2 EL zerlassene Butter und 2-3 EL Hagelzucker
  • Mehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung:

Die Hefe in die Milch bröseln und diese dann sanft auf gerade so lauwarm erwärmen, glatt rühren und 10-15 Minuten stehen lassen.

Währenddessen die Butter mit dem Zucker hell und cremig rühren, dann das Ei/die Eigelbe nach und nach einrühren. Mehl, Salz und Hefe-Milch ebenfalls zugeben und verrühren. Zum Schluss die Rosinen (oder wer die lieber mag die Mandelsplitter) unterrühren.

Resultat: ein mittelzäher Teigkloß, der sich zäh-reißend von Rührgerät und Schüsselrand löst.

Zudecken und an einem hinreichend warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen des Teiges verdoppelt hat. Den Ofen auf 180 °C Ober/Unterhitze vorheizen.

Den Teig dritteln und die Teigdrittel auf bemehlter Arbeitsfläche zu gleichlangen (und im besten Fall gleichdicken) Teigrollen rollen. Dann einen Zopf flechten (drei Stränge nebeneinanderlegen und dann links über die Mitte, rechts über die Mitte usw bis kein Teig mehr übrig ist) und nochmal 15 Minuten (oder bis der Ofen eben vorgeheizt ist) gehen lassen. Mit der geschmolzenen Butter bepinseln und mit Zucker bestreuen. Für 45 Minuten backen und dann am besten noch warm genießen.DSC_0064

In unserem Fall gab es den Zopf zum Brunch. Deswegen gibt es auch mal wieder kein supertolles-tipptopp bearbeitetes Hochglanzfoto sondern nur eins vom Restzopf. Der war nämlich ratzfatz aufgeschnitten und weggefuttert! In diesem Sinne: nachbacken- spätestens fürs nächste Sonntagsfrühstück!

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Wer den Zopf nachflechten will, findet hier das Rezept als pdf.

Einen feuchtfroehlichen Start in die neue Woche! 🙂

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