Das Hackbratentrauma überwunden

Da ich als Kind mit Hackbraten gefoltert wurde und die Frikadellen meiner Mutter -weil zu trocken- gehasst habe, gab es bei mir jahrelang Hackfleisch nur innerhalb einer Lasagne oder als Pastabegleitung in Form von Bolognese.

Nach dem Barcelonatrip wollte ich einen Tapasabend veranstalten und habe Schatz die Auswahl der Speisen überlassen. Mit dabei: Albondigas en salsa de tomate, also spanische Hackbällchen in Tomatensauce. Begeisterung ist anders…

Nun gut, jetzt hat er sich’s nun mal ausgesucht also los…

Für 20 Albondigas (in ordentlicher Größe) & Sauce:

  • Öl, Salz, Pfeffer, Zucker, Thymian und Rosmarin (wenn frisch dann natürlich klein & fein geschnitten)
  • 1 gr. Dose gehackte Tomaten (850 g )
  • 100 ml Rotwein
  • 1 Prise Zimtpulver
  • 50 g Pinienkerne, ohne Fett goldbraun geröstet
  • 2 Zwiebeln & 2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 50 g getrocknete Tomaten (in Öl) ganz fein gewürfelt
  • 500 g Hackfleisch vom Rind (ich esse seit fast 15 Jahren kein Schwein mehr, kann also auch nichts dazu sagen, ob das auch mit Schweinehack geht und/oder schmeckt)
  • 4 El Paniermehl
  • 1 Ei

Die Tomaten mit dem Rotwein und dem Zimt aufkochen und 20 Minuten köcheln lassen.

Währenddessen das Hackfleisch, die getrocktneten Tomaten, die Pinienkerne, das Paniermehl, das Ei sowie Rosmarin und Thymian ordentlich verkneten mit Salz und Pfeffer würzen, abschmecken und 20 (oder mehr) Bällchen formen.

Eine Pfanne mit Olivenöl erhitzen. Zunächst die Zwiebeln, sobald diese glasig sind den Knoblauch anbraten. Dann die Hackbällchen von allen Seiten (faktisch von oben und unten) scharf anbraten.

Die Tomatensauce mit Salz, Pfeffer & Zucker abschmecken und zu den Albondigas in die Pfanne gießen. Das Ganze nun noch ca 15 Minuten (je nach Anzahl und folglich Größe der Hackbällchen) bei mittlerer Hitze und ohne Deckel ziehen lassen. Warm servieren.

Dazu gab’s Rotwein und ziemlich viele andere Tapas, die nach und nach auch hier verewigt werden. Ein Bild muss ich nachreichen, da ich vom Original keins gemacht hatte sondern nur von den Varianten.

Ja Varianten…

Das Gericht ist so gut, dass ich damit mein Hackbratentrauma überwinden konnte und mittlerweile öfter mal Albondigas rolle. Nicht nur als Tapas sondern gerne etwas italienischer mit etwas mehr Sauce zu Pasta.

Demnächst will ich das ganze mal mit Lamm und noch etwas orientalischer versuchen, evt. statt der getrockneten Tomaten mit Feigen und die Pinienkerne durch Walnüsse ersetzen.

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3 Gedanken zu “Das Hackbratentrauma überwunden

  1. *hihi*: „Hackbratentrauma“! Bei mir ist es das „Gulaschtrauma“, aus ähnlichen Gründen. 🙂 So etwas zu überwinden, und das noch aus eigenem Antrieb heraus, ist immer super schwierig! Ich hoffe, ich krieg das auch noch hin.
    Vielleicht wäre somit aber auch mein aktueller Post über die leckersten Burger überhaupt was für Dich? Schau mal rein, ich würd mich freuen!
    Ganz liebe Grüße!

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